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Montag, 23. Dezember 2019
Donnerstag, 14. November 2019
Album der Woche#418: Living Colour - Vivid (1988)
Wir befinden uns immer noch im "Grand Theft Auto: San Andreas"-Themenmonat. Mittlerweile sind wir in San Fierro, welches ein Abbild von San Francisco darstellt, angekommen. Der Protagonist CJ verfügt mittlerweile über eine eigene Werkstatt die er bei einem Autorennen gewonnen hat. Diese ist allerdings stark baufällig. Es kommen allerdings noch mehr Methoden/Gründe Geld zu verdienen auf ihn zu.Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie kam ich auf die Idee während dieses Spieleabschnitts nur noch "Radio X" zu hören. Der Sender spielt Alternative Rock und Grunge aus den frühen Neunzigern. Witzigerweise habe ich fast alles aus der Playlist des Sender hier reviewt. Danzigs selbstbetiteltes Debüt, Soundargens "Badmotorfinger", Alice In Chains' "Dirt", "Violator" von Depeche Mode, das Debüt von RATM und sogar die "Appetite for Destruction" von Guns 'N Roses. Da fiel mir die Wahl eines Albums für dieses Interview doch schon ziemlich schwer. Ich habe mich letztendlich aber für "Vivid" von Living Colour entschieden.
"Cult of Personality" befindet sich nämlich auf der Playlist und hatte seltsamerweise das Talent immer in extrem coolen Momenten abgespielt zu werden. Es ist die erste Single der Band und ist gottverdammter Klassiker moderner Rockmusik. Living Colour wurden ursprüngich von Gitarrist Vernon Reid als "Vernon Reid's Living Colour" gegründet und in verschiedenen Formationen von 1984-1986 weitergeführt. "Vivid" ist das erste Album der Band mit Corey Glover am Gesang und ich will mir gar nicht vorstellen, wie das ohne ihn gewesen wäre.
"Vivid" ist voll mit Funk, Jazz, Punk, Metal und garantiert noch mit 1001 anderen Einflüssen die mir allesamt unbekannt sind. Es steht fest: Das Album groovt nur so, dass ich verdammt noch mal, ICH, der niemals freiwillig tanzen würde, alleine in meiner Wohnung tanze. ICH. Ja, verdammt. ICH. Glovers Stimme ist so vollgepackt mit Oktaven (ist das überhaupt grammatikalisch richtig? weiß ich nicht). Vernon Reid ist n verfickter Gitarrengott. Die Solos, meine Fresse, die Solos. Ich finds wirklich einzigartig, was sie da gemacht haben. Und dass sie damit Erfolg hatten. Auch nach dem ersten Album. Sie waren nämlich weder Hair Metal (spät 80er) noch Grunge (früh 90er) sondern hatten was neues auf den Markt gebracht, was eigentlich aus alten Bestanddteilen bestand. Eine prise 80er Jahre Sound, eine sehr melodische Stimme, Funk und Groove. Und naja, Metal-Gitarren. Wobei ich das jetzt nicht unbedingt für sehr ausschlaggebend halte.
Anyways: Es ist verdammt noch mal sehr geil. Mit Gastspielen von Chuck D, Flavor Flav und Mick Jagger.
9,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Cult Of Personality, Open Letter (To A Landlord), Memories Can Wait (Talking Heads Cover), I Want To Know, Which Way To America?
Mittwoch, 6. November 2019
Album der Woche#417: George Strait - Ocean Front Property (1986)
Weiter gehts im "Grand Theft Auto: San Andreas"-Themenmonat. Diesmal befinden wir uns auf dem Land. Es fahren überall Traktoren mit Latzhosenträgern am Steuer. Die Cops fahren Range Rovers oder so. Und es gibt Biker die "Radio Los Santos" hören, was irgendwie komisch ist. Außerdem besteht die Gegend aus mehreren kleinen Städtchen und wir gehen mit einer vollkommen verrückten Frau aus mit der wir gemeinsamen Banken und Tankstellen ausrauben. Im Radio läuft K-Rose, der Countrysender. Einer der besten und ohrwurmtauglichsten Songs darauf ist "All My Exes Live In Texas" von George Strait, welches 1986 auf seinem Album "Ocean Front Property" erschien.Ich dachte mir erst, ich könnte Conway Twittys und Loretta Lynns Werk reviewen (das wo "Louisiana Woman, Mississippi Man" drauf ist) oder Hank Williams. Allerdings fand ich das erste Album nicht und irgendwie hatte Hank Williams wohl nur Singles. Anyways, bin ich hierauf hängen geblieben. Mein erster Eindruck war: Irgendwie schräg und irgendwie sehr brav. Das hier is halt Mainstream Country. Das mag zwar für sich draufgängerisch wirken, ist aber absolut nichts im Vergleich zu Outlaw Country.
Doch dann guckte ich mir diese leicht ironischen Texte an und bin dem Ganzen ein wenig verfallen. "All My Exes Live In Texas" beschreibt auf leicht absurde Weise, dass alle Ex-Freundinnen des Protagonisten in Texas wohnen und er deswegen nach Tennessee ausgewandert ist. Der Titeltrack "Ocean Front Property" ist richtig absurd. Es geht darum, dass Strait bzw. die Hauptperson seiner zukünftigen Ex-Freundin erklärt dass er sie nicht vermissen wird und sich darauf freut bald auszuziehen. Und zwar auf sein eigenes Landstück welches am Ozean angrenzt. In Arizona. Das Ding ist, Arizona ist nicht mal ansatzweise in der Nähe irgendeines Ozeans. Weiß nicht, ob es so gemeint war, dass der Kollege im Song einfach dumm ist und nicht weiß was für eine tolle Frau er verliert. Ich schätze nämlich schon dass die Songwriter wussten wo Arizona liegt. Ansonsten ist es ein tolles, sauberes und erstaunlich positiv klingendes Album über Herzschmerz und all solchen Kram.
Fuck yeah.
Anspieltipps: Ocean Front Property, All My Exes Live In Texas, My Heart Won't Wonder Very Far From You
7/10 Pfandflaschen
Freitag, 1. November 2019
Album der Woche#417: Cypress Hill - s/t (1991)
Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Themenmonat im November. Dieser dreht sich um das Videospiel "Grand Theft Auto: San Andreas". Ich bin grade dabei die letzten zwei Missionen durchzuspielen bzw. stecke erstmal bei der vorletzten Mission fest. In Anbetracht der Tatsache dass ich zwei (?) Jahre gebraucht habe um 3/4 des Games fertig zu kriegen und noch mal wegen eines internen Spielefehlers von vorne anfangen musste bin ich ziemlich erfreut darüber dass ich fast fertig bin. Darum habe ich beschlossen im November die verschiedenen In-Game-Radiosender zu feiern,
die ich in bestimmten Phasen des Spiels gehört habe. Die erste Phase spielte in der fiktiven Stadt Los Santos, die an Los Angeles angelehnt ist. Während ich so mit Auto unterwegs war hörte ich beinahe nur "Radio Los Santos" das ausschließlich West Coast Hip-Hop gespielt hat. Unter anderem den Song "How I Could Just Kill A Man" von Cypress Hill. Darum dieses Album hier.
"Cypress Hill" ist das Debütalbum des Trios bestehend aus B-Real, Sen Dog und DJ Muggs. Das war noch vor "Insane In The Brain" und bevor sie angefangen haben verschiedene Rock/Crossover-Sachen zu machen.
Das Album dreht sich vornehmlich um krumme Geschäfte, Kiffen und Storytelling. B-Real war beispielsweise einst Gang-Mitglied und konnte so seine Einflüsse in Songs verarbeiten. Das ganze Gerede von korrupten Cops die in der Hood die Bevölkerung terrorisieren, von Schießereien und all dem. Ist also auf Tatsachen basierend. Musikalisch betrachten heben sich Cypress Hill von anderen West Coast Künstlern ab. Ihr Sound ist anders. Im Gegensatz zu G-Funk sind sie zwar auch ziemlich smooth und gechillt haben aber gleichzeitig das Potenzial ordentlich auszurasten. Dazu kommen noch die Jazz- und Funk-Samples. Und natürlich die Tatsache dass sie teilweise auf Spanisch rappen. Sie waren die erste lateinamerikanische Hip-Hop-Crew die erfolgreich wurde. Was sie mit dem G-Funk-Sound gemeinsam haben, ist dass sie hier ebenfalls reale Geschehnisse verarbeiten und sie zu einer Art Karikatur der Wirklichkeit verformen. Aber das hat Hip-Hop halt auch so an sich. Außerdem sind da die nasale Stimme B-Reals und die schrillen Samples die einfach verdammt gut zueinander passen und sich wunderbar zu Sen Dogs wütender Stimme ergänzt.
Ich mag dieses Album. Ganz einfach.
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Pigs, How I Could Just Kill A Man, Hand On The Pump, Latin Lingo
die ich in bestimmten Phasen des Spiels gehört habe. Die erste Phase spielte in der fiktiven Stadt Los Santos, die an Los Angeles angelehnt ist. Während ich so mit Auto unterwegs war hörte ich beinahe nur "Radio Los Santos" das ausschließlich West Coast Hip-Hop gespielt hat. Unter anderem den Song "How I Could Just Kill A Man" von Cypress Hill. Darum dieses Album hier.
"Cypress Hill" ist das Debütalbum des Trios bestehend aus B-Real, Sen Dog und DJ Muggs. Das war noch vor "Insane In The Brain" und bevor sie angefangen haben verschiedene Rock/Crossover-Sachen zu machen.
Das Album dreht sich vornehmlich um krumme Geschäfte, Kiffen und Storytelling. B-Real war beispielsweise einst Gang-Mitglied und konnte so seine Einflüsse in Songs verarbeiten. Das ganze Gerede von korrupten Cops die in der Hood die Bevölkerung terrorisieren, von Schießereien und all dem. Ist also auf Tatsachen basierend. Musikalisch betrachten heben sich Cypress Hill von anderen West Coast Künstlern ab. Ihr Sound ist anders. Im Gegensatz zu G-Funk sind sie zwar auch ziemlich smooth und gechillt haben aber gleichzeitig das Potenzial ordentlich auszurasten. Dazu kommen noch die Jazz- und Funk-Samples. Und natürlich die Tatsache dass sie teilweise auf Spanisch rappen. Sie waren die erste lateinamerikanische Hip-Hop-Crew die erfolgreich wurde. Was sie mit dem G-Funk-Sound gemeinsam haben, ist dass sie hier ebenfalls reale Geschehnisse verarbeiten und sie zu einer Art Karikatur der Wirklichkeit verformen. Aber das hat Hip-Hop halt auch so an sich. Außerdem sind da die nasale Stimme B-Reals und die schrillen Samples die einfach verdammt gut zueinander passen und sich wunderbar zu Sen Dogs wütender Stimme ergänzt.
Ich mag dieses Album. Ganz einfach.
8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Pigs, How I Could Just Kill A Man, Hand On The Pump, Latin Lingo
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