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Montag, 6. November 2023
Samstag, 24. Januar 2015
Album der Woche, Folge 182: Black Flag Discography, Teil 4
Und weiter gehts (endlich!) mit der Black Flag Discography. Es neigt sich dem Ende zu, das ist der vorletzte Teil. Wir sind aber quasi am Ende angekommen, "In My Head" ist das letzte Album der Band. Was danach kam waren Singles, EPs, Demosammlungen und retrospektive Livealben. Ahja und natürlich der Comeback. Ähem.
13. Loose Nut (1985)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Fünfte LP der Band. Was danach folgte war "In My Head". Deswegen finde ich es ziemlich witzig wie die beiden Titel zusammenpassen. Tja, sie werden sogar im Titelsong zu diesem Album besungen. Beide. Ob das Zufall ist?
"Loose Nut" ist bestimmt nicht mein Lieblingsalbum von BF. Dafür gefallen mir die anderen einfach viel mehr. Allerdings ist es mit Sicherheit kein schlechtes Werk. Es ist nur anders. Man hat die Entwicklung von "Slip It In" forgeführt. Meiner Meinung ist das hier auch kein Punk mehr sondern eine recht eigenartige Mischung aus punkigen Gesang, (Doom) Metal und Jazz. Es besitzt natürlich auch einige Hitsongs, die aber glaub ich in der Masse der Hits von "Damaged" ein Bisschen untergegangen sind. Ich würde an eurer Stelle auf jeden Fall in "Loose Nut", "Best One Yet", "Annihilate This Week", "Modern Man" und "Sinking" reinhören.
Youtube
8/10 Pfandflaschen
14. The Process Of Weeding Out EP (1985)
Besetzung:
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Eine reine Instrumental-EP. Doch das ist bei Black Flag ja nichts neues, auf der Spoken-Word-Ep "Family Man" gab es ja auch schon ein paar Instrumental-Tracks. Hier gibt es vier Songs im Free Jazz/Avantgarde Metal/irgendwas - Stil. Wirkt auf mich wie eine sehr lange Jamsession die etwas ausgeartet ist. Es tut sehr gut, BF mal von der anderen Seite zu hören. Man kriegt hier definitiv mehr mit wie talentiert die drei Musiker sind. Allerdings erscheinen die Songs an einigen Stellen viel zu lang und übers Ziel geschossen. Nicht ganz mein Fall, aber kein schlechtes Album.
6/10 Pfandflaschen
Youtube
15. In My Head (1985)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Ich habe den Download der CD-Neuveröffentlichung erwischt, auf welchem Tracks der "I Can See You"-EP drauf sind, die später erschien. Deshalb fliessen diese nicht in die Bewertung ein.
Großartiges letztes Album. Hat aber etwas gedauert, bis es bei mir richtig gezündet hat. Konnte mich erst an Rollins diesmal etwas verlangsamten und deswegen psychotischeren Gesang nicht gewöhnen. Allerdings nachdem es geklappt wurde die LP zum Mitsinger und Kopfnickerplatte. Großartige, mal
langsame mal midtempo Songs die diesmal meilenweit vom Punk entfernt sind. Mein Favorit bleibt auf jeden Fall "Drinking and Driving", der Song über Alkoholismus (und Autofahren) zu welchem es auch ein Video gibt.
Thematisch spricht es glaub ich vielen Menschen aus der Seele, spricht es doch die Gefühle an die nach dem Aufstehen hochkommen.
Ich glaub "In My Head" könnte das Zeug haben mein Lieblingsblackflagalbum zu werden. Allerdings muss ich sagen, dass es ein gräßliches Artwork hat. Genauso wie "Loose Nut". Ich glaub Raymond Pettibon war damals schon übelst von seinem Bruder angepisst und hat extra irgendeine Scheiße rausgehauen. Haha.
Anspieltipps: In My Head, Paralyzed, Drinking and Driving, Retired at 21
8/10 Pfandflaschen
Youtube
16. Minuteflag EP (1986)
Nein, es ist keine Split EP oder so. Es ist eine Kollaboration zwischen den großartigen Minutemen und Black Flag. Beide Bands, mit allen Musikern waren daran gleichermaßen beteiligt. Aufgenommen wurde diese Jamsession (mit Bongotrommeln!) im März 1985. Man hat sich geeinigt dass sie erst veröffentlicht wird, wenn eine von beiden Bands sich auflöst. Leider starb einige Zeit später Minutemen-Gitarrist/Sänger D.Boon bei einem Autounfall sodass diese sich auflösten.
Man hört sehr gut, dass beide Bands hier enormen Spaß hatten. Im ersten Song "Fetch the Water" übernimmt D. Boon den Gesang, während zarte Gitarrenklänge ihm unterstützt. Der Rest spielt Bongos und brüllt "Arriba Arriba!". Wirklich sehr schön. Zu schade, dass die drei restlichen Songs gar keinem Gesang beinhaltet. So wirken sie auf mich viel zu beliebig. Doof.
6/10 Pfandflaschen
Youtube
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Wir hatten ja bei den letzten drei Ausgaben einen Blick auf die vier Sänger und auf die Drummer geworfen. Jetzt wirds Zeit die Bassisten unter die Lupe zu nehmen.
Der erste Bassist der Band war Raymond Pettibon aka Raymond Ginn. Ja, ihr habt es richtig gelesen. Es ist Greg Ginns Bruder. Seiner Aussage zufolge spielte er "irgendwie" bass, war aber auch kein wirklicher Teil der Band. Nach seinem "Ausstieg" wurde er zum Chefdesigner. Sozusagen. Er ist verantwortlich für
beinahe alle Albumcover der Band, sämtliche Tourflyer und für verschiedenen andere Designs die für Platten verwendet wurden die auf SST (dem Recordlabel von Greg Ginn) rausgebracht wurden. Er ist ebenso für das Logo verantwortlich, welches eine anarchistische, schwarze Fahne darstellen soll. Wenn ihr euch also ein Black Flag Motiv tattoowieren lassen wollt, wisst ihr wem ihr dafür danken müsst.
Ihm folgte ein gewisser Typ namens Kansas, der von allem als "dieser große Kiffertyp" beschrieben wurde. Danach folgte Glen "Spot" Lockett, der für eine sehr kurze Zeit den Viersaiter übernahm. Er konnte aber leider nicht bleiben und wurde durch Gary McDaniel ersetzt. Allerdings arbeitete er weiterhin eine Zeit lang für die Band als Mixer.
Gary McDaniel nannte sich Chuck Dukowski weil er gerne einen realistischen Spitznamen haben wollte, den er auch bei einer Polizeikontrolle oä angeben konnte. Er bezeichnete sich selbst als Anarchisten und nutzte die Pausen zwischen den Songs um Ansagen zu machen. Er ist leider auf keinem einzigen Black Flag Album zu hören. Außer auf "Slip It In" wo er im Hintergrund singt.
Dale Dixon, der fünfte Bassist der Band existiert nicht. Er "spielte" zwar Bass auf dem Album "My War", allerdings gab es ihm nie. Greg Ginn gab sich das Pseudonym und übernahm den Bass nachdem Chuck Dukowski ausgestiegen ist. Nachdem vor zwei Jahren eine Reunion der Band angekündigt wurde, war auch Dale Dixon als Bassist bestätigt.
Dukowskis Nachfolgerin Kira Roessler weckte das Interesse der Band nachdem sie sich ihre ehemalige Band DC3 angehört haben. Sie wirkte bei fünf Alben mit. Die Touren von Black Flag mussten sich teilweise an ihren Stundenplan orientieren. Sie studierte nämlich Maschinenbau auf der UCLA und schloss ihr Studium erst nach ihrer letzten Tour ab. Nach ihrem Ausstieg wurde sie durch C'el Revuelta ersetzt, der auf keinem Album zu hören ist. Danach betätigte sie sich ebenfalls musikalisch: Zusammen mit Mike Watt (ex-Minutemen, mit welchem sie eine Zeit lang verheiratet war) bildete sie das
Bass-Duo "Dos". Außerdem schrieb sie Songs für das letzte Minutemen-Album als auch für Watts Band fIREHOSE. Mittlerweile arbeitet sie als Dialogue und Sound-Editor in der Filmindustrie. Sie wirkte mit an Filmen wie "Twilight: New Moon" oder "Confessions of a Dangerous Mind". Zusammen mit Morris, Rollins und Pettibon ist sie eines der aktivsten Ex-Mitglieder von Black Flag.
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Vielen Dank fürs Lesen, bis zum nächsten Mal!
13. Loose Nut (1985)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Fünfte LP der Band. Was danach folgte war "In My Head". Deswegen finde ich es ziemlich witzig wie die beiden Titel zusammenpassen. Tja, sie werden sogar im Titelsong zu diesem Album besungen. Beide. Ob das Zufall ist?
"Loose nut in my head.
Loose nut rattling my skull.
Crying for a human touch,
Or anything that'll reach my soul."
Loose nut rattling my skull.
Crying for a human touch,
Or anything that'll reach my soul."
"Loose Nut" ist bestimmt nicht mein Lieblingsalbum von BF. Dafür gefallen mir die anderen einfach viel mehr. Allerdings ist es mit Sicherheit kein schlechtes Werk. Es ist nur anders. Man hat die Entwicklung von "Slip It In" forgeführt. Meiner Meinung ist das hier auch kein Punk mehr sondern eine recht eigenartige Mischung aus punkigen Gesang, (Doom) Metal und Jazz. Es besitzt natürlich auch einige Hitsongs, die aber glaub ich in der Masse der Hits von "Damaged" ein Bisschen untergegangen sind. Ich würde an eurer Stelle auf jeden Fall in "Loose Nut", "Best One Yet", "Annihilate This Week", "Modern Man" und "Sinking" reinhören. 8/10 Pfandflaschen
14. The Process Of Weeding Out EP (1985)
Besetzung:
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Eine reine Instrumental-EP. Doch das ist bei Black Flag ja nichts neues, auf der Spoken-Word-Ep "Family Man" gab es ja auch schon ein paar Instrumental-Tracks. Hier gibt es vier Songs im Free Jazz/Avantgarde Metal/irgendwas - Stil. Wirkt auf mich wie eine sehr lange Jamsession die etwas ausgeartet ist. Es tut sehr gut, BF mal von der anderen Seite zu hören. Man kriegt hier definitiv mehr mit wie talentiert die drei Musiker sind. Allerdings erscheinen die Songs an einigen Stellen viel zu lang und übers Ziel geschossen. Nicht ganz mein Fall, aber kein schlechtes Album.6/10 Pfandflaschen
Youtube
15. In My Head (1985)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Kira Roessler - Bass
Greg Ginn - Gitarre
Bill Stevenson - Schlagzeug
Ich habe den Download der CD-Neuveröffentlichung erwischt, auf welchem Tracks der "I Can See You"-EP drauf sind, die später erschien. Deshalb fliessen diese nicht in die Bewertung ein.
Großartiges letztes Album. Hat aber etwas gedauert, bis es bei mir richtig gezündet hat. Konnte mich erst an Rollins diesmal etwas verlangsamten und deswegen psychotischeren Gesang nicht gewöhnen. Allerdings nachdem es geklappt wurde die LP zum Mitsinger und Kopfnickerplatte. Großartige, mal
langsame mal midtempo Songs die diesmal meilenweit vom Punk entfernt sind. Mein Favorit bleibt auf jeden Fall "Drinking and Driving", der Song über Alkoholismus (und Autofahren) zu welchem es auch ein Video gibt.Thematisch spricht es glaub ich vielen Menschen aus der Seele, spricht es doch die Gefühle an die nach dem Aufstehen hochkommen.
Ich glaub "In My Head" könnte das Zeug haben mein Lieblingsblackflagalbum zu werden. Allerdings muss ich sagen, dass es ein gräßliches Artwork hat. Genauso wie "Loose Nut". Ich glaub Raymond Pettibon war damals schon übelst von seinem Bruder angepisst und hat extra irgendeine Scheiße rausgehauen. Haha.
Anspieltipps: In My Head, Paralyzed, Drinking and Driving, Retired at 21
8/10 Pfandflaschen
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16. Minuteflag EP (1986)
Nein, es ist keine Split EP oder so. Es ist eine Kollaboration zwischen den großartigen Minutemen und Black Flag. Beide Bands, mit allen Musikern waren daran gleichermaßen beteiligt. Aufgenommen wurde diese Jamsession (mit Bongotrommeln!) im März 1985. Man hat sich geeinigt dass sie erst veröffentlicht wird, wenn eine von beiden Bands sich auflöst. Leider starb einige Zeit später Minutemen-Gitarrist/Sänger D.Boon bei einem Autounfall sodass diese sich auflösten.Man hört sehr gut, dass beide Bands hier enormen Spaß hatten. Im ersten Song "Fetch the Water" übernimmt D. Boon den Gesang, während zarte Gitarrenklänge ihm unterstützt. Der Rest spielt Bongos und brüllt "Arriba Arriba!". Wirklich sehr schön. Zu schade, dass die drei restlichen Songs gar keinem Gesang beinhaltet. So wirken sie auf mich viel zu beliebig. Doof.
6/10 Pfandflaschen
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Wir hatten ja bei den letzten drei Ausgaben einen Blick auf die vier Sänger und auf die Drummer geworfen. Jetzt wirds Zeit die Bassisten unter die Lupe zu nehmen.
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| Raymond Pettibon (photo by Andreas Laszlo) |
beinahe alle Albumcover der Band, sämtliche Tourflyer und für verschiedenen andere Designs die für Platten verwendet wurden die auf SST (dem Recordlabel von Greg Ginn) rausgebracht wurden. Er ist ebenso für das Logo verantwortlich, welches eine anarchistische, schwarze Fahne darstellen soll. Wenn ihr euch also ein Black Flag Motiv tattoowieren lassen wollt, wisst ihr wem ihr dafür danken müsst.
Ihm folgte ein gewisser Typ namens Kansas, der von allem als "dieser große Kiffertyp" beschrieben wurde. Danach folgte Glen "Spot" Lockett, der für eine sehr kurze Zeit den Viersaiter übernahm. Er konnte aber leider nicht bleiben und wurde durch Gary McDaniel ersetzt. Allerdings arbeitete er weiterhin eine Zeit lang für die Band als Mixer.
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| Chuck Dukowski (photo by Theo wargo) |
Dale Dixon, der fünfte Bassist der Band existiert nicht. Er "spielte" zwar Bass auf dem Album "My War", allerdings gab es ihm nie. Greg Ginn gab sich das Pseudonym und übernahm den Bass nachdem Chuck Dukowski ausgestiegen ist. Nachdem vor zwei Jahren eine Reunion der Band angekündigt wurde, war auch Dale Dixon als Bassist bestätigt.
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| Kira Roessler |
Bass-Duo "Dos". Außerdem schrieb sie Songs für das letzte Minutemen-Album als auch für Watts Band fIREHOSE. Mittlerweile arbeitet sie als Dialogue und Sound-Editor in der Filmindustrie. Sie wirkte mit an Filmen wie "Twilight: New Moon" oder "Confessions of a Dangerous Mind". Zusammen mit Morris, Rollins und Pettibon ist sie eines der aktivsten Ex-Mitglieder von Black Flag.
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Vielen Dank fürs Lesen, bis zum nächsten Mal!
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Album der Woche, Folge 169: Black Flag Discography, Teil III
9. My War LP(1984)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Dale Dixon - Bass
Bill Stevenson - Drums
Zweites Album von Black Flag und eines der meistgehörtesten Alben in Strichers virtueller Plattensammlung. Wird Zeit sich das mal auf Vinyl zu besorgen.
Wenn man "My War" mit "Damaged" vergleicht merkt man einen weltenweiten Unterschied. Die Songs sind deutlich langsamer und düsterer. Nicht dass Black Flag nicht vorher schon zynisch und satirisch gewesen wären...Doch hier kriegen die Themen eine noch passendere Untermalung. Rollins brüllt und schreit seine Wut heraus oder aber er singt in einem pseudo-fröhlichen zynischen Tonfall.
Es erinnert an viele verschiedene Sluge-Metal-Bands, die von diesem Album auch Inspiration bezogen haben. Ein hin und wieder träger, langsamer Wutzklotz, der sich so verdammt gut anhört.
Textlich beschäftigt man sich mit solchen Themen wie Suizid, Maskerade im Alltag und sonstigen nicht geraden fröhlichen Sachen. Meine Lieblingssongs dadrauf sind "My War"(weil der Text so simpel, so genial und eigentlich teilweise unfreiwillig lustig ist), "Swinging Man", weil deswegen:
Anspieltipps: Nothing Left Inside, My War, Swinging Man, Can't Decide, I Love You
10. Family Man EP(1984)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Diesmal gehts weniger um Musik sondern um das gesprochen Wort. Ganz genau. Die A-Seite besteht aus mehreren von Henry Rollins gesprochen Spoken-Word-Passagen, während die B-Seite voller Instrumentals ist. "Armageddon Man" ist der einzige Song welcher Gesang und Instrumente verbindet. In dem Titeltrack wendet sich Rollins gegen den "Family Man", einer stereotypen konservativen Vaterfigur der USA der 80er Jahre die alle ihre Schritte und ihr ganzes Leben Punkt für Punkt vorgeplant hat. Wahrlich psychotisch klingt er. Die Instrumentals hören sich ähnlich an wie die Songs auf "My War" bzw. auf der später folgenden Instrumental-EP "The Process of Weeding Out". Endlose, hypnotisierende Gitarrenspielereien und Frickeleien. Sehr schön anzuhören.
7/10 Pfandflaschen
Youtube
11. Slip It In LP(1984)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Da ich, wie ihr wisst ein ziemlich fauler Mensch sein kann, verweise ich an der Stelle an das Review zu diesem Album welches ich vor ungefähr hundert Jahren veröffentlicht habe. Das wars dazu.
Hier klicken um das Review zu "Slip It In" zu lesen.
12. Live'84 LP
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Normalerweise bin ich echt kein Freund von Live-Alben. Meistens nervt mich das laute Publikum als auch der ungewohnte, nicht ganz glatte Sound. Viele Live-Aufnahme sind zudem einfach....scheiße und gar nicht wert rausgebracht zu werden. "Live'84" ist jedoch ziemlich erträglich. Der Gesang ist meiner Meinung nach ein Tickchen zu leise abgemischt aber das stört nicht weiter. Das Konzert fängt übrigens nicht mit irgendeinen Gassenhauer aus alten Tagen an, sondern mit dem Instrumental "The
Process of Weeding Out". Was mir auch besonders positiv auffällt: Henry Rollins singt hier die Song die vor seinem Einstieg rausgebracht wurden. Das gabs davor nicht auf Platte. Es ist so gesehen sogar ein Zeitzeugnis. Seine Stimme passt zwar nur bedingt zu "Nervous Breakdown", jedoch ist trotzdem irgendwie cool. Scheint n geiles Konzert gewesen zu sein. Trotz aller positiven Aspekte ist es aber nur eine Konzertplatte. Deshalb:
6/10 Pfandflaschen
Auf Youtube gibt es übrigens eine Live-Aufnahme die beinahe dieselbe Setlist hat, wie auf diesem Album. Henry liest sogar aus einem Buch von Henry Miller. Kira Roessler trägt btw ein Green-Lantern-Shirt.
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Letztes Mal haben wir uns angeguckt wer denn alles Black Flag seine Stimme im Laufe der Jahre geliehen hat. Diesmal wenden wir uns der Rhythmus-Sektion zu, genauer gesagt den Drums.
Da die Besetzung von Black Flag aber sich wie im Karussel gedreht hat und immer wieder Leute kamen und gingen, werde ich wohl nicht alle berücksichtigen. Darum fallen Namen wie Kansas(b), Emil Johnson(dr), Brian Migdol(dr), Chuck Biscuits(dr), Anthony Martinez(dr) oder C'el Revuelta(b) unterm Tisch.
Drums:
Robo
Nachdem der erste Drummer Brian Migdol das Handtuch geschmissen hat, wurde Julio Roberto Valverde Valencia an seiner Steller eingestellt. Der junge Mann kam aus Kolumbien und hat sich irgendwann aufgrund seines abgelaufenen Visums illegal in den Staaten aufgehalten. Soweit ich weiß, hat sich sein Status leider immer noch nicht verändert. Doch, das müsste uns eigentlich nicht
interessieren. Robo hat seinen Spitznamen durch seine Spieltechnik erhalten. Er schlägt das Schlagzeug nämlich nicht aus dem Handgelenk raus sondern bewegt dabei seine Arme wie ein Roboter. Während der Aufnahmen trug er immer Armbänder an seinen Handgelenken die ebenfalls aufs Becken geschlagen haben. So kam er zu seinen typischen, harten Sound. Nachdem er bei BF aufgehört hat, spielte er bei der ersten Inkarnation der Misfits. Doch auch in der dritten Inkarnation(auch bekannt als "Jerry Only Band") wurde er Drummer, nachdem Marky Ramone gegangen ist.
Hier mal ein Kurzinterview mit Robo, in welchem er über sein Verhältnis zu den Descendents/ALL spricht:
Bill Stevenson
Bill sprang in England für Robo ein nachdem dieser in England verhaftet wurde. Er wirkte bei allen Nachfolgealben von "Damaged" als Schlagzeuger und teilweise als Produzent mit. Nach der Auflösung von BF widmete er sich den Descendents, nachdem diese sich nach einer kurzen Auszeit wieder zusammengerauft haben(Sänger Milo Aukerman befand sich für eine Zeit aufm College,
deswegen heißt eines der Alben "Milo Goes To College"). Ebenso wie für deren Nebeprojekt ALL. Mittlerweile ist er vornehmlich Produzent für solche Bands wie Casualties, NOFX, Rise Against und spielt Schlagzeug für Only Crime.
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Da wir ja jetzt bereits wissen wie viele Mitglieder(ungefähr) Black Flag hatten, betrachten wir das ganze mal schön anschaulich als Bild. Hier sieht man nebenbei die Entwicklung der Frisuren der Band:
Danke fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Dale Dixon - Bass
Bill Stevenson - Drums
Zweites Album von Black Flag und eines der meistgehörtesten Alben in Strichers virtueller Plattensammlung. Wird Zeit sich das mal auf Vinyl zu besorgen.
Wenn man "My War" mit "Damaged" vergleicht merkt man einen weltenweiten Unterschied. Die Songs sind deutlich langsamer und düsterer. Nicht dass Black Flag nicht vorher schon zynisch und satirisch gewesen wären...Doch hier kriegen die Themen eine noch passendere Untermalung. Rollins brüllt und schreit seine Wut heraus oder aber er singt in einem pseudo-fröhlichen zynischen Tonfall.
Es erinnert an viele verschiedene Sluge-Metal-Bands, die von diesem Album auch Inspiration bezogen haben. Ein hin und wieder träger, langsamer Wutzklotz, der sich so verdammt gut anhört.
Textlich beschäftigt man sich mit solchen Themen wie Suizid, Maskerade im Alltag und sonstigen nicht geraden fröhlichen Sachen. Meine Lieblingssongs dadrauf sind "My War"(weil der Text so simpel, so genial und eigentlich teilweise unfreiwillig lustig ist), "Swinging Man", weil deswegen:
"Swinging man
I'm hanging around
Hangin' 'round
I'm the swinging man and my feet
Never touch the ground
Swinging man
Swinging man
I swing back and forth
Back and forth
Back and forth
Back and forth
I was looking for a little warmth
But I didn't find nuthin'
So now I'm hanging around"
Dieser schwarze Humor mit welchem Rollins die Situation beschreibt ist einfach großartig. Sein Tonfall dabei macht das ganze noch besser. Sonst ist das ganze meines Erachtens etwas glatter produziert als "Damaged" und kommt ohne gedämpften Sound aus. Es kann natürlich sein, dass ich ne beschissene Kopie erwischt hab, oder so. Wie auch immer, großartiges Album jedoch nichts für Leute die NUR auf die früheren BF-Sachen stehen, werden damit wohl eher weniger was anfangen können.
Anspieltipps: Nothing Left Inside, My War, Swinging Man, Can't Decide, I Love You
9/10 Pfandflaschen
10. Family Man EP(1984)
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Diesmal gehts weniger um Musik sondern um das gesprochen Wort. Ganz genau. Die A-Seite besteht aus mehreren von Henry Rollins gesprochen Spoken-Word-Passagen, während die B-Seite voller Instrumentals ist. "Armageddon Man" ist der einzige Song welcher Gesang und Instrumente verbindet. In dem Titeltrack wendet sich Rollins gegen den "Family Man", einer stereotypen konservativen Vaterfigur der USA der 80er Jahre die alle ihre Schritte und ihr ganzes Leben Punkt für Punkt vorgeplant hat. Wahrlich psychotisch klingt er. Die Instrumentals hören sich ähnlich an wie die Songs auf "My War" bzw. auf der später folgenden Instrumental-EP "The Process of Weeding Out". Endlose, hypnotisierende Gitarrenspielereien und Frickeleien. Sehr schön anzuhören.
7/10 Pfandflaschen
Youtube
11. Slip It In LP(1984)
Besetzung:Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Da ich, wie ihr wisst ein ziemlich fauler Mensch sein kann, verweise ich an der Stelle an das Review zu diesem Album welches ich vor ungefähr hundert Jahren veröffentlicht habe. Das wars dazu.
Hier klicken um das Review zu "Slip It In" zu lesen.
12. Live'84 LP
Besetzung:
Henry Rollins - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Kira Roessler - Bass
Bill Stevenson - Drums
Normalerweise bin ich echt kein Freund von Live-Alben. Meistens nervt mich das laute Publikum als auch der ungewohnte, nicht ganz glatte Sound. Viele Live-Aufnahme sind zudem einfach....scheiße und gar nicht wert rausgebracht zu werden. "Live'84" ist jedoch ziemlich erträglich. Der Gesang ist meiner Meinung nach ein Tickchen zu leise abgemischt aber das stört nicht weiter. Das Konzert fängt übrigens nicht mit irgendeinen Gassenhauer aus alten Tagen an, sondern mit dem Instrumental "The Process of Weeding Out". Was mir auch besonders positiv auffällt: Henry Rollins singt hier die Song die vor seinem Einstieg rausgebracht wurden. Das gabs davor nicht auf Platte. Es ist so gesehen sogar ein Zeitzeugnis. Seine Stimme passt zwar nur bedingt zu "Nervous Breakdown", jedoch ist trotzdem irgendwie cool. Scheint n geiles Konzert gewesen zu sein. Trotz aller positiven Aspekte ist es aber nur eine Konzertplatte. Deshalb:
6/10 Pfandflaschen
Auf Youtube gibt es übrigens eine Live-Aufnahme die beinahe dieselbe Setlist hat, wie auf diesem Album. Henry liest sogar aus einem Buch von Henry Miller. Kira Roessler trägt btw ein Green-Lantern-Shirt.
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Letztes Mal haben wir uns angeguckt wer denn alles Black Flag seine Stimme im Laufe der Jahre geliehen hat. Diesmal wenden wir uns der Rhythmus-Sektion zu, genauer gesagt den Drums.
Da die Besetzung von Black Flag aber sich wie im Karussel gedreht hat und immer wieder Leute kamen und gingen, werde ich wohl nicht alle berücksichtigen. Darum fallen Namen wie Kansas(b), Emil Johnson(dr), Brian Migdol(dr), Chuck Biscuits(dr), Anthony Martinez(dr) oder C'el Revuelta(b) unterm Tisch.
Drums:
Robo
Nachdem der erste Drummer Brian Migdol das Handtuch geschmissen hat, wurde Julio Roberto Valverde Valencia an seiner Steller eingestellt. Der junge Mann kam aus Kolumbien und hat sich irgendwann aufgrund seines abgelaufenen Visums illegal in den Staaten aufgehalten. Soweit ich weiß, hat sich sein Status leider immer noch nicht verändert. Doch, das müsste uns eigentlich nicht interessieren. Robo hat seinen Spitznamen durch seine Spieltechnik erhalten. Er schlägt das Schlagzeug nämlich nicht aus dem Handgelenk raus sondern bewegt dabei seine Arme wie ein Roboter. Während der Aufnahmen trug er immer Armbänder an seinen Handgelenken die ebenfalls aufs Becken geschlagen haben. So kam er zu seinen typischen, harten Sound. Nachdem er bei BF aufgehört hat, spielte er bei der ersten Inkarnation der Misfits. Doch auch in der dritten Inkarnation(auch bekannt als "Jerry Only Band") wurde er Drummer, nachdem Marky Ramone gegangen ist.
Hier mal ein Kurzinterview mit Robo, in welchem er über sein Verhältnis zu den Descendents/ALL spricht:
Bill Stevenson
Bill sprang in England für Robo ein nachdem dieser in England verhaftet wurde. Er wirkte bei allen Nachfolgealben von "Damaged" als Schlagzeuger und teilweise als Produzent mit. Nach der Auflösung von BF widmete er sich den Descendents, nachdem diese sich nach einer kurzen Auszeit wieder zusammengerauft haben(Sänger Milo Aukerman befand sich für eine Zeit aufm College, deswegen heißt eines der Alben "Milo Goes To College"). Ebenso wie für deren Nebeprojekt ALL. Mittlerweile ist er vornehmlich Produzent für solche Bands wie Casualties, NOFX, Rise Against und spielt Schlagzeug für Only Crime.
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Da wir ja jetzt bereits wissen wie viele Mitglieder(ungefähr) Black Flag hatten, betrachten wir das ganze mal schön anschaulich als Bild. Hier sieht man nebenbei die Entwicklung der Frisuren der Band:
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| quelle: substix Und hier könnt ihr euer eigenes Black-Flag-Lineup zusammenstellen. Meiner wäre übrigens: Keith Morris(voc)/Dez Cadena(g)/Chuck Dukowski(b)/Bill Stevenson(dr) |
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| art by Brian Walsby |
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Montag, 6. Oktober 2014
So isses, Musik!#1: Black Flag Discography, Teil 2
Häßlich willkommen zum zweiten Teil der Black Flag Discography(hier gehts zum ersten Teil) und somit zur ersten Ausgabe der Rubrik "So isses, Musik!". Damit es klar ist, woher der Name stammt - guckt euch den grandiosen, auf dem gleichnamigen Buch basierenden, Film "Fear and Loathing in Las Vegas" an. Ach was, ich fackel nicht lange und zeige euch die Szene um welche es mir geht:
Doch worum geht es in dieser Rubrik? Nun wie ihr vielleicht wisst gab es hier schon mal die Rubrik "Musikalische Recherchen" die unregelmäßig erschienen ist und welche ich stark vernachlässigt hab. Damals erzählte ich u.a. einiges über die Entwicklung meines Musikgeschmacks. Da ich ein etwas "handfesteres" Format haben wollte und die Rubrik "Villains of the World" aufgegeben hab, gibt es seit diesen Monat nun stattdessen "So isses, Musik!". Zu lesen gibt es: Diskographiebesprechungen, Minibiografien von Bands und Künstlern usw. usf. Als erstes bespreche ich einen weiteren Teil der Discography von Black Flag und versuche ein klitzekleines Bisschen etwas über die vier Typen die der Band ihre Stimmen geliehen haben zu erzählen.
5. Damaged(1981)
Besetzung:
Henry Rollings - Gesang
Greg Ginn - Leadgitarre, Gesang
Chuck Dukowski - Bass, Gesang
Dez Cadena - Gitarre, Gesang
Robo - Schlagzeug
Rausgebracht an meinem Geburtstag bzw. 9 Jahre davor.
"Damaged" ist das erste offizielle Studioalbum der Band und auch die erste Veröffentlichung mit Henry Rollings als Sänger. Hier sind einige Songs drauf die es schon mal auf die vorherigen 7"es geschafft haben: "Six Pack" und der Titeltrack - die beide zuvor von Dez Cadena gesungen wurden. Ich mag dieses Album sehr sehr gerne. Hätte es auch gerne als Vinyl - vielleicht schaff ich es sogar dieses Jahr mir ein Weihnachtsgeschenk zu gönnen. Auch wenn ich kein Weihnachten feiere.
Henry Rollins' klingt definitiv ordentlich aggressiver und brutaler als die seiner drei Vorgänger. Es brüllt und schallert nur so aus den Boxen: "RISE ABOVE WE GOTTA RISE ABOVE!", "SPRAY PAINT THE WAAALLS!" "Damaged" ist voll mit typischen Black-Flag-Songs die es in der Art danach nicht mehr wirklich gab. Es sind prägnante, jedoch kurze Stücke die vor Wut und Zorn nur so triefen. Man hat Depressionen("Depression"), man kämpft gegen Cops("Police Story"), man hat Langeweile und verbringt die Zeit nur vor dem Fernseher("TV Party"), man erträgt sein ganzes miserables Leben nicht("No More").
Es sind zwar größtenteils kurze Songs die das Album so gut machen, jedoch merkt man an den etwas längeren Intros und zum Ende immer länger und schwerer werdenden Songs wohin die Band sich entwickelt.
Allerdings stört mich der etwas gedämpfte Sound des Albums. Und ja, ich mag es - ich liebe es - aber es ist noch nicht das Beste was BF zu bieten haben.
8/10 Pfandflaschen
Youtube
6. TV Party EP(1982)
Besetzung:
Dieselbe Besetzung wie bei "Damaged" außer dass Bill Stevenson und Emil Johnson sich das Schlagzeug geteilt haben
"TV Party" ist ein großartiger Song. Hier ist in einer cleaneren, meines erachtens besser produzierten Version zu hören. Gleichzeitig ist es der feuchtfröhlichste Song der Band. Auf dem ersten Blick zumindest. Denn auch wenn sie das Rumsitzen, Saufen und Fernsehenglotzen so fröhlich besingen ist das Lied eine satirische Darstellung von "TV Parties" bei welchen die Gäste das beschriebene tun. Rumsitzen, saufen, fernsehen glotzen. Sich nicht für die fürchterliche Außenwelt interessieren. Dabei brüllen die Bandmitglieder die Namen
ihrer angeblichen Lieblingsfernsehsendungen. Bei jeder der drei Versionen(die dritte befindet sich auf dem Soundtrack zu Repo Man; eine vierte Version ist auch im Abspann einer Futurama-Folge zu hören) lauten diese auch jedesmal anders. Die B-Seite beinhaltet die Songs "I've Got To Run" und "My Rules" sind solide und gut, bleiben bei mir aber nicht wirklich hängen.
7. Everything Went Black(1982)
Im Jahre 1982 befanden sich BF in einer Stagnationsphase. Aufgrund von Streitigkeiten mit ihrem Record Label durften sie eine Zeit lang keine neuen Alben unter ihren Namen veröffentlichen. Diese 2xLP ist ein Zeitzeugnis. Darauf befinden sich nämlich bisher unveröffentlichte Songs und Outtakes. Natürlich lüge ich. Die Songs sind davor auf den vier EPs rausgebracht worden. Allerdings bietet "Everything Went Black" andere Varianten davon. Auf "Damaged" ist "Gimme Gimme Gimme" mit Henry Rollins zu hören, hier jedoch mit Keith Morris, Ron Reyes und Dez Cadena. Richtig gelesen, es gibt ganze drei Versionen von dem Song. Selber Fall bei "Depression". Das hat was total ultranerdiges. Es ist wie ein Einblick in verschiedene
Paralleldimensionen. Was wäre wenn Black Flag mit Keith Morris weitergemacht und "Gimme Gimme Gimme", "Police Story", "No Values" usw. rausgebracht hätten. Faszinierend. Wirklich. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es einen weniger schmackhaften Zusammenschnitt von verschiedenen Radiowerbespots für Black-Flag-Konzerte.
Eines der coolsten Albumcover überhaupt.
9/10 Pfandflaschen
Daunlaud
8. The First Four Years(1982)
Dieses Album ist an sich nichts besonderes. Es umfasst lediglich die ersten vier EPs "Nervous Breakdown", "Jealous Again", "Six Pack" und "Louie, Louie". Dazu komme noch die Songs "Clocked In" und "Machine". Wer kein Bock hat sich die EPs einzeln zu kaufen/zu saugen, der möge sich einfach dieses Ding reinfahren.
Ist wahrscheinlich besser fürs Autofahren. Ihr könnt ja kein Plattenspieler mitnehmen.
8/10 Pfandflaschen
Youtube
Okay, okay, okay. Im Laufe von Black Flags Karriere kamen viele, verdammt noch mal sehr viele Musiker hinzu, verließen die Band, kamen wieder, gingen wieder. Die Musik entwickelte sich vom straighten Garagenpunkrock zu etwas extraordinären, metaljazzsludgeartigen wasweißich ohmeingottererfindetwiedergenresundschreibüberlangewörterwaslosmitdem. Deswegen hab ich mir gedacht, ich könnte auch etwas über die verschiedenen Leute schreiben, die Black Flag mitgestalteten. Fangen wir mal an mit den vier Sängern. Den Rest machen wir später. Die Discography hat insgesamt nämlich fünf Teile.
Keith Morris
Der Wursthaarträger war der Mitbegründer der Band und verließ sie aufgrund persönlicher Differenzen mit dem Gitarristen Greg Ginn als auch seinen Angaben zufolgen absoluten Ausrasten auf Speed und Kokain. Sein Vater Jerry war gut befreundet mit Ozzie Cadena, dessen Sohn Dez später ebenfalls Sänger von Black Flag wurde. In seiner Jugend nahm er gerne Drogen und hing rum am Strand von Hermosa Beach. Dies erklärt auch die Zeile in "Wasted"(hier die Variante von Black Flag, hier die von Circle Jerks):
"I was a surfer I had a skateboard I was so heavy man, I lived on the strand I was so wasted"
Nachdem er die Band verlassen hat gründete er zusammen mit dem ehamligen Redd Kross Gitarristen Greg Hetson. CJ tragen den von mir verliehen Titel "megagute eingängige superband" und sind verantwortlich für Hits wie "Red Tape", "Deny Everything"(welcher glaub ich einer gewissen Band ihren Namen gab), "When The Shit Hits The Fan"(hier ist die Lounge-Verison übrigens) als auch für leicht befremdliche Stücke wie "I wanna destroy you". In den 80er Jahren durfte er einmal auf einem Red Hot Chili Peppers Konzert für Anthony Kiedis einspringen, kannte die Texte aber nicht, brüllte deshalb rum und improvisierte.
Momentan singt er bei der ziemlich guten oldschooligen Band OFF! die durch künstlerisch wertvolle Videos glänzt. Zu sehen hier, hier und hier. Achja und hier. Wirklich großartig! Außerdem waren sie schon mal Support für RHCP was bei den Konzertbesucher leichtes Entsetzen ausgelöst hat. Ahja, außerdem ist er der Hauptsänger der Black-Flag-Coverband "FLAG" die als willkommene Alternative zu Greg Ginns auf Sparflamme gekochten offiziellen Neuauflage von Black Flag dient.
Ron Reyes
Ron war ein großer Fan von Black Flag und kannte alle ihre Songs. Bevor er der Band beigetreten ist spielte er schon mal zusammen mit Greg Hetson in einer früheren Inkarnation von Redd Kross. Er ist der zweite Sänger der Band gewesen. Die 7" "Jealous Again" erschien lange nach seinem Austritt, der durch die
steigende Gewalt in der Punkszene bedingt war. Und das nach nicht mal einem Jahr. 2013 rekrutierte ihn Greg Ginn wieder. Es kam eine Tour(Stricher war auf dem letztjährigen Ruhrpott Rodeo Auftritt) als auch ein Album zustande. Somit ist er zweite UND der fünfte Sänger von Black Flag(gewesen). 2014 wurde er nämlich durch den Skater Mike Vallely ersetzt. Ich würde seine (frühere) Stimme als "frisch und jugendlich" beschreibt.
Dez Cadena
Dez hat zwar seinen Part als Sänger ziemlich gut geleistet wollte nach einer Zeit aber nicht mehr, da seine Stimmbänder zu sehr belastet wurden und wechselte an die Gitarre. Seinen Gesangsstil würde ich als "2 Flaschen Whisky und ne stange kippen" beschreiben.
Nachdem er BF verlassen hat gründete er die Rockband DC3. In den 90ern spielte er in verschiedenen Bands wie Vida oder Chop. Auch versuchte er sich als Gitarrist von Duff McKagan(Ex-Guns'N'Roses). Ab 2001 spielte er bei der neuesten Inkarnation der Misfits bzw. "Jerry Only Band"(wie sie gerne genannt wird). Zusammen mit Jerry Only(einziges verbliebenes Originalmitglied der Misfits) und Marky Ramone(The Black-Flag- und Ramones-Coversongs als auch Stücke aus den 50er Jahren. Soweit ich mich erinnern kann, spielte er vor kurzem auch noch bei FLAG mit.
Henry Rollins
Henry Garfield, wie der Mann wirklich heißt, zählt wohl zu den bekanntesten Vertretern von Black Flag. Durch seinen Kumpel Ian MacKaye(Teen Idles, Minor Threat, Fugazi) zu der Musik von Ramones(und generell Punkrock) gebracht wurde er Sänger von S.O.A und später Fan der "Nervous Breakdown"-Ep von Black Flag. Nachdem Dez nicht mehr singen wollte, wurde er an seiner Stelle Sänger. Sein Stil war laut, aggressiv, bellend wie ein Hund. Quasi DER angepisste Typ, der viel Wut in sich trägt und seine Umgebung dies auch spüren lässt. Die Auftritte der Band waren zu seiner Zeit geprägt durch Gewalt. Meistens hieß es Zuschauer vs. Rollins.
Nach der Auflösung von Black Flag veröffentlichte er mehre Spoken-Word-Alben als auch ein Musikalbum unter dem Bandnamen "Henrietta Collins and the Wifebeating Childhaters) Das nächste Bandprojekt hieß "Rollins Band"("Liar" gehört immer noch zu meinen Lieblingssongs :3, ebenso wie "Love's so heavy"). Diese verband hardcore, post-punk, noise und allerhand verschiedenes. Wäre eventuell auch aufführbar unter "Alternative Rock".
Außerdem agierte er als Schauspieler("Johnny Mnemonic", "Sons of Anarchy", "Highway Heat", "Wrong Turn 2")und Synchronsprecher(Mad Stan in "Batman Beyond", "American Dad") als auch Fernsehmoderator("Animal Underworld", "The Henry Rollins Show"). Hinzu kommt noch, dass er spielbarer Charakter in "Def Jam: Fight For NY" ist.
Mittlerweile behauptet er, er würde niemals wieder Musik machen. Vornehmlich ist er Menschenrechtsaktivist im Bereichen LGBT und Krieg. Trotz seines guten Willens und seiner größtenteils echt korrekten Einstellung hat er sich einige üble Patzer geleistet. So mag er zwar aus moralischen Gründen als Comedy Act für die Army aufgetreten sein, jedoch unterschrieb er trotzdem Bomben die auf Irak und Afghanistan abgeworfen wurden. Ganz egal, wie man zum Irakkrieg steht, sowas ist mehr als fragwürdig. Ebenso wie sein seltsames Verhältnis zu Frauen - ich musste nämlich noch nie so tun als ob ich vegan wäre um jemanden abzuschleppen.
Oh mein Gott, es ist schon so spät und ich muss schlafen und ich glaube ich habe zu viel gesagt. Danke fürs Lesen! :3
Doch worum geht es in dieser Rubrik? Nun wie ihr vielleicht wisst gab es hier schon mal die Rubrik "Musikalische Recherchen" die unregelmäßig erschienen ist und welche ich stark vernachlässigt hab. Damals erzählte ich u.a. einiges über die Entwicklung meines Musikgeschmacks. Da ich ein etwas "handfesteres" Format haben wollte und die Rubrik "Villains of the World" aufgegeben hab, gibt es seit diesen Monat nun stattdessen "So isses, Musik!". Zu lesen gibt es: Diskographiebesprechungen, Minibiografien von Bands und Künstlern usw. usf. Als erstes bespreche ich einen weiteren Teil der Discography von Black Flag und versuche ein klitzekleines Bisschen etwas über die vier Typen die der Band ihre Stimmen geliehen haben zu erzählen.
5. Damaged(1981)
Besetzung:Henry Rollings - Gesang
Greg Ginn - Leadgitarre, Gesang
Chuck Dukowski - Bass, Gesang
Dez Cadena - Gitarre, Gesang
Robo - Schlagzeug
Rausgebracht an meinem Geburtstag bzw. 9 Jahre davor.
"Damaged" ist das erste offizielle Studioalbum der Band und auch die erste Veröffentlichung mit Henry Rollings als Sänger. Hier sind einige Songs drauf die es schon mal auf die vorherigen 7"es geschafft haben: "Six Pack" und der Titeltrack - die beide zuvor von Dez Cadena gesungen wurden. Ich mag dieses Album sehr sehr gerne. Hätte es auch gerne als Vinyl - vielleicht schaff ich es sogar dieses Jahr mir ein Weihnachtsgeschenk zu gönnen. Auch wenn ich kein Weihnachten feiere.
Henry Rollins' klingt definitiv ordentlich aggressiver und brutaler als die seiner drei Vorgänger. Es brüllt und schallert nur so aus den Boxen: "RISE ABOVE WE GOTTA RISE ABOVE!", "SPRAY PAINT THE WAAALLS!" "Damaged" ist voll mit typischen Black-Flag-Songs die es in der Art danach nicht mehr wirklich gab. Es sind prägnante, jedoch kurze Stücke die vor Wut und Zorn nur so triefen. Man hat Depressionen("Depression"), man kämpft gegen Cops("Police Story"), man hat Langeweile und verbringt die Zeit nur vor dem Fernseher("TV Party"), man erträgt sein ganzes miserables Leben nicht("No More").
Es sind zwar größtenteils kurze Songs die das Album so gut machen, jedoch merkt man an den etwas längeren Intros und zum Ende immer länger und schwerer werdenden Songs wohin die Band sich entwickelt.
Allerdings stört mich der etwas gedämpfte Sound des Albums. Und ja, ich mag es - ich liebe es - aber es ist noch nicht das Beste was BF zu bieten haben.
8/10 Pfandflaschen
Youtube
6. TV Party EP(1982)
Besetzung:
Dieselbe Besetzung wie bei "Damaged" außer dass Bill Stevenson und Emil Johnson sich das Schlagzeug geteilt haben
"TV Party" ist ein großartiger Song. Hier ist in einer cleaneren, meines erachtens besser produzierten Version zu hören. Gleichzeitig ist es der feuchtfröhlichste Song der Band. Auf dem ersten Blick zumindest. Denn auch wenn sie das Rumsitzen, Saufen und Fernsehenglotzen so fröhlich besingen ist das Lied eine satirische Darstellung von "TV Parties" bei welchen die Gäste das beschriebene tun. Rumsitzen, saufen, fernsehen glotzen. Sich nicht für die fürchterliche Außenwelt interessieren. Dabei brüllen die Bandmitglieder die Namen ihrer angeblichen Lieblingsfernsehsendungen. Bei jeder der drei Versionen(die dritte befindet sich auf dem Soundtrack zu Repo Man; eine vierte Version ist auch im Abspann einer Futurama-Folge zu hören) lauten diese auch jedesmal anders. Die B-Seite beinhaltet die Songs "I've Got To Run" und "My Rules" sind solide und gut, bleiben bei mir aber nicht wirklich hängen.
"We sit glued to the T.V. set all night
And every night!
Why go into the outside world at all?
It's such a fright!"
9/10 Pfandflaschen
7. Everything Went Black(1982)
Im Jahre 1982 befanden sich BF in einer Stagnationsphase. Aufgrund von Streitigkeiten mit ihrem Record Label durften sie eine Zeit lang keine neuen Alben unter ihren Namen veröffentlichen. Diese 2xLP ist ein Zeitzeugnis. Darauf befinden sich nämlich bisher unveröffentlichte Songs und Outtakes. Natürlich lüge ich. Die Songs sind davor auf den vier EPs rausgebracht worden. Allerdings bietet "Everything Went Black" andere Varianten davon. Auf "Damaged" ist "Gimme Gimme Gimme" mit Henry Rollins zu hören, hier jedoch mit Keith Morris, Ron Reyes und Dez Cadena. Richtig gelesen, es gibt ganze drei Versionen von dem Song. Selber Fall bei "Depression". Das hat was total ultranerdiges. Es ist wie ein Einblick in verschiedene Paralleldimensionen. Was wäre wenn Black Flag mit Keith Morris weitergemacht und "Gimme Gimme Gimme", "Police Story", "No Values" usw. rausgebracht hätten. Faszinierend. Wirklich. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es einen weniger schmackhaften Zusammenschnitt von verschiedenen Radiowerbespots für Black-Flag-Konzerte.
Eines der coolsten Albumcover überhaupt.
9/10 Pfandflaschen
Daunlaud
8. The First Four Years(1982)
Dieses Album ist an sich nichts besonderes. Es umfasst lediglich die ersten vier EPs "Nervous Breakdown", "Jealous Again", "Six Pack" und "Louie, Louie". Dazu komme noch die Songs "Clocked In" und "Machine". Wer kein Bock hat sich die EPs einzeln zu kaufen/zu saugen, der möge sich einfach dieses Ding reinfahren.Ist wahrscheinlich besser fürs Autofahren. Ihr könnt ja kein Plattenspieler mitnehmen.
8/10 Pfandflaschen
Youtube
Okay, okay, okay. Im Laufe von Black Flags Karriere kamen viele, verdammt noch mal sehr viele Musiker hinzu, verließen die Band, kamen wieder, gingen wieder. Die Musik entwickelte sich vom straighten Garagenpunkrock zu etwas extraordinären, metaljazzsludgeartigen wasweißich ohmeingottererfindetwiedergenresundschreibüberlangewörterwaslosmitdem. Deswegen hab ich mir gedacht, ich könnte auch etwas über die verschiedenen Leute schreiben, die Black Flag mitgestalteten. Fangen wir mal an mit den vier Sängern. Den Rest machen wir später. Die Discography hat insgesamt nämlich fünf Teile.
Keith Morris
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| Quelle: pitchfork.com |
"I was a surfer I had a skateboard I was so heavy man, I lived on the strand I was so wasted"
Nachdem er die Band verlassen hat gründete er zusammen mit dem ehamligen Redd Kross Gitarristen Greg Hetson. CJ tragen den von mir verliehen Titel "megagute eingängige superband" und sind verantwortlich für Hits wie "Red Tape", "Deny Everything"(welcher glaub ich einer gewissen Band ihren Namen gab), "When The Shit Hits The Fan"(hier ist die Lounge-Verison übrigens) als auch für leicht befremdliche Stücke wie "I wanna destroy you". In den 80er Jahren durfte er einmal auf einem Red Hot Chili Peppers Konzert für Anthony Kiedis einspringen, kannte die Texte aber nicht, brüllte deshalb rum und improvisierte.
Momentan singt er bei der ziemlich guten oldschooligen Band OFF! die durch künstlerisch wertvolle Videos glänzt. Zu sehen hier, hier und hier. Achja und hier. Wirklich großartig! Außerdem waren sie schon mal Support für RHCP was bei den Konzertbesucher leichtes Entsetzen ausgelöst hat. Ahja, außerdem ist er der Hauptsänger der Black-Flag-Coverband "FLAG" die als willkommene Alternative zu Greg Ginns auf Sparflamme gekochten offiziellen Neuauflage von Black Flag dient.
Ron Reyes
Ron war ein großer Fan von Black Flag und kannte alle ihre Songs. Bevor er der Band beigetreten ist spielte er schon mal zusammen mit Greg Hetson in einer früheren Inkarnation von Redd Kross. Er ist der zweite Sänger der Band gewesen. Die 7" "Jealous Again" erschien lange nach seinem Austritt, der durch die
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| quelle: punkglobe.com |
Dez Cadena
Dez hat zwar seinen Part als Sänger ziemlich gut geleistet wollte nach einer Zeit aber nicht mehr, da seine Stimmbänder zu sehr belastet wurden und wechselte an die Gitarre. Seinen Gesangsstil würde ich als "2 Flaschen Whisky und ne stange kippen" beschreiben.Nachdem er BF verlassen hat gründete er die Rockband DC3. In den 90ern spielte er in verschiedenen Bands wie Vida oder Chop. Auch versuchte er sich als Gitarrist von Duff McKagan(Ex-Guns'N'Roses). Ab 2001 spielte er bei der neuesten Inkarnation der Misfits bzw. "Jerry Only Band"(wie sie gerne genannt wird). Zusammen mit Jerry Only(einziges verbliebenes Originalmitglied der Misfits) und Marky Ramone(The Black-Flag- und Ramones-Coversongs als auch Stücke aus den 50er Jahren. Soweit ich mich erinnern kann, spielte er vor kurzem auch noch bei FLAG mit.
Henry Rollins
Henry Garfield, wie der Mann wirklich heißt, zählt wohl zu den bekanntesten Vertretern von Black Flag. Durch seinen Kumpel Ian MacKaye(Teen Idles, Minor Threat, Fugazi) zu der Musik von Ramones(und generell Punkrock) gebracht wurde er Sänger von S.O.A und später Fan der "Nervous Breakdown"-Ep von Black Flag. Nachdem Dez nicht mehr singen wollte, wurde er an seiner Stelle Sänger. Sein Stil war laut, aggressiv, bellend wie ein Hund. Quasi DER angepisste Typ, der viel Wut in sich trägt und seine Umgebung dies auch spüren lässt. Die Auftritte der Band waren zu seiner Zeit geprägt durch Gewalt. Meistens hieß es Zuschauer vs. Rollins.
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| quelle: theindiespiritualist.com |
Außerdem agierte er als Schauspieler("Johnny Mnemonic", "Sons of Anarchy", "Highway Heat", "Wrong Turn 2")und Synchronsprecher(Mad Stan in "Batman Beyond", "American Dad") als auch Fernsehmoderator("Animal Underworld", "The Henry Rollins Show"). Hinzu kommt noch, dass er spielbarer Charakter in "Def Jam: Fight For NY" ist.
Mittlerweile behauptet er, er würde niemals wieder Musik machen. Vornehmlich ist er Menschenrechtsaktivist im Bereichen LGBT und Krieg. Trotz seines guten Willens und seiner größtenteils echt korrekten Einstellung hat er sich einige üble Patzer geleistet. So mag er zwar aus moralischen Gründen als Comedy Act für die Army aufgetreten sein, jedoch unterschrieb er trotzdem Bomben die auf Irak und Afghanistan abgeworfen wurden. Ganz egal, wie man zum Irakkrieg steht, sowas ist mehr als fragwürdig. Ebenso wie sein seltsames Verhältnis zu Frauen - ich musste nämlich noch nie so tun als ob ich vegan wäre um jemanden abzuschleppen.
Oh mein Gott, es ist schon so spät und ich muss schlafen und ich glaube ich habe zu viel gesagt. Danke fürs Lesen! :3
Sonntag, 31. August 2014
Album der Woche, Folge 162: Black Flag Discography, Teil 1
Guten Abend, meine Lieben!
Ich habe festgestellt, dass ich die Musik auf diesem Blog etwas vernachlässigt hab. Natürlich gibt es wie immer jede Woche ein Review, und einen Ohrwurm der der Woche als auch ein Happening des Monats, bei welchem öfter mal Konzertberichte kommen. Allerdings fehlt eine Rubrik die sich ausschließlich mit Musik beschäftigt. Deswegen wird es ab Oktober 2014 eine solche Rubrik geben. Sie wird "So isses, Musik!" heißen und es wird so einiges drin vorkommen, auch Discographien-Besprechungen und so. Deshalb hier schon mal n Vorgeschmack: Ich dachte mir, ich werde einfach mal so die Diskographie von einer meiner Lieblingsbands reviewen. Genau. Alle 20 offiziellen Veröffentlichungen.
1. "Nervous Breakdown" EP(Oktober 1978)
Besetzung:
Keith Morris - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Brian Migdol - Schlagzeug
Die erste EP von Black Flag stammt aus dem Jahr 1978 und trägt den Titel "Nervous Breakdown". Als erstes fällt natürlich dieser Typ auf dem Cover auf, der in die Ecke gedrängt ist, mit einem Stuhl angegriffen wird und die Fäuste ballt. Passend zum Titel. Man wird bedrängt, es wird Druck auf einem ausgeübt, man hat die Schnauze voll, man wehrt sich. Das Artwork(wie auch andere BF-Artworks) stammt übrigens von Raymond Pettibon.
Keith Morris' Stimme klingt echt alt. Sie hat sich gar nicht verändert, sprich sie hört sich genauso an, sowohl 1978 als auch 2014. Die (Bass-)Gitarren von Greg Ginn und Chuck Dukowski klingen total chaotisch und "fuzzy". Und naja, ohne flapsig klingen zu wollen - aber das ist Punk. Man kotzt sich aus, man schreit es raus, die Musik ist simpel, die Texte sowieso. Ein verdammt guter Anfang. Es wäre interessant zu wissen, wie sich die Musik weiterentwickelt hätte wenn die Besetzung konstant geblieben wäre.
Achja, hier befinden sich einige meiner Lieblingssongs. Naja, eigentlich sind es nur vier und die EP dauert nur 5,5 Minuten. Ich liebe den Titelsong, sein aufbauendes Intro und Morris' infernalen Schrei zum Ende hin. "Fix Me" bleibt nur so im Kopf stecken, "Wasted" ist sowohl in der Version als auch in der von Circle Jerks ein Dauerbrenner. "I've Had It" mochte ich hingegen irgendwie nie.
9/10 Pfandflaschen
2. "Jealous Again" EP(August 1980)
Besetzung:
Ron "Chavo Pederast" Reyes - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Robo - Schlagzeug
Gottverdammt, ich liebe diese Designs. Es passt schon wieder 1:1 auf dem Titel der EP.
Chavos Stimme erscheint mir am Anfang zu jugendlich, allerdings auch wieder passend zur Musik. Diese hat sich nämlich ein kleines Stück verändert. Ist ein wenig dynamischer geworden. Textlich ist man noch auf der guten Seite. "I've goooooot no values! Nothing to saaaaay! Might as well blow you away". Es singt sich so verdammt gut mit. Hmm, jetzt widerspreche ich mir an der Stelle selber und stelle die Frage: Was wäre wenn die Band in DER Besetzung weiter gemacht hätte? Ach keine ahnung, ich glaube die Frage zu stellen wäre unangebracht.
Irgendwie cool ist aber, dass es beinahe für jeden ein persönliches Black Flag gibt. Es gibt soviele Exmitglieder dass man theoretisch ein Wunsch-Line-Up zusammenstellen könnte.
Eigentlich gibt es hier nur Hits: "Jealous Again", "No Values", "Revenge" mit der sagenhaften Intro-Ansage, das oft missverstandene "White Minority"...es gibt aber einen Krapfen mit Senf: "You Bet We've Got Something Personal Against You" ist der beschissendste Black-Flag-Song überhaupt. Damit wird nämlich Keith Morris gedisst, weil er nach seinem Ausstieg zwei Songs mit in seine damals neue Band Circle Jerks genommen hat: "Wasted" und "I Don't Care". Was für ein kindischer Blödsinn. Gesungen wird das ganze von Chuck Dukowski, der keinerlei Stimme und Rhytmusgefühl besitzt. Pfui!
8/10 Pfandflaschen
Youtube
3. "Louie Louie" 7"(1981)
Leider weiß ich nicht die genaue Besetzung der Band zu dem Zeitpunkt(es könnte aber dieselbe sein wie bei der nächsten Veröffentlichung). Ich weiß allerdings, dass Chavo Pederast zu dem Zeitpunkt nicht mehr der Sänger war. An seiner Stelle trat Dez Cadena, der davor die Gitarre bedient hat und zum Singen verdonnert wurde.
Auf der ersten Seite befindet sich ein Cover von Chuck Berrys "Louie Louie". Dazu hat sich Dez einige neue Zeilen ausgedacht und zwar: "You know the pain that's in my heart / It just shows I'm not very smart / Who needs love when you've got a gun? / Who needs love to have any fun?" Das klingt irgendwie total niedlich. Sowieso klingt die Coverversion als hätten n Haufen Kids Spaß im Proberaum. Und total ungewohnt, weil mega fröhlich klingend. Ebenso ungewohnt ist auch das Kontrastprogramm dazu: "Damaged" auf der anderen Seite, welches verdammt düster ausfällt. Ich mag das Lied nicht wirklich. Dez' Schreie zum Ende hin sind einfach nur verstörend.
Gefällt mir natürlich irgendwie trotzdem.
7/10 Pfandflaschen
Youtube
4. "Six Pack" EP(Juni 1981)
Besetzung:
Dez Cadena - Gesang, Gitarre
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Robo - Schlagzeug
Zynisch. Packend. Aggressiv.
So würde ich das beschreiben, wenn ich müsste.
Wohl das direkteste indiefresse-werk dieser Ausgabe.
Die drei Songs sprechen wirklich für sich.
10/10 Pfandflaschen
Ich habe festgestellt, dass ich die Musik auf diesem Blog etwas vernachlässigt hab. Natürlich gibt es wie immer jede Woche ein Review, und einen Ohrwurm der der Woche als auch ein Happening des Monats, bei welchem öfter mal Konzertberichte kommen. Allerdings fehlt eine Rubrik die sich ausschließlich mit Musik beschäftigt. Deswegen wird es ab Oktober 2014 eine solche Rubrik geben. Sie wird "So isses, Musik!" heißen und es wird so einiges drin vorkommen, auch Discographien-Besprechungen und so. Deshalb hier schon mal n Vorgeschmack: Ich dachte mir, ich werde einfach mal so die Diskographie von einer meiner Lieblingsbands reviewen. Genau. Alle 20 offiziellen Veröffentlichungen.
1. "Nervous Breakdown" EP(Oktober 1978)
Besetzung:
Keith Morris - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Brian Migdol - Schlagzeug
Die erste EP von Black Flag stammt aus dem Jahr 1978 und trägt den Titel "Nervous Breakdown". Als erstes fällt natürlich dieser Typ auf dem Cover auf, der in die Ecke gedrängt ist, mit einem Stuhl angegriffen wird und die Fäuste ballt. Passend zum Titel. Man wird bedrängt, es wird Druck auf einem ausgeübt, man hat die Schnauze voll, man wehrt sich. Das Artwork(wie auch andere BF-Artworks) stammt übrigens von Raymond Pettibon.
Keith Morris' Stimme klingt echt alt. Sie hat sich gar nicht verändert, sprich sie hört sich genauso an, sowohl 1978 als auch 2014. Die (Bass-)Gitarren von Greg Ginn und Chuck Dukowski klingen total chaotisch und "fuzzy". Und naja, ohne flapsig klingen zu wollen - aber das ist Punk. Man kotzt sich aus, man schreit es raus, die Musik ist simpel, die Texte sowieso. Ein verdammt guter Anfang. Es wäre interessant zu wissen, wie sich die Musik weiterentwickelt hätte wenn die Besetzung konstant geblieben wäre.
Achja, hier befinden sich einige meiner Lieblingssongs. Naja, eigentlich sind es nur vier und die EP dauert nur 5,5 Minuten. Ich liebe den Titelsong, sein aufbauendes Intro und Morris' infernalen Schrei zum Ende hin. "Fix Me" bleibt nur so im Kopf stecken, "Wasted" ist sowohl in der Version als auch in der von Circle Jerks ein Dauerbrenner. "I've Had It" mochte ich hingegen irgendwie nie.
9/10 Pfandflaschen
2. "Jealous Again" EP(August 1980)
Besetzung:
Ron "Chavo Pederast" Reyes - Gesang
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Robo - Schlagzeug
Gottverdammt, ich liebe diese Designs. Es passt schon wieder 1:1 auf dem Titel der EP.
Chavos Stimme erscheint mir am Anfang zu jugendlich, allerdings auch wieder passend zur Musik. Diese hat sich nämlich ein kleines Stück verändert. Ist ein wenig dynamischer geworden. Textlich ist man noch auf der guten Seite. "I've goooooot no values! Nothing to saaaaay! Might as well blow you away". Es singt sich so verdammt gut mit. Hmm, jetzt widerspreche ich mir an der Stelle selber und stelle die Frage: Was wäre wenn die Band in DER Besetzung weiter gemacht hätte? Ach keine ahnung, ich glaube die Frage zu stellen wäre unangebracht.
Irgendwie cool ist aber, dass es beinahe für jeden ein persönliches Black Flag gibt. Es gibt soviele Exmitglieder dass man theoretisch ein Wunsch-Line-Up zusammenstellen könnte.
Eigentlich gibt es hier nur Hits: "Jealous Again", "No Values", "Revenge" mit der sagenhaften Intro-Ansage, das oft missverstandene "White Minority"...es gibt aber einen Krapfen mit Senf: "You Bet We've Got Something Personal Against You" ist der beschissendste Black-Flag-Song überhaupt. Damit wird nämlich Keith Morris gedisst, weil er nach seinem Ausstieg zwei Songs mit in seine damals neue Band Circle Jerks genommen hat: "Wasted" und "I Don't Care". Was für ein kindischer Blödsinn. Gesungen wird das ganze von Chuck Dukowski, der keinerlei Stimme und Rhytmusgefühl besitzt. Pfui!
8/10 Pfandflaschen
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3. "Louie Louie" 7"(1981)
Leider weiß ich nicht die genaue Besetzung der Band zu dem Zeitpunkt(es könnte aber dieselbe sein wie bei der nächsten Veröffentlichung). Ich weiß allerdings, dass Chavo Pederast zu dem Zeitpunkt nicht mehr der Sänger war. An seiner Stelle trat Dez Cadena, der davor die Gitarre bedient hat und zum Singen verdonnert wurde.Auf der ersten Seite befindet sich ein Cover von Chuck Berrys "Louie Louie". Dazu hat sich Dez einige neue Zeilen ausgedacht und zwar: "You know the pain that's in my heart / It just shows I'm not very smart / Who needs love when you've got a gun? / Who needs love to have any fun?" Das klingt irgendwie total niedlich. Sowieso klingt die Coverversion als hätten n Haufen Kids Spaß im Proberaum. Und total ungewohnt, weil mega fröhlich klingend. Ebenso ungewohnt ist auch das Kontrastprogramm dazu: "Damaged" auf der anderen Seite, welches verdammt düster ausfällt. Ich mag das Lied nicht wirklich. Dez' Schreie zum Ende hin sind einfach nur verstörend.
Gefällt mir natürlich irgendwie trotzdem.
7/10 Pfandflaschen
Youtube
4. "Six Pack" EP(Juni 1981)Besetzung:
Dez Cadena - Gesang, Gitarre
Greg Ginn - Gitarre
Chuck Dukowski - Bass
Robo - Schlagzeug
Zynisch. Packend. Aggressiv.
So würde ich das beschreiben, wenn ich müsste.
Wohl das direkteste indiefresse-werk dieser Ausgabe.
Die drei Songs sprechen wirklich für sich.
"The worlds got some plans for me
Courthouse, jails and factories
Black and whites on the street
For me for me
I see my place in american waste
Faced with choices I can't take
American waste american waste
On my own I see my fate"
Courthouse, jails and factories
Black and whites on the street
For me for me
I see my place in american waste
Faced with choices I can't take
American waste american waste
On my own I see my fate"
(American Waste)
Diesmal hab ich sogar rein gar nichts an irgendeinen Song auszusetzen. Ich bin tatsächlich mit allen drei so wie sie sind zufrieden. Auch das Design ist cool. Erinnert beinahe an das von "Nervous Breakdown" weil es scheinbar dieselbe Situation wiedergibt. Doch diesmal kommt noch das Bier dazu. Meiner Meinung nach die zweitbeste 7" von Black Flag.
10/10 Pfandflaschen
Dienstag, 28. Mai 2013
Ohrwurm der Woche#14
"love I love I love I love I love I love I never love I never love I never never never never"
grandios!
Labels:
Black Flag,
In My Head,
Ohrwurm der Woche,
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