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Donnerstag, 27. Januar 2022

Comics Monthly#93

Peacemaker: Disturbing the Peace#1

Wer sich für Comics und Comic-Verfilmungen interessiert und nicht gerade unterm Stein lebt, der weiß: John Cena war Darsteller des Characters Peacemaker in der DC-Verfilmung "THE Suicide Squad" und seit Anfang des Jahres läuft auch eine Serie auf HBO Max. Da liegtes nahe, dass DC irgendeinen passenden Comic rausbringt. Offensichtlich. Geschrieben vom großartigen Garth Ennis, gezeichnet von Garry Brown.

"Disturbing the Peace" ist ein sogenannter One-Shot (eine für sich allein stehende Ausgabe) und erzählt die Hintergrundgeschichte von Christopher Smith alias Peacemaker. Der ehemalige Delta Force/Green Beret(usw. usf.) Soldat hat 25 Jahre im Dienst hinter sich. Eine Psychiaterin namens Dr. Sedgewick trifft sich mit ihm um festzustellen ob er für den weiteren Dienst tauglich wäre und hat deswegen schon allerlei Untersuchungen bzgl. Smiths Vergangenheit angestellt. Der (neue) Leser stellt fest: Christopher ist eines Tages spät von der Schule heimgekommen, was sein Leben gerettet hat. Seine Eltern (Mutter und Stiefvater) haben sowohl sich als auch seine drei kleinen Geschwister umgebracht. Als er in Obhut seines Adoptivvaters war wurde dieser bei einem missglückten Banküberfall von einem Micky&Mallory-aus-Natural-Born-Killers-mäßigen Pärchen umgebracht. Sie nahmen den Jungen unter ihre Fittiche bis er sie irgendwann an die Cops verraten hat. In seinem weiteren Leben geht Chris zur Army und nimmt unter anderem Teil an einem Austauschprogramm mit den britischen SAS. Eins ist aber merkwürdig bei seinen Einsätzen. In jedem Zwischenstopp passiert irgendwas und Menschen verschwinden oder kommen auf eine merkwürdige Art und Weise ums Leben. Es stellt sich heraus, dass Chris eine Art Vigilanten-Alter-Ego entwickelt hat. Er nennt sich "Peacemaker" und macht all den Leuten das Leben schwer, die im Militär (und woanders) andere Menschen ausbeuten bzw. beendet dieses. Oder wie er es selbst formuliert: Er setzt sich dafür ein, dass Frieden gefunden wird.

Ennis ist ja bekannt dafür solche Charaktere wie den Punisher zu schreiben, die ohne Skrupel gegen Bösewichte vorgehen. Von daher ist ihm Peacemaker sowas von auf dem Leib geschrieben. Zuerst konnte ich mit den Zeichnungen nicht ganz warm werden, weil mich diese komischen Schattierungen gestört haben. Doch nach einer Weile passen sie zur Story. Vor allem Christophers Gesicht, dass während der ganzen Geschichte keine einzige Miene verzieht. Er bleibt stets ruhig und gelassen. Der Rest ist natürlich schön gewalttätig, blutig und voll mit Explosionen und anderen Kram. Es ist unterhaltsam und ich freue mich schon irgendwann wenn ich Zeit und Bock habe mir die Serie reinzuziehen.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei DC

Shadowman#5

Ich kann mich nicht wirklich an "Shadowman" erinnern. Weiß nur, dass ich irgendwo in irgendeiner älteren Ausgabe eines Valiant-Comics Werbung für Shadowman-Comics gesehen hab. Und irgendwo gab es auch ein Crossover mit der Band Aerosmith. Tatsächlich habe ich schon mal eine Ausgabe von Shadowman in dieser Rubrik reviewt. Komisch, kann mich gar nicht erinnern. Es stellt sich heraus, dass Jack Boniface Shadowman ist. Er ist ein Saxophonist, der Voodookräfte hat und in Verbindung mit der "Shadow Loa" steht. Dabei handelt es sich um eine Art Totenwelt und dessen Götter. Jack ist in der Lage unsere Welt vor den Dämonen dieser Welt zu beschützen und gilt als eine Art Bindeglied. In dieser Ausgabe sehen wir wie ein kleiner Junge dunkle Magie gelernt hat um seine tote Mutter wieder zu erwecken. Er steht voll begeistert am Friedhof und hält mittlerweile ihre Hand. Sehr froh darüber, dass sie wieder da ist, verkennt er dass er damit auch eine große Gefahr auf die Welt gebracht hat. Denn auch die anderen Toten auf dem Friedhof sind wieder auferstanden. Nun greifen sie die Stadt New Orleans an.


Währenddessen spielt Jack in einem Jazz Club. Eine alte Freundin namens Alyssa guckt sich seinen Auftritt an, danach gibts einen Drink. Schnell stellt sie ihm eine Art Voodoo-Superheldentruppe vor, die Jack fortan als Unterstützung soll. Doch Jack hat keine Zeit. Der Voodoo Gott Baron Samedi ist nun aufgetaucht. Die Zombies haben ja New Orleans angegriffen, Jack muss nun also eingreifen. Danach gibts eine Lektion für den kleinen Jungen, nachdem Motto "Nun ich verstehe warum du das getan hast, aber das ist falsch". Jack reist nun in das Reich der Finsternis um zu intervenieren, weil Samedi ihn erzählt hat dass die Dämonen einen Krieg gegen die Menschheit planen.

Okay, um es mal kurz zusammenzufassen: Die Story ist zwar schon cool, jedoch relativ vorhersehbar. Nichtsdestotrotz ist sie ganz angenehm zu lesen. Man kann vllt. nicht jeden ersten aber zumindest jeden zweiten Schritt voraussehen. Jack wird dem Jungen was lehren, er wird gege Zombies kämpfen. Und dass neben dem Zombieangriff noch was größeres kommt, war eigentlich auch klar. Aber das ist egal, der Comic macht Spaß. Der Zeichenstil ist eine Mischung aus cartoony und realistisch. Der Name des Zeichners, Pedro Andreo sagt mir leider nichts - aber er scheint bis jetzt nur für Valiant tätig gewesen zu sein. Der Auto Cullen Bunn ist hingegen unter anderem für Deadpool bekannt. Ich bin rundherum tatsächlich echt zufrieden!


8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Valiant

Wastelanders: Doom#1

Bei "Wastelanders" handelt es sich um eines der neuesten Events aus dem Hause Marvel. Die Handlung spielt sich ab vor dem Events von "Old Man Quill" (welches die Geschichte eines gealterten Peter Quill erzählt). Sprich, irgendwann in einer post-apokalyptischen Zukunft. Die Superhelden sind besiegt worden und Bösewichte regieren den Planeten, der dem Schauplatz von "Mad Max" nicht ähnlicher sein könnte. Einer der größten Herrscher über die Wastelands, speziell seit dem endgültigen Tod von Red Skull, ist Doctor Victor van Doom. Einst Gegner der Fantastic Four, Magier und Wissenschaftler in einem, für immer eingesperrt in eine metallene Rüstung. In dieser Ausgabe entdeckt er ein von Krieg und Dürre verschontes Dorf. Mithilfe von Magie hat es hier geregnet und es gab eine Ernte. Die Anwohner werden von einer alten blinden Frau bewacht, die vor dem Eingang an einem Tisch sitzt und die ganze Zeit strickt. Und zwar schon so lange, dass ihre Finger weh tun. Nach einem Kampf mit einer Gruppe Anwohner trifft er auf die Tochter von Doctor Strange, Sofia die den Ort bewacht. Der einzige Weg zum Anführer des Dorfes führt durch Abgabe an Erinnerungen. Es ist eine Art Gebühr, die er bezahlen muss. So geht Doom mit Sofia durch seine Erinnerungen und muss sich entscheiden welche er für immer vergessen wird. Er etnscheiden für den Fall aus seiner Kindheit als ein absolut fremder Mann ihm geholfen hat aufzustehen, nachdem er gestürzt ist. Die Entscheidung fällt hierauf, weil er den Vorfall als ein Zeichen von Schwäche sieht. Am Ende kommt er beim magischen Meister des Dorfes an. Es handelt sich um Baron Mordo, den einstigen Gegner von Doctor Strange. Im Endeffekt ist es wohl so, dass das ganze Dorf unter seinem Bann steht und niemand so wirklich frei ist...

Ich finde es interessant, wenn es nicht wirklich klar ist, wer in einer Handlung der Böse ist. Einerseits regiert Doom über die ganzen Wastelands und killt jeden der sich ihm im Weg steht. Andererseits erkennt er schnell, dass die Anwohner die unter Morbo stehen unfrei sind. Ihr Tod würde gleichzeitig ihre Freiheit bedeuten und das erkennt er schnell. Gleichzeitig sieht man auch ziemlich schnell, was für eine tragische Figur Doom ist. Ein Mann, der keine Schwäche kennen will, dies aber offensichtlich tut und sich dessen schämt. Das Gute an dem Comic ist, dass man die anderen One-Shots nicht gelesen haben muss. Er steht quasi für sich alleine. Der Stil ist realistisch. Die Handlung ist, wie gesagt, durchaus interessant. Hätte sowas, gerade jetzt, wenn alle Comics sich dem Marvel Cinematic Universe annhähren, nicht von Marvel erwartet. Gutes Ding.

8/10 Pfandflaschen

Erhältlich bei Marvel

Made by: Torunn Gronbekk, Julius Ohta

Mittwoch, 24. Juli 2019

Comic Book Review#399: Predator vs. Magnus Robot Fighter#2 (1993)

Allrighty, hier kommt also der zweite und der letzte Teil.

Alles in allem ist der weitere Verlauf der Handlung ziemlich simpel. Magnus kämpfte mit dem Predator der nur sein X-O-Helm (seine Trophäe) wieder haben will und wurde von ihm mit einem Netz an die Wand genagelt. Der besagte Helm wurde von einem gewissen Typen namens Hartwig geklaut, der selbst illegale Jagden veranstaltet und von Magnus verachtet wird. Der Predator will
Hartwig umbringen und sich den Helm wieder zu eigen machen. Während der ganzen Kämpfe zwischen Magnus, Predator und Hartwig bzw. seinen Schergen macht es sich bemerkbar wie der Predator agiert. Später findet Magnus durch Professor Talltree heraus was es denn genau für ein Wesen ist. Predators jagen aus sportlichen Gründen, hängen ihre Opfer anschließend kopfüber auf und behalten ihre Wirbelsäulen als Trophäen. Sie töten allerdings niemanden der unbewaffnet ist - darum ließ der Predator Magnus' Partnerin Leeja am Leben. Nun muss Magnus eine für ihn schwere Aufgabe erfüllen. Hartwig, die Person die für ihn alles falsche und korrupte verkörpert beschützen und den Predator, dessen Ehrenkodex er respektiert töten.

So wie die Story endet, endeten so einige Predator-Storys. Der Haupt"bösewicht" wurde erledigt und anschließend von seinen Artgenossen abgeholt. Der Mensch bekam selbst eine Art Trophäe. Allerdings weigert sich Magnus, diese anzunehmen. Ich finde es interessant in was für einen Gewissenskonflikt der Mann gerät. Und er tatsächlich etwas tun muss, was ihm selbst zuwider ist. Das ist ne interessante Wendung, weil die Predators ansonsten immer nur als unsichtbare blutrünstige Killer gesehen wurden - dass sie allerdings unbewaffnete nicht töten wurde nicht sonderlich beachtet. Darum finde ich das insgesamt ziemlich abwechslungsreich. Außerdem ist das Setting in der Zukunft ziemlich cool.

8/10 Pfandflaschen
Hier könnt ihr den Comic auf YouTube lesen:

Dienstag, 16. Juli 2019

Comic Book Review#398: Predator vs. Magnus Robot Figher#1 (1992)

Predator gegen wen? Magnus Robot Fighter? Noch nie gehört.

Darum musste ich mal informieren. Über die Yautja, auch bekannt als Predatoren dürftet ihr alles wissen. Magnus ist eigentlich aus dem Gold Key Verlag gewesen, der in den 90er Jahren von Valiant übernommen wurde. Es handelt sich um einen Menschen aus dem Jahre 4001, welcher in einer technisch völlig überlegenen Gesellschaft lebt. Diese sprudelt nur so von Robotern die nach Isaac Asimovs Gesetzen handeln. Eigentlich. Magnus wurde selbst von einen Roboter trainiert um andere Roboter als auch verschiedene andere Gefahren abzuwehren. Er ist zwar ein Mensch, braucht aber keine Waffen im Nahkampf da seiner Aussage zufolge sein Körper eine einzige Waffe ist.

Die Handlung beginnt im Jahre 3999 in einer Minenkolonie die von Predatoren angegriffen wurde. Ein Haufen Soldaten ist zahlenmäßig zwar unterlegen schafft es aber die Außerirdischen zu besiegen. In deren Raumschiff finden sie ein sogenanntes X-O-Helm, welches als Trophäe dient. Ein Predator konnte allerdings fliehen und kehrt im Jahre 4001 wieder zur Erde zurück um die besagte Trophäe wiederzuerlangen. Von nun an kriegen wir mit wie irgendwelche fiesen Roboter/Androidenjäger eine Androidenfrau das Leben schwer machen bis Magnus zur Hilfe eilt. Der wie ein Kolonialist gekleidete Jäger wird von irgendjemanden erschossen und teilt im Sterben Magnus mit, dass er in seinem Haus das besagte X-O-Helm beherbergt. Magnus nimmt dieses an sich und trifft sich daraufhin mit seiner Freundin Leeja. Sie wiederum hat irgendwelche übersinnlichen Kräfte und ist die ganze Zeit der Meinung dass der Helm sie beobachten kann. Kurze Zeit später taucht der besagte Predator auf und will den Helm an sich reißen.

Ich fands zuerst leicht unübersichtlich, also schwer zu verstehen wer wer ist. Bis ich geschnallt habe, dass es eine Gruppe von menschlichen Jägern gibt die den Helm an sich gerissen haben, Magnus ihn nun hat und der Predator sich diesen von ihn zurückholen will. So weit so gut. Dazu kommen noch ziemlich coole Szenen in welchen durch Fenster gesprungen wird oder als Magnus den Predator mitteilt "I don't need a weapon, you ugly brute! I AM a weapon!" Ich frage mich, wie lange es dauern wird bis beide merken dass sie sich eigentlich gar nicht feindlich sein müssen. Nice Story von Jim Shooter, cooles Design von John Ostrander. Ich bin zufrieden.

7,5/10 Pfandflaschen

Dienstag, 10. Januar 2017

Comic Book Review#274: Faith#1 (2016)

Als ich letztens (im August) meine monatliche Comic-Abo-Lieferung bekommen hab, hieß es "kriegst die erste Ausgabe von Faith". Okayyyy, dankeschön. Aber was ist das, dachte ich mir. Nun, ich besprach die Lage mit meinem guten Freund Herrn Ichlesverdammtschnellcomics und es stellte sich heraus dass es n ziemlich cooles Heftchen von Valiant Comics ist (den Verlag vernachlässige ich leider sehr). Der erste Online-Eindruck war schon mal sehr gut...

Faith Herbert ist eine Superheldin (und Mutantin) die in der Lage ist zu fliegen, als auch andere
Menschen fliegen zu lassen. Ihr Alter Ego heißt Zephyr, sie ist allerdings in der Öffentlichkeit unter ihren echten Namen bekannt. Um ein verhältnismäßig normales Leben führen zu können erschafft sie sich ein anderes Alter Ego - (Summer Smith) und arbeitet in einer Zeitungsredaktion. Nebenbei hat sie schon mal als Zephyr die ganze Belegschaft gerettet - weswegen auch ein Teil ihren richtigen Namen weiß. Ihr Leben ist NICHT voll mit Explosionen und Superbösewichten, stattdessen führt sie gerne Skypegespräche mit anderen Helden des Valiant-Universums, macht sich Gedanken über alles und ist generell etwas socially awkward. Als ein Schauspieler/Supermodel (der auf Superhelden abfährt) mit ihr ein Fotoshooting machen will, ist sie vollkommen aus dem Häuschen.

Ein Blinder würd merken, was an diesem Comic so besonders ist. Faith entspricht nicht den Maßen eines typischen Comic-Supermodels. Aber das ist nicht mal das besondere daran. Die Tatsache, dass sie dick ist wird nämlich nicht mal ansatzweise in Betracht gezogen. Sie ist eine normale Superheldin wie jede andere und deswegen bezieht sich dieses Review hier auch nicht auf ihr Aussehen oder so. Sondern viel mehr auf die Tatsache dass sie ähnlich überfordert mit alltäglichen Situationen ist wie ich. Das ist sehr sehr normal und erhält von mir die vollste Unterstützung.

Made by: Jody Houser, Pere Perez, Marguerite Sauvage, Coleen Doran

8/10 Pfandflaschen

Mittwoch, 30. November 2016

Comics Monthly#34

Häßlich willkommen zum 34ten Comics Monthly. Bald ist diese tolle Rubrik übrigens drei Jahre alt. :3
Diesmal habe ich eine andere Person entscheiden lassen, was in die Rubrik kommt. Und zwar Herrn Ichlesverdammtschnellcomics! Danke dafür.

Cave Carson Has A Cybernetic Eye#1

Erschienen bei DCs Imprint "Young Animal". Geschrieben von Gerard Way (der vielen von früher bekannt ist als er noch bei MCR gesungen hat, dass er nicht okay ist) und Jon Rivera. Zeichnungen von Michael Avon Oeming.

Der Titelheld des Comics heißt Calvin "Cave" Carson. Er ist vor allem Wissenschaftler, der vor einiger Zeit für eine Firma namens "E.Bornstein & Sons" gearbeitet und bei welcher einen "Mighty Mole" geklaut hat - eine mächtige Machine mit dessen Hilfe man sich superschnell unter der Erde bewegen kann. Zehn Jahre lang bekämpfte er zusammen mit seiner Crew Monster, rettete ganze Zivilisationen, lernte die Liebe seines Lebens kennen und wurde Vater. Mittlerweile hat er sich mit seinem früheren Arbeitgeber versöhnt und seine Stelle wiedererhalten. Leider ist seine Frau Eileen schwer krank geworden - Cave verbringt nun Nächte in seinem Laborkeller um nach einer Lösung zu suchen. Zudem hat ein kybernetisches Auge (worüber er höchst ungern spricht)

Dieser Comic ist wie als Nichtschwimmer ins große Becken geworfen werden. Ich hatte keine Ahnung was da passiert und war erstmal etwas überrumpelt. Große Halluzinationen. Sehr viele Panels die viele einzelne Bewegungen darstellen. Volle Farbpalette und ein Design dass mich an die glamorösen Tage des DC Animated Universe erinnert - zumindest so n Bisschen. Daumen hoch!

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Young Animal für 3,99$

Foolkiller#1

Falls ihr mein Geschreibsel nicht lesen wollt, und dennoch wissen wollt wer Foolkiller ist: Gönnt euch die Reihe "Deadpool and the Mercs for Money" (auf Deutsch heißt sie glaub ich "Deadpool und die $öldner).

Foolkiller war einst der Name von Greg Salinger - er war bis vor kurzem noch ein Auftragskiller der "Fools" umgebracht hat, einige Nachahmer nach sich zog, für Deadpool gearbeitet hat und schlußendlich von SHIELD gefasst wurde. Mittlerweile arbeitet er als Psychotherapeut und arbeitet
mit Leuten die aggressionsprobleme haben - also quasi sich selbst von früher. Sein neuester Patient nennt sich "Young Red Skull" und hat verkrustetes Blut im Gesicht (als Maske) und ist für die Leute von SHIELD, denen Salinger jetzt unterstellt ist ein perfekter Kandidat für einen Field-Agent. Der Rest des Comics beschäftigt sich mit Foolkillers Hintergrundgeschichte, wie er jetzt zum Psychotherapeuten geworden ist, was er so zuhause treibt als auch was zum Teufel momentan bei SHIELD so vor sich geht.

Im Grunde genommen nicht schlecht, allerdings für mich sowas wie Deadpool ohne diese ganzen Popkultur-Anspielungen und Psychoscheiß. Wobei Psychoscheiß hier teilweise auch ne Rolle spielt. Salinger wirkt wie ein völlig ausgewechselter Mensch. Was ist denn genau passiert, dass er sich so verändert hat? Anyways, gute #1, aber kein besonderer Anreiz mir das weiterhin zu kaufen.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Made by: Max Bemis und Dalibor Talajic

Harbinger Renegade#1

Hurra, wir tauchen mal wieder ins Valiant-Universum!

Ich sehe hier eine fast schon bessere "Variante" von herkömmlichen Comic-Universen. Das ist zwar originell, aber man merkt dass es schon irgendwo etwas ähnliches gab. Es geht um "Psioten" - Menschen mit verschiedenen Superkräften. Einst waren etliche einen mächtigen Psioten namens Toyo Harada unterstellt, der die Harbinger Organisation gründete, die den Weltfrieden voranbringen sollte. Da er aber mit unlauteren Mitteln agiert hat, spalteten sich einige ab und nannten sich "Renegades". Diese waren unter anderen die fliegende Supeheldin Faith und der Telekinetiker Peter Stanchek. Die
Gruppe ist mittlerweile aber aufgelöst. Da sie aber früher eine Liste von Menschen geleakt haben, die Harada für sich gewinnen wollte (sie quasi zu Psioten machen wollte), gibt es große Probleme. Eine komische Gruppe von Psiot-Anhängern versucht krampfhaft neue zu erschaffen und ist eben diesen Leuten hinterher, genauso wie die NSA. Es ist Zeit alte Fehler auszubügeln.

Erstmal gibt es hier einen RIESIGEN Einstieg, man wird über alles aufgeklärt, über die Vorgeschichte und alles. Dann gibt es eine Tonne an Informationen, dann gibts noch diese realistischen Zeichnungen, eine Ficktonne an Charakteren die ich nicht kenne und Spannung! Scheiße, das ist eine Menge to deal with. Hab ich nicht erwartet. Much appreciation.

8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Valiant Comics für 3,99$
Made by: Rafer Roberts und Raul Allen

Red Dog#1 (of 6)

Ein mir völlig unbekannter Titel von einen mir völlig unbekannten Verlag (451). made by Rob Cohen und Andi Ewington. Nummer 1 von 6.

Die Handlung spielt sich auf dem Planeten Kirawan ab, der vor Jahren von Menschen kolonisiert wurde. Dort arbeiten 98 Männer, 97 Frauen und Kyle in einer Mine. Der Weizenanbau blüht, es scheint nämlich die ganze Zeit die Sonne. Die Ureinwohner sind feindlich-gesinnte Aliens. Achja, wer
ist Kyle? Er ist das einzige Kind was auf diesem Planeten geboren wurde. Als Ernte- und Haushaltshelfer macht er sich nützlich. Er hat einen Robohund namens Q, welcher ihn einst zum Geburtstag geschenkt wurde. Was passiert als nächstes? Werden die Ureinwohnern mit ihren riesigen Insektoiden angreifen? Man weiß es nicht, man weiß es nicht.

Liest sich wie am Schnürchen, sieht gut aus, es wirkt in erster Linie etwas vorhersehbar, weil das Setting einen so bekannt vorkommt. Wenn wir ehrlich gesagt, gab es ähnliche Szenarien schon mal. Nur kam da kein Robohund vor. Ich bin gespannt was das ganze mit ihm zu tun hat, und was für eine Rolle er noch spielen wird. Insgesamt: Okay, I guess.

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: 451 für 3,99$

Dienstag, 12. April 2016

Comic Book Review#240: The Death-Defying Doctor Mirage, Vol.1

Erstes Trade Paperback. Enthält die Ausgaben 1-5, sowie ein Ausschnitt aus Shadowman#5. Erschienen bei Valiant.

Shan Fong aka Doctor Mirage ist ein Medium, welche in der Lage ist mit Toten zu sprechen. Aus irgendeinen Grund gelingt es ihr aber nicht, ihren verstorbenen Ehemann Hwen zu kontaktieren. Irgendwo besteht wohl eine Art Blockade. Der Grund dafür ist bis jetzt nicht ersichtlich. Nachdem
ein berühmter Okkultist sie mit einem Job beauftragt, entdeckt sie eine Spur die zu einer Lösung finden könnte. Endlich kann sie ihren Ehemann aus der Totenwelt befreien. Doch dafür muss sie diese erst betreten und endliche Weiten durchschreiten.

Ich war beim ersten Blick hellauf begeistert. Das Cover ist wunderschön. Und das Logo erinnert mich von der Schrift her an Horrorfilme aus den 50er Jahren. Was den Inhalt betrifft bin ich leicht zwiegespalten. Aber nur leicht. Zweifellos ist es eine deepe, interessante Story die verdammt gut zu den Bildern passt. Auch die Farben sind gut ausgewählt. Sie transportieren (je nachdem welche Farbe grade dran ist) die passende Stimmung. Manchmal wirkts auf mich etwas zu deep. Oder zumindest ein wenig zu sehr in die Richtung. Zumindest war es für mein kleines Hirn ein wenig zu anstrengend, dies Berge von Text zu verstehen. Zweifelsohnejedoch eine verdammt solide Arbeit von Jen van Meter, Roberto de la Torre und David Baron.

8/10 Pfandflaschen

Dienstag, 5. April 2016

Comic Book Review#239: Ivar,Timewalker - Volume 1 (2015)

Ein weiteres Schätzchen aus dem Hause Valiant. Umfasst mal wieder die ersten paar Ausgaben der Serie. Diesmal sind es vier.

Die Wissenschaftlerin Neela Sethi ist grade dabei in Genf (das liegt in der Schweiz) Zeitreisen möglich zu machen. Das weiß sie jedoch noch nicht wirklich. Von nun an wird ihr Leben sehr schwer, denn alle möglichen Möchtegerzeitreisenden werden ihr Probleme machen. Zeitreisen sind
nämlich in der Zukunft sehr populär und ungefähr 99% der Reisenden werden versuchen Hitler zu töten. Leider wird es nich möglich sein weil man die Vergangenheit auf Biegen und Brechen nicht verändern kann. Zum Glück taucht ein Reisender vor all diesen Irren auf - Ivar. Dieser scheint einen plausiblen Grund zu haben, Neela mitzunehmen und zu schützen. Weil angeblich diverse Zeitschurken ihr ans Leder wollen. Von nun an beginnt ein irrer Trip durch die Zeit - von der Kreidezeit übers das 18.(?) Jahrhundert bis zur Zeit des Nationalsozialismus. Doch es gibt auch andere Faktoren die dafür sprechen, dass Ivar nicht der gute in dieser Geschichte ist. Ob das stimmt?

Erinnert mich ziemlich an Doctor Who, wobei hier nur Zeitreisen getätigt werden und von anderen Dimensionen die Finger gelassen weden. Liet wahrscheinlich an diesen mysteriösen Fremden der eine Begleiterin hat die anfangs ihm gegenüber leicht skeptisch ist. Witzige popkulturelle Referenzchen, guter realistischer Zeichnungsstil und eine ziemlich ver bzw. abgedrehte Story die noch abgedrehter zu werden droht. Find ich richtig gut.

8/10 Pfandflaschen

Dienstag, 13. Mai 2014

Comics Monthly#5

Achtung, jetzt kommt's dick!

1. Quantum and Woody#9

Die Ausgabe#9 ist der Beginn eines neuen Story Arcs, und deswegen wohl auch Neueinesteigerfreundlich. Wer die ungleichen Brüder Eric und Woody hiermit liebgewinnen kann, der kann ehe es zu spät ist, sich die ersten 8 Ausgaben holen.

Eric und Woody sind Brüder. Woody ist allerdings adoptiert, was auch u.a. der Grund war dass sie sich jahrelang nicht gesehen haben. Der Tod ihres Vaters, eines Wissenschaftlers, bzw. die rätselhaften Umstände dahinter hat sie wieder zusammengeführt. Und tschakk bumm, Explosion im Labor und schon sind Eric und Woody Metawesen/Superhelden. Eric kann energetische Schilder erzeugen, während Woody mit Strahlen schießen kann. Ein Nebeneffet hat das ganze aber: Sie müssen alle 24 Stunden ihre metallenen Armbänder aneinanderstoßen, sonst zerfallen sie in einzelne Moleküle.

Woody, ein Schlitzohr wie er ist hat wieder mal Scheiße gebaut. Nachdem er ein Paar Superschurken in Roboteranzügen gestoppt hat, spielte er selber damit etwas rum und hat beinahe einiges kaputt gemacht. Und das zu einem unpassenden Zeitpunkt. Eric war nämlich dabei das Testament seines Vaters zu ändern, damit Woody etwas davon abbekommt. Er dachte nämlich dass dieser verantwortungsvoller und zuverlässiger geworden ist. Das Gegenteil ist leider der Fall, ergo muss Woody seinen Bruder jetzt beweisen dass aus ihm etwas werden kann. Dieses Superheldending ist nämlich auch n Stückchen Verantwortung und so.

Quantum und Woody sind wohl einige der gegensätzlichsten Charaktere die es gibt. Ein bodenständiger, ehemaliger Regierungsagent und ein rücksichtsloser ehemaliger Kleinkrimineller. Dazu kommen jede Menge Witze unter der Gürtellinie. Ohne Scheiß, wer auf Deadpool steht es allerdings etwas(nur etwas!) gesitteter haben mag, der greife zu!

Erhältlich bei Valiant Comics
9/10 Pfandflaschen

2. Shutter#1
In einer etwas anderen Welt als die, die wir kennen hat man die Möglichkeit unglaubliche Abenteuer zu erleben. So hat es auch Kate Kristopher getan, als sie im Kindes- und Jugendalter mit ihrem Vater gegen Monster und Dämonen gekämpft hat und sonstige Abenteuer erlebt hat. Doch diese Zeit ist um. Kate ist mittlerweile erwachsen und hat auch ihre sagenhafte Bücherautorinkarriere an den Nagel gehängt. Denn sie findet die Welt eben nicht mehr abenteuerlich wie zuvor. Allerdings droht diese Ruhe, die sie hat bald gestört zu werden. Denn die Geister der Vergangenheit ruhen nicht...
uuuuuuuuuh!

Ein grafisches Meisterwerk, aber das kennen wir ja von Image Comics.
Großartige Zukunftsvisionen zeigt uns Leila Del Duca. Inklusive riesigen Vögeln die Menschen transportieren und antropomorphen Tieren in der U-Bahn.
Ein guter, leicht geheimnisvoller Einstieg in eine hoffentlich noch spannender werdende Geschichte. Die Bonuscomics die dazu kommen sind auch richtig lustig und abstrus. Kurzum: richtig gelungen, ich hol mir mehr!

Erhältlich bei Image Comics
9/10 Pfandflaschen

3. The Superior Spider-Man#31
ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG

Okay, ich weiß dass die letzte Ausgabe von SSM schon letzten Monat rausgekommen ist. Allerdings gibt es Leute, die sie noch nicht gelesen haben bzw. erst am Anfang der Serie sind. Daher die Spoilerwarnung.

Wie wir bereits aus Amazing Spider-Man#700 und Superior Spider-Man#1 wissen hat Otto Octavius aka Dr. Ock den Tod besiegt und seinen Körper mit den von Peter Parker aka Spider-Man getauscht. Ab dem Zeitpunkt wollte er ein neuerer, besserer, ein überlegener(superior) Spider-Man sein. Doch Otto hat es kräftig verbockt. Er schaffte ein bedrohliches Klima unter seinen(bzw. Spider-Mans)
Feinden. Die Bürger von NY fühlten sich durch seine Spider-Bots überwacht. Sein ekliger, arroganter Charakter machte den neuen Spidey nicht grade sympathisch. Kurzum: Otto hats verbockt. Sogar so sehr, dass Green Goblin seine Bots gehackt hat und das Geheimnis seiner Doppel(oder dreifach?)identität rausgefunden hat. Dr. Octavius hält den Druck eindeutig nicht stand und als Peter Parkers Identität/Gedanken wieder hervorkommen(das ganze ist ein ziemliches pseudowissenschaftliches wirrwarr) beschließt er den Mantel wieder an Peter abzugeben und seine Persönlichkeit aus den Körper zu löschen.

Das geschah in Ausgabe#30. :D
Hier ist Peter vollständig wieder da. Anstatt des arroganten SpOck ist nun der Friendly Neighborhood Spider-Man wieder da. Und er schlägt sich tapfer gegen das Reich von Green Goblin, welches er sich fleißig im Untergrund herangezüchtet hat. Zur Hilfe steht ihm dabei auch der Spider-Man aus dem Jahr 2099, der in der Vergangenheit festsitzt. In einer zweitstory setzen sich sowohl Peters Ex-Freundinnen Carlie und Mary Jane mit ihren Verhältnis zu Peters Superheldendasein auseinander. Außerdem führt er ein versöhnendes Gespräch mit J. Jonah Jameson.

Ich finde, es war im nachhinein die ganze Aufregung nicht wert. Meiner Meinung nach war das Ende von Amazing Spider-Man ein sinnloser Schritt gewesen. Denn es war eigentlich von vornherein klar, dass Peter wieder zurückkehren würde. So ist dieses Ereignis auch problemlos "streichbar", als wärs nie passiert. Allerdings muss ich zugeben, dass auch wenn Otto als Spider-Man mir mächtig auf den Geist ging, die Parallelstorylines immer sehr spannend waren. Und so ist auch diese Ausgabe eine verdammt gute.

RIP, SSM!
8/10 Pfandflaschen

ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG
4. Amazing Spider-Man#1
Ha! Kaum ist Peter Parker als Spider-Man zurückgekehrt, hat er jede Menge um die Ohren. Plötzlich ist er Besitzer einer großen Firma und hat eine neue Freundin mit welcher er zusammenwohnt. Außerdem muss er nach einem Angriff einer Bösewichtin(schreibt man das so?) halbnackt durch die Stadt schwingen, denn die Frau Kräfte die Kleidungsstoff auflösen. Wtf?
Doch das wars noch lange nicht! Es kommen noch andere Stories dazu: Wir erfahren was mit Electro
passiert ist, nachdem er Superior Spider-Mans quälenden Experimenten entkommen ist und was Black Cat plant, nachdem sie aus dem Knast gekommen ist(auch SpOcks Schuld). Hinzu kommt noch eine bunte "Vorstellungsgeschichte" über Spideys Kräfte, ein kurzes Abentuer von Spider-Man 2099(dessen eigene Serie in Juli kommt), Peters Besuch in Houston wo sein Klon/Bruder Kaine(aka Scarlet Spider) residiert uuuuund: Eine Story aus Spider-Mans Vergangenheit, die von einem Jungen handelt der Peters ersten Wrestlingkampf, bei welchen er schon seine Spinnekräfte hatte, gesehen und per Smartphone aufgenommen hat. Er war ganz schön davon beeindruckt. Forgesetzt werden die Stories in Spider-Man 2099#1, New Warriors#1(schon lange draußen) und Amazing Spider-Man#1.1. Als Sahnehäubchen obendrauf gibt es noch die ganze erste Ausgabe von Inhuman. Die überhaupt nicht dazu passt und das heft somit dicker und teurer macht. Die Beschreibung der Handlung würde hier den Rahmen sprengen.

Ich fand es teilweise leicht überdreht. Aber ich glaub das liegt daran, dass ich ASM komplett vergessen hab, weil ich nur den finsteren superior spider-man vor den geistigen Auge hatte. Es beginnt sehr witzig und farbenfroh. Guter Einstiegspunkt, definitiv. Allerdings eigentlich auch nur n Marketinggag(zum Start vom neuen Spider-Man-Film muss Peter wieder da sein!).

ASM#1(inklusive der anderen stories): 7,5/10 Pfandflaschen
Inhuman#1: 6,5/10 Pfandflaschen

5. Translucid#1(von 6)
Der Superbösewicht Horse, der passend zu seinem Namen eine Pferdemaske trägt, wird selber Opfer eines Verbrechens. Er wird gekidnappt und in den Keller eines Hochhauses gebracht. Bombe inklusive. Die einzige Person, die ihm helfen kann ist der mit hightech ausgestatte kapuzenträger-superheld The Navigator. Doch warum tut er das? Nicht nur weil er ein Superheld ist, sondern weil Horse so ziemlich die einzige Person ist, die er halbwegs als einen Freund bezeichnen kann. Das Pferd fragt sich nun: Wer ist Navigator überhaupt und was hat ihm zu einem Helden werden lassen?

Diese sympathische, verrückte Story wurde von dem Ehepaar Chondra Echert und Claudio Sanchez(Sänger dieser geilen Band) erdacht und von Daniel Balis gezeichnet. Dabei setzen sie sich auf ihre Weise mit der Beziehung von Batman und Joker auseinander. Denn auch wenn sich diese beiden gegensätzlichen Charaktere immer bekämpfen, sie gehören wohl für immer zusammen.

Ich finde experimentelle, unkonventionelle Geschichten eigentlich immer gut. Auch die skurille Idee, den Bösewicht einfach ne Pferdemaske überzuziehen feier ich einfach. Zudem schönes, einladendes Artwork.

Erhältlich bei Boom! Studios
8/10 Pfandflaschen

Und weil letztens der "Free Comic Book Day" in den USA war, hier noch paar zusätzliche Schätze.

6. Free Comic Book Day: 2000AD
2000AD ist ein britisches Sci-Fi-Comic-Magazin welches ununterbrochen seit 1977 erscheint. Judge Dredd hatte in der zweiten Ausgabe sein Debüt. Mittlerweile ist die Ausgabe#1880 erschienen. In der FCBD-Ausgabe ist natürlich auch Joe Dredd, der furchtlose Polizist/Richter/Henker aus dem dystopischen Megacity One zu gast. Diesmal muss er einem jungen Judge nützliche Tips zur Bekämpfung einer Verbrecherbande geben die aussieht als hätten sie sich ihre Münder in Staubsauger gesteckt. Auch drin: Sláin, ein recht blutiger Fantasycomic, den ich null durchgeblickt hab. Die Vampirin/Kopfgeldjägerin Durham Red jagt in dem nach ihr benannten Comic mit ihrem Ctulhuähnlichen Kollegen Banditen. Während Dredd im Jahr 2136 für Recht und Ordnung sorgt kämpft seine Kollegin Judge Anderson gegen einem Golem, denn schließlich befindet sie sich in der für alles Paranormale zuständigen PSI-Division. In "Absalom" lernen wir den griesgrämigen Police Officer Harry Absalom kennen, der an Krebs erkrankt ist. Eine der allergeilsten Stories war "Glass Zone" in welcher der Rogue Trooper, der allerletzte Soldat auf der Erde sich gegen n Haufen Feinde stellen muss. Schwarz/weiße dystopische humorvolle Action. Als Bonus fungieren "Future Shocks", eine Parodie auf Marvel's Galactus; vier klassische Judge Dredd Comic Strips und "Rain" welches die Geschehnisse der kleinsten Mission überhaupt erzählt.

Ich bin begeistert! "2000AD" scheint eine Schatzkiste zu sein, in welcher sich allerlei großartiges britisches Sci-Fi verbirgt. Besonders angetan hast mir Rouge Trooper, als auch Future Shocks. Ich würde ja gerne das Magazin abonnieren, aber da es jeden Mittwoch rauskommt, würde es ganz schön happig werden. Zum Glück gibts die Möglichkeit die Trade Paperbacks bzw. monatliche Serien die in dieser FCBD-Ausgabe vorgestellt werden, käuflich zu erwerben.

Daunlaud
7. Free Comic Book Day: Future's End#0
Die Vorgeschichte zum bereits angefangenen(7.5) DC-Event "Future's End", dass 5 Jahre in der Zukunft spielt. Die Ursachen liegen aber noch später, nämlich nicht 5 sondern 35 Jahre in der Zukunft. Die Welt wird von einer Big-Brother-ähnlichen Person(?) oder Organisation(?) namens "The Eye" beherrscht. Es ist schlimmer als 1984. Es gibt keine Superhelden mehr sondern nur noch seltsame Androiden/Roboterversionen von Superman, Wonder Woman, Aquaman usw. Selbst Frankenstein, der Agent von S.H.A.D.E. konnte deren/seinen Fängen nicht entkommen. Um diese Katastrophe zu verhindern schickt der sichtlich gealterte Batman(Bruce Wayne) seinen Schüler, den neuen Batman(Terry McGinnis) in die Vergangenheit. Dieser kommt jedoch an, als der Prozess bereits in mache ist und zwar: fünf Jahre von den jetzigen Ereignissen des DC-Universums entfernt.

Mich hat es anfangs verwirrt dass Terry McGinnis, der bekannt sein dürfte aus der DCAU-Zeichentrickserie "Batman Beyond"(hierzulande bekannt als "Batman of the Future"), Bestandteil des regulären DC-Universum wird. Schließlich galt "Batman Beyond", egal ob als Zeichentrickserie oder Comic-Fortsetzung als ein separates Universum. Offenbar ist dies aber ein anderer Terry McGinnis, denn die Ereignisse in "Future's End" werden die "Batman Beyond Universe"-Comics, die ich so gerne verschlinge, nicht beeinflussen.

Verdammt noch mal, ist das geil! Ein ordentliches Durcheinanderwerfen. Man wird wie n Kind ins Wasser geworfen und weiß erstmal nicht was Sache ist. Die Zukunft scheint derartig finster und aussichtslos zu sein, wie in den Terminator-Filmen. Es macht mir tatsächlich Lust auf mehr. Allerdings nervt mich die Tatsache, dass es ein wöchentlicher Comic sein wird, der ein ganzes Jahr lang erscheint. Das macht mein Geldbeutel nicht mit.

7/10 Pfandflaschen

8. Free Comic Book Day: Hip-Hop Family Tree
Mit der Ausgabennummer 187 präsentiert uns "Hip-Hop Family Tree" welches von Ed Piskor geschrieben und gezeichnet wird den Zusammenhang von Comics und der Hip-Hop-Kultur bzw. was beide Kulturen miteinander gemeinsam haben. Den Leser werden verschiedene "Origin-Stories" von Rappern und DJs vorgestellt als auch Stories hinter Songs, verschiedenen Begriffen usw. Wir erfahren warum es eigentlich Hip-Hop heißt, wieso der punkrockbegeisterte Rick Rubin auf Hip-Hop abgefahren ist, wieso KRS-One so gut reimen kann usw. usf.

Herrliches Design. Die Seiten sehen so schön vergilbt aus. Auch die Telefonnummer von Janice(falls jemand interessiert ist: 718-498-1043) die irgendwo draufgekritzelt steht hat mich zum Schmunzeln gebracht. Es ist witzig, interessant und es sorgt bei mir für so viele "Omg, kenn ich!"-momente. So good.

9/10 Pfandflaschen