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Dienstag, 16. Dezember 2025

Comic Book Review#660: Batman Forever (1995)

Diesmal erinnern wir uns an die Zeit als Tim Burton nicht mehr der Regisseur von Batman-Filmen war. Den Regiestuhl besetzte nun Joel Schumacher, wobei "Batman Forever", die Fortsetzung von "Batman Returns" immer noch als "A Tim Burton Film" deklariert wird. Es gab ursprünglich vollkommen andere Ideen für diesen Film, die jedoch allesamt verworfen wurden. Marlon Wayans sollte einen Robin spielen und wurde sogar dafür bezahlt - jedoch kamen die Aufnahmen nie zustande. (Falls ihr jedoch eine Art Alternativ-Version dieser Geschichte lesen wollt, so greift bei "Batman'89" zu. Dieser Comicband stellt eine Alternativ-Fortsetzung von "Batman Returns" dar.)


Stattdessen hat Warner Bros. das Drehbuch komplett überarbeiten lassen und so sind wir bei dem geliebt-gehassten "Batman Forever" gelandet. Tommy Lee Jones spielt den ehemaligen Staatsanwalt und nun auf einer Gesichtshälfte entstellten Bösewicht Two-Face, der unter einer dissoziativen Identitätstörung leidet und für eben dieses Leiden Batman verantwortlich macht. Er möchte ihn unbedingt töten - zu Beginn des Films stellt er dem Dunklen Ritter (Val Kilmer) eine Falle bei einem Bankraub, der er entfliehen kann. Auf der anderen Seite gibt es noch Edward Nygma (Jim Carrey), einen Mitarbeiter von Wayne Enterprises. Sein Projekt, eine Art Streaming-Service direkt ins Gehirn, wird abgelehnt weswegen er einen Groll gegen Bruce Wayne (aka Batman) hegt. Dann gibt es noch die Psychiaterin Dr. Chase Meridian (Nicole Kidman), die von Batman fasziniert ist aber gleichzeitig auf Bruce Wayne steht und sonst kaum eine Rolle im Film erfüllt... Und natürlich Richard Grayson (Chris O'Donnell), der Teil einer Familie von Akrobaten ist. Seine Eltern werden während einer Vorstellung von Two-Face umgebracht, weswegen er auf Rache aus ist. Er wird von Bruce Wayne in seinem Anwesen aufgenommen, und es dauert nicht lange bis er hinter das Geheimis des Multimiliardärs kommt. Selbstverständlich werden die beiden irgendwie, irgendwann Partner und geben ihr bestes im Kampf gegen Kriminalität.

So weit, so gut oder schlecht. Der Plot ist gar nicht mal uninteressant, jedoch stört einem heutzutage die filmische Ausführung hier und da. Zu sehr versucht man an die alten Tage von "Batman'66" anzuknüpfen. Zu verkrampft lustig erscheinen manche Gags. Jim Carrey als Edward Nygma (aka Riddler) und Tommy Lee Jones als Two-Face sind jedoch an und für sich großartig und over the top. Val Kilmer ist sowohl n guter Batman als ein großartiger Bruce Wayne. Chris O'Donnell ist einfach purer Kringel. Aber soweit zum Film, den ich schon mal hier reviewt habe. Die Comic-Adaption unterscheidet sich in geringen Maße. Ein Teil der Handlung wurde umgedreht. So überfällt Two-Face eine Bank nachdem der Leser Edward Nygma kennen gelernt hat. Im Film war es genau umgekehrt. Außerdem gibt es hier eine Szene in welcher die beiden Bösewichte auf der Couch sitzen und sich über Gott und die Welt unterhalten. Die Zeichnungen sind sehr realistisch und detailgetreu. Man erkennt die Schauspieler sofort wieder. Es macht Spaß, sich das anzuschauen. Allerdings ist es irgendwie wie ein Film im Schnelldurchlauf, was das Ganze schon etwas komisch macht. Geschrieben wieder von Dennis O'Neil, gezeichnet von Michał Dutkiewicz. 

7,5/10 Pfandflaschen

Hier ein Review von ChannelNerdgasm:



Sonntag, 18. September 2022

So isses, Musik!#151

O:

Ich bin ja schon längst im Ordner O meiner Musiksammlung angekommen. Jetzt bin ich bei O wie OST. OST steht für Original Soundtrack. In diesem Ordner sind einfach mal 32 Unterordner für verschiedene Film/Videospiele-Soundtracks. Ich werde das hier nun zum Teil kurz anreißen, mehr nicht. 

"This Is How We Do It" von Montell Jordan aus dem Soundtrack zu "ALI G IN DA HOUSE"




"Fat Lip" von SUM 41 aus dem Soundtrack zu "American Pie 2"




"The Hunter Gets Captured" von Massive Attrack aus dem Soundtrack zu "Batman Forever"




"Ratfinks, Suicide Tanks and Cannibal Girls" von White Zombie aus dem Soundtrack zu "Beavis and Butt-Head Do America"




"Unchained" von James Brown & 2pac aus dem Soundtrack zu "Django Unchained"




"Crushed" von Limp Bizkit aus dem Soundtrack zu "End of Days"



"Go Your Own Way" von Fleetwood Mac aus dem Soundtrack zu "Forrest Gump"




"Enforcer" von Leeway aus dem Soundtrack zum Radiosender "LCHC" aus "Grand Theft Auto 4"




"La Raza" von Kid Frost aus dem Soundtrack zum Radiosender "Radio Los Santos" aus "Grand Theft Auto: San Andreas"




"Movin' On Up" von Primal Scream aus dem Soundtrack zum Radiosender "Radio X" aus "Grand Theft Auto: San Andreas"




"Stranglehold" von Ted Nugent aus dem Soundtrack zum Radiosender "V-Rock" aus "Grand Theft Auto: Vice City Stories"




"Moonage Daydream" von David Bowie aus dem Soundtrack zu "Guardians of the Galaxy"




"Somebody's Gonna Get Their Head Kicked In" von The Rezillos (im Original von Fleetwood Mac) aus dem Soundtrack zu "Jackass: The Movie"




"Karazy" von Chris Pontius aus dem Soundtrack zu "Jackass Number 2"







Momentan läuft "Drippy" von Banco De Gaia, aber ich kann nur empfehlen sich den kompletten Soundtrack reinzuziehen. Das Review zum Film findet ihr Hyperlink






Black Sabbath Discography: Heaven and Hell (1980)

Und nun sind wieder bei einem neuen Kapitel angekommen. Nämlich Black Sabbath ohne Ozzy Osbourne. Manch einer, der nur die klassischen Alben kennt würde sich wahrscheinlich fragen ob das überhaupt funktioniert. Tatsächlich tut es das. Es ist das erste Album mit Ronny James Dio am Gesang...von drei. Das dritte kam dann erst in den Neunzigern. Interessanterweise war Dio früher Sänger in der Band Rainbow, die ein Soloprojekt des Ex-Deep-Purple-Gitarristen Ritchie Blackmore war. Der damals bei Deep Purple ausgestiegene Sänger Ian Gillan wurde hingegen Dios Nachfolger bei Black Sabbath, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

"Heaven and Hell" klingt wie eine Wiedergeburt. Nicht wie eine Band die auf dem letzten Meter nicht mehr wirklich atmen kann und reanimiert werden muss oder irgendwie sich Ideen aus dem Ärmel schütteln muss. Es ist eine vollkommen andere Richtung. Dio verfügt über eine höhere Stimmlage als Ozzy und verleiht den Songs eine noch größere Theatralik. Dazu kommt noch der Einsatz von Keyboards von Geoff Nicholls, der vorher schon Gastmusiker war und erst später offizielles Bandmitglied wurde. Musikhistoriker und Genrespezialisten, nennen das was hier dargeboten wird "Epic Doom" oder zumindest einen Vorläufer dessen. Damit ist die Art von Doom Metal gemeint, die im Gegensatz zu den eher traurigen/schwereren Varianten des Genres (Funeral Doom, Stoner Doom) wesentlich melodischer daherkommt. Wie eine Mischung aus Doom und Power Metal. Tatsächlich habe ich das Album in meinen Kopf in die fiktive Sparte "Magic and Wizardry Rock" eingefügt. Ja, man könnte, wenn man wollte das irgendwo bei Power Metal unterordnen. Schließlich heißt der erste Song "Neon Knights" und handelt zumindest metaphorisch von Rittern. Aber es ist im Grunde einfach nur verdammt guter Heavy Metal. Der Rest der Band, allen voran Tony Iommi macht sich auch verdammt gut. Man hört förmlich die Begeisterung neue Ideen umzusetzen. Wunderschön, melodisch, sehr anders.

8,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Neon Knights, Heaven and Hell, Wishing Well, Lonely Is The Word

Und weil drei Reviews besser sind als eins, hier kommt

Philipp:

"Ich verstehe es nicht. Wirklich nicht. Und zwar auf die bestmögliche Art und Weise. Wie kann eine wegweisende Band so kurz davor stehen, in der Bedeutungslosigkeit – oder zumindest im Drogensumpf - zu versinken, mit 2 Alben beweisen, dass sie das, was sie auszeichnete, verloren hat und dann plötzlich mit einem kräftigen Tritt in den Hintern – in Form eines Besetzungswechsels – wieder derartig auf ihren Kurs zurückfinden?

Heaven and Hell ist großartig, ich würde so weit gehen zu sagen, dass es sich um eins der besten 5 Black Sabbath-Alben handelt. Angesprochener Besetzungswechsel ist in diesem Fall der von Ozzy Osbourne (der kurz vor Never Say Die ja eigentlich bereits durch einen anderen Sänger ersetzt wurde, der so bedeutungslos ist, dass ich gerade nicht mal seinen Namen googeln möchte) zu Ronny James Dio, der zu diesem Zeitpunkt vor allem durch seine Bands Elf und (Richie Blackmore‘s) Rainbow bekannt war, und der sich wohl auch maßgeblich in das Songwriting eingemischt hat, was diesem Album mehr als gut tut.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal festhalten, dass ich Black Sabbath immer als eine Band mit einem sich unfassbar schnell drehenden Besetzungskarussell in Erinnerung hatte, Tony Iommi ist der einzige, der auf jedem Album zu hören ist. Denkt man jetzt aber einmal darüber nach, dass der erste (offizielle und auf einem Album zu hörende) Besetzungswechsel nach fast 10 Jahren und 8(!) Alben stattfand, ist das schon wirklich bemerkenswert, vor allem weil keines (ich muss mich eventuell an späterer Stelle korrigieren höhö) der folgenden Alben in der gleichen Besetzung wie das jeweils

Tony Iommi, Bill Ward, Ronny James Dio, Geezer Butler

vorherige entstanden ist. Nun zurück zum Text:

Diese Band ist endlich wieder verdammt gut aufeinander abgestimmt und spielt miteinander statt gegeneinander. Und das obwohl Bill Ward sich laut eigener Aussage aufgrund seines übermäßigen Alkoholkonsums nicht mal mehr an die Aufnahmen erinnern kann und kurz danach auch aus der Band flog.

Witzigerweise klingt diese Rückkehr zur alten Form sehr wenig nach den ersten 4 Sabbath-Alben, eher nach Spät-70er-Hardrock, wie er in Versatzstücken schon auf „Never Say Die!“ zu hören war, nur hat sich Tony Iommi diesmal seiner größten Stärke besonnen und auf gute Riffs konzentriert. Waren sie auf dem letzten Album eher sparsam eingesetzt worden, hat der Geiz nun wirklich ein Ende und es ist einfach auch jedes einzelne davon großartig, Geezers Bassarbeit bildet die perfekte Ergänzung dazu (es mutet fast absurd an, dass er zwischendurch die Band verlassen hatte und kurz vor den Aufnahmen erst wieder kam und dem Bass noch seinen durchaus markanten Stempel aufgedrückt hat) und Dios Stimme macht das ganze dann wirklich noch besser. Egal wie kleinkariert und kritisch ich auch sein möchte, ich finde keine Schwachstelle, kein einziger Song ist schlecht oder auch nur mittelmäßig und langweilig, selbst die langsamen Songs bzw. Songs mit balladesken Parts (wie z.B. Die Young oder Children Of The Sea) sind einfach stimmungsvoll und atmosphärisch.

Ich möchte mich hier nicht weiter in salbungsvollen Worten verlieren, wie viel mir das Album bedeutet, dürfte jeder mitbekommen haben und ich empfehle dringendst nicht auf die „Nur mit Ozzy ist es wirklich Sabbath“-Stimmen zu hören und sich dieses Album zu Gemüte zu führen, es lohnt sich.


10/10 Pfandflaschen


Anspieltipps: Neon Knights, Heaven And Hell, Die Young"

Raphael:

"Wir schreiben das Jahr 1980. Das Birkhuhn ist Vogel des Jahres (Glückwunsch!), Indira Gandhi wird Premierministerin von Indien, in Suriname kommt es zum Militärputsch, und die ehemalige britische Kolonie Südrhodesien wird als Simbabwe zum unabhängigen Staat. Auch in der Industriemetropole Birmingham gibt es Neuigkeiten: im Hause Black Sabbath hat man im Verlauf der Tour zum Album „Never say die“ endgültig erkannt, dass sich die Interessen der Bandmitglieder in unterschiedliche Richtungen entwickelten. Auch wenn es bereits ein paar Aufnahmen gab, gab es keinen Weg zurück. Also wurde Ozzy Osbourne in seiner Rolle als Sänger durch den US-Amerikaner Ronnie James Dio ersetzt – ironischerweise war es Ozzys spätere Ehefrau Sharon Arden, die Dio zu Black Sabbath brachte.

Neues Jahrzehnt, neuer Sabbath! Zusammen mit dem energiegeladenen Heavy Metaller, der seine Texte selber schreibt, präsentieren sich auch Bill Ward, Geezer Butler und Tony Iommi wieder voller Energie. Das merkt man direkt im ersten Song „Neon Knights“ – Black Sabbath haben wieder zu härteren, flotteren Gangarten gefunden. Ohne große Spielereien geht es weiter, bis „Children of the Sea“ wieder den doomigen Sabbath Sound vor den Heavy Metal stellt. Auffällige Elemente sind der deutlich weiterentwickelte Gitarrensound, die markante Stimme des neuen Sängers und die unverkennbaren Butler-Licks am Bass. Spätestens in der choralen Bridge dürften alle Hörenden die miserablen Alben der späten 1970er vergessen haben, und selbst Osbourne-Ultras werden hier zufrieden mitnicken. Im fröhlich stampfenden „Lady Evil“ wird das Blitzlicht aus Gitarrenspiel durch einen mächtig fuzzigen Bass von Geezer Butler unterlegt – letzterer war übrigens auch zwischenzeitlich ausgestiegen, weil er frisch geschieden und mit anderen Dingen als Musik beschäftigt war. Zum Ende der A-Seite kommt der wohl bekannteste Song dieser Platte „Heaven and Hell“. Die atmosphärische Heavy Metal Ballade gehört bis heute in den Schrank aller Kuttenträger*innen, und sie ist vor allem für Sänger Dio zum Aushängeschild geworden. Wenngleich der Song in seinem Aufbau recht überschaubar ist, stellt er doch ein großartiges Gegenbeispiel zum Loserimage vieler Metaller*innen dieser Zeit dar.

Die Rückseite beginnt mit „Wishing Well“, das eingangs sehr an die bessere Version jedes Liedes von „Technical Ecstasy“ oder „Never say die“ erinnert. Dabei sind es im Endeffekt nur wenige Schalter, die umgelegt werden mussten: mehr Geschwindigkeit, weniger Spielerei, kein Ozzy. Nach diesem relativ poppigen Cock Rock Knaller folgt der nächste Hit – das imposante Stück „Die young“. Von den Drums zum Bass und von der Gitarre zum Gesang wurden hier ausnahmslos neue Maßstäbe gesetzt. In seiner einzigartigen Struktur und in seiner abwechslungsreichen Stimmung ist „Die young“ einer der großartigsten Sabbath-Songs aller Zeiten. In dessen Schatten folgt „Walk away“, ein Lied das ein bisschen zu sehr nach KISS klingt, an sich aber kein Totalausfall ist. Davon gab es im Allgemeinen gar keine auf „Heaven and Hell“; obgleich „Wishing Well“ und „Walk Away“ nur in Maßen zu überzeugen wissen. Auch der mächtig schwere Kopfnicker „Lonely is the Word“ ist hier keine Ausnahme.

Der Sängerwechsel hat Black Sabbath musikalisch sehr gutgetan. Wo sich die Band zuvor von der Occvlt Doom Hard Rock Sensation zur Indie Prog Brit Pop Weichwäsche entwickelt hat, hat der Beitritt Dios samt seiner schwermetallenen Einflüsse die Band gerettet. Das heißt übrigens nicht, dass die Drogen- und Saufeskapaden abgerissen wären. Die Verbrennungen dritten Grades an den Beinen von Bill Ward sind nur einer von vielen Scherzen, die im Studio passiert sind. Nichtsdestotrotz ist „Heaven and Hell“ ein starkes Album und bekommt zurecht
8/10 Pfandflaschen"



Donnerstag, 3. September 2020

Album der Woche#455: Batman Forever OST (1995)

Hallo und herzlich willkommen zu einen neuen Themenmonat bei "..,klar". Diesmal geht es um Soundtracks zu Filmen. Ich habe dieses Thema ausgewählt weil genügend Leute bei Facebook den "Angry"-React gedrückt haben. So einfach ist es.

Habe mich für "Batman Forever" entschieden, weil ich als Kind den Film einfach geliebt habe. Es mag sein, dass er nicht besonders gut gealtert ist und in Vergleich zu neueren Batman-Produktionen deutlich abstinkt, aber der Soundtrack hält sich tatsächlich ziemlich frisch. Tatsächlich fanden nur fünf Songs davon den Weg in den Film. Für zwei wurden auch Musikvideos produziert: "Kiss From
A Rose" von Seal (wobei Joel Schumacher, der Regisseur des Films hier ebenfalls Regie geführt hat) und "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me" von U2. Dieses Album ist quasi eine Art "Music from and inspired by" und der Versuch den Film etwas "poppiger" zu gestalten. Quasi ein Marketing Tool. Auf mich wirkt es nicht, weil ich eh schon weiß wie der Film ist. Aber egal, der Soundtrack ist tatsächlich ziemlich ziemlich ziemlich gut.

Hierauf vertreten sind vollkommen unterschiedliche Künstler die nicht unterschiedlich sein könnten. Michael Hutchence von INXS covert Iggy Pops "Passenger" auf eine Semi-Industrial-Art. Nick Cave mit "There Is A Light" ist n absolut eingängiges Highlight hierauf. Das The-Marvelettes-Cover von "The Hunter Gets Captured By The Game" von Massive Attack und Tracey Thorn ist ein weiteres großes Highlight, welches sich wahrscheinlich ohne es zu wollen beinahe nahtlos in Seals "Kiss From A Rose" und Brandys "Where Are You Now?" einfügt. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen dass R and B oder poppiger Soul nicht wirklich meins sind. Allerdings wird das wieder gut gemacht durch Method Mans "The Riddler", welcher auch inhaltlich und beattechnisch zum Film passt. The Offspring covern The Damneds "Smash It Up" (!!!). PJ Harveys "One Time Too Many"!!! "Nobody Lives Without Love" von Eddi Reader (!!!)  Und natürlich als Geheimtipp "8" von Sunny Day Real Estate. Die Liste der Künstler könnte unterschiedlicher und diverser nicht sein. Es ist quasi neben "Trainspotting" einer DER Soundtracks der 90er Jahre.

Was soll ich noch sagen? Außer dass vielleicht, egal ob die Künstler so unterschielich sie nicht sein könnten der Grundtenor tatsächlich stimmt. Es ist ein insgesamt ziemlich entspanntes und poppiges Album. Mir gefällt das, ehrlich jetzt. Hätte ich fast nicht gedacht.

Anspieltipps: PJ Harvey - One Time Too Many, The Offspring - Smash It Up, Michael Hutchence - Passenger, Method Man - The Riddler, Sunny Day Real Estate - 8, Massive Attack/Tracey Thorn - The Hunter Gets Captured By The Game, U2 - Hold Me, Thrill Me, Kiss Me, Kill Me

Donnerstag, 9. August 2012

Film der Woche#58: BATMARATHON! Teil II

So nun weiter gehts. Ich hab grade etwas die schnauze voll... dabei sinds nur noch...so 8 filme die ich noch gucken muss. aber egal, das wird schon! :D

Aufgehört haben wir im Jahr 1966. Heute machen wir weiter mit dem Jahr 1989, als Tim Burton das Ruder übernahm. Doch in der Zwischenzeit ist einiges passiert. Es gab eine zeichentrick-fortsetzung der 66er Fernsehserie, mit den Stimmen von Adam West und Burt Ward. 1972 haben Batman und Robin es geschafft in zwei Folgen von "The New Scooby-Doo Movies" aufzutreten. Richtig gelesen. Ab 1973 liefen beinahe 13 jahre lang mehrere "Super Friends"-serien. Eine art "justice league" nur für jüngere zuschauer.1977 hat Filmation die Serie "Ein Fall für Batman", wie sie in deutschen fernsehen bekannt ist, rausgebracht. Wieder mit Adam West und Burt Ward. "Legends of the Superheroes", ein comedy-centraleskes Roasting von Batman und Robin lief auf NBC im Jahr 1979.

Batman(1989)
Nu denn, los gehts.

quelle: postercollective.org
Verdammt guter Film, hier gefällt so ziemlich alles. Wir haben einen sympathischen, etwas trottelhaft rüberkommenden Bruce Wayne, gespielt von Michael Keaton. Meine Recherche zufolge waren die Fans damals ziemlich empört darüber, dass Herr Keaton die Fledermaus mimen durfte, da er zuvor in irgendwelchen Komödien wie z.B.: "Mr. Mom"(oder so) "geglänzt" hat. Wir haben hier eine Scream-Queen, und zwar Vicky Vale, gespielt von Kim Basinger. Wie im 1949er Serial eine Reporterin, die überall ihre Nase steckt. Gottverdammt, Frau! Hör auf soviel zu schreien!!! brrr. Ist natürlich daran interessiert, rauszufinden wer dieses Fledermaus-Wesen ist, was den Verbrechern der Stadt das Leben schwer macht. apropos Verbrecher: wir haben natürlich auch einen Bösewicht, und zwar den in einen säurebecken gefallenen Gangster Jack Napier...bald daraufhin auch bekannt als der Joker...genial gespielt von Jack Nicholson. Jack ist ein Joker wie ausm Comic. Er ist bösartig, bringt menschen um wenn sie ihn nicht mehr zu nutze sind, psychotisch, durchgeknallt, aber trotzdem verdammt lustig. ich mein, er macht den ganzen film über....so n ...scheiß...die szene im museum zeigts auf jedenfall am besten.
nuja eigentlich gehts darum, dass dieser joker auf einmal da ist, leute mit einen gas umbringt, der sie hysterisch lachen lässt und ein todeslächeln auf die lippen zaubert...joker will die mediale aufmerksamkeit und so...grob gesagt...alle töten...chaos! und die macht über gothams unterwelt... und weil die aufmerksamkeit von batman geklaut wird, isser wohl ziemlich angepisst...
der soundtrack von prince ist übrigens top!
und hier die szene ausm museum:
film kriegt 9,5 von 10 pfandflaschen


Batmans Rückkehr(1992)
Hab ich schon erwähnt, dass ich den Pinguin hasse?

quelle: vebidoo.de
Also erstmal, es gibt zwei Varianten vom Pinguin. Entweder die vornehme Art, also ein Gentleman mit Monokel und Frack mit faible für die antarktis oder so ein...dicker, hässlicher typ mit langer nase und flossen-ähnlichen, missgebildeten händen...genau die zweite variante haben wir hier und genau die gefällt mir...im gegensatz zu der gentleman-variante. vor 33 jahren wurde oswald cobblepot(danny devito) von seinen eltern in den fluß gesetzt. dieser trieb ihn in die kanalisation, welcher ihn zu einen alten zoo geführt hat. dort ist er aufgewachsen unter....pinguinen...außerdem war er auch im zirkus tätig, in der freakshow..das erklärt seine zirkusbande von handlangern... jedenfalls ist er ein von grund auf angepisster mensch, der ganz gotham weihnachten vermiesen will...er lässt sich sogar von Gothams großindustriellen Max Schreck(Christopher Walken, wie immer total gestört) sponsoren...dieser hat eine persönliche assistentin namens Selina Kyle(Michelle Pfeiffer). Eine frustrierte, single-frau, eine "graue maus" die sich ständig unterbuttern lässt und zufällig Schrecks fiese geheime pläne zum bau eines kraftwerks entdeckt...so schubst er die arme ausm fenster, sie fällt runter...wird von katzen angeknabbert.......und wird so zu...catwoman..wow, so viel logik auf einmal verkrafte ich nicht...
wie mans aus der beschreibung rauslesen kann, dieser film konzertriert sich ein kleines bisschen mehr auf die bösewichte als auf den dunklen ritter selbst. ist ja an sich nicht so schlimm, denn der film ist geil! die story ist zwar n bisschen...naja..over the top aber dennoch gut. die szenerie ist großartig - eine art batman meets nightmare before christmas(kein wunder, ist ja derselbe regisseur). danny de vito ist ein äußerst widerlicher pinguin...(oh gott, diese pinguine mit raketen aufm rücken werden mich noch in meinen alpträumen jagen)...

wie auch immer film gut, mit 10 von 10 pfandflaschen, find ich sogar besser als den vorgänger.



Batman und das Phantom(1993)
quelle: dc.wikia.com
Zwischen den zweiten und den dritten Film der damals neuen Batman Reihe ist auch ein Zeichentrickfilm in die Kinos gekommen und zwar "Batman und das Phantom". Ist übrigens eine auskopplung aus der genialen Zeichentrickserie die ich schon unter "My Favorite TV-Show" reviewt hab. Gutes Ding, hat zwar einige Logikfehler, insgesamt ist die Story aber ganz gut. Wir kriegen sogar Einblicke in Bruce Waynes früheres Leben und erfahren, dass er kurz davor war eine Frau zu heiraten und das Fledermauskostüm anne want, äh an den nagel zu hängen.
Aber eigentlich geht es um das Phantom...es gibt nämlich eine Person in Gotham die umgeht und Mitgleider des dortigen kriminellen Untergrunds tötet. das gefällt batman nicht so, von daher macht er sich auf und davon das Phantom zu stoppen. auch Joker gerät irgendwie ins spiel. wie, das weiß ich jetzt nicht mehr, denn den film hab ich vor ungf. sechs monaten gesehen. gecheatet, ha! ich schau doch nicht alles in einer woche an! wie gesagt, hammer teil. kevin conroy macht nen genialen batman. mark "luke skywalker" hamill einen übel guten Joker.
8 von 10 pfandflöschhen.
guckst du hier.

Batman Forever(1995)
3. Teil der damals neuen Batman-Filmreihe. Erinnere mich sehr genau als mein Vater die Videokassette zu meinen Zahnarzt-termin vorbeigebracht hat. Langsam fängt die Arche Batman zu versinken...Aber mit diesen Film ist noch alles eigentlich ganz gut. Wenn man nicht weiß, wie die Sache im Hintergrund abgelaufen ist, könnte man meinen Joel Schumacher hätte den Film voll versaut, aber nein - der mann wollte einige düstere Szene reinbringen(wie die untere). doch diese wurden vom studio gnadenlos gestrichen. der film ist sehr bunt und trotz der gewalt..ziemlich kinderfreundlich würd ich sagen. damals in den 90ern hat jedes Kind(auch ich) Jim Carrey abgefeiert, so ist es auch in dem Fall gewesen. Jim spielt Edward Nygma aka der Riddler...aber eigentlich...tut er das nicht. er ist einfach nur Jim Carrey. und benimmt sich genauso wie in Ace Ventura oder Die

Maske. Tommy Lee Jones mimt einen absolut durchgeknallten Harvey "Two-Face" Dent. Er macht seinen Job echt gut, aber was mich ziemlich bei den bösewichten stört ist, dass sie wie zwei debile clowns daherkommen. ok, es ist witzig und auch gut gespielt aber im gegensatz zu diesen film ist es so, dass a)two-face nicht aussieht wie so n 80ies punk, wie hier dargestellt und ist n brutales arschloch, das absolut keine witze reißt. und b)riddler ist nicht ace ventura sondern ein verdammt intelektueller zeitgenosse. Val Kilmer gibt einen nahezu perfekten playboy-bruce-wayne und nen richtig guten batman. Chris O'Donnel hält sich in diesen Film mit seinen Gemecker noch zurück...ooooh ja, das tut er, gott sei dank. Er spielt den frisch verwaisten Robin aka Dick Grayson. Achja und Nicole Kidman natürlich, spielt eine von batman begeisterte Psychiatierin, welche mit der Polizei von Gotham zusammenarbeitet. Worums geht, aber nur kurz: Two-Face will batman töten, weil er batman töten will und dieser wohl seiner meinung nach für seine gesichtsentstellung verantwortlich ist. der riddler will bruce wayne und batman töten und die bewohner der welt zu willenlosen zombies machen, robin will two-face töten weil er seine eltern umgebracht hat, drew barrymore sieht heiß aus, und äh ja...
7 von 10 pfandflaschen gucke hier und lache.
ps: auf dem soundtrack sind U2, Offspring UND Seal! :D

Batman & Robin(1997)
quelle: fantasy-fans.eu
Alter, was für ein haufen scheiße. Drei anläufe hat es gebraucht. Beim ersten mal hat sich mein laptop überhitzt, beim zweiten mal musst ich zur arbeit(oder so.) Tjoa, mein Leben weisz halt was gut für mich ist. Aber erstmal zum inhalt: Wir haben hier Dr. Victor Fries(Arnold Schwarzenegger) alias Mr. Freeze(wer den ollen Doc nicht kennt, soll bitte bei wiki nachschauen, pff), welcher eigentlich nur seine totkranke frau heilen wollte, aber dann doch nen unfall hatte und seitdem als bösewicht mit eiskräften gotham city terrorisiert. er ist scharf auf diamanten, die seinen technologisch hochentwickelten anzug die kraft verleihen. dann wäre da noch Pamela Isley(Uma Turman) alias Poison Ivy. Eine wissenschaftlerin die von ihren partner mit giftigen chemikalien vergiftet wurde und so zu einer art Venus wird, welche die Macht über Pflanzen verfügt und Männer mit einen phäromonen-staub verführt. als sie rausfindet, dass ihr partner, dr. jason Woodrue für Wayne Enterprises gearbeitet hat, macht sie sich auf dem Weg nach Gotham. Bane, ein südamerikanischer ganove, von dr. woodrue mit chemikalien zum muskelprotz gemacht, steht ihr dabei zur seite. außerdem ist alfred pennyworth, bruce waynes butler, schwerst krank und kriegt besuch von seiner Nichte Barbara(Alicia Silverstone), welche trotz ihres braven mädchen aussehens heimlich motorradrennen fährt... außerdem verstehen sich batman und robin nicht mehr so gut...... seufz.
okay, für kids, die bock hatten auf mehr spielsachen und actionfiguren(das war unter anderen die intention diesen film überhaupt zu machen) ist dies natürlich ein fest. dumme sprüche, stunts, speschl iehfäkts, batnippel! für wahre batman-fans ist es ein absoluter graus. dumme sprüche, stunts, speschl iehfäkts, batnippel! ich mein, die story mag an sich gar nicht mal schlecht sein. arnold schwarzeneggers ultradämliche one-liner, allesamt auf das wetter und eis bezogen, sind auch irgendwie lustig. selbst uma thurman macht ihren job gut, denn poison ivy ist genau so wie im film dargestellt. george clooney ist n ziemlich guter bruce wayne(kein wunder ist ja im wahren leben auch n millionär und playboy) aber ein grottenschlechter batman. chris o'donnell(robin/dick grayson) kann im ganzen film nur die paar sätze: "mimimümümü, du verstehst mich nicht, ich will auch im vordergrundstehen, müjümümümümümü, ich dachte wir wären ein team, du denkst nur an  dich selbst mmümümümümümüherpaderpatootypops!" AL-TER! halt deine fresse. nächster punkt: Bane. was soll das? bane ist ein gottverdammt gefährlicher gegner! ich mein, das ist der typ der batman den rücken gebrochen hat! und hier ist er ein dummer schläger, der ständig die worte von anderen wiederholt. außerdem: batgirl ist eigentlich barbara gordon, also commissioner gordons tochter...und nicht alfreds nichte...achja und: batmans kredit-karte? hä? robin springt mit einen motorrad durch die wand und das loch hat die form seines symbols? hä?! und noch was: warum zur hölle war es mitte der neunziger im trend als ganster sich als clown zu verkleiden? ganz gotham ist voll von straßengangs in im dunkeln leuchtender clownsschminke. warum...warum gibt es diesen film überhaupt?
wenigstens hat sich George Clooney dafür entschuldigt.

1 von 10 pfandflaschen(0,08 cent wert)
hier.
und hier Mr. Freezes one-liner:


Ich habe noch jede Menge Zeichentrickfilme zu reviewen. Allesamt aus der Batman/Superman und Justice-League-Ecke. Die habe ich aber alle schon gesehen, ergo werd ich mir da nicht besonders schwer tun. Es sind noch 4 filme dran. Die ersten zwei Teile der Christopher-Nolan-trilogie, sowie zwei Zeichentrickfilme aus den Jahren 2011 und 2012. UND am sonntag gehts wohl ins kino zu "The Dark Knight Rises". Ich hatte im Endeffekt doch kein Bock, so einen übellangen Artikel zu machen.
Dies ist übrigens der 300. Eintrag auf diesen Blog!
Ich danke allen lesern, meiner mama und ihr wisst schon....

bis nächste woche an der selben stelle!