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Montag, 1. Mai 2023

Happenings des Monats: April'23

CULTHE FEST am 09.04.2023 in Sputnikhalle/Café Sputnik/Tryptichon in Münster

Wie lange habe ich darauf gewartet? Achja, vier Jahre glaube ich. Jedenfalls war das letzte Culthe Fest dass ich besucht habe im Jahre 2019. Dann kam CoVID-19 (höhö) und der jährliche Nachfolger wurde immer wieder verschoben, bis man es endlich notgedrungen abgesagt hat. Logischerweise hatte das neue, offizielle Line-Up für die 2023 Edition dann nichts mehr mit dem von 2020/2021/2022 zu tun. Anyways, mir war's egal - ich konnte sowieso nur die Hälfte der Bands sehen, weil ich am Culthe-Samstag noch arbeiten musste. Darum habe ich mir einfach eine 1-Tag-Karte geholt und war damit super glücklich. Ebenso glücklich war ich darüber, dass mich - bis auf 2 Leute - kein Arsch gekannt hat. Also saß ich zwischen den Bands rum, stopfte mir den Magen voll mit Cigköfte und habe meinen Comic oder mein Buch gelesen. Herrlich. Doch nun, zur Musik:

Die erste Band die ich an dem Tag, zumindest von weiten, gehört habe waren Haeresis. Ein durchaus zerstörerisch wirkender Act. Im Grunde genommen, typisches Black Metal Geschrei mit typischen Instrumentals. Definitiv gekonnt gespielt und auf den ersten Blick war ich auch der Meinung dass man vom Fach ist. Allerdings ist davon so gut wie gar nichts hängen geblieben bei mir. Später habe ich mir für eine kurze Weile den Akustik-Gitarren-Maestro Kesys im Triptychon, der kleinen Location über der Sputnikhalle angeguckt. Was soll ich sagen? Es ist angenehm zu hören und tatsächlich ganz cool, so als Hintergrundmusik. Allerdings blieb davon leider auch nicht viel hängen. Nachdem ich was gegessen und getrunken habe und irgendwo rumgehangen bin, ging ich ins Café um mir Morast anzugucken. Zu sehen war ein Doom Metal GG Allin am Gesang, der halt sehr langsam war und zum Glück nicht mit Kot um sich warf. Stattdessen schwenkte er das Miktrofon bisschen zu sehr aus und hätte mehrfach beinahe das Publikum damit getroffen. Nihilistisch wirkender, langsamer, angepisster Doom Metal. Allerdings meiner Meinung nach nicht in irgendeiner der verschiedensten Sparten einkategorisierbar. Also weder Kiffer-, noch apokalyptischer, noch Begräbnis-Doom. Irgendwas dazwischen. Sehr gut. Gefällt. Fvnerals musste ich kurzerhand wegen V im Namen und wegen des banalen Logos verurteilen. Man weiß seit Attila Hildmann, dass Leute mit V im Namen nicht vertrauenswürdig sind. Ich wurde selbstverständlich eines besseren belehrt. Minimalistischer, post-Metal-irgendwas, shoegazy,
whateverthefuck. Es war dem Bandnamen sehr gerecht. Ich fühlte mich wie auf einem surrealistischen Begräbnis. Monoton und aufregend zugleich. Sehr schön. Bank Myna, die daraufhin im Triptychon gespielt haben, hauten mich leider nicht wirklich um. Wolvennest hingegen, die ähnlich wie Fvnerals ein ziemlich banales Logo haben, schon. Sechs Leute auf der Bühne, rotes Bühnenlicht, Kerzenschein und Teremin. Genau, Sängerin Shazzula spielt gleichzeitig Teremin und sorgt, neben den monotonen Gitarren und Schlagzeug damit als auch mit ihren Gesang für eine psychedelische Stimmung. Psychedelischer Black Metal ist eine interessante Sache. Anstelle von einem weirden LSD-Trip haben wir einen der Angst einflößen soll. Verdammt, ich steh drauf. Später finde ich heraus, dass ein Mitglied bei der misanthropischen Metalcore-Band Arkangel gespielt hat. Austin Powers hatte Recht, Belgier sind scheinbar durchaus böse Menschen. Dieses Festival stellt sich noch mal als abwechslungsreich heraus: Nach Wolvennest gehe ich in die andere Richtung, zum Café Sputnik und gucke mir Sun Worship an. Diese sind das genaue Gegenteil. Zwei Typen die sich den Gesang teilen und Gitarre/Schlagzeug spielen. Absoluter, infernalischer Krach mit einer Ficktonne an geilen Riffs und Gesang den ich leider nicht verstehen kann. Es ist einfach absolut großartig. SchleimKeim wären stolz. Später geht's wieder in die Sputnikhalle um endlich den Hauptact des Tages, "The Ruins of Beverast" anzusehen. Zum Glück habe ich sie in den letzten paar Jahren schon zwei Mal erblicken dürfen. Einmal im Programm mit King Dude, einmal mit Urfaust. Denn ich habe nicht mehr so viel Zeit und muss von der Location zum Bahnhof laufen. Aber 20 Minuten reichen mir um mich in der, ebenso psychedelischen, einlullenden, alptraumhaften Ambiente wohl zu fühlen. So muss Metal. 

Was für ein geiler Tag. Ich habe beinahe niemanden gekannt und wurde so gut wie in Ruhe gelassen. Ich konnte mir in aller Ruhe Bands angucken, Essen reinziehen oder irgendwo lesen. Mindestens genauso gut wie vor vier Jahren. Gerne wieder.

Stricher guckt sich "Shazam: Fury of the Gods" an in Cinemaxx Essen am 14.04.2023

Endlich war es soweit. Ich war fast der Meinung, dass ich den Film gar nicht mehr im Kino erwischen werde. Zu viel Arbeit in letzter Zeit. Es ist aber definitiv die letzte oder eine der letzten Wochen für den Film gewesen. Er wurde nämlich nur noch im frühen Nachmittagsprogramm gezeigt und zwar nur ein mal am Tag. Der Kinosaal war fast leer, so wie ich das mag.

Der Sequel zu "Shazam!" erzählt die Geschichte von Billy Batson (Asher Angel) und seiner Adoptivfamilie weiter. Er verwandelt sich immer noch in einen Superhelden (Zachary Levi) während seine Geschwister ebenfalls Superkräfte haben und eine Art Shazamily (lel) bilden. Zusammen helfen sie den Bürgern von Philadelphia bei Katastrophen und anderen schwerwiegenden Vorfällen. Sie retten zwar Menschenleben, zerstören dabei aber viel und werden insgesamt eher als Störung empfunden, trotz ihrer guten Absichten. Auch in der Familie selbst sieht es nicht gerade rosig aus. Billy versucht alle zusammenzuhalten, während die anderen ihre eigenen Interessen entwickelt haben und sich immer weniger um eine "Superheldenkarriere" kümmern. Kein Wunder, es sind Teens die immer erwachsener werden. So kommt es zu Alleingängen, wie beispielsweise bei Freddy (Jack Dylan Grazer), der einen
gepanzerten Truck aus Versehen sprengt. Woanders lauert eine Gefahr: die zwei Schwestern Hespera (Helen Mirren) und Kalypso (Lucy Liu) sind Nachkommen des Titanen Atlas. Seine Kräfte als auch die von anderen Göttern wurden einst von Zauberern geraubt und die Götter in eine versiegelte Stadt verbannt. Der Stab, der in der Lage ist die Kräfte zu bündeln bzw. zu entziehen wurde von Billy im letzten Teil in zwei zerbrochen. Hespera und Kalypso finden ihn in einem Museum in Athen wieder und stehlen ihn. Nun möchten sie die ganzen göttlichen Kräfte wieder haben aus Rache dafür, dass Menschen mithilfe von Zauberern die Götter entmachtet haben. Achja und eine "Versiegelung" droht der Menschheit auch. 

Yes, ich habe es geschafft den Film nicht zu sehr zu spoilern. Jedenfalls, eins vorweg: Ich hatte meinen Spaß. Der Sequel ist leider nicht so lustig wie der erste, schafft es aber ähnlich kontinuierlich düsterer zu werden. Deswegen habe ich mich gefragt wieso plötzlich eine Horde Kleinkinder im Kinosaal saß. Es sind Logiklöcher anwesend, im Verhalten diverser Personen - der Film greift das aber auf und zeigt "Oh, okay das war dumm." Er nimmt sich selbst nicht wirklich ernst. Allerdings ist die Darstellung von Zachary Levi als Teenager im Erwachsenenkörper zeitweise so unfassbar nervig, aber leider treffend. "Shazam 2" ist ein Generation Z Film. Mit typischen Zoomer-Humor, Smartphones usw. usf. Zumindest sehe ich das so. Es gab Momente in welchen ich für die Bösewichte gerooted habe. Andere Momente waren tatsächlich so magisch und cool dass ich mich gut aufgenommen gefühlt habe. Ich war als Kind ein Fan von griechischer Mythologie und die ist hier sehr oft vertreten. Lieblingscharacter ist übrigens der Zauberer gespielt von Djimon Hounsou. Insgesamt: Ja, es ist ein witziger, unterhaltsamer Film. Wird aber von all denjenigen die vom Superheldenhype müde sind, absolut vergessen werden.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:



Stricher guckt sich endlich "Black Panther: Wakanda Forever" an am 19.04.2023

Nicht nur der Schauspieler Chadwick Boseman ist gestorben, sondern auch sein Character Black Panther. Man hat scheinbar beschlossen, anstelle ihn neu zu casten, einfach die Figur zu "ersetzen" um sein Andenken zu wahren. Jedenfalls ist T'Challa in Folge einer unbekannten Krankheit verstorben. Die ganze Nation von Wakanda trauert. Seine Schwester Shuri (Letitia Wright) hat in den letzten Momenten seines Lebens noch versucht, mit einem künstlichen Herzen seinen Tod zu verhindern. Zwei Jahre später kommt es zu Spannungen innerhalb der UN. Verschiedene Länder, unter anderem Frankreich und die USA werfen Wakanda vor, ihre Versprechen nicht einzuhalten. Einst hat T'Challa nämlich gesagt, dass Wakanda aufhören wird, sich abzuschotten und die moderne Technologie mit dem Rest der Welt teilen wird. Das ist immer noch nicht geschehen, sodass Frankreich ein Einsatzkommando geschickt hat um Wakandaische Wissenschaftler in einem Labor anzugreifen - nicht erfolgreich. Die USA hingegen sind selbst erfolgreich dabei neues Vibranium (das ist das stärkste Metall der Welt btw) zu finden. Dabei geholfen hat ihnen ein neu hergestelltes Suchgerät, dass von einer US-Wissenschaftlerin
erfunden wurde. Eine solche Untersuchungsbasis wird von unbekannten blauhäutigen Meeresbewohnern angegriffen. Die Militärs unterliegen dabei einer Art Schallhypnose und springen von Bord. Kurze Zeit später taucht in Wakanda ein Amphibienmensch auf, mit Flügeln an den Beine, ausgestattet mit Vibranium-Rüstung. Er stellt sich als Namor (Tenoch Huerta) vor. Er ist der König eines unter Wasser lebenden Volkes, dass die Entdeckung durch die Oberwelt fürchtet und nun Maßnahmen einleiten möchte. Sie möchten die Wissenschaftlerin töten, die für das Gerät verantwortlich ist und wollen nun, dass die Wakandaner sie entführen und ihnen überstellen. 

So manch einer Ideologiekritiker würde diesen Film als identitätspolitisch betrachten. Wiederum haben Woke Aktivisten schon den vorherigen Teil als "alt-right Film" betitelt. Da Identitätspolitik sowohl links als auch rechts sein kann, kann man entweder den beiden zustimmen oder widersprechen. Wakanda wird hier, entgegen aller Kritik nicht als unfehlbare Nation dargestellt. Man stellt sich schwierigen Entscheidungen und versucht bis zur leider unumgänglichen militärischen Auseinandersetzung es mit Diplomatie und Gesprächen. Natürlich ist ein Film größtenteils auch der Spiegel von gesellschaftlichen Diskursen, allerdings muss man das Ganze auch aus Konsumentenperspektive betrachten. "Wakanda Forever" ist im Grunde genommen ein Vehikel um das MCU-Franchise weiter zu bewegen und für den Zuschauer spannend zuhalten - während dieselbe Zuschauer langsam von all den Superheldenfilmen langsam müde werden. Darum muss man die Filme irgendwie relevant halten. Darum kommt Kolonialismus drin vor, man versucht Stimmen von Minderheiten einen Raum zu geben. Es ist trotzdem nur ein Action-Film und wer darin entweder großes "Black Cinema" sieht oder "bösen Woken Aktivismus" der ist absolut auf dem Holzweg. Fazit: Ich finde, es ist eine großartige Geschichte, die mehr oder wenigen von wahren Ereignissen inspiriert ist und trotzdem eine (gut erzählte) Fiktion bleibt.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Donnerstag, 26. Mai 2022

Film der Woche#534: Doctor Strange in the Multiverse of Madness (2022)

Ursprünglich sollte der Film in "Happenings des Monats" besprochen werden. Da die Ausgabe für April/Mai aber schon so groß ist und außerdem Pinky und ich uns für den neuesten Marvel-Film, im Rahmen unserer neuesten Podcast-Folge entschieden haben ist er hier dran. Danke an Genossin Vroni fürs ins Kino begleiten. Anyways:


ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER usw.













Fortsetzung von "Doctor Strange" von 2016 und gleichzeitig Fortsetzung des letzten MCU-Films und auch der DisneyPlus-Serie "WandaVision". Die ich übrigens nicht gesehen habe. OK. Let's Go.

Wir befinden uns in einem anderen Universum. America Chavez (Xochitl Gomez) und eine Variante von Dr. Strange (Benedict Cumberbatch, mit Pferdeschwanz!) sind grade dabei vor einem Dämon zu fliehen. Irgendwo in einer uns unbekannten Dimension. Sie suchen das Buch von Vishanti, damit sie ihn auch aufhalten können. Strange kommt auf die sehr gewagte Idee, die Kräfte von America zu opfern um den Dämon aufzuhalten. Das würde allerdings ihren Tod bedeuten. Die Teenagerin ist in der Lage Portale in andere Universen zu öffnen, hat die Kräfte allerdings nicht unter ihrer Kontrolle. Das Vorhaben Stranges scheitert und er wird vom Dämon selbst umgebracht. America schafft es, mit dem Leichnam, in "unser"



Universum zu fliehen. Währenddessen wacht der "echte" Doctor Strange aus einem Alptraum auf - den ich grade beschrieben habe. Im Laufe des Tages geht es für ihn zur Hochzeit seiner Ex-Freundin und Christine Palmer (Rachel McAdams). Doch es dauert nicht lange, bis eine mysteriöse Gefahr New York bedroht. Nachdem er seine Kräfte angewandt hat, wird das unsichtbare Monster sichtbar gemacht. Es ist ein riesiges wandelndes Auge auf Tentakeln, das aus irgendeinem Grund America jagt. Nachdem Strange zusammen mit Wong (Benedict Wong, nun oberster Zauberer) und America das Monster besiegt setzen sie sich zusammen in ein Restaurant und klären die Lage. Ms. Chavez erklärt den beiden Herren dass sie von einer anderen Erde kommt und seit kurzer Zeit von gewissen Dämonen gejagt wird. Strange erkennt schnell, dass es sich um Hexerei handelt und beschließt die mächtige Hexe Wanda Maximoff (Elisabeth Olsen) zu kontaktieren und um Hilfe zu bitten. Als er bei ihr ankommt, stellt es sich heraus dass sie erheblich unterm Einfluss des Schwarze-Magie-Buches "Darkhold" steht und nun als "Scarlet Witch" agiert. Sie hat die Dämonen losgeschickt um America zu finden, damit sie mit ihren Kräften in andere Universen reisen kann. Grund: Wanda möchte ihre Kinder wiedersehen, die sie in "WandaVision" selbst erschaffen hat. Ihre Magie ist nämlich unter anderem eine realitätsverändernde. Es kommt wie es kommen muss. America wird von Wong, Strange und den anderen Zauberern im Magier-Hauptsitz Kamar-Taj versteckt - Wanda taucht auf um sie zu entführen. Es kommt zu einem schweren Kampf. Chavez und Strange müssen fliehen und landen in einem anderen Universum. Dort versuchen sie die örtlichen Protagonisten zu überzeugen, Hilfe im Kampf gegen Wanda zu leisten.

Sam Raimi hat Regie geführt und das sieht man, in jeder Sekunde. Man fühlt sich sowohl an die alten Tobey-Maguire-Spider-Man-Filme erinnert - wegen der Action. Als auch an "Evil Dead", wegen der Art wie sich die Untoten bzw. Dämone bewegen. Und wegen der wenigen Jumpscares. Wirklich großartig anzusehen. Die Story ist, wie so oft, relativ leicht erzählt. Interessant, aber auch nicht neu, ist der Aspekt dass eine Antagonistin etwas "böses" tut um sich einen Traum zu verwirklichen. Also, eigentlich gar nicht mal so böse Absichten hat. Nur ist sie bereit, um persönliche Ziele zu erreichen, über Leichen zu gehen. Wenn das mal nicht narzisstisch ist. Die Cameos bzw. Anspielungen, über die alle geredet haben sind natürlich auch zu sehen. John Krasinski (The Office) spielt Reed Richards aka Mr. Fantastic von den Fantastic Four. Patrick Stewart spielt Charles Xavier von den X-Men. Lashana Lynch spielt eine Version von Captain Marvel. Anson Mount kehrt zurück als Black Bolt - bekannt aus der ABC-Marvel-Serie "Inhumans". Und natürlich ist auch Haley Atwell als Agent Carter, mit Captain Americas Superkräften. Allerdings sind das alles sehr kurze Cameos, die insgesamt keine Stunde im Film zu sehen sind. Man wollte wohl beim Publikum antesten wie die Charaktere ankommen. Allen voran Xavier und Richards, die bis dato nicht im MCU zu sehen waren, sondern in Filmen von 20th Century Fox. Man hat sich auch noch mehr an die Comics gehalten. Xavier schwebender Rollstuhl sieht 1:1 so aus wie in den Comics bzw. in der 1992er Zeichentrickserie. Soweit ich mich erinnern kann, spielte auch ganz kurz die Titelmusik dazu. Insgesamt lässt es sich sagen: Der Trailer versprach vieles und ließ einen denken dass es ungefähr 10000 verschiedene Doctor Stranges im Film zu sehen sind. Das ist natürlich nicht der Fall. Es wäre auch absoluter Overkill und überflüssig. Stattdessen kann man die verschiedenen Varianten vom Doctor an einer Hand abzählen. Es sind vier. Oder fünf, je nachdem wie man zählt. Fazit: Mal wieder grandioses Popcorn-Kino, allerdings ist das im Großen und Ganzen ein einziger großer Teaser. Zumindest fühlt es sich so an.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



Dienstag, 21. Dezember 2021

Happenings des Monats: Dezember'21

Stricher guckt endlich sich "Venom: Let There Be Carnage" an am 04.12.2021

Oh, meine Fresse habe ich mich darüber gefreut, dass er endlich endlich draußen ist. Nach drei Jahren warten und dieser Post-Credits-Scene im ersten Teil hat man mir tatsächlich Hunger gemacht. Und ja, auch wenn ich die MCU-Filme schon mag, ist das hier eine sehr willkommene Alternative. Bin gespannt in welche Richtung das "Sony Spider-Man Universe" einschlägt bzw. inwiefern Sony und Disney kooperieren werden. Was auch immer, kommen wir zum Film.


Der Film beginnt mit einer Vorgeschichte: Der Serienkiller Cletus Kassidy (Woody Harrelson), der nun in San Quentin einsitzt, erinnert sich an eine verloren geglaubte Liebe. Vor längerer Zeit wurde sein Schwarm, die Frau in die er ewig verliebt war, Frances Barrison (Naomi Harris) aus dem Kinderheim entfernt in dem beide untergebracht waren. Sie sollte ins Ravencroft-Institut gebracht werden, wo Mutantenkinder sicher leben. Sie selbst verfügte über einen Sonarschrei. Beim Abtransport verletzt sie damit einen Polizisten, der ihr ins Auge schießt. Cletus dachte seitdem dass sie tot ist - während sie jedoch im Ravencroft verweilt hat. Die beiden vermissen einander ziemlich offensichtlich. Währenddessen: Der Alien-Symbiont Venom und Journalist Eddie Brock (Tom Hardy) leben immer noch zusammen. In einem Körper und einer Wohnung. Zwischen ihnen besteht eine Art Freundschaft auf Drahtseilen. Venom hat ständig Hunger auf Gehirn von bösen Kriminellen, kriegt aber nur Hühner zu fressen. Und Schokolade. Kassidy hat vor gut einem Jahr sich von Brock interviewen lassen und hat seitdem eine Art Obsession mit ihm entwickelt. Er möchte nur noch mit ihm sprechen. In einem weiteren Interview gibt er Brock Hinweise auf Orte an welchen er weitere Leichen versteckt hat, die die Polizei bis jetzt nicht gefunden hat. Durch das superschnelle Gehirn von Venom ist der Journalist in der Lage alles aufzuzeichnen und damit eine Hammer-Story zu landen. Doch es geht noch weiter: Kassidy möchte noch ein Interview. Während diesem beleidigt er Brock dermaßen, sodass Venom sich provoziert fühlt und in seine Todeszelle eingreift. Kassidy beißt Brock in die Hand, was offensichtlich dazu führt dass er sein Blut schmeckt. Venoms DNA breitet sich daraufhin in Kassidys Körper aus. Bei der Hinrichtung mutiert die Mischung und es entsteht ein weiterer Symbiont. Ein Quasi-Nachkomme von Venom: Carnage. Rot, brutal und gewalttätig und mit der Fähigkeit seinen Körper in kalte Waffen zu verwandeln wie Messer und Äxte. Kassidy bricht nun also aus dem Knast aus und möchte seine Geliebte (über die er rausgefunden hat, dass sie noch lebt) aus dem Ravencroft-Gefängnis befreien. Carnage hingegen möchte unbedingt Venom auslöschen. Blöd nur dass Brock und Venom sich "getrennt" haben weil sie auf keinen gemeinsamen Nenner kamen. 

Ich verstehe nicht, wieso man bemängelt dass hier auf PG-13 gesetzt wurde anstelle auf R-Rated. Nun, klar Venom/Carnage-Geschichten waren schon immer recht blutig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Carnage ein absoluter Psychopath ist. Ich glaube aber, dass der Film besonders dann R-Rated wäre wenn er voll mit Beleidigungen, Nacktheiten und Ficki-Ficki-Witzchen vollgestopft wäre. Das ist er halt nicht. Was übrigt bleibt ist die Masse an Gewalt, Köpfe-Abbeißen usw. Die allerdings nicht besonders detailliert dargestellt wird. Somit entsteht auf gewisse Weise ein cartoon-iger Effekt, der durch die humoristischen Einlagen noch mal unterstrichen wird und die Gewalt etwas "harmloser" wirken lässt. Die Story ist cool, wenn auch ziemlich schnell erzählt. Der Film ist ja auch schnell. Knapp 1,5 Stunden, wenn man mit einbezieht dass der Abspann fast 10 Minuten läuft. Und es gibt ein Stan Lee Cameo. Im Kiosk. Wenn man aufpasst, dann sieht man ihn. Ich fands sehr gut, dass er keine Überlänge hatte. Einfach nur ein guter, sehr action-lastiger Superhelden-Film. 

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Stricher guckt sich endlich "Eternals" an, am 07.12.2021

So, nun habe ich ihn gesehen und weiß, what the fuss is all about.

Circa 5000 Jahre vor der Geburt Christi wurden menschenähnliche Gestalten vom Planeten Olympia auf die Erde geschickt um diese und ihre Einwohner vor riesigen Kreaturen, den sogenannten Deviants zu beschützen. Geschickt wurden sie von Arishem, einen sogenannten Celestial. Dabei handelt es sich um eine Art riesigen Demigott/Astralwesen, das seit Ewigkeiten für das Fortbestehen seiner Art sorgt. Der Name dieser Helden war "Eternals". Sie bekämpften die Deviants seit ihrer Ankunft, mischten sich allerdings nicht in sonstige menschengemachte Konflikte wie Kriege oder Schlachten ein. Allerdings haben sie sich mit der Menschheit angefreundet und ihr bei ihrer Entwicklung geholfen. Die Deviants scheinen seit Jahren besiegt zu sein. Nach dem scheinbar endgültigen Sieg über ihren Gegner, haben sie sich allerdings zerstritten und leben nun verstreut auf der Erde. Sie warten nur darauf, dass Arishem sie zurück auf ihren Planeten bringt. In unserer Gegenwart kommt es in London überraschend zu einem Deviant-Angriff. Nach einer erfolgreichen Abwehr durch den Eternal Ikaris (Richard Madden) beschließen Sprite (Lia McHugh) und Sersi (Gemma Chan) die übrigen Teammitglieder zu vereinen, weil von den Deviants offensichtlich wieder eine Gefahr für die Erde ausgeht.

Am ersten Punkt möchte ich festhalten, dass der Film nicht so super scheiße ist, wie iMDB und Konsorten sagen. Er ist tatsächlich ganz brauchbar, allerdings gleichzeitig sehr vorhersehbar und pseudo episch. Mir gefällt diese Idee, eine Geschichte zu erzählen die an mehreren Punkten in den letzten 5000 Jahren spielt. Die Effekte sind zweifelsohne auch cool. Einzelne Charaktere sind es auch. Allerdings kann ich mit den Rest der Bande nicht besonders viel anfangen. Sie wirken relativ austauschbar. Und trotz guter Elemente und einer ganz coolen Story, ist der Film auch irgendwie etwas, was mich nicht unbedingt vom Hocker reißt. Er versucht episch zu sein, würzt dann aber alles mit den typischen Marvel-Witzen und das ganze wirkt dann deplatziert. Nicht der beste Marvel-Film.

5,5/10 Pfandflaschen
Trailer:



Stricher guckt sich "Spider-Man: No Way Home" an, am 15.12.2021 in Filmwelt Herne

Okay, ihr Süßen. Ich habe mich entschieden nicht zu spoilern. Hätte ich gespoilert müsste ich einen gewissen Anteil des Reviews schwärzen/unsichtbar machen, sodass man ihn nur sehen kann wenn man ihn markiert. Darauf habe ich kein Bock. Jeder soll das lesen können. Trotzdem:

EVENTUELLE SPOILERWARNUNG WEGEN INHALTSBESCHREIBUNG

AB JETZT:







LETZTE CHANCE









WIRKLICH JETZT






OK.









"Spider-Man: No Way Home" fängt genau in dem Augenblick an in welchem der der Vorgänger Film "Spider-Man: Far From Home" geendet hat. J. Jonah Jameson (J. K. Simmons), Redakteur von "Daily Bugle" offenbart in einer Sondersendung die wahre Identität von Spider-Man. Er zeigt Aufnahmen die Mysterio (Jake Gyllenhaal) gemacht hat um Peter als seinen eigenen Mörder darzustellen. Jameson stilisiert Spider-Man als Mörder und Mysterio als wahren Märtyrer. Kurz darauf werden Peter Parker (Tom Holland) wegen Vigilantentum, seine Freundin MJ (Zendaya), sein Kumpel Ned (Jacob Batalon) und seine Tante May (Marisa Tomei) wegen Komplizenschaft verhaftet. Dank eines sehr fähigen Anwalts schaffen sie es die Vorwürfe (vorerst) von sich zu schaffen. Peters Leben ist nun nicht mehr dasselbe. Die ganze Welt weiß nun, dass er Spider-Man ist. Der Schulalltag ist nicht mehr derselbe. Und weil seine Mitmenschen nun mehr in Gefahr sind denn je, weil jeder weiß wer er ist, zieht er zusammen mit May in das Apartment von "Happy" Hogan (Jon Favreau). Doch das reicht nicht. Pete kommt auf eine grandiose Idee: Den Magier Dr. Stephen Strange (Benedict Cucumbercock) zu fragen ob er mithilfe eines Zauberspruchs die Zeit zurückdrehen kann, sodass das Debakel aufgehalten werden kann. Wong (Benedict Wong), der "Gehilfe" (der nun kein Gehilfe mehr ist) von Strange ist strikt dagegen. Und so beschließt man die Menschheit kollektiv vergessen zu lassen, dass Peter Spider-Man ist. Während Strange also den Spruch aufsagen will, unterbricht ihn Peter mehrfach und möchte dass bestimmte Menschen das Wissen beibehalten. Dadurch wird der Spruch/das Ritual korrumpiert und "defekt". Das öffnet die Tore ins Multiversum und nach und nach tauchen diverse Bösewichte aus den vergangenen Spider-Man-Franchises in diesem New York auf. Die da wären: Norman "Green Goblin" Osborn (Willem Dafoe), Max "Electro" Dillon (Jamie Foxx), Curt "Lizard" Connors (Rhys Ifans), Flint "Sandman" Marko (Thomas Hayden Church) und natürlich Otto "Dr. Octopus" Octavius (Alfred Molina). Peter kriegt nun die Höllen-Aufgabe sie alle zu fassen, sodass Strange sie in ihre Universen zurückschicken kann.


Es gibt hier so Sachen, die so typisch Spider-Man sind. Diese Moral die Peter Parker an den Tag bringt. "Niemand wird sterben, ich werde dafür sorgen" war schon öfter (vor allem in den Comics) das Motto. Der Wille anderen zu helfen, auch denjenigen die vllt. nicht die besten Absichten haben. Bis man dann auf die Schnauze fliegt damit. Ich hatte ein absolutes Comic-Deja-Vu. Es gibt zahlreiche Anspielungen. Auch ganz klitzekleine, wie auf eine Ausgabe der "What If?"-Comics, wo Spider-Man ein Magier ist. Comic-Kenner werden wissen was ich meine. Aber auch die Meme-süchtigen werden bedient. "I am something of a scientist myself" kriegt ein Comeback. Ich glaube ich bin der einzige der im Kino gelacht hat. Schade eigentlich. Was mich wirklich sehr gefreut hat ist, dass wir DEN Spider-Man kriegen den wir aus den Comics kennen. Der alles auf eigene Faust schaffen muss. So wie es früher war. Es gibt hier enorm viel Fan-Service. Natürlich. Und ja. Ja, es ist so. So wie es alle vermuten. Es ist wirklich so. Ihr wisst was ich meine.

9,75/10 Pfandflaschen
Trailer:


Montag, 30. April 2018

Happenings des Monats: April'18

Stricher guckt sich "Avengers: Infinity War" an am 29.04.2018 in Filmwelt Herne

Awkay, ich war schon beim letzten Marvel-Film ziemlich überwältigt, dachte ich mir dass das nicht getoppt werden kann. Schließlich gefällt mir der erste "Avengers"-Film von den ganzen MCU-Schinken immer noch am Wenigsten. "Age Of Ultron" fand ich wesentlich besser. Ich war insgesamt erstmal skeptisch, doch dann wurde ich eines besseren belehrt.


ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER

Der insgesamt dritte Avengers-Film spielt nach den Ereignissen in "Thor: Ragnarök" und "Black Panther". Im Mittelpunkt stehen die sechs Infinity-Steine, die während des Urknalls entstanden sind. Die da wären: Stein der Macht (lila), der blaue Raumstein, der rote Stein der Realität, der Gedankenstein (gelb), der grüne Stein der Zeit und der bis jetzt unentdeckte orangene Seelenstein.
Sie fanden alle ihre Verwendung in verschiedenen MCU-Filmen. Der grüne Stein ist bspw. das Auge von Agamotto von Doctor Strange. Der gelbe Stein befindet sich in der Stirn vom Androiden Vision aus "Age of Ultron". Thanos (Josh Brolin) vollbringt grade sein Lebenswerk. Der riesige Titan, ehemaliger Einwohner des gleichnamigen Planeten möchte fairnesshalber um das ganze Universum im Gleichgewicht zu halten die halbe Bevölkerung auslöschen. Deswegen sammelt er die Infinity-Steine um dann mit seinem mächtigen Infinity-Handschuh in Handumdrehen sein Vorhaben durchzusetzen. Er wird dann zum mächtigsten Wesen des Universums, dass unser Schicksal in seinem Handschuh hält. Diesmal bedarf es aber mehr als nur die Avengers um ihn aufzuhalten. Es müssen verschiedene Teams zusammenfinden und diesmal sind es doch so einige: Thor, die Guardians of the Galaxy, Black Panther und sein Gefolge, Iron Man, Hulk, Spider-Man, Captain Americas Untergrundheldenteam.

"Infinity War" ist mit Abstand der vernichtendste Film des MCU. Er enthält natürlich die typischen MCU-Elemente: Action, Explosionen, riesige Kämpfe und eine prise nerdiger Humor. Allerdings hat man hier nicht das Gefühl einen dieser typischen Filme vor sich zu haben. So einen, in welchem alles drunter und drüber geht und am Ende irgendwie alles gut wird. Nein, es passiert so unglaublich viel schlimmes, die "Guten" haben eigentlich keine Chance zu gewinnen. Und ja, es ist leider ein Zweiteiler, das heißt bis 2019 oder 2020(?) muss man sich noch gedulden um die Auflösung dieses Todesmarathons zu erhalten. Das wird noch richtig gut. Überraschenderweise besser als der Kram der in den Comics passiert. Muss ich so stehen lassen. Gut, der Überschuss an Superhelden ist schon leicht überfordernd, aber das ist er in Comics auch. Zum Glück werden erstmal alle auf Teams aufgeteilt.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:





Dienstag, 27. Februar 2018

Happenings des Monats: Februar'18

Awkay, wir haben Ende Februar 2018. Das heißt, es wird Zeit für....

Frost Punx Picnic XIV - vom 09.02. bis 10.02.2018 im AZ Mülheim

Same procedure as every year? Same procedure as every year! Sprich erstmal darüber rumjammern, dass man eigentlich nicht noch mal hinwollte nur um im Endeffekt doch noch hinzugehen. Diesmal war ich aber nicht alleine, sondern in Begleitung: Schöne Grüße nach Augsburg, Tanjer und schön dass du da warst :3

1. Tag.

Erstmal typisch den Platz ganz oben einnehmen und Leute von oben beobachten. Andere Leute treffen, nice Gespräche führen und sich dann für eine Band entscheiden: Visions of War. Die habe ich Brink of Despair (?), die ich lustigerweise ebenfalls vor 8 oder 9 Jahren das letzte mal gesehen hab. Logischerweise müssten dem Zeitplan zufolge VoW danach dran sein, aber äh irgendwie kam dann ne Band namens Argh Fuck Kill. Und dann erst die von mir heiß erwarteten äh Belgier. Interessanterweise war ich diesmal gar nicht mal so angepisst, dass mal wieder alles anders organisiert ablief, weil ich nette und coole Leute um mich hatte und mich gar nicht so alleine gefühlt hab. Was danach kam, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr.
das letze mal vor fast 8 Jahren gesehen, beim Paranoya Festival in Dresden. Ich habe beinahe komplett vergessen wie die Band aussieht - wusste aber, dass sie damals zumindest zwei Sänger hatten. Naja, jedenfalls hat sich wie immer irgendwas im Zeitplan getan sodass vor uns definitiv nicht Visions of War auf der Bühne standen sondern....

2. Tag.

Am nächsten Tag kamen wir pünktlich um 18:30 an um die großartigen, gewaltbereiten GEWALTBEREIT zu sehen, die so dermaßen gedeutschpunkt haben, dass man meinen könnte sie würden aus den Hochzeiten von Inferno und VKJ stammen. Hat gut geballert, hab aber vergessen mir Merch einzusacken. Achja und vor dem Laden konnten wir den sichtlich verpeilten, verschlafenen und verkaterten Sänger von VoW erleben, dessen Zigarette ständig ausgegangen ist. Nocturnal Scum waren großartig, klangen halt teilweise wie eine Bolt-Thrower-Coverband, aber das taten glaube ich so einige an diesen zwei Tagen. Zumindest für manche. Ich weiß noch, dass ich mir rein zufällig Weak Ties angeguckt habe und festgestellt habe, dass ich letztes Jahr irgendwann mit Henry Fonda in derselben Location gesehen habe. Lol. Also gings weiter. Und zwar mit Lux, die auf mich wie eine etwas eingeschlafene Riot Grrrl Band gewirkt haben. Waren aber definitiv nicht schlecht. Anschließend dann Appendix, die wohl die merkwürdigste Band des Abends dargestellt haben. Eine Art Punk-Urgestein aus Finnland, die halt auch auf finnisch gesungen haben und dessen Sänger kurz vor der Zugabe einfach abgehauen ist und nicht mehr zu finden war.

Ich weiß noch, dass die Aftershow ziemlich toll war und "Dancing Queen" von ABBA lief, wozu die ganzen ziemlich besoffenen Crustpunx sich dazu "bewegt" haben. Beziehungsweise sich gegenseitig auf der Tanzfläche weggestoßen haben.

Aber der richtige Kracher war die Situation der Bahn. Wir kriegten ein merkwürdiges Gespräch zwischen zwei Paaren mit. Es ging scheinbar um Striptease, denn ein Typ meinte: "ACHJA UND WENN WIR UNS SOWAS ANGUCKEN DANN IST DAS SCHEISSE ABER WENN SO EIN EUNUCHE EUCH SEINEN PIMMELMANN ZEIGT DANN FINDET IHR DAS GEIL ODER WAS?" Anschließend stiegen sie mit uns aus und man merkte dass seine Begleitung ziemlich genervt von ihm war, sodass sie sein "Komm wir gehen jetzt. Geb mir deine Flosse, Genosse!" mit einem "Boah manchmal will ich dir so eine auf die Fresse hauen" entgegnet hat.

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Stricher guckt sich Black Panther an in der Filmwelt Herne am 23.02.2018

Awkay, wie es heutzutage IMMER ist ranken sich um einen Film so viele Mythen und Legende bzw. es wird so viel reinterpretiert, dass einen schlecht wird.

"Black Panther" ist für den Moment der neueste Film des "Marvel Cinematic Universe". Der Titelheld ist Black Panther aka T'Challa (Chadwick Boseman). Er ist nicht nur ein, in hochmodernen Anzug verpackter, Superheld sondern gleichzeitig der Thronanwärter seines Landes: Wakanda. Dieses ist äußerlich (sprich für die ganze Welt) nur scheinbar eines der ärmsten Dritte-Welt-Länder überhaupt. In Wirklichkeit wurden die Einwohner Wakandas vor Generation durch den Fall eines
Vibraniumhaltigen Meteoriten gesegnet. Vibranium ist das stabilste und preiswerteste Metall im ganzen Universum. Seitdem baut Wakandas Gesellschaft darauf und ist insgeheim wohl die fortschrittlichste in der ganzen Welt. So mit fliegenden Autos und Kampf-Nashörnern und so. Jedenfalls taucht ein seit 30 Jahren von den Wakandanern (ist das richtig so?) verachteter Bösewicht auf der Oberfläche: Ulysses Klaue (Andy Serkis, diesmal ohne CGI) - der Vibranium-Dieb stiehlt ein Vibranium-Artefakt aus einem britischen Museum und zieht somit die Aufmerksamkeit von T'Challa auf sich. Doch in Wirklichkeit gehts hier gar nicht so richtig um ihn, aber ich will nicht spoilern.

Fakt ist (ohne zu spoilern): "Black Panther" zeigt den typischen Konflikt, der auch in den ersten X-Men-Filmen zu beobachten war. Nämlich das Aufeindertreffen von pazifistischen realpolitischen Ansichten und militanten, revolutionären Ansichten. Es geht um "Wir erzählen den Rest der Welt nichts über uns und halten uns aus allem raus, obwohl wir theoretisch viel Hilfe leisten könnten" vs. "Wir ziehen in die Welt hinaus, bewaffnen unsere Schwarzen Brüder und Schwestern mit Vibranium-Waffen und befreien die ganze Welt, weil wenn WIR sie regieren wird alles besser." Quasi MLK vs. Malcolm X. Es geht nicht darum, dass Wakanda das geilste Land der Welt ist (auch wenn die deutschsprachigen "WAKANDA ÜBER ALLES!"-Rufe mega cringy waren). Es geht irgendwie darum, ein wenig zu hinterfragen ob man nicht vielleicht selbst der böhse ist. Oder ob das Gegenüber nicht vielleicht irgendwo recht hat, auch wenn seine Methoden höchst fragwürdig sind. Und irgendwie musste ich mich auch an König der Löwen erinnern (hust). Und nein, hier geht es nicht darum zu zeigen, dass die Schwarzen so viel geiler sind als die Weißen. Und es ist auch nicht der erste schwarze Superheldenfilm, ihr Arschgeigen: (hust) Blade, Hancock, Spawn (hust)

Fazit: Guter Film, aber etwas zu lang.

7,5/10 Pfandflaschen
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Sonntag, 28. August 2016

Film der Woche#258: Marvel Cinematic Universe, Phase 2, Teil 2; Phase 3, Teil 1

Hooray, wir sind schon wieder beim MCU gelandet. Die ersten drei Filme gehören noch zur zweiten Phase, der vierte (oder der dreizehnte wenn mans genau nimmt) allerdings schon zur dritten. Da wir GotG hier schon mal im Programm, review ich den Stuff nicht noch einmal. Ihr wisst wie das läuft :P
ACHTUNG SPOILERS!

10. Guardians of the Galaxy (2014)

That's it. You know the game. Click heeeeeeeeeeeeeeeereeeeeeee.

11. Avengers: Age of Ultron (2015)

Im (garantiert nicht existenten) osteuropäischen Land Sokovia prügeln sich die Avengers durch die Gegend um Lokis Zepter zu kriegen, dass nach der Auflösung von SHIELD in die Hände der (Nazi)Organisation HYDRA gefallen ist. Ihr Gegner ist dabei die Armee des Hydrakopfs Baron von Strucker. Unter anderem sind auch die beiden Zwillinge Wanda (Elizabeth Olsen) und Pietro Maximoff (Aaron Taylor-Johnson) dabei - sie kann Gedanken manipulieren und Telekinese, er ist superschnell. Jedenfalls schaffen sie es, das Zepter an sich zu bringen und es anschließend in aller Ruhe zu analysieren. Dummerweise finden sie in dessen Inneren eine KI, die Tony Stark/Iron Man (Robert Downey Jr.) dafür nutzt ein intelligentes Computerprogramm namens Ultron (James Spader) zu entwickeln, dass dem Wohle der Menschheit dienen soll. Leider entwickelt sich dieser wie von alleine, erbaut sich einen eigenen Körper und hat von nun an ein einziges Ziel - zum Wohle aller die ganze Menschheit von der Erde zu tilgen.

Im Nachfolgefilm zu "Avengers" geht es ebenfalls ordentlich rund, es gibt viele Explosionen und
Fights. Jedoch hat der Film es geschafft eine gewisse persönliche Note zu haben. Ich denke das liegt am Bösewicht Ultron - einen bösartigen Computersystem in einem Robokörper. Dieser ist nämlich nicht einfach "unerklärlich" böse und will die Menschheit vernichten, sondern ist dabei ein übler Sarkast der nichts als Spott übrig hat. Das hat meiner Meinung nach die Handlung ordentlich aufgebessert - so wirkt der Film auf mich in etwa als etwas mehr als Popcornkino. Fol geil außerdem, dass das Avengers-Team immer größer wird und das Marvel und Fox sich über die Mitwirkung von Quicksilver (Pietro Maximoff) geeinigt haben, der übrigens auch in den neueren X-Men-Filmen zu sehen ist. Richtig gut!

8/10 Pfandflaschen
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12. Ant-Man (2015)

Wie wir (alle, natürlich) wissen ist Ant-Man ursprünglich der Wissenschaftler Henry "Hank" Pym (Michael Douglas) gewesen, der die Pym-Partikel erfunden hat als auch einen Superanzug der einen die Fähigkeit verleiht. Dieser befindet sich allerdings nun im Ruhestand, nachdem aus seiner Firma gedrängt wurde. Eine weitere wichtige Figur des Firms ist der kleinkriminelle Scott Lang (Paul Rudd) der grade eben aus dem Knast entlassen und versucht vergebens sich ein ehrliches Leben zu gestalten. Irgendwann lässt er sich von seinen Kumpels dazu überreden einen perfekten Diebstahl zu begehen  -
dieser Michael Douglas hat nämlich irgendwas besonderes in seinem Keller. Long story short - Scott Lang wird der neue Ant-Man der mithilfe von Hank Pym seine Fähigkeiten trainiert und die finsteren Machenschaften (ich liebe dieses Wort) von Pyms ehemaligen Firma durchkreuzt.

Das war ne feine Perle. Im Gegensatz zu den Avengers/Captain-America-Blockbustern nimmt sich dieser Film nicht ganz so ernst. Okay, er erzählt auch unter anderen eine traurige Story, jedoch sind mehrere Charaktere (u.a. Scott Lang selbst) sowas von ultra verpeilt und aufgeladen mit dummen Witzen. Ähnlich wie bei GotG. Lockere Atmosphäre. Nonsens. Gute Action. PS: Thomas die Lokomotive-Ohrwurm! Instant!

8/10 Pfandflaschen
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13. Captain America: Civil War (2016)

Es ist zwar ein Captain-America-Film, aber hier sind jede Menge Avengers zu sehen. Deshalb sehe ich nicht ganz als reinen Cap-Film. Aber sei's drum.

Nach dem Großeinsatz in Sokovia sind die Rächer in Lagos unterwegs um einen Supersöldner namens Crossbones zu stoppen. Bei dessen Versuch sich in die Luft zu springen manövriert ihn Scarlet Witch aus Versehen in ein Gebäude voll mit Menschen. Es kommt zu verheerenden Kollateralschäden und schlußendlich entflammt eine heiße Diskussion. Die Avengers sollen nicht mehr eine private Institution sein, sondern eine öffentlich geförderte (u.a. von UN). So kommt es zu einer Spaltung in zwei Lager. Das eine ist dafür (Iron Man, Black Widow, Vision, Spider-Man), das andere dagegen (Cap, Hawkeye, Ant-Man, Falcon). Hinzu kommt noch dass James "Bucky" Barnes, Caps ehemalige Weggefährte aka Winter Soldier, wieder auftaucht und unter fremden Einfluss Gräueltaten begeht.

Ich finde es besonders bemerkenswert, dass man geschafft hat eine besondere Eigenschaft von Superhelden in Teams auf die Leinwand zu bringen: Nämlich die Fähigkeit sich zu zerstreiten und Kleinkriege zu führen. Obwohl man alles auch ausdiskutieren könnte. Wirklich großartig. Yay, Spaltung! Achja, Spider-Man wird mit diesem Film ins reguläre Marvel-Universum eingeführt und nach langem hin- und herüberlegen bin ich der Meinung dass Tom Holland perfekt dafür geeignet ist. Übrigens auch Marisa Tomei in der Rolle von Tante May. Beide haben nämlich das bestgeeignete Alter dafür. So wirkt Peter Parker nicht als endzwanziger in High-School-Pseudocool und Tante May nicht wie eine Oma. Außerdem: Boah aldor voll viehsch die Äventschörs in Leipzsch!

8/10 Pfandflaschen
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