Sonntag, 8. Juli 2018

Film der Woche#347: Marathon of the Living Dead, Teil 4

Allrighty then! Wir führen hiermit den "Marathon of the Living Dead" vorerst zu Ende. Ich habe mir, wie gesagt zuallererst die Werke von George A. Romero vorgenommen. Seine "Living Dead"-Saga ist hiermit zu Ende. Als nächstes sind dann die Remakes der ersten drei Filme dran. Aber das kommt irgendwann später. Falls ihr euch für die anderen Teile interessiert, so klickt hier, hier und hier.

5. Diary of the Dead (2007)

"Diary of the Dead" erinnert stilistisch an Filme wie "The Blair Witch Project" oder "Cloverfield". Das Werk wurde nämlich mit digitalen HD-Cams aufgenommen und wirkt durch die Kommentare der Kameraleute (also der Hauptdarsteller) wie eine Dokumentation.

Jason Creed (Joshua Close) ist ein junger Filmemacher und grade dabei mit mehreren Freunden in den Wäldern von Pennsylvania einen Horrorfilm zu drehen. Urplötzlich kommen aber die Radioberichte von Zombies auf den Straßen, sodass sie hals über Kopf in ihr Wohnmobil steigen und abhauen. Ihren Roadtrip dokumentieren sie als "Diary of the Dead" für die Nachwelt. Auf dem Weg überfährt Mary (Tatiana Maslany) ein paar Zombies und ist von der Tatsache so schockiert dass sie sich selbst das Leben nimmt oder es zumindest versucht. Die Reise verschlägt die Gruppe in verschiedene Orte: ein Krankenhaus, eine Amisch-Farm sowie ein von einer Bürgerwehr kontrolliertes Gebiet.

Ich bin der Meinung, dass das hier ein mutiger Versuch ist, abwechslungsreich zu bleiben. Anstelle von einem Ort spielt der Film an mehreren. Die Hauptdarsteller treffen auf unterschiedliche Gestalten, die in dieser Zombie-Apokalypse ihre Nischen gefunden haben oder versuchen sich durchzuschlagen. Finde die Idee gut, als auch die Umsetzung. Allerdings nerven mich manchmal die Kamerafahrten der "Hobby-Kamera".

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


6. Survival of the Dead (2009)

"Survival of the Dead" ist der erste Film in der Reihe, der tatsächlich irgendwie an einen anderen anknüpft. Nein, ich spoilere nicht indem ich das genauer erkläre. Die anderen Filme stehen nämlich eigentlich für sich alleine.

Die Protagonisten sind eine Gruppe Soldaten, angeführt von Seargant "Nicotine" Crockett (Alan van Sprang). Sie sind auf eigene Faust unterwegs, nachdem das ganze Land von der Zombie-Plage befallen wurde. Die Gruppe besteht aus "Nicotine", Tomboy (Athena Karkanis), Kenny (Eric Woolfe) und Francisco (Stefano Di Matteo). Und ja, es sind dieselben Soldaten die der Studentengruppe aus "Dairy of the Dead" ihr ganzes Proviant wegnehmen. Eine weitere wichtige Rolle spielt die Insel Plum Island in Delaware. Dort wohnen zwei irischstämmige Familien: Die O'Flynns und die
Muldoons. Patrick O'Flynn (Kenneth Welsh) findet heraus, dass die Muldoons ihre Toten (die natürlich zu Zombies mutiert sind) am "Leben" erhält für den Fall dass sich irgendwann eine Lösung für ihr Dasein oder ein Antivirus findet. Das führt zu einem Konflikt, bei welchem Patrick O'Flynn ins Exil getrieben wird. Durch einen Zufall lernen die besagten Soldaten einen Jungen (Devon Bostick) mit guten Internetanschluss kennen. Auf einer Videoplattform sehen sie ein Video von Patrick, in welchem er alle Zuschauer einlädt nach Plum Island zu kommen, denn das ist ein Ort der weit weg von der Plage ist....

Wesentlich spannender als sein Vorgänger. Diesmal stellen sich wieder die Fragen, die schon mal gestellt wurden. Und zwar nicht nur "wie kommen wir weiter?" und "wie überleben wir das Ganze?" sondern auch "Dürfen wir den Toten einfach so in den Kopf schießen? Das ist doch barbarisch. Das waren mal Menschen!" Einige würden das als negativ betrachten, aber ich finde es gut dass hier kein wirklicher Antagonist bzw. Protagonist vorhanden ist. Es sind einfach alles Leute die mit der Situation auf verschiedene Art und Weise umgehen. Wobei natürlich einige sympathischer als andere erscheinen. Zombie Horror trifft auf schwarzen Humor und Western.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 6. Juli 2018

Album der Woche#350: Mayhem - De Mysteriis Dom Sathanas (1994)

Hallöchen und häßlich willkommen in einem neuen Themenmonat! Dieses mal widmen wir uns keiner bestimmten Musikrichtung oder so sondern einem Land. Ich habe mich für Norwegen entschieden. Allein weil ich Mayhem reviewen wollte.

Ok cool. "De Mysteriis Dom Sathanas" ist die erste LP der Band. Ich habe mich in ein paar Werke davor reingehört als auch in die die danach rauskamen. Man muss wissen, Mayhem haben in ihrer gesamten Karriere insgesamt fünf Typen am Gesang gehabt. Natürlich nicht gleichzeitig. Jedenfalls
wird man gesangstechnisch teilweise enorme Unterschiede hören. Dieses Album ist außerdem eines der makabersten in der Musikgeschichte. Daraufhin sind die Texte eines Toten (Per "Dead" Yngwe Ohlin, bis zu seinem Selbstmord Sänger von Mayhem) als auch die Texte seines Mörders (Per "Dead" Yngwe Ohlin, bis zu seinem Selbstmord Sänger von Mayhem). Dazu kommen noch: die Gitarrenspur von Oystein "Euronymous" Aarseth und die Bassspur seines Mörders, Varg Vikernes. Eigentlich hat Aarseths Mutter den Drummer Jan Blomberg gebeten die Bassspuren neu aufzunehmen, was er allerdings nie getan hat. Doch genügend trivia für heute.

"De Mysteriis Dom Sathanas" zeichnet sich für mich aus durch Blombergs weltmeisterliches, panzermäßiges Schlagzeuspiel, Euronymous' zerberstende Riffs und einen Gesang der die Fans damals ziemlich vorm Kopf gestoßen hat: den von Attila Csihar. Dieser hört sich nämlich an, und jetzt ich zitiere ich mehrere YouTube-Kommentare, als würde man äh Dave Mustaine von Megadeth erwürgen. Attila schreit eher selten, stattdessen krächzt und grunzt und gibt noch unmenschlichere Laute von sich. Erinnert stellenweise an mongolischen Kehlengesang. Am Ende ergibt sich ein folgendes Gesamtbild: ein chaotisch anmutendes Werk, was dennoch nicht dilettantisch sondern ziemlich professionel rüber kommt. Definitiv ein Klassiker der zweiten Welle des Black Metal.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps:

Mittwoch, 4. Juli 2018

So isses, Musik!#57

Killing Joke Discography: Extremities, Dirt and Various Repressed Emotions (1990)

Mittlerweile achtes Killing-Joke-Album. Hierauf kommen sie weg von dem Synthpop-Sound der ihnen auf "Outside The Gate" wahrscheinlich schon einige hörer vergrault hat. Stattdessen orientieren sie an einem gitarrenlastigeren Sound.

KJ klingen hier wie eine Band die sich an neueren Industrial-Rock-Sounds orientiert. Klar, natürlich bleiben sie irgendwo immer noch genauso melodisch wie bspw früher bei "Love Like Blood", allerdings merkt man dass Jaz Colemans Stimme hier und da doch ein Bisschen kaputter klingt. Interessant ist dabei, der eindeutige Ministry-Einfluss. Die wiederum selbst wenigstens ein Bisschen von frühen Killing Joke beeinflusst wurden.

Deutlich mechanischer und kantiger. Mindestens genauso sozialkritisch wie vorher auch. Hier aber definitiv härter und rockiger.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Money Is Not Our God, Age Of Greed, Extremities, Solitude



Metallica Discography: Kill Em All (1983)

Okay. Da wir hier Marilyn Mansons Discography zu Ende geballert haben und Eminem nur ein neues Album rausgebracht hatte (dass ich letztes Mal schon reviewt hab) geht es an dieser Stelle mit einer neuen Disco weiter. Und nächste Woche, wenn wir mit Rob Zombie endgültig fertigsind, kommt an seiner Stelle auch etwas neues. Mal sehen!

"Kill 'Em All" ist Metallicas Erstling und es zählt wohl zu den besten, primitivsten und abgefahrendsten Metal-Alben. Warum? Nun: Metallica sind hier noch keine napster-jagenden Millionäre. Es sind pickelige Rotzlöffel, die einfach nur so hart thrashen möchten wie es nur geht. James Hetfields Gesang ist hier noch nicht so ausgereift. Aber das reicht aus. Es bleibt nämlich alles hängen. Sowohl von den nicht enden wollenden Riffs als auch von den Texten über die vier Ritter der Apokalypse ("Four Hoursemen") oder übers bloße Kaputtmachen von jemanden ("Seek and Destroy"). Das ist einfach nur Wahnsinn. Das ist auf mehreren Ebenen so produktiv und destruktiv zugleich. Ein unglaublich kreatives, brutales und primitives Album. Erstes Album einer Thrash/Speed Metal Band. Man könnte fast sagen, ich empfehle alles darauf, aber ich beschränke mich doch auf ein paar Anspieltipps:

Whiplash, Seek and Destroy, Hit The Lights, Four Horsemen, Jump In The Fire
9,5/10 Pfandflaschen



Rob Zombie Discography: The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser (2016)

Ach du Scheiße. Was für ein Albumtitel. Es ist aber nicht das einzige was lang ist. Beinahe jeder Songtitel übertreibt einfach übelst. Aber wir kennen das ja auch von Rob, von daher ist alles gut.

Ich übertreibe an dieser Stelle mal nicht: Es ist ein typisches Rob Zombie Album. Guter Sound. Eine Mischung aus Industrial-mäßigen Beats, Horrorfilmzitaten und Anleihen an 70s Hard Rock.
"Everybody's Fucking In A UFO" klingt übrigens wie Primus. Es ist ein Kopfnicker-Album. Schön groovy, wie sonstige Werke von Herrn Z. auch. Ich weiß allerdings nicht ob es gut ist, dass er sich nicht darüber hinaus bewegt. Schließlich kann ich ihn mir in einer anderen musikalischen Rolle nicht vorstellen. Naja, hoffentlich lässt er sich fürs nächste Album ordentlich Zeit und kommt noch mal mit geballter Power zurück. Denn beim nächsten Album erwarte ich nicht noch ein Klon, bitteschön.

Anspieltipps: Well, Everybody's Fucking In A UFO, The Life And Times Of A Teenage Rock God, The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore

8/10 Pfandflaschen

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100 Greatest Metal Songs by MJ7 von rateyourmusic.com

Damit es mal klargestellt wird: Das hier ist keine hochoffizielle Liste aus irgendener Musikzeitschrift. Irgendjemand von rateyourmusic.com hat sie erstellt. Und ich werde jeden Song nach und nach reviewen, so wie er schwarz auf weiß steht.

95. "Nightfall" von Blind Guardian aus "Nightfall in Middle-Earth" (1998)

Der Song hat es am Anfang noch ziemlich schwer gehabt. Ich mag zwar einige sachen von Maiden und Priest aber insgesamt ist diese Art von Metal einfach nichts für mich. Stehe halt nicht auf opernhafte Stimmen und so. Besonders im Zusammenhang mit der Art von Metal. Das Intro hat mich schon ziemlich genervt, genauer gesagt das ähem "Gedudel" und die Stimme. Aber schon kurz darauf wird der Song richtig richtig episch. Das hervorragende "Niiiiiiiighhht-faaaaaaalll" bleibt verdammt noch mal hängen. Es ist so richtig harmonisch und macht nahezu gute Laune. Irgendwie gefällts mir.

8/10 Pfandflaschen


94. "Solitude" von Cadlemass aus "Epicus Doomicus Metallicus" (1986)

Candlemass hatten wir schon mal zu Gast und zwar hier. "Solitude" klingt ebenfalls richtig episch, aber auf eine andere Art. Hier habe ich allerdings überhaupt nicht gegen die Stimme, obwohl sie ebenfalls sehr opernhaft ist. Bin der Meinung, dass sie sehr zu der Untergangsstimmung und der Wehleidigkeit des Textes passt. Aber dafür muss man gut zuhören, sonst würde man das ganze als einen recht positiven Song abstempeln.

8/10 Pfandflaschen


93. "Over The Wall" von Testament aus "The Legacy" (1987)

Ich bin ja eigentlich n Fan von ziemlich vielen Sachen aus Ecken wie Thrash/Death/Black Metal. Und selbstverständlich kenne ich auch Testament. Ich kann mit dem Song hier allerdings nicht wirklich viel anfangen. Ich mein, es stimmt quasi alles was stimmen sollte. Es ist ein simpler Thrash-Song. Allerdings reißt es mich nicht vom Hocker.

5/10 Pfandflaschen


92. "Tornado Of Souls" von Megadeth aus "Rust in Peace" (1990)

Steinigt mich. Ich bin kein großer Fan von Megadeth und komme aber auch nicht aus irgendeinem "feindlichen" Lager. Weder von Metallica, noch von Anthrax noch von Slayer oder was weiß ich. Mich interessiert das ganze nicht wirklich. Ich finde Dave Mustaines Stimme hier wirklich besonders fürchterlich. Außerdem höre ich ständig ein "TOMATO of souls" und kann das nicht weghören. Nee. Sorry.

5/10 Pfandflaschen


Dienstag, 3. Juli 2018

Comic Book Review#347: Ant-Man#1 (2015)

Okay, dieses Mal unterbrechen wir die Flut aus der "Comicland"-Box. Diese Woche ist ein Comic dran, den mir Pinky vor einiger Zeit ausgeliehen hat. Und da ich weiß, dass er sich immer freut, wenn ich irendwas von ihm reviewe, mach ich das. Falls ihr euch für ein Comic Book Review mit Hank Pym als Ant-Man interessiert, so klickt hier.

Ich habe zwar vor paar Jahren diesen Ant-Man-Film gesehen und weiß, wer der neue Ant-Man ist,
aber ich habe in meinem Kopf immer noch Hank Pym als Ameisenmann. Dabei bin ich doch gar nicht mal so alt. Jedenfalls ist Hank Pym nicht mehr Ant-Man, an seiner Stelle tritt der Ex-Kriminelle Scott Lang. Der äh halt das Kostüm geklaut hat, irgendwann. Jetzt kann er sich mit Hilfe der Pym-Partikel schrumpfen und naja irgendwie mit Ameisen kommunizieren. Wobei ich immer noch nicht ganz sicher bin, wie das abläuft. Jedenfalls ist an einem ziemlich schweren Punkt in seinem Leben angekommen. Seine geschiedene Frau möchte zusammen mit der gemeinsamen Tochter von New York nach Miami wegziehen u.a. damit Cassie (so heißt die Tochter) etwas ungefährlicher lebt. Also abseits von all den kostümierten Irren die in NY scheinbar an jeder Straßenecke zu finden sind. Scott trifft das sehr. Vor allem die Tatsache, dass er momentan keinen vernünftigen Job hat, macht ihm zu schaffen. Also bewirbt er sich bei Tony Stark, als Sicherheitsexperte. Wieso nicht den Typen engagieren der problemlos ins Gebäude eindringen kann? Allerdings läuft das Bewerbungsgespräch nicht so gut ab und es stellt sich heraus dass Tony scheinbar einen heimlichen weiblichen Favoriten hat...

Bis jetzt habe ich die ersten drei Ausgaben verschlungen und bis jetzt wars ziemlich ziemlich gut. Ich kannte Scott Lang als Character vor dem Film leider nicht. Aber da ich weiß, dass Marvel ziemlich gut darin ist die Comiccharaktere denen aus den Filmen anzugleichen, merke ich an der Stelle an dass der Comic-Scott dem Film-Scott (Paul Rudd) ziemlich ähnlich ist. Vielleicht wurde der im Film aber so gut umgesetzt. Ach ich weiß es auch nicht. Jedenfalls ist Scott Lang ein Mann der irgendwo immer noch ein Kind geblieben ist, ein Schlitzohr. Gleichzeitig schafft ers irgendwie trotzdem Verantwortung und Mitgefühl für seine Mitmenschen zu zeigen und ist nicht egoistisch. Er wirkt wie eine U18-Variante von Deadpool. Mit paar dummen Sprüchen, sensationellen Einfällen und eben keinen abgetrennten Gliedmaßen. Gefällt mir sehr sehr gut. Ich les es gerne weiter bis zum Ende.

8/10 Pfandflaschen