Elvira's Haunted Hills (2001)
Keine Fortsetzung zu "Elvira: Mistress of the Dark" (1988) sondern viel eher eine Art Schauspiel in fernen Ländern in der Vergangenheit. "Elvira's Haunted Hills" setzt nämlich die Handlung von 1988 nicht fort und findet stattdessen im Jahre 1851 statt. Cassandra Peterson spielt mal wieder Elvira bzw. entweder ist es eine Art "Halloween Special" wie bei den Simpsons wobei die Geschichte nicht kanonisch ist bzw. eine "was wäre wenn"-Geschichte oder man sollte sich nicht so viel Gedanken darüber machen. Jedenfalls ist Elvira hier eine Variéte-Künstlerin die nach Paris will und mit ihrer Zofe Zou Zou (Mary Jo Smith) gerade Halt in Rumänien macht. Nachdem sie vom Vermieter ihrer Absteige
hinaus getrieben werden (sie haben keine Miete bezahlt) stehen sie nun ohne Unterschlupf und ohne Geld da. Als sie, ganz 19. Jahrhundert mäßig, versuchen zu Fuß voranzukommen taucht plötzlich ein Mann auf der in einem Pferdewagen unterwegs ist. Dr. Bradley Bradley (Scott Atkinson) bietet einen Unterschlupf im Schloß von Lord Vladimere Hellsubus (Richard O'Brien) an. Kaum sind die beiden dort angekommen geht es drunter und drüber. Vladimere ist von Elviras Anblick mehr als erschrocken. Es stellt sich heraus, dass sie 1:1 wie seine Frau Ellura aussieht, die vor nicht allzu langer Zeit verstorben ist. Natürlich gibt es auch eine Nichte von Vladimire die ebenfalls bei Elviras Anblick erschrickt. Und selbstverständlich auch gewisse Intrigen in einem Haus das einer Familie gehört die eine vollkommen absurde, mordlüsterne und folternde Vergangenheit hat. Also, Leichen im Keller und so.
hinaus getrieben werden (sie haben keine Miete bezahlt) stehen sie nun ohne Unterschlupf und ohne Geld da. Als sie, ganz 19. Jahrhundert mäßig, versuchen zu Fuß voranzukommen taucht plötzlich ein Mann auf der in einem Pferdewagen unterwegs ist. Dr. Bradley Bradley (Scott Atkinson) bietet einen Unterschlupf im Schloß von Lord Vladimere Hellsubus (Richard O'Brien) an. Kaum sind die beiden dort angekommen geht es drunter und drüber. Vladimere ist von Elviras Anblick mehr als erschrocken. Es stellt sich heraus, dass sie 1:1 wie seine Frau Ellura aussieht, die vor nicht allzu langer Zeit verstorben ist. Natürlich gibt es auch eine Nichte von Vladimire die ebenfalls bei Elviras Anblick erschrickt. Und selbstverständlich auch gewisse Intrigen in einem Haus das einer Familie gehört die eine vollkommen absurde, mordlüsterne und folternde Vergangenheit hat. Also, Leichen im Keller und so.
Es fängt an mit ganz viel Slapstick und urkomischen "ups, meine Brüste"-Situationen. Bis es dann irgendwann sowas wie Struktur aufnimmt. Der Film hat dann tatsächlich eine Art Konsistenz und eine Geschichte die er erzählen will und ist nicht bloß eine Aneinanderreihung von Witzen. Es macht fast schon den Anschein als würde man zuerst all die Leute vergraulen die sowieso nichts damit anfangen können, damit am Ende nur die Fans vor dem Bildschirm sitzen bleiben. Jedenfalls funktioniert das Prinzip. Elvira ist zwar genauso "düster" wie der Rest der Bande, passt aber so gar nicht rein weil sie sich gar nicht mal so ernst nimmt. Dazu kommt noch dieser großartige Hufschmied in welchen sich Elvira verknallt und der mit gespaltener Zunge spricht. Mal spricht er wie ein Typ mit us-amerikanischen Akzent, mal als hätte er einen enormen Sprachfehler. Wie auch immer, es ist höllisch witzig - vielleicht nicht so witzig wie ich es erwartet habe, aber witzig und macht Spaß. Ein guter Einstieg in das diesjährige Halloween-Special.
7/10 Pfandflaschen
Trailer:
The Fly II (1989)
Wir erinnern uns, ich habe vor 100 Jahren (genauer: 2012) das allerste Halloween Special rausgebracht. Darin war unter anderem das Review zum Film "The Fly" (aka "Die Fliege") mit Jeff Goldblum in der Hauptrolle. Irgendwann im Jahre 2018 dann tatsächlich das Original , aber niemals den Sequel zum Original bzw. jemals den Sequel zu der Neuverfilmung. An die konnte ich mich tatsächlich gut erinnern, weil ich beide Film in relativ jungen Alter (geschätzt 10-11 Jahre) im russischen Fernsehen gesehen habe. Was meine Großeltern sich dabei (nicht) gedacht haben - keine Ahnung.
Jedenfalls, worum geht's? Seth Brundle (Jeff Goldblum) hat mit Veronica Quaife (Geena Davis) ein Kind gezeugt. Dieses kommt genau zu Beginn des Films auf die Welt - allerdings stirbt Veronica dabei (die nicht mehr von Davis sondern von Saffron Henderson gespielt wird). Das Kind kriegt den Namen Martin verpasst und ist nun ein Projekt des Wissenschaftsunternehmens Bartok, geleitet von Anton Bartok (Lee Richardson). Da Martin, wie sein Vater, ein Mensch/Fliegen-Hybrid ist funktioniert sein Organismus anders. So altert er innerhalb von fünf Jahren wesentlich schneller und ist zur Haupthandlung ein erwachsener Mann. Der auch noch hochintelligent ist und die Arbeit am Projekt seines Vaters zugewiesen bekommt. Dieses war bekanntlich ein Teleportationsgerät. Bartok arbeitet insgeheim immer noch daran und führt Versuche an Tieren aus. Die Ergebnisse sind schrecklich. So wird unter anderem ein Golden Retriever teleportiert und verwandelt sich in ein mutiertes Monstrum. Martin weiß allerdings nichts von seinem biologischen Vater, entwickelt ein Interesse an Frauen und lernt schon bald seine Arbeitskollegin Beth Logan (Daphne Zuniga) kennen. Martins Körper beginnt sich zu verändern und seine Fliegen-DNA kommt langsam zum Vorschein. Eines seiner Ziele, neben der Arbeit am Teleportationsgerät, ist es eine Heilungsmethode für sich zu finden.
Ich habe keine Ahnung, was alle mit diesem Film haben. Es ist eine logische Fortsetzung des ersten Films. Die Konsequenzen des ersten Films werden hier zu Ende gebracht. Es ist ein Kind entstanden, dass mit dem Genen seines Vaters leben muss und welchem quasi eine ähnliche Verwandlung bevorsteht. Dazu kommt noch ein geldgieriges Unternehmen dass alle moralischen Fragen über Bord wirft und bereit ist einen jungen Menschen sein Leben lang als Experiment/Haustier zu halten. Meiner Meinung nach wird hier der "nicht so werden wollen wie meine Alten"-Wille gezeigt, der auch durchgesetzt werden will - auch wenn man hier seine "alten" nicht wirklich kennt. Martin ist mit 5 Jahren zwar ein erwachsener Mann, der jedoch ziemlich autistisch und irgendwie kindlich wirkt. Er entwickelt aber Gefühle und möchte ein vollständiger, gesunder, denkender Mensch sein - und ist auch bereit alles dafür zu tun. Die Special Effects stammen von Regisseur Chris Walas der bereits beim ersten Film für Make-Up und ansonsten auch für die Effekte bei Filmen wie Scanners, Gremlins oder House II zuständig war . Das was wir zu sehen kriegen erinnert am ehesten an "Alien". Ein riesiges Ungeheuer, dass aus dem Dunklen heraus agiert (aber nichts gegen Hunde hat!) und mit Säure um sich spuckt. Es ist eklig, schleimig und macht klschthsclhthlhsch-Geräusche. Das mag man kritisch sehen, aber wie soll man einen Film über eine Riesenfliege sonst gestalten. Ich fand das sehr interessant. Ehrlich jetzt.
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
Freaked (1993)
Bin mir ziemlich sicher, dass irgendein vor Ewigkeiten abgespeichertes Instagram-Posting mich auf den Film aufmerksam gemacht hat. Keine Ahnung, jedenfalls spielt hier Alex Winter (u.a. bekannt aus "Bill and Ted") mit und die Bilder die ich gesehen habe, haben Lust auf mehr gemacht.
"Freaked" erzählt die Story von Ricky Coogin (Alex Winter) einen ehemaligen Kinder- und nun Hollywoodstar, der in einer Talkshow von Skye Daley (Brooke Shields) sitzt und seine Geschichte erzählt. Einst war er der Liebling aller Fernsehfans in einer Sitcom doch nun fürchten sich Kinder wenn auch nur sein Name fällt. In einem Rückblick erzählt Ricky was denn nun genau passiert ist. Ein Miliardenunternehmen namens EES (Everything Except Shoes) wollte Ricky als Gesicht ihres neuen Produktes engagieren. Er soll ihr neuestes Produkt promoten, einen Dünger namens "Zygrot 24". Die Geldsumme ist schön hoch, sodass er einwilligt. Allerdings weiß er noch nicht, dass das Produkt höchst
giftig und umstritten ist. Auf seiner nächsten Reise landen er und sein Kumpel Ernie (Michael Stoyanov) im südamerikanischen Städchen Santa Flan. Dort protestieren Umweltaktivisten gegen die Produktion und Einsatz von "Zygrot 24". Rick verknallt sich in die Aktivistin Julie (Megan Ward) und überzeugt sie, zusammen mit ihm und Ernie den Trip weiterzuführen. Die Reise bringt sie zu einer "Freak"-Show namens "Freek Land". Diese wird vom verrückten Wissenschaftler Elijah C. Skuggs (Randy Quaid) betrieben. Er hält die drei Reisenden irgendwann gefangen und verwandelt sie in Freaks. Während Julie und Ernie zu siamesischen Zwillingen werden, verwandelt sich Ricky in ein zur Hälfte entstelltes Monstrum. Nun muss er als Freak in Skuggs' Freakshow auftreten, zusammen mit Ernie/Julie als auch mit zahlreichen anderen.
giftig und umstritten ist. Auf seiner nächsten Reise landen er und sein Kumpel Ernie (Michael Stoyanov) im südamerikanischen Städchen Santa Flan. Dort protestieren Umweltaktivisten gegen die Produktion und Einsatz von "Zygrot 24". Rick verknallt sich in die Aktivistin Julie (Megan Ward) und überzeugt sie, zusammen mit ihm und Ernie den Trip weiterzuführen. Die Reise bringt sie zu einer "Freak"-Show namens "Freek Land". Diese wird vom verrückten Wissenschaftler Elijah C. Skuggs (Randy Quaid) betrieben. Er hält die drei Reisenden irgendwann gefangen und verwandelt sie in Freaks. Während Julie und Ernie zu siamesischen Zwillingen werden, verwandelt sich Ricky in ein zur Hälfte entstelltes Monstrum. Nun muss er als Freak in Skuggs' Freakshow auftreten, zusammen mit Ernie/Julie als auch mit zahlreichen anderen.
Es ist kein Horrorfilm und meiner Meinung nach auch nicht wirklich eine Horrorkomödie. Viel eher eine Komödie mit Slapstick- und absurden Elementen. Das Design der Masken ist fantastisch. Meine Highlights waren die beiden auf zwei Beinen laufenden Augäpfel die in Jamaican English geredet haben ("I and I", you know what I mean?). Oder Keanu Reeves als Ortiz the Dog Boy, dessen Rolle leider nicht in den Credits auftaucht. Es ist eine phänomenale, witzige Satire auf Spätkapitalismus in welchem alles mögliche zu einem Konsumgut umgewandelt werden kann. Vollgespickt mit absurden Momenten, die einen etwas verstören könnten. Auf dem Soundtrack sind übrigens die Butthole Surfers (die ursprünglich viel mehr im Film involviert sein sollten) als auch eine Band namens Blind Idiot God die hierfür ihr einziges Stück mit einem Sänger (hier ist es Henry Rollins) aufgenommen haben. Von der Ästhetik her, u.a. wegen des Intros, könnte man meinen dies wäre eine Art Punkrocker unter Filmen. Und irgendwie stimmt das auch.
8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:
House (1986)
In Deutschland bekannt als "House - Das Horrorhaus". Tatsächlich wurde dieser Film dieses Jahr ganze 40 Jahre alt. Gesehen habe ich ihn irgendwann mit 10-11 Jahren im russischen Fernsehen, allerdings auch nur mit dem halben Auge. Als ich dann in der Fernsehzeitung gesehen habe, dass "House II", "House III" und "House IV" auch noch ausgestrahlt werden, musste ich die natürlich auch alle sehen. Komplettismus war also damals schon präsent. Ihr wisst also jetzt was euch in den nächsten drei Jahren hier blüht, huehuehue.
"House" erzählt die Geschichte von Horror-Roman-Autor Roger Cobb (William Katt). Er ist Vietnam-Veteran und arbeitet grade an einem Buch, dass die Geschehnisse des Krieges aus seiner Sicht darstellt. Vor einem Jahr ging die Ehe mit der Schauspielerin Sandy Sinclair (Kay Lenz) in die Brüche - trotzdem blieben sie befreundet. Der Auslöser war ein sehr trauriger: Der gemeinsame Sohn Jimmy (Erik/Mark Silver) ist im Pool von Rogers Tante Elizabeth (Susan French) verschwunden. Wie vom Erdboden bzw. in dem Fall Chlorwasser verschluckt. Keine Spur vom Jungen. Nun hat sich überraschend Tante Elizabeth das Leben genommen. Roger zieht in das Haus ein und will nun den Ort nutzen um frei und ohne fremde Einflüsse an seinem neuen Buch zu arbeiten. Doch die Stille und die Einsamkeit halten nicht lange. Sein neugieriger aber netter Nachbar Harold (George Wendt) will ihn immer mal wieder Gesellschaft leisten. Außerdem tauchen irgendwelche Geister auf in Form von seiner Ex-Ehefrau die sich in ein adipöses Monstrum verwandelt oder von fliegenden Arbeiter/Bauern-Werkzeugen (Hammer, Sichel). Dazu kommt noch, dass ihn Alpträume über den Vietnamkrieg plagen - insbesondere die Tatsache, dass er einen Kameraden mit dem Spitznamen "Big Ben" unabsichtlich den Vietcong überlassen hat. Roger ist der Meinung, dass irgendeine mystische Macht seinen Sohn im Haus gefangen hält und dass es möglich ist, ihn zurück zu holen.
Es ist ein typischer 1980er Jahre Horrorfilm mit Comedy-Elementen. Produziert von Sean S. Cunningham (u.a. Friday the 13th). Gerne wird der Film als ein Werk im selben Fahrwasser wie "The Evil Dead" betrachtet, nur ohne viel Gore. Tatsächlich ist hier nichts derartiges zu sehen. Keine Zersägungen mit der Kettensäge. Nur Geister die rumspuken, PTSD und ein wenig Abknallen von Ghoulen, die dann in Stücke gehackt werden. Ansonsten nichts schlimmes. Ich habe mich hin und wieder gefragt, wie zur Hölle dieser Film funktioniert. Da ist jemand mit einem schlimmen Trauma aus einem Krieg, der Schuldgefühle gegenüber seinem Kameraden hat, dessen Kind verschwunden ist, die Ehe geschieden wurde. Und dann passieren da lauter lustige/gruselige Sachen, die eigentlich so gar nicht ins Setting passen. Der Film ist so absurd komisch, dass es nur noch lustig ist - obwohl die eben erwähnte Situation eigentlich gar nicht witzig ist. Das nenne ich mal einen verdammt gelungenen Spagat. Ich hab's wirklich sehr genossen.
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
Killer Tomatoes Strike Back! (1991)
Erst haben sie angegriffen (hier und hier), dann sind sie zurückgekehrt (hier) und nun schlagen sie zurück. Wir sind also mittlerweile beim dritten Teil der Reihe angekommen.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht der kindische Detektiv Lance Boyle (Rick Rockwell), der einen nutzlosen Fall nach dem anderen bekommt. Zu Beginn des Films wird er zu einem Tatort im Wald dazugeholt. Natürlich wurden eine nackte Frau und ein Typ in Hockeymaske von Killertomaten umgebracht. Kurz darauf wird Boyle Partner von Tomatologin Kennedy Johnson (Crystal Carson) (sie wurde bei einem Demokratenkongress oder so gezeugt). Gemeinsam sollen sie nun daran arbeiten, die mysteriösen Morde zu lösen. Währenddessen ist der Bösewicht Dr. Gangrene (John Astin) undercover als Jeronahew im Fernsehen zu sehen. Er verkörpert eine Art Mischung aus den beiden Talk-Show-Hosts Phil Donahue und Geraldo Riviera. Gangrene moderiert eine Sendung, die skandalöse Gäste zeigt
und heimlich als Gehirnwaschmaschine dient. Mithilfe seines Assistenten Igor (Steve Lundquist) und der Killertomaten (die mittlerweile Gesichter haben) kidnappt er Vertreter von Presse und Medien und führt Raubüberfälle durch. Sein Ziel: Die Weltherrschaft natürlich - und dabei sollen alle Menschen durch Gehirnwäsche-Sendungen gehirngewaschen werden. Er und seine Killertomaten werden dabei die Herrscher der Welt sein. Und Igor kriegt zur Belohnung seinen Supermarkt.
und heimlich als Gehirnwaschmaschine dient. Mithilfe seines Assistenten Igor (Steve Lundquist) und der Killertomaten (die mittlerweile Gesichter haben) kidnappt er Vertreter von Presse und Medien und führt Raubüberfälle durch. Sein Ziel: Die Weltherrschaft natürlich - und dabei sollen alle Menschen durch Gehirnwäsche-Sendungen gehirngewaschen werden. Er und seine Killertomaten werden dabei die Herrscher der Welt sein. Und Igor kriegt zur Belohnung seinen Supermarkt.
Nun gut. Der Film ist an den richtigen Stellen witzig und auch nicht. Es gibt ein riesiges Sandwich mit riesigen Zwiebeln, Bacon und Salat auf welchen Kennedy drauf geschmissen werden soll, damit die Tomaten sie aufessen. Das Ende des Films ist absolut fantastisch. Irgendwie wird irgendeine Wand gebrochen. Also nicht die vierte. Die Charaktere werden plötzlich zu den Schauspielern und behandeln alles als wäre es ein gewonnenes/verlorenes Footballspiel. Sie können allerdings den Abspann der grade läuft, nicht lesen - weil sie hinter ihm stehen. Also brauchen sie ein Spiegel. Es ist wirklich super witzig. Lance Boyle ist ein wirklich sehr gut geschriebener Character. Ein Manchild sozusagen, der äh mit dem Ernst des Lebens konfrontiert wird. Na gut, wenn der Ernst des Lebens fiese Killertomaten sind. Allerdings muss ich sagen, dass der Film niemals an den zweiten geschweige denn den ersten rankommen kann. Die Effekte waren damals zwar schäbig aber lustig. Hier sind sie irgendwie einfach nur schlecht. Ich kriege auch hin und wieder das Gefühl, das Ganze versucht gezwungen lustig zu sein. Es funktioniert nicht immer.
5,75/10 Pfandflaschen
Hier die Sandwichszene weil ich keinen Trailer finde:
Leprechaun: Origins (2014)
Die ursprüngliche Leprechaun-Reihe mit Warwick Davis in der Titelrolle ist also vorbei. Jetzt ist ein Reboot dran, der allerdings komplett vom Horror Comedy Schema weggeht und stattdessen ein düsteres Horrorszenario bietet. Diesmal spielt der Wrestler Dylan "Hornswoggle" Postl den Leprechaun. Der Film wurde auch von WWE produziert und rausgebracht.
Wir befinden uns in Irland. Zwei Pärchen, bestehend aus den US-Amerikanischen Touristen (bzw. Studenten? I don't get it) Sophie (Stephanie Bennett) und Ben (Andrew Dunbar) als auch Jeni (Mellissa Roxburgh) und David (Brendan Fletcher) machen Urlaub in Irland. Ein Truckfahrer bringt sie nur zu einer bestimmten Stelle und weigert sich weiter zu fahren. Zu Fuß erkunden sie die Landschaft und treffen auf einen Dorfbewohner und seinen Sohn. Der Mann namens Hamish (Garry Chalk) verspricht ihnen ein großartiges Erlebnis und lädt sie alle ein in seiner Hütte zu übernachten. Sie willigen ein doch es wird richtig übel. Es stellt sich heraus, dass sie Opfergaben für den Leprechaun sind. Die Bewohner des Dorfes haben nämlich einst seine Goldgrube aufgemacht und das Wesen befreit. Nun verlangt es
einmal jährlich eine Opfergabe von mindestens zwei Leuten (die auch zu Beginn des Films zu sehen ist) - als Wiedergutmachung für das gestohlene Gold. Anstelle alles zurückzugeben oder selbst vom Kobold aufgefressen zu werden bringen die Anwohner jährlich brav die Menschenopfer. Doch diesmal können sich die Leute befreien und es kommt zu einer Hetzjagd bei welcher man gefühlt niemanden von den Ortsansässigen trauen kann.
einmal jährlich eine Opfergabe von mindestens zwei Leuten (die auch zu Beginn des Films zu sehen ist) - als Wiedergutmachung für das gestohlene Gold. Anstelle alles zurückzugeben oder selbst vom Kobold aufgefressen zu werden bringen die Anwohner jährlich brav die Menschenopfer. Doch diesmal können sich die Leute befreien und es kommt zu einer Hetzjagd bei welcher man gefühlt niemanden von den Ortsansässigen trauen kann.
Eigentlich ein durchaus normaler Ansatz. Ein uralter Mythos wird neu aufgewärmt und besonders gruselig aufgebauscht. Es sollen Menschenopfer gebracht werden - doch genau diese Menschen wollen sich nicht opfern und wehren sich. Alles schon gehabt. So weit, so normal und irgendwie auch langweilig. Was mich am allermeisten stört ist, dass man sich komplett vom Horror Comedy Konzept verabschiedet hat. Dieser Leprechaun ist ein Menschenfleisch fressendes Monstrum - kein witziger kleinwüchsiger Typ in stereotypen Klamotten der irgendwas von "me gold" labert, in Reimen spricht und eine Obsession mit Schuhen hat. Dabei war das stellenweise so witzig. Schlecht. Aber witzig. Und nun ist es schlecht. Und nicht witzig. Und damit habe ich ein Problem.
0/10 Pfandflaschen
Trailer:
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Und nun kommen zwei Filme, die Pinky und ich uns für unsere diesjährige Podcast-Folge für den Monat Oktober ausgesucht haben. Also für Halloween. Dabei handelt es sich um zwei Edgar Allan Poe Verfilmungen von Roger Corman.
The Pit and the Pendulum (1961)
Meine Auswahl:
Ich ordne diesen Film hier, zufälligerweise, sowohl chronologisch als auch alphabetisch als erstes ein - tatsächlich habe ich ihn aber als zweites gesehen. Basierend auf einer Kurzgeschichte Edgar Allan Poes gleichen namens - in Deutschland bekannt als "Das Pendel des Todes".
Wir befinden uns im Jahre 1547, in Spanien. Der Engländer Francis Barnard (John Kerr) besucht das Schloß seines Schwiegerbruders Don Nicholas Medina (Vincent Price). Er hat nämlich die Nachricht erhalten, dass seine Schwester Elizabeth (Barbara Steele), die mit Don Medina verheiratet war, vor drei Monaten verstorben ist. Der Grund: Eine äh angeblich seltene Blutkrankheit oder auch "irgendwas in ihrem Blut". Zumindest behaupten das Nicholas und seine jüngere Schwester Catherine (Luana Anders).
Doch Francis gibt sich mit der Information nicht zufrieden und kündigt an, das Schloß nicht zu verlassen ehe er genaueres erfährt. Er vertraut Nicholas von Anfang an nicht. Durch den Familienarzt Dr. Leon (Antony Carbone) findet er heraus, dass Elizabeth scheinbar "vor Furcht" gestorben ist. Nicholas offenbart zudem, dass sie vor einiger Zeit wie besessen war von der Folterkammer die im Keller des Schlosses zu finden ist. Eben diese Folterkammer hat Nicholas' Vater Sebastian (ebenfalls Vincent Price) benutzt um seine Ehefrau/Nicholas' Mutter zu foltern, da er sie des Ehebruchs beschuldigt hat. Nicholas selbst hat das Ganze mitbekommen und hat seitdem ein Trauma. Francis drängt immer mehr und will unbedingt erfahren wie seine Schwester tatsächlich gestorben ist - so muss exhumiert werden. Ein schreckliches Geheimnis wird offenbart.
Doch Francis gibt sich mit der Information nicht zufrieden und kündigt an, das Schloß nicht zu verlassen ehe er genaueres erfährt. Er vertraut Nicholas von Anfang an nicht. Durch den Familienarzt Dr. Leon (Antony Carbone) findet er heraus, dass Elizabeth scheinbar "vor Furcht" gestorben ist. Nicholas offenbart zudem, dass sie vor einiger Zeit wie besessen war von der Folterkammer die im Keller des Schlosses zu finden ist. Eben diese Folterkammer hat Nicholas' Vater Sebastian (ebenfalls Vincent Price) benutzt um seine Ehefrau/Nicholas' Mutter zu foltern, da er sie des Ehebruchs beschuldigt hat. Nicholas selbst hat das Ganze mitbekommen und hat seitdem ein Trauma. Francis drängt immer mehr und will unbedingt erfahren wie seine Schwester tatsächlich gestorben ist - so muss exhumiert werden. Ein schreckliches Geheimnis wird offenbart.
Das ist schon der zweite Corman/Poe-Film - nach "House of Usher"(1960). Keiner hat geahnt, dass er so erfolgreich sein würde. Es gibt hier einige Gemeinsamkeit mit "Premature Burial": Und zwar die Angst lebendig begraben zu werden. Heiko hat mir letztens erzählt (genauer gesagt, bei der Sichtung der Filme), dass E.A. Poe selbst unter dieser Angst litt - kein Wunder dass er sie in seine Kurzgeschichten eingebaut hat. Ich fands witzig, wie sowohl hier als auch im nächsten Film zwei Themen vorkommen: "Lebendig vergraben werden" und "plötzlich verraten werden" als auch "Oha, voll krasser Twist". Während "Premature Burial" mir zuerst besser gefallen hat, aufgrund der spooky Atmosphäre, hat mir "The Pit and the Pendulum" vor allem wegen der plötzlichen äh Grausamkeiten die durchaus over the Top waren gefallen. Vincent Price ist natürlich großartig - alle anderen allerdings auch. Was für eine Alliteration. Jedenfalls lebt dieser Film weniger von stoischen Gesichtern sondern von überaus ausdrucksstarker Mimik Prices als auch dieser Idee dass hinter jeder Handlung irgendwas geheimnisvolles steckt. Gaslighting ist auch so ein Thema.
8/10 Pfandflaschen
Trailer:
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Premature Burial (1962)
Pinkys Auswahl:
Geschrieben von Charles Beaumont und Ray Russel - basierend auf einer Kurzgeschichte von Poe aus dem Jahre 1844. Auf Deutsch bekannt als "Lebendig begraben". Wir befinden uns im viktorianischen Zeitalter. Ein Aristokrat namens Guy Carrell (Ray Milland) lebt auf einem Anwesen mit seiner Schwester Kate (Heather Angel). Guy leidet unter einer sehr großen Angst. Diese hindert ihn sogar, seine Verlobte Emily Gault (Hazel Court) zu heiraten. Guy glaubt nämlich daran, dass er unter Katalepsie leidet. Er begründet es damit, dass er einst gehört hat wie sein Vater angeblich lebendig begraben wurde. So fürchtet er, dass er bald dieselben Symptome haben wird und dass man ihn ebenfalls lebendig begraben wird. Schließlich überzeugt ihn Emily allerdings und sie heiraten endlich. Bereits auf der Hochzeit fängt er jedoch an, merkwürdige Geräusche zu hören und das Klavierspiel seiner Ehefrau bereitet ihm Schmerzen. Immer wieder hört er ein Pfeifen und einmal sogar eine Katze in der Wand. Der Gedanke, aus Versehen lebendig begraben zu werden, ergreift ihn noch einmal. Er
baut sogar die Familiengruft so um, dass er jederzeit aus dem Sarg springen kann und die Gruft mithilfe von eingebauten Ausstiegshilfen verlassen kann - zur Not sogar mit Dynamit. Er ist regelrecht besessen davon. Miles Archer (Richard Ney) sein Kollege und Arzt als auch Emily werden zunehmend immer besorgter und haben Angst um ihn. Die Situation wird nach und nach immer schlimmer und es macht den Anschein als würde jemand Guy absichtlich "verrückt" machen.
baut sogar die Familiengruft so um, dass er jederzeit aus dem Sarg springen kann und die Gruft mithilfe von eingebauten Ausstiegshilfen verlassen kann - zur Not sogar mit Dynamit. Er ist regelrecht besessen davon. Miles Archer (Richard Ney) sein Kollege und Arzt als auch Emily werden zunehmend immer besorgter und haben Angst um ihn. Die Situation wird nach und nach immer schlimmer und es macht den Anschein als würde jemand Guy absichtlich "verrückt" machen.
Wir haben hier sogar Alan Napier als Emilys Vater Dr. Gideon Gault. Dieser ist am ehesten bekannt als Butler Alfred Pennyworth aus der 1966er Batman-Serie. Ich habe ihn allerdings zuerst nicht erkannt, weil er keine Brille getragen hat. Der Film ist mehrere Sachen gleichzeitig: Irgendwie trashig, aber nicht absolut trashig sondern eher irgendwie ulkig aufgrund der Art udn Weise, wie die Charaktere miteinander reden. Außerdem hat man die Angewohnheit brennende Dinge einfach so irgendwo hinzuschmeißen. Das Setting ist spooky und großartig aufgebaut. Sowohl das viktorianische Haus als auch das Friedhof mit all dem Kunstnebel. Verdammt viel Kunstnebel. Die gruseligen Grabräuber machen ihren Job mit am besten, glaube ich. Wirklich sehr überzeugend. Sie sehen aus wie klischeehafte Landstreicher. Dazu kommt noch, dass die Handlung einen großartigen Twist erfährt oder vielleicht eher etwas leicht vorhersehbares, was man allerdings nicht von hier auf gleich vermuten könnte. Was den Film getragen hat, war nur zum Teil die Handlung. Den Großteil erledigt das großartige Setting und die Kostüme. Das Bühnenbild ist einfach fantastisch. Francis Ford Coppola ist hier übrigens Assistant Director gewesen. Jedenfalls: Ich fand's wirklich fantastisch. Es ist nicht so wie ein moderner Horrorfilm, der vollgespickt ist mit Jumpscares (die gibt es hier allerdings auch) und baut auf Spannung auf und ist dabei auch nicht unnötig schnell geschnitten. Es ist ein durchaus langsamer Spannungsaufbau - dabei geht der Film "nur" 80 Minuten, sodass es irgendwann doch "schnell" gehen muss ohne allerdings komplett stumpft zu werden. Großartiges Werk.
8/10 Pfandflaschen
Trailer:








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