Montag, 19. Oktober 2026

Album der Woche#703: Cocteau Twins - Head over Heels (1983)

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren "Album der Woche" im Halloween-Monat "SHOCKTOBER". Ursprünglich habe ich mir eine andere Band für das dritte Review vorgenommen, nur um dann festzustellen, dass sie nichts mit Goth, Horror oder Post-Punk usw. zu tun hatten. Auch die vierte Band, die eigentlich hätte vorkommen sollen, habe ich ausgeschlossen um eine zu reviewen, die hier noch nie vorkam. Wie auch immer. Ich stelle mir das immer so vor, dass die im "SHOCKTOBER" reviewten Bands irgendwie als Soundtrack zu einem fiktiven Horror/Sci-Fi/Mystery-Film funktionieren. 


So hatten wir hier The Cramps und Cradle Of Filth die wirklich wunderbar dazu passen. So passten erstere zu irgendeinen Roadtrip-Film mit Vampiren, während Cradle Of Filth zu einem Slasher-Film passen würden. Cocteau Twins passen am Besten zu einem Film Marke "Begierde" (The Hunger) mit Catherine Deneuve und David Bowie. Irgendwas über Vampire.

"Head over Heels" ist das zweite Album des Duos, bestehend aus Elizabeth Fraser (Gesang) und Robin Guthrie (alles andere). Gleichzeitig auch eines der Alben, die geholfen habe das Subgenre "Ethereal Wave" zu gestalten. Womit wir es hier zu tun haben ist ein unglaublicher, großartiger, träumerischer Sound der wirklich schwierig zu beschreiben ist. Die Kombination aus Drum Machine, dröhnenden Gitarren, Keyboards und sogar Saxophon (in "Five Ten Fiftyfold") ist wirklich fantastisch und fühlt sich an als würde ich mit Wattebeinen auf einem Feld aus Watte laufen während über einen sich ein Himmel aus Watte auftut. Die Songtitel klingen auch so. "Sugar Hiccup", "In Our Angelhood", "In The Gold Dust Rush". Frasers Gesang klingt beim ersten Hören gar nicht nach richtigen Worten, sondern nach Lautmalerei. Und das obwohl ganz klar Texte zu hören sind. Es ist träumerisch, verträumt, dreamy und jegliches andere Adjektiv für dieses zufällig erfundene Subgenre. Dream Pop. Im Grunde genommen ein Schritt in eine etwas andere Richtung als "Goth" sein sollte. Nicht finster, aber verträumt (da ist das Wort schon wieder) und irgendwie geheimnisvoll. Passt das als Soundtrack zu einem üblen Horrorfilm? Naja, nicht ganz. Aber zu irgendwas mysteriösen, geheimnisvollen auf jeden Fall. Wie schon oben gesagt. Oder vielleicht zu einem nicht existenten Film von David Lynch. Einfach fantastisch.

Anspieltipps: Sugar Hiccup, Glass Candle Grenades, The Tinderbox (Of A Heart)
9/10 Pfandflaschen


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