Mittwoch, 1. April 2020

BLOGPAUSE

Hallo, alle miteinander!

Die letzten paar Wochen haben uns alle mehr oder weniger schwer mitgenommen. Schulen, Geschäfte, Cafés, Kinos usw. haben geschlossen. Das heißt für mich, dass ich momentan nicht zur Schule muss/kann und mich so nicht ausreichend auf meine Abschlußprüfung vorbereiten kann. Zudem muss ich arbeiten. Da alle Prüfungstermine nun verschoben wurden, habe ich so betrachtet mehr Zeit für mich um zu lernen, allerdings muss ich nebenher auch arbeiten. Das stresst mich sehr und ich merke dass meine Konzentration beim Lernen auch schwächelt. Das schlägt sich auch in der Qualität des Blogs nieder. Das hier ist keine Arbeit und soll sich auch nicht wie eine anfühlen. Damit ich in einem Monat wieder ordentlich durchstarten kann, habe ich beschlossen eine Pause zu machen. Ich nutze die Zeit um mich gut auf meine Prüfungen vorzubereiten und habe somit eine Sache weniger auf die ich mich konzentrieren muss. Natürlich werde ich trotzdem währenddessen ein paar Reviews schreiben, allerdings ohne den Druck alles unter einer Woche/einen Monat unterkriegen zu "müssen". Ihr könnt mir auch bei Instagram folgen. Ich werde ab und an aus H.P. Lovecrafts Stories vorlesen und zocken. Lange Rede, kurzer Sinn. Hiermit kündige ich an:

BLOGPAUSE
VOM 01.04.2020 - 01.05.2020

Dienstag, 31. März 2020

Album der Woche#437: Bathory - The Return...... (1985)

Allrighty, folks. Hier kommt das Ende, der ultimative Abschluß des Black Metal Monats März.

"The Return......(of Darkness and Evil)" ist das zweite Album von Bathory. Ich weiß, bei so einigen Patch-Trägern das erste Album im Fokus steht, weil es so primitiv und brutal daherkommt und dieses coole Cover mit der Ziege hat. Allerdings ist "The Return......." wesentlich stilvoller und dunkler. Vor allem, weil es nicht chaotisch rüberkommt, sondern einfach bedrückend.

Allein das Intro "Revelation of Doom" sorgt beim ersten Hören für ein dezentes "Was zur verdammten Hölle, wie haben sie diese Geräusche erzeugt?" bei mir. Was darauf folgt ist das hämmernde Schlagzeug von Stefan Larsson, die monotone Gitarre und der unmenschliche Gesang von Quorthon. Bathory schaffen es innerhalb kürzester Zeit einen gigantischen Soundteppich zu basteln der auf dem ersten Blick sehr chaotisch rüberkommt. Beim zweiten jedoch sehr klar konstruiert ist.

Textlich betrachtet geht es hier um die Themen die eine Thrash/Black Metal in den 80er Jahren halt so behandelt hat. Nuklearer Weltkrieg ("Total Destruction"), Serienmörder ("Reap Of Evil") oder die böse Seite des Christentums (wie beispielsweise Inquisition) ("Born To Burn"). Der letztgenannte ist sogar den verbrannten "Hexen" im Mittelalter gewidmet. "Bestial Lust" ist jedoch all den Frauen gewidmet mit denen Quorthon Sex hatte und textlich gesehen ziemlich peinlich. Abgrundtief peinlich.

Wenn ich das Album mit irgendwas vergleichen müsste, dann mit einem Kirchenbrand. Und mit Venom, Possessed als auch evtl. noch Hellhammer. Es ist ein unruhiges, wuchtiges aber definitiv nicht primitives Stück Musik.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Total Destruction, Born To Burn, The Return Of Darkness And Evil

Film der Woche#435: Milk (2008)

Und hier kommt der zweite Film, den ich und Pinky in der (im Moment) neuesten Folge unseres "Movie Punx"-Podcasts besprechen.

"Milk" erzählt die Geschicht von Bürgerrechtler Harvey Milk (Sean Penn) und zwar den Abschnitt von 1970 bis 1978. Zu Beginn des Films sieht man wie Milk seinen langjährigen Partner Scott Smith (James Franco) kennenlernt und wie sie gemeinsam nach San Francisco ziehen. Genauer gesagt in das Stadtteil Castro, dass von vielerlei Schwulen und Lesben bewohnt ist. Die Community ist desöfteren Polizeigewalt ausgesetzt. Die Beamten behandeln sie wie unwertes Leben welches sie traktieren können wie sie wollen. Milk und viele seiner Mitstreiter organisieren sich gegen Übergriffe. So kommt es, dass die meisten Schwulen eine Trillerpfeife bei sich tragen um im Notfall nach Hilfe rufen zu können. Harvey beschließt Politiker zu werden und für die Community in das Parlament von Kalifornien einzuziehen. Und zwar für die gesamte Stadt, nicht "bloß" für sein Viertel. Die ersten Versuche scheitern. Bis er irgendwann sein ganzes Image ändert und offensiver wird. Schließlich wird er Stadtrat von San Francisco und kämpft gegen Entlassungen von Lehrern aufgrund Homosexualität und Berufsverbote. Er wird zu einer Art MLK der Schwulen (und Lesben). Allerdings gibt es da immer Leute die etwas dagegen haben. Wie zum Beispiel der Stadtrat Dan White (Josh Brolin).

Eigentlich ist es sinnlos hier nicht zu spoilern, weil Milks Lebensgeschichte überall nachzulesen ist. Trotzdem mach ich das nicht. Ich weiß nicht wie alles in Wirklichkeit war, weil das hier immer noch ein Biopic und keine Doku ist. Aber Sean Penns Darstellung von Milk ist so vielfältig und so herzerwärmend. Harvey Milk wirkt wie äußerst herzensguter Mensch dem "seine" Leute sehr am Herzen lagen und der alles mögliche getan hat, damit es ihm und seiner Umgebung gut geht. Gleichzeitig war er jemand der sich selbst Vorwürfe gemacht hat, wenn es ihm nicht gelang. Ich weiß es dass die beiden Lebensgeschichten nicht gleich sind, aber es gibt nur einen einzigen Menschen in der Geschichte der Menschheit dessen Schicksal mich ähnlich berührt wie das von Milk: Janusz Korczak.

Eine unfassbar gute, lange und sich zeitnehmende Verfilmung. Einfach großartig. Achja und falls ihr etwas Liedgut, dazu hören wollt so checkt mal "I Fought The Law" von Dead Kennedys.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


Montag, 30. März 2020

Ohrwurm der Woche#355

Comic Book Review#434: Walt Disney's Mickey Mouse Adventures#16 (1991)

Wow, diese Comicland-Kiste ist wohl doch noch zu Überraschungen fähig gewesen. Nach all diesen Predator/Alien/Spawn-Comics kommt plötzlich Mickey Mouse. Wow!

Der Comic besteht aus einer großen und drei kleineren Stories. In der ersten besucht Mickey einen Freund von sich, Colonel Doberman (der auf dem Cover Captain Doberman genannt wird) auf seiner Arbeit. Der Hund ist Astronaut und grade bei den Vorbereitungen eine Shuttle-Starts. Der arme Mickey wird allerdings Zeuge wie eine Gruppe von international bekannten Kriminellen (genauer gesagt: Katzen) in Trenchcoats, angeführt von einem gewissen "Cheshire" Charlie sich in das Shuttle-Zentrum eingeschleust hat. Sie schaffen es sogar in das Shuttle selbst zu kommen. Da Mickey sie aufhalten will, steigt er ebenfalls ein.  Es ist allerdings bald zu spät auszusteigen. Die echte Crew liegt nun gemeinsam gefesselt in einem Spind eingesperrt, während Mickey, Colonel Doberman und die drei Verbrecher befinden sich im Weltall. Das Shuttle ist in der Lage Wetter zu manipulieren. Diese Fähigkeit soll dafür dienen Naturkatastrophen zu verhindern. "Cheshire" Charlie will diese nutzen um Ozeane auszutrocknen. Falls die Wissenschaftler auf der Erde ihn aufhalten wollen, sollen sie ihm eine Milliarde Dollar in Goldbarren in einem neuen Shuttle hochschicken. Mickey und Colonel Doberman entscheiden, sich von ihren Fesseln zu befreien und die Schurken aufzuhalten. In zwei weiteren Stories buddelt Pluto (der Hund von Mickey) beinahe ein Dinosaurierskelett aus und wird von einem Haufen Luftballons durch die Gegend geflogen. In der zweiten größeren Story stolpert Goofy IN seinen Fernseher rein und landet tatsächlich in drei verschiedenen Fernsehshows. Er kommentiert das ganze mit "I tripped -- an' now I'm inside thuh TV!!". Was das ganze sehr doppeldeutig klingen lässt.

Als ich klein war habe ich die polnische Variante von "Lustiges Taschenbuch" gelesen, genannt "Komiks Gigant". Die Bänder waren voll von großartigen Sci-Fi und Abenteuer Stories. Ich schwöre. Voll mit Anspielungen auf diverse Sci-Fi-Romane und Filme wie "Fahrenheit 451". Darum habe ich mich auf dieses alte Schätzchen so sehr gefreut. Und es war tatsächlich sehr unterhaltsam. Nicht zu kindisch. Vielleicht eher ab 6 Jahren geeignet als ab 0. Ich mag die Idee, die Maus zu einer Art Actionhelden werden zu lassen. Die anderen drei Stories sind halt typischer Klamauk und eigentlich nicht der Rede wert. Bis auf das Goofy eindeutig Acid oder LSD einwirft und das schon lange seine Psyche kaputt gemacht hat. Sonst hätte man ihn nicht sagen lassen, dass er "getrippt" ist. Zumindest sehe ich darin eine versteckte Anspielung. Anyways: Ein Comic der seine Grundaufgabe erfüllt und dem man ohne die Kenntnis der vorherigen Ausgaben einfach so lesen kann. Sehr gut

8/10 Pfandflaschen
Made by: Kurt Busiek, John Costanza, Jim Kenner, Bill Riling, Ed Nofziger, David Cod Weiss, Bengt-Ake Hakansson, Tello