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Sonntag, 30. Juni 2019

Happenings des Monats: Juni'19

Stricher guckt sich "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" an am 02.06.2019 in Filmwelt Herne

Mein letzter Pokémon-Film war tatsächlich der allerallererste auf VHS. Und das war auch der einzige. Und die einzigen Karten die ich jemals besaß, waren so Bootlegs aus Russland. Für alles andere hatte ich kein Geld.

Jedenfalls: "Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu" spielt in einer fiktiven Welt, in welcher sogenannte Pokémon (was Pokémon sind muss ich hier hoffentlich nicht erklären) zusammen mit Menschen existieren. Ich habe mich gefragt wo die "normalen" Tiere hin sind, aber das ist erstmal egal. Tim Goodman (Justice Smith) ist Versicherungsvertreter und Halbwaise. Nachdem seine Mutter gestorben ist zog er zu seiner Oma, da er nicht bei seinem Vater leben wollte. Das beeinflusste auch seine Entscheidung doch kein Pokémon-Trainer werden zu wollen. Plötzlich erfährt er, dass sein Vater bei einem schweren Autounfall gestorben ist. Er reist nach Rhyme City, wo sein Vater gewohnt hat um seinen Besitz in der Wohnung abzuholen. Dort trifft er seltsamerweise auf einen Pikachu (Ryan Reynolds' Stimme) der sich warum auch immer in der Wohnung aufhält. Und sprechen kann. Es stellt sich heraus, dass dieser unter Gedächtnisverlust leidet und nach und nach rausfinden will was eigentlich passiert ist. Aus den beiden wird ein brilliantes Detektiv-Duo, dass nach typischen Buddy-Cop-Muster funktioniert.

Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieser Film so gut gefallen würde aber ja, doch. Voll mit Anspielungen, die nicht unbedingt von Kindern verstanden werden dafür aber von Erwachsenen. Zum Beispiel wenn das Pikachu davon spricht, dass ihn alle nicht vestehen dafür aber ganz süß finden und knuddeln und Finger in ihn reinstecken. Da gibt es aber noch andere witzigere Dinge, die sehr witzig sind. Es ist halt eine einfache Story, die es aber trotzdem schafft nicht langweilig zu werden und die auch noch überraschen kann. Sehr gut gelungen!

8,99/10 Pfandflaschen
Trailer:


Rock Hard Festival 2019 am 07.06. und 09.06.2019 im Amphitheater, Gelsenkirchen

Okay. Ich hatte die folgende Wahl: Freitag zu Watain oder Sonntag zu Anthrax. Samstag ging gar nicht, weil ich arbeiten musste. Also habe ich mir im Vorfeld ein Ticket für Freitag geholt.

Ich hatte gehofft noch pünktlich zu Chapel of Disease auftauchen zu können, leider habe ich die Uhrzeit irgendwie vercheckt und nun ja.... stattdessen durfte ich mir als erstes The Idiots angucken und war gelinde gesagt nicht gerade begeistert. Wenn ich Willy Wucher angucken will, dann guck ich mir Pöbel und Gesocks an. Ich fands größtenteils richtig grauenhaft.

Tygers of Pan Tang kannte ich zwar als Inspirationsquelle für Metallica, habe mich mit der Musik aber nie auseinandergesetzt. War aber tatsächlich ziemlich cool. Angenehm unkomplizierter NWOBHM mit Leuten die im Alter noch ordentlich was drauf hatten. Über Lizzy Borden habe ich schon mal was gelesen. Ich meine, mich erinnern zu können, dass sie eine der Bands waren die in den 80ern mit der PMRC gekämpft haben, ansonsten bin ich aber nie mit ihnen in Berührung gekommen. Was ich dann erlebte war eine ziemlich witzige und blutige Bühnenshow, gory lyrics und Glam. Spaßig wars. Anschließend dann wieder Watain und ab da wurde es ziemlich lustig. Als ich sie das letzte Mal in Bochum gesehen habe, war genreentsprechendes Publikum da. Überhaupt war ich bis jetzt tatsächlich nur auf Black Metal Konzerten, wenn wir schon von Metal-Konzerten sprechen. Als ich dann vor der Bühne stand waren dann die ganzen Metal-Rolfs und Metal-Sabines da, die in ihren 40ern noch mal ordentlich auf die Kacke gehauen haben. Was sich da vor der Bühne abgespielt hat war einfach mehr als komisch. Zum ersten der Metal-Rolf mit Bandana aufm Kopf und kilometerweiten Nietenarmband der so nah vor mir stand, dass ich tatsächlich Angst hatte ich würde die besagten Nieten gleich volle Kanne in die Fresse kriegen, weil der Kollege die ganze Zeit mit seiner Pommesgabel-Hand ausgeholt hat. Dann gabs noch nen anderen Kerl, der irgendwelche Zigaretten-Stummel aufgesammelt und sich die Asche ins Gesicht geschmiert hat. Anschließend hat mir irgendjemand die Mütze abgenommen - es stellte sich heraus, dass es eine ordentlich betrunkene junge Frau war die jemanden abschleppen wollte und mich danach fragte ob ich "mit ihr irgendwo hingehen will". Ich war sowieso der Meinung so einen Zustand nicht ausnutzen zu wollen, war aber etwas perplex. Zum Glück wurde sie von ihrer Freundin davon abgehalten weiter zu machen und ich habe meine Mütze wiederbekommen. Achja, Watain waren großartig. Natürlich. Schön wars auch wie einige Festival-Besucher Wurst und Brötchen durch die Gegend geschmissen haben :3

Am Sonntag dachte ich mir: Ey komm, 55€ für Anthrax und Possessed? Warum nicht. Fuck it. Also bin ich tatsächlich noch mal hin und guckte mir als erstes Possessed an. Die erste Death-Metal-Band kann auf jeden Fall richtig auf die Kacke hauen, egal ob deren Sänger im Rollstuhl sitzt oder nicht. Ich liebe es wenn man den Leuten ansieht, dass sie immer noch mit Herz dabei sind.

Selber Fall bei Anthrax: Ebenfalls ne verdammt gute Show, gefüllt mit allerlei Klassikern. Mein kleines Problem war: Ich habe Anthrax mit 12-13-14 Jahren gehört, als die "We've Come For You All" mit John Bush am Gesang rauskam. Leider haben sie absolut gar nichts davon gespielt - mittlerweile singt ja auch wieder Joey Belladonna. Trotzdem habe ich diese ganzen Klassiker wie "Caught In A Mosh", "Madhouse" oder "Antisocial" mehr als genossen. Und wenn ich beide Hände in den Himmel recke, und das ist schon ne Seltenheit, dann ist es verdammt gut.

"Rage Against Racism" am 21.06.2019 im JUZ Die Mühle, Duisburg

Und dann kam dieser Gedanke: Es findet dieses "Rage Against Racism"-Festival statt. Es ist umsonst und draußen. Hmmm gegen Rassismus sein ist wichtig, aber mittlerweile verbindest du damit bzw. mit solchen Festivals irgendwelche Gymnasiasten/Politpunk-Bands die nichts anderes tun außer sich in ihrer Blase wohlzufühlen und gegenseitig auf die Schulter zu klopfen. Muss ich mir das geben - oh Destruction spielen am ersten Tag? Okay, warum nicht. Dafür dass es ein Festival gegen Rassismus war hab ich aber tatsächlich keine einzige nicht-weiße Person gesehen. Das nur so am Rande.
moment, es ist ein Metal-Festival? Und

Anyways: Ich kam ziemlich pünktlich zum Auftritt von Destruction. Kannte die Band zwar als Teil der "Big Four of Teutonic Thrash Metal", bestehend aus Kreator, Destruction, Tankard und Sodom, war aber nie besonders dran interessiert. Oh und es gab einen Song von ihnen der auf dem "Fenriz' Old Skool Black Metal"-Sampler sich befindet. Nämlich "Curse The Gods", welchen sie auch als drittes oder viertes gespielt haben. Wirklich astreine Performance. Keine Lückenfüller, keine Pausen. Unfreiwillig witzig waren Ansagen wie "DIE GEILSTEN MEDDLHEADS KOMMEN DOCH AUS DEM RUHRGEBIET ODER???!!!!!". Herrlich. Insgesamt: Hat sich verdammt noch mal gelohnt aus dem Haus zu gehen. Mal wieder.

UADA + PANZERFAUST + KRÄHENFELD am 26.06.2019 im Helvete, Oberhausen

Es war schon vor Monaten beschloßen, dass ich hingehe. Allerdings habe ich mir erst zwei Tage vorm Konzert eine Karte besorgt. Überhaupt war ich das erste Mal im Club Helvete. Dies das Ananas. Verzerhkarten. Brrr.

Die erste Band waren Krähenfeld aus Krefeld (höhö). Stabiler atmosphärischer Post-Black Metal mit so viel Nebel auf der Bühne sodass man die Band gar nicht gesehen hat und sich so ganz auf die Musik konzentrieren konnte. Etwas schleppend für mein Geschmack aber definitiv mehr als okay. Nur macht mans mit der Ansage "NA KINNERS WIE GEHTS EUCH? ALLES GUT?" das "Image" bisschen kaputt. Wobei nicht unbedingt das, aber es passt nicht ganz dazu. War aber witzig!

Panzerfaust waren eine große Ecke anders. Habe sie mir vorher nicht angehört und wusste nicht was mich erwartet. Was mich dann aber erwartet war ein nahezu komplett abgedunkelter Raum und Typen mit Masken bzw. Make-Up. Am Gesang ein Kerl in Todeskluft der an einer Art Kanzel stand, die mit einem umgedrehten Kreuz geschmückt war. Sehr aggressiv aber nicht stumpf. Tatsächlich war mehr Rhythmus und Melodie zuhören und wenig Geballer am Schlagzeug. Überraschend verdammt gut.

Am Schluß dann Uada. Wieder ein anderes Lichtspiel. Diesmal ist es so hell, dass die dunkle Verkleidung der Band (schon wieder Kapuzen und Strümpfe auf/im Gesicht) wie ein Kontrast wirkt. Dieses Strobolicht hats mir fast unmöglich gemacht den Auftritt zu genießen. Aber egal. Geil wars nämlich. Verstehe nicht woher die hämischen Stimmen kommen. Für mich sind Uada definitiv kein Abklatsch von Mgla. Definitiv nicht. Es sind auf jeden Fall, bestimmt, irgendwo irgendwelche Gemeinsamkeiten da. Allerdings hatte ich den Auftritt als melodischer in Erinnerung. Außerdem bewegen sich Uada mehr und stehen nicht nur reglos da. Falls als ob sie nicht irgendwie super mysteriös klingen wollen. Gleichzeitig wirkt das alles nicht bloß wie ne Show und ich konzentriere mich tatsächlich auf die Musik.

Habe mich entschloßen, etwas früher zu gehen da seit 4 Uhr wach und wollte unbedingt eine Bahn erwischen. Anyways: Nichts bereut. Großartiges Konzert und den Abend gut verbracht. Die Leute an der Tür waren auch sehr freundlich. Das ist leider kein Standard heutzutage

SPASTIC FANTASTIC LABELFEST 2019 am 29.06.2019 im FZW, Dortmund

Jedes Jahr schleppe ich mich dahin, egal welches Wetter ist. Und jedes Jahr bereue ichs auf keinen Fall. Vielen Danke an dieser Stelle. Leider haben zwei Bands abgesagt, die ich viel zu gern gesehen hätte: Weak Ties und Amen 81 - das konnte aber wieder gut gemacht werden indem anderweitig Kwalitätsmaterial geliefert wurde. So lobe ich mir das.

Phil Th. Pig reiste extra aus dem weit entfernten Weitentferntland an um mit mir dahin zu gehen. Ohne seine Anwesenheit wärs wahrscheinlich nicht so geil geworden. Danke, dass du warst und alles mit deinen sozialen Kommentaren bereichert hast! Ja, isso.

Wir haben zuallererst nen dämlichen Fehler gemacht: Und zwar dass 8€ teure Chunky Monkey Eis von Ben and Jerrys beim REWE um die Ecke vom FZW geholt. Das hatte keinen Löffel dabei also mussten wir uns beim Moorhuhngrill Plastikgabeln holen und anschließend das Eis komplett wegsnacken. So haben wir eine der ersten Bands, Nordic Walking so gut wie gar nicht sehen können. Habe mir so gedacht: "Ha, Powerviolence, die spielen bestimmt mindestens 15 Minuten" Leider warens nur 10, also nix da. Verpasst. Hm. Als nächstes dann TOT: Stabile Mucke. Erinnerte mich an Dead Kennedys oder The Stooges. Und Surfpunk. Texte erinnerten mich an eine ziemlich schlechte Version von Abwärts. Das war fürchterlich anzuhören, weil so unglaublich stumpf. Hätten sie reine Instrumental-Songs gebracht wäre es ums zehnfache besser gewesen. Erste Überraschung des Tages waren Johnny Notebook. Zwei Leute: Eine Frau am Keyboard und ein Typ an der Gitarre plus iPad. Erinnerte mich vom Sound her an eine minimalistische Version von Devo. Wirklich außerordentlich gut! The Establishment boten ebenfalls solide Unterhaltung. Laut Phil Th. Pig klangen sie nach Turbonegro oder Poison Idea, was "quasi eh dasselbe ist". Der Sänger begeisterte mich Ausdruckstanz der entweder aussagte "Ich tanze meinen Namen und der ist Hans Peter Jürgen Torben Heinz" oder aber auch "HALLO HALLO DA DÜRFEN SIE NICHT PARKEN ICH RUFE SOFORT DIE BOLISEI!" Anstelle von Weak Ties traten Phantom Pain auf, die wir leider ziemlich knapp fast verpasst haben. Also nur die letzten paar Sekunden vom letzten Song mitbekommen. War aber echt nicht schlecht! Schade. Daraufhin dann Missstand. Ich bin der Meinung, dass ich nicht alles was sich Antifa auf die Fahne schreibt, gut finden muss. Besonders dann wenns platte Parolen in Musik verpackt sind. Missstand können aber ihr Handwerk und sind da wo sie herkommen (nämlich Österreich) gar nicht mal unwichtig. Schade nur, dass das Publikum eben nur diese Parolen kann und gar nicht mal zuhören kann wenn man auf der Bühne was wichtiges zu sagen hat. Punk eben. Twin Pigs waren für mich DIE Überraschung des Abends. Wenn eine Band sich irgendwie nach einer Lieblingsserie von mir benennt, dann kanns nur gut werden. Positiv-aggressiver Wave-HC-Punk der besten Sorte. Vollgeladener Raum. Intensive Interaktion mit dem Publikum. Fantastisch. Und sie haben aufgefordert sie aufzunehmen und auf Instagram hochzuladen, wenn auch wahrscheinlich ironisch. Ich "hackte" mich in irgendein freies WLAN und lud ein Ausschnitt tatsächlich bei Insta hoch.



Pogendroblem waren eigentlich als Ersatz für Amen81 und als Rausschmeißer gedacht. Kein Wunder: Shitposting-Style Punk ist wirklich nicht jedermanns Sache. War aber ziemlich geil und angenehm unprofessionell professionell. FCKR hörte ich mir von weiter Ferne an und fand sie irgendwie scheiße. Akne Kid Joe waren die zweite Überraschung des Jahres. Eine weitere Band mit ironisch-witzigen Bandnamen die höchstwahrscheinlich ironisch-witzige Texte macht und deswegen langweilig ist? Nein. Tatsächlich mal wieder guter Deutschpunk mit Keyboard und Samples aus Filmen der unter anderem die "du kannst es schaffen, indem du dich durchs Leben durchbeißt"-Mentalität die in falschen Englisch tattoowiert und auf T-Shirts gedruckt wird auf die Schippe nimmt. Hammer.

Das wars also für diesen Monat! Vielen Dank fürs Lesen und so!

Dienstag, 11. September 2018

So isses, Musik!#62

Hello, fellow children! Willkommen bei der neuesten Ausgabe von So isses, Musik! Als erstes werde ich ein paar Sachen hier reinknallen, die ich mir neuerdings selbst ausgesucht oder zugeschickt bekommen hab.

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Rattus Cholericus - Promo

Reinhören könnt ihr übrigens hier. Ich bin mal so frei und posaune es frei heraus: Dieses Tape hat mir ein ehemaliges Mitglied der mittlerweile leider aufgelösten, großartigen HASS AUF ALLES zugeschickt. Auf dem Tape klebt ein Aufkleber, auf welchem "Breakcore Punk" steht. Und ich bin nicht dumm, ich weiß schon was mich erwartet :D Nämlich Beats mit Gebrülle. Und ich werde nicht enttäuscht. Definitiv nicht. Es klingt wie als ob Atari Teenage Riot underground geblieben wären. Kurze, knackige Songs voll mit hasserfüllten Lyrics. Und zwar nicht mal so, dass es sich irgendwie super krass reimen muss. Man befolgt einer einzigen "Regel": Kotze dich aus, darüber was dich ankotzt und lass andere sich vielleicht dazu bewegen. Dabei ist das alles gar nicht mal so oberflächlich wie es sich für den Laien eventuell anhören mag. Beispielsweise setzt man sich mit dem Trend, sich über Punk- und Oi!-Klischees lustig zu machen, auseinander - im Song "Szeneclowns". Vor allem mit dem Fakt, dass es ab irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr witzig ist. Klar, es sind Genres, die nur so von Klischees triefen, aber: Es kommt mir rüber wie ein Haufen pseudo-elitärer pseudo-Akademiker (oder, die die Akademiker sein wollen) die mit ihrem Finger auf diese "dummen Bauern und Proleten" zeigen wollen. Darüber kann man sich, finde ich, sehr wohl auskotzen.

Anspieltipps: Ja, tatsächlich einfach mal alles. Auch die Interludes.
7,5/10 Pfandflaschen
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Was läuft sonst noch?

Das neueste Album von Nervöus. Ich erinnere mich sehr gerne an einen Festival-Auftritt vor ca. 7 Jahren. Da war dieser superfertige Typ, der allerlei Blödsinn erzählt hat und eine völlig kaputte Stimme hatte. Das ist tatsächlich auch derselbe Typ der
"GRAUES GEFÜGE EINE FAHNE IM WIND GLEICHT DER ANDERN
LEIDLICH INHALTSLEER " singt. Ich finde es wirklich sehr beruhigend und entspannend. Ich mag es, zumindest in der Hinsicht, angeschrien zu werden. Meiner Meinung nach einer der deutschsprachigen Bands die gnur utes Kwalitätskóntent bringt.

Ansonsten: Dieser Klassiker von Satyricon. Mal wieder "Nowa Aleksandria" von Siekiera. Und "Raza Odiada" von Brujeria. Oh und GZUZs "Warum", keine Ahnung warum.








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Darkthrone Discography: Panzerfaust (1995)

Mittlerweile fünftes Album von Darkthrone. Genauso minimalistisch eingespielt wie der Vorgänger "Transilvanian Hunger". Allerdings ist die Gesangsspur deutlich rauer und weniger mit diesen typischen Hall-Effekten versehen. Ein tiefes, ziemlich kaputtes Krächzen. Ungehobelt. Wie ein
Instagram-Foto ohne Filter. Und zugegeben ziemlich hässlich. Aber das soll Black Metal ja nicht sein. Trotzdem stößt es mir beim ersten hören etwas sauer auf, weil ich diesen anderen, "gefilterten" Gesang gewohnt bin. Aber nach mehrmaligen Hören gefällt es mir doch, irgendwie. Man hört auch eindeutige Einflüsse von Hellhammer bzw. deren Nachfolgeband Celtic Frost.

Für eine positibe Überraschung bei mir sorgte der letzte Song "Snog og granskog (Utferd)", welches bis dato das erste elektronische Lied der Band ist. Ist übrigens eine Vertonung eines Gedichts von Tarjei Vessas. Fazit: Durchaus hörbar, jedoch von den klassischen Alben der Band sicherlich nicht das Beste.

6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Quintessence, Beholding The Throne Of Might, En Vind Av Sorg


Killing Joke Discography: MMXII (2012)

Vierzehntes Album von Killing Joke. MMXII ist 2012, geschrieben in römischen Zahlen. Das Album kam äh im Jahr 2012 raus. Offensichtlich. Inspiriert vom Phänomen des Jahres 2012: Dem Glauben an den Weltuntergang. Anyways: Das Album bietet wieder einen eingängigen, kühlen aber trotzdem ziemlich maschinellen, industriellen Sound. Im Prinzip ein Album, dass finstere Themen wie bspw.
eine düstere und ungewisse Zukunft anspricht gleichzeitig aber auch Positives vorweisen kann. So zeigen sich KJ überzeugt von Permakultur, Aufforstung und biologischer Nachhaltigkeit. In "Fema Camp" geht es um die Camps der Federal Emergency Management Agency. Den Begriff habe ich bis jetzt leider nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Querfront/Aluhut-Veranstaltungen gesehen auf welchen irgendwelche "woke people" darüber gesprochen haben. Eines der stärksten Songs ist meiner Meinung nach "Rapture", aufgrund der Art der wie der Song aufgenommen ist. Als wäre er dafür gedacht Massen zum Toben zu bringen.

Sie haben damit bewiesen, dass sie es immer noch können. Nicht nur bei mir sondern auch bei Dutzenden von Fans und Kritikern. Deswegen:

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Rapture, Colony Collapse, Pole Shift



Metallica Discography: Reload (1997)

Eigentlich sollte das Album zusammen mit "Load" in Doppelpack erscheinen. Allerdings hat man sich entschlossen, erst auf Tour zu gehen um dann anschließend das Album fertig zu stellen.

Ich muss ehrlich sagen, ein wenig bin ich enttäuscht. Das Album ist natürlich nicht so schlecht wie es diese ganzen Metallica-Puristen sagen. Es hat verdammt gute Momente. Ich mag bspw. Marianne Faithfuls Gastpart in "The Memory Remains". "Fuel" ist ein verdammt guter Opener. Auch "The Unforgiven II" find ich irgendwie gut. Es ist halt dieser Southern Rock/Americana/Blues-Einfluss der das ganze doch etwas merkwürdig macht. Es zieht sich gegen Ende dann doch ziemlich und geht mir
auf den Nerv. Trotz alledem ist es nicht das schlechteste Metallica-Album. Definitiv nicht.

PS: YEAAAH YEAAAH YEAAHEEAAAHHH
6,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Fuel, The Memory Remains, The Unforgiven II


Ministry Discography: Amerikkkant (2018)

Hm. Also halten wir's mal fest: Nach 1203123 Aussagen wie "Das hier ist aber wirklich das letzte Album" bringt Al Jourgensen doch noch eins raus. Und natürlich muss er sich an der großartigen Milchkuh Donald Trump beteiligen. Schließlich ist es ziemlich leicht den US-Präsidenten zu bashen. Hier und da ein paar Samples. Untergangsstimmung. Dieser große Idiot wird uns noch umbringen!
Gleich im Opener "I know Words" wird "Make America Great Again" gesamplet. Tatsächlich ist das rundum gesehen gar kein so schlechtes Album. Man verzichtet auf die Thrash Metal Komponenten und kehrt etwas zu den ursprünglichen Sound zurück. Das klingt wirklich gar nicht mal so schlecht. Was ich tatsächlich ziemlich interessant finde: Jourgensen hat früher Songs gegen Bush gehabt, darüber dass 9/11 ein Inside Job ist... Hat Info Wars ein Interview gegeben... Und hier gibts ein Song namens "Antifa". Also fand scheinbar ein Umdenken statt. Dafür wird Jourgensen auch in den YouTube-Kommentaren zur Sau gemacht. Er sei ein Cuck, ein NWO-Kämpfer und Kommunist. Witzig. Es ist nicht so brutal stumpf wie so einige Sachen davor. Allerdings nicht mal ansatzweise so innovativ wie die Klassiker. Deswegen: Kann man hören, muss man aber nicht. :D

6/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Twilight Zone, Antifa, Wargasm