Totalt Jävla Mörker - Människans ringa värde (2004)
Totalt Jävla Mörker bedeutet ungefähr sowas wie "Total Fucking Darkness", während der Albumtitel für "The Insignificance of Man" steht. TJM stammten aus Skelleftea, einer Gegend die eher für ihren Alkoholismus und Nichtslosigkeit bekannt ist als Punkmusik. Zumindest lassen es einen die lokalen Jugendlichen spüren, wenn man ein Außenseiter ist. Die Musiker die auf diesem Album zu hören sind, waren/sind schon mal in solchen Bands tätig gewesen wie The (International Hope Conspiracy (Inge Johansson, der inzwischen Bassist bei Against Me! ist und damit beschäftigt Israel zu hassen), Bassist
Victor Brandt (u.a. Satyricon), Drummer Christian Augustin spielte unter anderem bei Cult of Luna. Wer alles genau hier drauf zu hören ist, kann ich nicht genau nach recherchieren weil die meisten Informationen auf Schwedisch sind. Auf jeden Fall singt hier Fredrik Linkvist (der scheinbar inzwischen Kunstausstellungen in Ingolstadt macht?) als auch ein Typ namens Jocke D-Takt, der unter anderem schon mal bei Warvictims, Dödsdömd und wasweißich noch wo aktiv gewesen ist.
Victor Brandt (u.a. Satyricon), Drummer Christian Augustin spielte unter anderem bei Cult of Luna. Wer alles genau hier drauf zu hören ist, kann ich nicht genau nach recherchieren weil die meisten Informationen auf Schwedisch sind. Auf jeden Fall singt hier Fredrik Linkvist (der scheinbar inzwischen Kunstausstellungen in Ingolstadt macht?) als auch ein Typ namens Jocke D-Takt, der unter anderem schon mal bei Warvictims, Dödsdömd und wasweißich noch wo aktiv gewesen ist.
Was wir hier zu hören kriegen ist klassicher, schwedischer Crust. Also Käng Punk, wenn wir schon bei Fachbegriffen sind. Die Songtexte sind auf Schwedisch. Wir haben zwei Vocalists, so wie es sich gehört. Zwei unterschiedliche Stimmen. Eine eher gutturale, eine keifende - beide wechseln sich ab. Ich verstehe die Texte nicht. Aber bei einem Songtitel wie "Rasist i Uniform" könnte man sich denken worum es geht. "Under Sions Kalla Stjärna" ist ein Cover des schwedischen sozialistischen Singer/Songwriter Björn Afzelius. Darin prangert er (wie kann es denn sonst sein) Israel an, es würde das gleiche machen mit Palästinensern wie ihrwisstschonwer. Meine Fresse ist das ein ekelhaftes Rabbithole. Peinlich. Wie auch immer, es hat gut angefangen, aber das gibt mir ein deutlich ekelhafteren Nachgeschmack. Der Rest ist musikalisch durchaus geil. Standard Swedish Käng Punk. Viel viel viel Geballer. Und Saxophon. Saxophon im Titeltrack, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Fast schon wie bei Siege damals. Trotzdem gibts hier einige Punkte Abzug fürs Klischeebedienen als auch einen zusätzlichen Punkt fürs Klischeebedienen.
5,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Titeltrack, Rasist i Uniform
Venomous Concept - Retroactive Abortion (2004)
An zweiter Stelle haben wir ein Album einer weiteren Supergroup. Wobei hier Mitglieder von mindestens genauso wenn nicht sogar noch mehr bekannten Kapellen auftreten. Shane Embury (mittlerweile ex-Napalm Death) am Bass, Kevin Sharp (Brutal Truth) am Gesang, Buzz Osborne (Melvins) an der Gitarre und Danny Herrera (Napalm Death) an den Drums. Gegründet von Sharp und Embury nachdem sie (noch mal) festgestellt haben wie viel Liebe sie für 1980s Hardcore Punk haben und dass sie noch nie gemeinsam in einer Band waren. Tatsächlich war Sharp zu dem Zeitpunkt Fahrer des Napalm Deat'schen Tourbus. Der Bandname ist eine Anspielung auf die Kreativität japanischer
Punkbands, die desöfteren wirr wirkende englische Namen trugen - und gleichzeitig eine alternative Umsetzung des Namens "Poison Idea". Letztere müsste ich euch glaube ich nicht vorstellen.
Punkbands, die desöfteren wirr wirkende englische Namen trugen - und gleichzeitig eine alternative Umsetzung des Namens "Poison Idea". Letztere müsste ich euch glaube ich nicht vorstellen.
"Retroactive Abortion" hört sich (mit Ausnahme von Buzz Osborne natürlich) so an als würden Grindcore Musiker (wieder) Hardcore Punk machen. Sharp singt durchaus wie ein typischer Hardcore Punk Sänger. Größtenteils keift er, manchmal schreit er. Es gibt hier kaum Gitarrensoli, einmal hört man sogar Buzz Osborne seinen Gesang beisteuern. Die Songs sind kaum länger als zwei Minuten, während das ganze Album mit 16 Songs nicht mal eine halbe Stunde lang ist. Mit Titel wie "Oink!", "Monkey See, Monkey Beat" oder "Braincrash" könnte man meinen das wäre unglaublich hohl. Nun, sie haben sehr wahrscheinlich keinen Grammy dafür gewonnen. Der Sound ist unfassbar primitiv und klingt schlicht und einfach wie eine Grindcore-Band die wieder Punk macht - nicht andersherum. Meines Erachtens durchaus genießbar - hätte aber vielleicht auch etwas kürzer sein können. 16 Songs in 27 Minuten ist vielleicht ein wenig too much. Aber sonst: Geht klar.
Anspieltipps: Braincrash, Monkey See Monkey Beat, Rhetoric
7/10 Pfandflaschen


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