Donnerstag, 12. Februar 2026

My Favorite TV-Show: 24 Double Feature!

Und weiter geht die fröhliche Reise ins Land von "24". Diesmal behandeln wir zwei...Fortsetzungen oder so in der Art.

24: Live Another Day

Kaum ging es letztens erst mit der Hauptserie zu Ende, schon geht es an der gleichen Stelle weiter. "24: Live Another Day" ist im Grunde genommen eine Fortsetzung, kein Ableger, kein Spin-Off. Anstelle von 24 Folgen haben wir hier ganze 12. Doch eins nach dem anderen.


Wir befinden uns in London. Jack Bauer (immer noch Kiefer Sutherland) ist hier untergetaucht weil er sowohl von der US- als auch von der russischen Regierung gesucht wird. Schließlich hat er in der letzten Staffel aus Rache für den Tod von Renee Walker Mitglieder der russischen Regierung verletzt oder getötet. Chloe (Mary Lynn Rajskub), eine ebenfalls ehemalige CTU-Agentin und Bauers Vertraute hat sich einer Gruppe von Hackern angeschlossen. Sie selbst ist mittlerweile Whistleblowerin und wurde vom Londoner Zweig der CIA verhaftet. Man vermutet dort, dass Bauer einen Anschlag auf US-Präsident James Heller (William Devane), der in Staffeln 4-5 Außenminister war, plant. So findet man und verhafet ihn. Dies war allerdings nur eine Finte Bauers um irgendwie in die Nähe von Chloe zu kommen und sie da rauszuholen. Warum ist Heller in Großbritannien? Nun, es geht ihm um ein Treffen mit der britischen Regierung. Die USA sollen eine Drohnenbasis auf der britischen Insel Diego Garcia weiter betreiben dürfen. Zu blöd nur, dass eine amerikanische Drohne von jemand unbekanntes aus der Ferne manipuliert wird und mehrere britische Soldaten tötet. Es kommt zu einen Skandal. Der zuständige Drohnenpilot wird verhaftet und ihm werden mörderische Absichten unterstellt. Tatsächlich scheint jemand wirklich vorzuhaben, ein Attentat auf Heller durchzuführen. Jack tut sich mal wieder mit Chloe zusammen um näheres rauszufinden und das aller aller schlimmste zu verhindern.

Diesmal hat man die Handlung immer noch in 24 Stunden untergebracht, allerdings in 12 Folgen. So findet vor der letzten Folgen ein Zeitverschiebung von 12 Stunden statt. Eine ziemlich einfache Lösung. Alles findet immer noch in Echtzeit statt. Und zwar alles genauso unrealistisch viel für "nur" 24 Stunden. Man hat einfach die Handlung von L.A./Washington/N.Y. nach London versetzt und die britische Schauspiellegende Stephen Fry als Premierminister engagiert. Chloe sieht aus wie eine äh Goth-Hackerin. Nachdem ihrer Familie wirklich super schlimmes widerfahren ist, ist sie voller Trauer. Darum muss sie jetzt wie Noomi Rapace in diesen Stieg-Larsson-Verfilmungen aussehen. Es ist eine durchaus würdige Fortsetzung, die zeigt was passiert nachdem man Jack gesagt hat "nun äh sie sind frei, laufen sie weg, weil äh wir müssen sie leider jagen, so rechtlich gesehen dies das" und er geantwortet hat "ja boah keine ahnung macht das halt, mir egal. ihr kriegt mich nie". Wieder mal Intrigen über Intrigen. Ein Verräter in eigenen Reihen. Ein "Rogue Agent" wie Bauer, der offiziell mit den Behörden zusammenarbeitet obwohl er eigentlich hätte verhaftet werden müssen. Russland. Chinesen. Araber. Anschläge. Alles wie gehabt. Ich hatte Spaß daran, jedoch trotzdem sieht man hier schon einige Ermüdungserscheinungen. Irgendwo kopiert sich die Serie selbst und schafft so einen gewissen Nostalgie-Effekt. Es ist in Ordnung.



24: Legacy

"24: Legacy" darf definitiv gleichzeitig als Fortsetzung der ursprünglichen Serie (weil hier Charaktere daraus vorkommen) als auch als Spin-Off betrachtet werden - denn insgesamt hat sie nichts mit Jack Bauer und seiner direkten Umgebung zu tun.


Im Mittelpunkt der Ereignisse steht Eric Carter (Corey Hawkins). Er ist ehemaliger Army Ranger, der einst für die CTU gearbeitet hat. Eines Tages wird das Haus überfallen, in welchem er als auch seine Frau Nicole (Anna Diop) wohnen. Die Angreifer sind islamistische Terroristen, die irgendein bestimmtes Paket haben wollen. Eric ist ratlos, ergreift aber die Initiative - und auch Nicole kann sich mit Einsatz von Schußwaffen wehren. Es stellt sich heraus, dass Eric einst an der Liquidierung des dschihadistischen Terroristen Ibrahim Ben-Khalid beteiligt war, zusammen mit anderen Soldaten die inzwischen ein bürgerliches Leben führen. Ben-Khalids Sohn Jadalla (Raphael Acloque) ist in der Hierarchie aufgestiegen und hat die ursprüngliche Terrorgruppe fortgeführt - um unter anderem seinen Vater zu rächen. Sein Vorhaben: eine Liste von verschiedenen Schläferzellen finden um sie zu aktivieren, damit sie Terroranschläge in den USA verüben. Eric arbeitet nun mit der CTU zusammen, um die Terroristen zu finden und auszuschalten. Die CTU hingegen wird u.a. vertreten durch die ehemalige Direktorin Rebecca Ingram (Miranda Otto, bekannt u.a. aus Herr der Ringe) - sie hingegen war einst für die Liquidierung Ibrahim Ben-Khalids verantwortlich und ist somit eines der Ziele der Terrorgruppe.

Ich habe versucht, nicht zu spoilern, aber ich hätte es genauso tun können. "24: Legacy" bietet den Zuschauern ehrlich gesagt nicht viel neues. Das gleiche Schema mit den 24 Stunden in Echtzeit, allerdings gepresst auf 12 Folgen, die irgendwann 11 Stunden überspringen. Ein Hauptcharakter der besessen von seinem Job ist. Seine Partnerin, die mitfühlend ist und von seiner Besessenheit beunruhigt ist. Agenten der CTU die voll aufs Ganze gehen, Intrigen innerhalb der Strukturen, Menschen die ausgeknockt werden müssen, gefoltert und verprügelt werden müssen. Es macht Spaß, sich das ganze anzugucken. Aber nur wenn man den Aspekt ausblendet dass es eigentlich ziemlich hohl ist. Was heißt "ziemlich"? Es ist absolut hohl.





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