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Mittwoch, 31. August 2022

So isses, Musik!#150

My Favorite NOFX-Songs (kinda), Part Two:

Was angefangen wurde, muss auch zu Ende geführt werden. Diese Liste ist eine Lüge. Schließlich kann ich keine Best-Of erstellen, weil ich nicht alle Songs kenne. Es ist eher eine Liste von Favoriten aus den 14 Studio-Alben der Band. Oder so. Jedenfalls ist die #1 hier nicht meine Nummer Eins sondern einfach nur der meines Erachtens beste Song aus dem neuesten Album.


6. "We Got Two Jealous Agains" von "The War On Errorism" (2003)




"The War On Errorism" war mein erstes richtiges NOFX-Album und gleichzeitig irgendwie auch der Zündfunke für Politik, natürlich neben den US-Wahlen, Irakkrieg usw. usf. Es ist das politischste Album der Band, zumindest zum damaligen Zeitpunkt. Der Song ist allerdings nicht politisch. Es geht darum, dass man jemanden kennengelernt hat, mit dem man unfassbar viel gemeinsam hat. Im Text werden verschiedene Platten aufgezählt die man "gemeinsam" hat. "Jealous Again" ist dabei eine Single von "Black Flag". Die beiden Partner, gemeint sind natürlich Sänger Fat Mike und seine Ex-Frau, haben nun zwei davon weil sie einen ähnlichen Geschmack haben.


5. "The Marxist Brothers" von "Wolves In Wolves Clothing" (2006)




Der Titel ist eine Anspielung an den Song "The Moron Brothers" handelt aber von Bourgeoisie-Salonkommunisten, für die politische Arbeit eine Art Lifestyle ist. Leider ziemlich gängig sowohl in den USA als auch in Deutschland.

4. "Eddie, Bruce and Paul" von "Coaster" (2009)


Eigentlich kann ich mich gar nicht so gut an das Album erinnert. Der Song hier handelt allerdings von den beiden Iron-Maiden-Sängern Bruce Dickinson und Paul Di'Anno als auch vom Maskottchen Eddie. Ein sehr merkwürdiges Tribut. Mit NWOBHM-Zitaten.

3. "I've Got One Jealous Again, Again" von "Self Entitled" (2012)




Fat Mike und seine Ex-Frau haben sich getrennt. Nun hat er eine Kopie von "Jealous Again" für sich alleine. Ein trauriger Trennungssong.


2. "I'm So Sorry Tony" von "First Ditch Effort" (2016)




Ein wirklich sehr bewegender Abschiedssong an den Sänger von No Use For A Name, Tony Sly, der an Krebs verstorben ist und zu Lebzeiten guter Freund von Fat Mike als auch der gesamten Band gewesen ist. Im Song kommt auch der Gedanke auf, "Man hat so wenig Fotos von sich und seinen besten Freunden, weil man nicht auf die Idee kommt dass sie aus deinem Leben verschwinden"

1."Fuck Euphemism" von "Single Album" (2021)




Ich muss sagen, ich kenne das ganze Album noch nicht, den Song aber schon ein Bisschen. Empfehle herzlichst den Songtext nachzugucken. Habe keine Lust das hier breitzutreten :3


O:

Nun, ich höre weiterhin meine Musiksammlung alphabetisch durch. Bin bei O angekommen und habe leider fürchterlich gelitten.

Zuerst wars gar nicht so schlecht, weil ich zwei Oasis-Alben gehört habe: Definitely Maybe und (What's the Story?)Morning Glory. Seit dieser 90er-Jahre-Alben-Sache mag ich diese beiden sehr. Also die beiden Alben, nicht die Gallagher-Brüder. 

Danach waren Obtained Enslavement dran, die ich schon in der letzten Ausgabe vorgestellt habe. Anschließend dann die "First Four EPs" von OFF!. Einer Art Allstar-Band um Keith Morris von Circle Jerks und irgendwelchen Musikern von Rocket from the Crypt. Großartiger 80er Hardcore Punk Sound, wenn auch viel zu kurz:



Oi Polloi - Mind the Bollocks EP (2007)



Auch wenn ich Oi Polloi aufgrund ihrer anti-zionistischen Einstellung mittlerweile absolut nicht leiden kann, so muss ich zugeben dass ich die Band zwei oder drei Mal in meinem Leben gesehen habe und es tatsächlich sehr witzig war. Es sind dumme Anarcho-Idioten, aber sie haben eine einzigartige Mischung aus Oi! und Anarcho Punk gemacht.


Oi!Tanking - Wir sind doch keine Hochstuhlabsolventen (2007)

Was für ein Brett. Oi! Punk, der im Grunde genommen dasselbe Schema bedient wie Eisenpimmel. Sprich: Ein Klischee aufs übelste bedienen und zwar so, dass man irgendwann nicht mal mehr sagen kann ob das ernst gemeint ist oder nicht. Aber man müsste schon ziemlich dämlich sein um nicht zu merken dass das hier eine großartige Verarsche von Kirmes-Oi! ist. "Jeder scheißt in seine eigene Hose!"!!!

Oiro - Als was geht Gott an Karneval? (2005)



Der Song "Partnerwahl 3,2,1,keins" ist seit knapp 15 Jahren zu Gast in meinem Kopf. Alleine wegen dem Intro mit der älteren Frau Ludmilla die mit russischen Akzent sagt, dass sie "suchen eine Partner oder Partnerin für unterscheide äh unterhalten zusammen mhhh mein hobby ist schwiemen ich lese viel bücher und...so weit". Ich habe genug gesagt.

Ol' Dirty Bastard - The Dirty Story (2001)



Ein kleines Best of von ODB, selbstverständlich mit "Got Your Money" als auch "Shimmy Shimmy Ya".

Und jetzt kommt der große Haufen Scheiße:

Olli Banjo - Sparring (2004)

Ich habe keinen blassen Schimmer wie dieses Album bei mir gelandet ist. Wahrscheinlich hat es mir ein Kollege damals geschickt oder so. Es ist furchtbar furchtbar schlecht und pseudowitzig. Unfassbar unangenehmer, beschissener Deutschrap.

Was läuft sonst so?

"Vicious" von Fight



Fight war ein Musikprojekt von Rob Halford, der zum damaligen Zeitpunkt Judas Priest verlassen hat. Ich finde das super merkwürdig. Klingt wie typischer Alternative/Industrial Metal. Dieser melodische Gesang passt so absolut nicht zu diesem Baustellen-Riff. Erinnert mich an "Just One Fix" von Ministry. . Muss mich länger damit auseinandersetzen. 

Black Sabbath Discography: Never Say Die! (1978)

Okay, wir sind an einem Endpunkt angekommen. Oder so. Jedenfalls ist das hier das Ende einer Ära. "Never Say Die!", was ehrlich gesagt ein ziemlich zynischer Titel ist wenn man den Zustand der Band berücksichtigt, ist das letzte Album von Black Sabbath mit Ozzy Osbourne am Gesang. Zwischenzeitlich ist Ozzy kein Teil der Band gewesen, da er sich um seine Mutter kümmern musste weil sein Vater gestorben ist und andere Sachen. Zwischenzeitlich sang ein Typ namens Dave Walker, der auch mal bei Fleetwood Mac tätig war. Der Rest der Band war tatsächlich froh darüber, dass Ozzy 
zurückgekehrt ist. Dieser wollte allerdings die Songs die sie ohne ihn komponiert haben singen und so mussten sie von vorne anfangen. Im Endeffekt haben sie am laufenden Band versucht Songs zu


komponieren, was zur totalen Abstumpfung geführt hat. Drogen und Alkohol haben natürlich auch ihr Übriges getan.

"Never Say Die!" ist tatsächlich ein etwas besseres Album als der Vorgänger "Technical Ecstasy". Der Titelsong fängt direkt ohne jegliche Vorwarnung an. Es ist kein langsamer Doom-Song oder ein progressiver Versuch sondern etwas was damalige Hard Rock Bands halt auch gespielt haben. Melodisch, flott, etwas bluesig, geht gut ins Ohr. Zumindestens am Anfang. Gegen Ende des Albums hat man irgendwelche Jazz-Anleihen, siehe "Breakout" - der ein verdammt guter Song ist. Ebenfalls großartig finde ich "Swinging The Chain", worauf Drummer Bill Ward singt. Astrein. Zwischendurch auch ein unfassbar merkwürdiger Versuch auf Teufel komm raus progressiv zu sein - "Air Dance", der klingt wie drei Songs in einem. Schade eigentlich. Es hat nämlich ganz gut angefangen und dann mündete es in einem Mischmasch, der gar nicht wirklich zusammenhängend wirkt. Als hätten alle irgendwie ihre Hausaufgaben gemacht, nur als Team funktioniert das nicht so wirklich. Trotzdem wesentlich hörbarer als der Vorgänger, wenn auch niemals niemals so gut wie die Klassiker von Sabbath.

Meines Erachtens war "Technical Ecstasy" ziemlich desaströs, "Never Say Die!" hätte aber durchaus was werden können. So ist es nur unterer Durchschnitt. Schade.

5/10 Pfandflaschen

Und weil drei Meinungen besser sind als eine, hier Philipp und Raphael:

Philipp:
"Nun sind wir also beim (vorerst) letzten Album, der originalen Black Sabbath-Besetzung angekommen und ich kann kaum etwas dazu schreiben, ohne es mit Technical Ecstasy zu vergleichen, was ich (und daraus habe ich kein Geheimnis gemacht) ja eher nicht so dolle fand.

Nunja, allein der Opener macht schon mal wieder verdammt viel richtig, das ist eine richtige Hymne, die sehr nach Protopunk und Pubrock klingt, großartiger Song mit einem Text über gesellschaftliches Aussenseitertum. Generell hat sich die Band sehr gut wieder gefunden, vor allem besinnt sich Tony Iommi wieder auf seine Stärke, einen Song um 2-3 wirklich geile Riffs zu schreiben, während es auf Technical Ecstasy eher so wirkte, als würde er einen Song mit so vielen mittelmäßigen Riffs vollstopfen wie er nur kann. Ein paar wirkliche Perlen sind hier auf jeden Fall zu finden.
„Junior‘s Eyes“ zum Beispiel startet mit einem jazzigen Geezer-Butler-Riff, das Tony zwar mit etwas uninspiriertem Wah-Wah-Gefiedel verhunzt, was im Refrain aber auch einfach alles wieder gut macht, was man irgendwie kritisieren könnte, das Solo ist dann auch wieder wirklich gut. 
Den Closer „Swinging The Chain“, der sich textlich sehr kritisch mit Ozzy auseinandersetzt – es war wohl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung  schon absehbar, dass es keine gemeinsame Zukunft geben würde, ursprünglich hatte Ozzy die Band schon verlassen, kehrte aber für die Aufnahmen des Albums dann doch zurück – ist ein ziemlich toller, von Bill Ward gesungener, Blues-Song, der einiges von dem Schaden, den Bill mit „It‘s Alright“ angerichtet hat, wieder repariert.  
Generell hat die Band wirklich gute Ideen, so wie das tolle Intro zu „Air Dance“, was aber leider in einer schwülstigen Ballade ausartet, die Don Airey von Rainbow (an sich großartiger Musiker) leider – genau wie auch Over To You - mit seiner völlig übertrieben eskalierenden Keyboard-Spur effektivst an die Wand fährt. 
A propos „an die Wand fahren“, „A Hard Road“ erinnert mit seiner Strophen-Melodie etwas an eine schlechte und lustlose Version von „Surrender“ von Cheap Trick (welches übrigens beim erscheinen von Never Say Die schon seit 5 Monaten veröffentlicht war, was also wirklich nicht zu verzeihen ist), „Cheap Sabbath“ sozusagen.
Shock Wave beginnt mit einem geilen Riff, bei dem ich mir unweigerlich Peter Maffay auf einem Motorrad vorstelle (ein Bild, das hoffentlich ohne Miete zu zahlen die nächsten Wochen in euren Köpfen leben wird), solider Hard Rock-Song, sicherlich kein Sabbath-Niveau aber an sich gar nicht mal so übel.
Als Fazit würde ich an dieser Stelle mal fest halten, dass die Band wieder wesentlich Riff-orientierter vor geht aber leider immer noch klingt, als würde sie krampfhaft versuchen, aktuellen  musikalischen Trends nachzueifern und wie andere Bands zu klingen, bei diesem Album orientiert man sich deutlich an Pubrock und Hardrock der späten 70er. 
Ich persönlich bin sehr froh, dass ich diese letzten beiden Alben überstanden habe, als nächstes geht es nämlich (endlich) mit Dio weiter, ich will aber noch nicht zu sehr voraus greifen. 
An sich verdient das Album aufgrund einiger wirklich guter Ideen, die aber leider nicht konsequent umgesetzt wurden, solide

5/10 Pfandflaschen.

Anspieltipps: Never Say Die, Junior‘s Eyes, Swinging The Chain"

Raphael:

"Das achte Album in acht Jahren – das letzte Black Sabbath Studio Album in den 1970ern „Never say die!“ erscheint in einer Zeit, in der die Drogenprobleme bei den Bandmitgliedern an einem neuen Hoch angelangt sind. Einmal noch hat sich die Originalbesetzung zusammengerauft, bevor die Ära Osbourne (vorerst) enden sollte. Es ging drunter und drüber. Man kann sagen, die Band war sich bei den Aufnahmen schon bewusst, dass es nun zu Ende gehen sollte. Innere Streitigkeiten, generelle Unzufriedenheit, und die Suche nach der nächsten Dosis waren allgegenwärtige Schatten, die über der Entstehungsphase hingen. Und so hat sich auch ein Charakter in den Sound eingebrannt, der eher wie ein Rückblick auf die bisherige Karriere von Black Sabbath wirkt – quasi wie ein Best-Of; nur mit neuen Liedern; und nicht so gut.

Bill Ward, Tony Iommi, Geezer Buttler, Ozzy Osbourne

Die ersten zwei Stücke ‚Never say die!‘ und ‚Johnny Blade‘ mögen Lichtjahre davon entfernt sein, an alte Leistungen anzuknüpfen. Immerhin lässt der solide Hard Rock mit Synthie-Einlagen und eingängigen Refrains wenig Raum für wirkliche Beschwerden. Etwas anders verhält es sich bei ‚Junior’s Eyes‘, das einen ziemlich groovigen Basslauf hat, der an die Zeit der ersten drei Alben erinnert. Die hintergründig sägende Gitarre nervt ein bisschen im Klangbild und spätestens im Refrain wird aus dem angenehmen Groove eine sehr unangenehme Cock Rock Hymne zum Abschalten – schade um den tollen Basslauf. Mit ‚A Hard Road‘ bringen Black Sabbath etwas von dem besseren Teil des „Sabotage“ Albums wieder – dennoch ist der Song trotz seiner Catchiness und einiger netter Stopps in den Übergängen ziemlich belanglos.

Vielversprechend klingt der Einstieg in die B-Seite mit ‚Shockwave‘. Auch wenn die Dad Vibrations nicht gerade schwach sind, haben Black Sabbath hier ein breit aufgestelltes, schweres Geschütz mit abwechslungsreicher Munition zu bieten. Wer von den vorigen Alben an Enttäuschungen gewöhnt wurde, wird nun fast überrascht darüber stolpern, dass ‚Air Dance‘ zwar ein eigensinniger aber keineswegs schwacher Song ist. Von einem schweren Riff herab taucht der Song in eine betörende und farbenfrohe Klangwelt aus Prog, Jazz Rock und intelligente Songstruktur. ‚Air Dance‘ klingt mehr nach Focus, Minimum Vital oder Jethro Tull als nach Black Sabbath – und vielleicht ist genau das die Abwechslung, die nach mehreren schwachen Alben notwendig war. Wer den Song aufgrund ebendieser Beschaffenheiten eher überspringt, hat wahrscheinlich mit dem nächsten Titel ‚Over to you‘ mehr Freude. Die Nummer ist weder einfallslos noch einfallsreich – es ist eher die erwachsene Variante eines High School Rock Love Songs, die intelligente Fassung vom damals angesagten Hard Rock, die schwergewichtige Umsetzung von Retroprog, und irgendwie auch ein Song, der zu catchy zum skippen und zu langweilig zum Abspielen ist. Das vorletzte Lied ‚Breakout‘ wurde – wie viele Titel auf „Never say die!“ – mit Interimssänger Dave Walker geschrieben. Nachdem Ozzy Osbourne während der Arbeiten am Album dann doch wieder Teil der Band wurde, sang er die Stücke neu ein – bis auf ‚Breakout‘. Das vehemente Verweigern, das Stück einzusingen bescherte dem Album ein fantastisches Heavy Blues-, Jazz Rock-, Big Band Stück. Und dass das (bis dato) letzte Black Sabbath Album mit Osbourne am Gesang ausgerechnet ein Instrumental zum Höhepunkt hat, ist sehr bezeichnend. Auch beim letzten Titel ‚Swinging the Chain‘ konnte der Leadsänger nicht überzeugt werden, das Mikrophon in die Hand zu nehmen, weshalb Drummer Bill Ward den von ihm geschriebenen Text sang. Die schwere Blues Rock Nummer ist besser als vieles, was Black Sabbath in den vorigen Jahren veröffentlicht haben, kommt aber trotz starker Mundharmonika nicht an ‚The Wizard‘ heran.

Legt man „Never say die!“ neben „Technical Ecstasy“ wirkt es, als hätte sich die Band nochmal ordentlich Mühe gegeben. Welcher Part genau es war, der zwischen harter Drogenabhängigkeit, ständigen Streitigkeiten, Versuchen einer Neuformierung und einem rückblickenden Zusammenreißen es war, weiß man nicht. Aber „Never say die!“ ist mitnichten der Totalausfall, den man von der Nachfolge zu „Technical Ecstasy“ hätte erwarten können. Ein gutes Album ist es wahrlich nicht, aber es ist ein irgendwie okayes Ende der ersten Ära Osbourne.

5/10 Pfandflaschen"



Freitag, 12. August 2022

So isses, Musik!#149

Hallöchen und herzlich willkommen bei "So isses, Musik!"#149. Wir sind eine Nummer von der Jubiläumsausgabe #150 entfernt und darum dachte ich mir, dass ich eine klitzekleine Best-Of erstelle. Nun, da ich immer noch meine Musik alphabetisch durchhöre und immer noch bei N gelandet bin waren letztens NOFX dran. Allerdings habe ich nicht alle Alben. Jedenfalls habe ich mir überlegt, dass ich die Discography durchgehe und von jedem Album einen Song aussuche der mir am meisten gefällt.

Fangen wir an.

Achja, und natürlich gehts mir nur um die Alben. Keine EPs, 7inches (außer die 7inch of the Month compilation), Live-Alben, Demos und Raritätensammlungen.

My Favorite NOFX-Songs (kinda), Part One

14. "Shut Up Already" von "Liberal Animation" (1988)


Ein uralter NOFX-Song, der sogar mit einem Videoclip daherkommt. Junge, angepisste, verdammt noch mal sehr gute NOFX, die gegen Veganer, Vegetarier, Tierrechtler usw. austeilen. Jung und dumm auf jeden Fall. Absolut dreckiger Song. Wenn ich mich recht entsinne, sogar mit Led Zeppelin Zitat.

13. "Go Your Own Way" von "S&M Airlines" (1989)


Ein Cover von Fleetwood Mac, das seltsamerweise irgendwie wie Hüsker Dü klingt. Wunderbar zerhacktstückelt oder wie man auf Englisch sagen würde "butchered". Im Refrain allerdings wunderschön.

12. "The Moron Brothers" von "Ribbed" (1991)


Ein Song über zwei idiotische Brüder, die allerlei Scheiße bauen. Großartiges Storytelling. Habe den Song das erste Mal vor über zehn Jahren gehört und finde ihn immer noch großartig.

11. "Bob" von "White Trash, Two Heebs and a Bean" (1992)



Ein weiterer Storytelling-Song über einen Typen der viel zu viel Alkohol konsumiert hat. Habe ihn bestimmt tausend Mal gehört. Wahrscheinlich weil ich damals sehr großes Interesse an der Skinhead-Kultur hatte und mich dieses "Oi! Oi! Oi!" am Anfang sehr begeistert hat.

10. "The Brews" von "Punk in Drublic" (1994)

Diesmal geht es um Skinhead-Juden, die einen drauf machen und anti-hakenkreuz-tattoos tragen, obwohl es in der orthodoxen Auslegung des Judentums nicht erlaubt ist. Liebe diesen Song. Ich gehe jedes Mal in meiner Wohnung auf und ab wenn ich ihn höre. Ehrlich jetzt.

9. "What's The Matter With The Kids Today?" von "Heavy Petting Zoo" (1996)


Ich bin ganz ehrlich, ich hatte damals keinen blassen Schimmer was dieser Mann auf dem Cover mit dem Schaf macht. In dem Song geht es darum, dass irgendwas faul ist mit der Jugend von heute. Sie ist viel zu brav und hört zu oft auf ihre Eltern.

8. "Eat The Meek" von "So Long and Thanks for All the Shoes" (1997)


Der Albumtitel bezieht sich auf die Tatsache, dass die Band auf ihren Shows immer wieder mit Schuhen beworfen wurde. Ich weiß nicht genau worum es in dem Song geht. Aber er strahlt eine gewisse Traurigkeit aus und irgendwie drehen sich die Lyrics um das nicht dazu gehören auf dieser Welt. Im Vergleich zu anderen NOFX-Song ein wirklich deepes Thema. 

7. "Dinosaurs Will Die" von "Pump Up The Valuum" (2000)


Diesmal geht es um den Zerfall der Musikindustrie. Aussterben von Dinosaurier-Bands. 

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Obtained Enslavement - Witchcraft (1997)

Ich habe in meinem Leben EINMAL irgendso ein "Black Metal Iceberg Explained" YouTube-Video gesehen, in welchem irgendein langhaariger Typen die dunkelsten Ecken der Black Metal-Szene erklärt. Und irgendwann fiel der Name dieser Band und dass der Sänger Pest bei zwei Besetzungen der Norweger Gorgoroth aktiv gewesen ist. 

Was wir hier zu hören kriegen ist wunderbarer, teils roher/leicht primitiver jedoch großartiger Black Metal mit Elementen von klassischer Musik. Man hört auch auf jeden Fall, dass diejenigen Musiker die hier zugange waren definitiv Ahnung von hatten. Also, von klassischer Musik. Es ist im Grunde genommen BM mit melodischen Synthesizer-Intros und Klang der sich nicht nach Mülltonne anhört. Sehr melodisch, sehr angenehm.




Black Sabbath Discography: Technical Ecstasy (1976)

Siebtes Sabbath-Album in der allgemein bekanntesten Besetzung Osbourne/Iommi/Butler/Ward. Boy oh boy, habe ich mir schwer getan dieses Unding anzuhören.

"Technical Ecstasy" ist ein Album einer zerrüteten Band, bei welcher die Chemie nicht mehr stimmt. Der Plattenvertrag muss aber irgendwie erfüllt werden damit der Job sicher ist. So arbeitet man sich wund im Studio und schraub an irgendwelchen progressiven Elementen, anstelle sich um großartige Riffs und Melodien zu konzentrieren, so meinte Ozzy Osbourne. Im Endeffekt haben wir ein nicht halbes und nicht ganzes Hard Rock Album, was so gar nichts mit den den Beginn von Sabbaths Karriere gemein hat. 


Was natürlich nicht heißt, dass hier alles so unfassbar beschissen ist. "All Moving Parts (Stand Still)" ist ganz in Ordnung, "Backstreet Kids" auf jeden Fall auch. Ersterer handelt von einem Transvestiten der Präsident der USA wird, weil "the US-Society was so misogynistic at the time", wie Geezer Butler gesagt hat. Interessant, weil damals schon etliche misogyne Männer heimlich Kleider oder Damenwäsche getragen haben.

Ansonsten tut es weh sich das anzuhören. Man merkt auf jeden Fall dass die einzelnen Musiker definitiv was drauf haben, nur hört man nicht mehr dass sie als Einheit funktionieren. Es ist zudem nicht so wirklich klar was BS hier überhaupt wollen. Entweder auf Teufel komm raus progressiv sein und irgendwelche dementsprechenden Einlagen einbauen oder einen auf Hard Rock Band machen. Irgendwie macht es auch den Eindruck als würden sie nichts neues erschaffen sondern die Bands kopieren die damals angesagt waren. Traurig.

Anspieltipps: Backstreet Kids, All Moving Parts (Stand Still)
3/10 Pfandflaschen

Und weil drei Meinungen besser sind als eine, hier erstmal Philipp:

Philipp: 
"Als ich ungefähr 8 oder 9 Jahre alt war, spielte mir mein Vater auf einem Gerät der Marke RFT von ihm auf Magnetband aufgezeichnete Musik vor. Irgendwie der Vorläufer der Kassette aber vielleicht auch ein reines DDR-Medium zum aufzeichnen westlicher Musik, was auch immer, ich weiß, dass eine der Bands Black Sabbath war. Und ich will nun wirklich nicht darauf herum hacken, wie er den Bandnamen ausgesprochen hat. Jedenfalls muss ich jetzt hier etwas antiklimaktisch feststellen, dass mich die Musik nicht begeistert hat und ich nicht seit diesem Tag Black Sabbath-Fan bin. Es war nämlich dieses Album. Da ist er nun, der Zeitpunkt, an dem die Unkenrufe, dass das alles nicht mehr Sabbath ist, ganz einfach Recht haben. Sei es die völligst zerstrittene Band, der Drogenkonsum, der mittlerweile seine Auswirkungen auf Ozzys Stimme zeigte, oder einfach, dass sich die 3 Musiker völlig aneinander vorbei entwickelt haben, der zunehmende Einsatz von Keyboards oder oder oder... Irgendetwas stimmt nicht.
Die guten Riffs gibt es immer noch, aber keines davon ist wirklich länger als 30 Sekunden prominent im Einsatz, das Album beginnt mit dem Anfang von "Back Street Kids" wirklich gut aber löst sich dann schnell in proggig-schwadigem Wohlgefallen auf. Spätestens ab "It's Alright" trifft die Scheisse dann endgültig den Ventilator. Die von Bill Ward gesungene Ballade klingt, als hätten ELO einen wirklich schlechten Song geschrieben und das ist kein Kompliment. Über die Kritik, die PC-Philipp an "Gypsy" hätte, schweigen wir an dieser Stelle einfach, dafür ist der Song einfach zu schlecht (zumindest nach dem geilen Schlagzeug-Intro). Rock'n'Roll Doctor nun wieder klingt, als hätte Tony Iommi den Rock'n'Roll der 60er entdeckt und versucht, ihn so mittelmäßig wie möglich zu kopieren. Wie man merkt, es wird nicht besser, die Band spielt auch einfach nicht mehr zusammen, jeder macht so vor sich hin sein durchaus qualitativ hochwertiges Ding, das passt aber weder zusammen noch ist es wirklich stimmig. 
Außerdem versucht die Band wohl irgendwie progressiv zu sein und möglichst viele Riffs in einen Song zu quetschen, wirklich gut sind davon aber vielleicht noch 10%. "Dirty Women" ist dann noch mal ein recht passabler Song, mehr ist wohl leider nicht drin. 
Und was dieses Cover mit 2 (nicht-antropomorphen) Robotern, die miteinander Sex haben, soll, erschließt sich mir absolut nicht. 

Anspieltipps: Back Street Kids, Dirty Women

3/10 Pfandflaschen"

Und nun, Raphael:

"Mit dem siebten Album „Technical Ecstasy“ beginnt in der Auffassung vieler Kritiker*innen der kommerzielle Ausverkauf von Black Sabbath. Unter den Die Hard-Fans wird diese Platte wohl auch nicht so häufig aus dem Plattenschrank gekramt wie ihre Vorgängerinnen. Das ist Grund genug, dem Album mit dem (wirklich coolen!) Artwork von Hipgnosis genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dieses Mal gibt es weder Intro noch Vorgeplänkel: ‚Back Street Kids‘ startet in medias res. Der Song ist catchy, animiert zum Bewegen, und ist irgendwie eine Art KISS meets Yes. Der Übergang in den zweiten Song ‚You won’t change me‘ ist sehr unbefriedigend. Auch musikalisch passen die Stücke kaum zusammen. Nichtsdestotrotz beginnt ‚You won’t change me‘ mit viel Potential. Allerdings mündet die atmosphärische Orgel leider nicht ‚The Wizard‘-artigem Doom Rock sondern in einer Art Kopie der langweiligeren Hälfte von „Sabotage“ – es könnte sich auch um eine etwas rockigere Version von ‚Am I going insane (Radio)‘ handeln. Dann geht es weiter mit ‚It’s alright‘, das von Drummer Bill Ward geschrieben und gesungen wurde. Nicht nur aufgrund der anderen Stimme ist diese Brit Pop Ballade weit entfernt von dem, was man vorher mit Black Sabbath verbunden hat. Ein dynamisches Drum-Intro und ein Aufbau, der (mal wieder) an ‚After Forever‘ erinnert leitet ‚Gypsy‘ ein – den wohl stärksten Song der A-Seite. Nach den vorigen Songs wird hier wirklich mal wieder der Körper zum Bewegen animiert und auch die Komposition klingt insgesamt wieder interessanter. Die Tendenz in Richtung Daddy Rock ist aber auch hier leider nicht von der Hand zu weisen.

Iommi, Butler, Osbourne, Ward

Die B-Seite beginnt zumindest inhaltlich mit einem progressiven Gedanken. Geezer Butler wollte den misogynen Geist der US-amerikanischen Gesellschaft bei den Testikeln packen und ordentlich durschütteln, indem er einen Song über eine Transfrau schrieb, die zur Präsidentin der Vereinigten Staaten wird. Etwa fünfzig Jahre später wirkt das immer noch progressiv – schade. Musikalisch ist ‚All moving parts (stand still)‘ stärker als alles, was die A-Seite zu bieten hatte. Die Bridges zwischen den halbwegs dynamischen Rockparts sorgen für angenehme Bewegung, der Bass von Geezer Butler knackt endlich wieder schön, und insgesamt hat der Song einen mitreißend-hymnischen Charakter. Leider kommen dann die Dad Vibes mit Vollgas zurück. Die Blues Rock Tanznummer ‚Rock’n’Roll Doctor‘ ist sicherlich ein Hit auf Klassentreffen oder beim wöchentlichen Daddy-Stammtisch. Trotz Cowbell bewerte ich den Song als einwandfreien Skiptrack. Skipp-a-de-skipp, als nächstes kommt mit ‚She’s gone‘ eine herzerweichende Ballade mit Synthies, Streichern, akustischer Gitarre und Ozzys Gejammer. Feel free to skip. Das letzte Lied ‚Dirty Women‘ greift wieder das Narrativ der frauenfeindlichen Gesellschaft in den USA auf. Hier geht es um einen Besuch der Band im größten Altenheim der Welt: Florida. Dort waren Black Sabbath schwer überrascht, an allen Ecken Prostituierte anzutreffen – ein Erlebnis, das sie dann im finalen Track von „Technical Ecstasy“ verarbeiteten. Wenn auch gemächlich, aber dafür schwergewichtig und abwechslungsreich demonstriert die Band, dass sie auch auf einem so mediocren Album wie diesem noch interessante Tracks produzieren konnten.

Schlussendlich können aber auch die kleinen Höhepunkte das Album nicht retten. Die hellsten Lichter auf „Technical Ecstasy“ erscheinen vorrangig deshalb so luminant, weil ihre Umgebung so mattschwarz ist. Album Nummer sieben darf gerne aus dem Schrank genommen werden, damit das Cover Artwork bewundert werden kann – die Plattenspielernadel wiederum freut sich auf anderes Vinyl.

4/10 Pfandflaschen"



Montag, 8. August 2022

Samstag, 3. Dezember 2016

Album der Woche#270: NOFX - First Ditch Effort (2016)

Moin!

Der Dezember ist der letzte Special-Monat des Jahres 2016. Dieses Jahr widmete ich mich dem Konzept "Pro Monat ein Genre". Das lief bis dato ziemlich gut. Diesen Monat konzentriere ich mich auf Alben die im Jahr 2016 rausgekommen sind. Oder ich versuchs zumindest.

Den Anfang macht das neue NOFX-Album "First Ditch Effort". Es ist das dreizehnte Album der Band und gleichzeitig die erste Full Length seit vier Jahren. Ich mochte es zuerst nicht, weil es beim ersten Hören wie ein durchschnittliches NOFX-Album klang, mit all diesen typischen Gitarrensounds,
die sie IMMER haben. An denen sie quasi sich zu erkennen geben. Außerdem ist es wie gewohnt kurz - 33 Minuten - und hat dieselbe satirische Ader, wie sonst auch immer.

Allerdings erscheint es mir diesmal sehr viel persönlicher. Im ersten Track "Six Years On Dope" singt Eric Melvin darüber wie es ist eine lange Weile drogenabhängig zu sein ohne das positiv zu besetzen oder zu verherrlichen. In "Happy Father's Day" rechnet Fat Mike mit seinem Vater ab und verkündet dass er froh ist, dass dieser gestorben ist. In "Sid and Nancy" geht es nicht um Sid Vicious und Nancy Spungen sondern um Sid Vicious und Nancy REAGAN :D Ernsthaft. Scheinbar hat die damalige First Lady eine Affäre mit dem Sex-Pistols-"Bassisten" gehabt und um sie vertuschen ließ sie seinen Tod wie eine Überdosis aussehen. Natürlich. Eines meiner Höhepunkte auf dem Album ist "I'm a Transvest-Lite" wo Fat Mike darüber singt, dass er seit er 14 ist Crossdressing betreibt. Er sei kein Transsexueller sondern ein "lazy Crossdresser" - das mag vllt. lustig klingen, ist aber ernst und vielleicht schafft er damit noch mal eine Lanze für Männer in Frauenklamotten zu brechen (ich mein dabei in der "toleranten" Punkszene). Ebenso gut gefällt mir "I'm so sorry, Tony" - eine Ode an den verstorbenen Tony Sly von No Use For A Name. Die Songzeile in welcher es heißt, man mache sowieso keine Fotos mit besten Freunden weil man sieht sie doch eh wieder bricht mir so n Bisschen das Herz.

Alles in allem ein durchaus erwachsenes Stück Musik. Hut ab!

8,5/10 Pfandflaschen
hust, youtube:

Dienstag, 17. September 2013

Happenings des Monats: August'13

Soso, es ist mal wieder (ungefähr) Mitte des Monats. Das heißt, es ist wieder an der Zeit über die Ereignisse vom letzten Monat zu berichten. Dabei geh ich auch ganz kurz auf meine Urlaubserlebnisse in Polen ein. Aber nur ganz kurz, denn ich möchte es nicht allzu persönlich werden lassen. Also auf gehts:

1. 01.08.2013 - Leftöver Crack + Anti-Vigilante im Hafenklang, Hamburg
Awwwww yiiiissss!
ENDLICH! Endlich habe ich diese Suffköpfe live gesehen. Okay, zuerst gab es die meiner Meinung nach ziemlich nervigen Anti-Vigilante. Die waren schlichtweg zu höflich. Und irgendwie kacke. Aber was solls.
Der Auftritt von LöC war wie zu erwarten richtig Hammer! Es war eine Freude all diese Klassiker wie "Gay Rude Boys Unite", "Rock The 40 Oz" oder Choking Victims "500 Channels" live zu erleben. Lead Vocalist Stza Crack war guter
Laune und goss sich alle paar Songs irgendwelche kurzen ein. Ich und Frau Otterich konnten den Autritt, trotz übelster Hitze und schätzungsweise 200-irgendwas Leuten, die den Saal gefüllt haben, genießen. Ich hab auch kaum Worte um meine heute noch anhaltende Freude in Worte zu fassen, ergo...naja egal.



2. 02.08.2013 - Reaper's Path im Gängeviertel/Yacöpsae auf dem WUTZROCK-Festival
Eigentlich hatten wir an diesem Abend vor uns im Gängeviertel What We Feel anzugucken. Diese waren auf Reunion-Tour(bzw. Benefiztour für die Familie vom ermorderten Antifaschisten Ivan Khutorskoi) und diesmal - soweit ich mich erinnern kann - Anchor, Reaper's Path, Cannoneer und Business As Usual. Zu doof dass das Konzert viel zu spät angefangen hat. Nachdem wir einen Spendenpreis bezahlt und uns geschätzte 10 Minuten von Reaper's Path gegeben haben beschloßen wir kurzerhand abzuhauen. Denn die Hitze im kleinem Konzertraum war echt ziemlich fies. Jaja, ich weiß - First World Problems.



"Eine Gleichung mit zwei Unbekannten!"
Die Alternative war: Zu dem kostenlosen Open Air Festival "Wutzrock" zu fahren und um 1 Uhr nachts die mächtigen Powerviolence-Götter. Yacöpsae anzugucken.
Ich wusste allerdings nicht was das für ein Festival war. Wie es sich herausgestellt hat war so n Ding dass einfach alles und jeden anzieht. Dementsprechend komisch war auch das Publikum. Yacöpsae fingen übrigens um ungefähr 20 vor eins an und hörten um viertel nach 1 auf. Das heißt also, wenn man pünktlich gewesen ist hat man sie nur eine Viertelstunde lange
begutachten dürfen. Die Anfangstöne sorgten zwar für Unmut unter einigen Zuschauern("Was?! Eine Stunde Soundcheck für den Scheiß!?"), doch ich wusste ganz genau dass das nur Kunstbanausen waren.
Wie schon am Tag vorher war meine Vorfreude so groß und ich strahlte während des Auftritts über beide Ohren. Danke dafür :3

3. 14.08.2013 - Besuch der ehem. Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war ich Mitte August in Urlaub. Und zwar in Polen. Was ich dort genau getan hab würd ich zwar auch gerne erzählen, allerdings müsste ich übelst ausschweifen und auf einige persönliche Sachen zurückgreifen. Deshalb gehts hier relativ kurz zur Sache.

Ich sage euch: Wenn ihr irgendwann die Möglichkeit habt, rafft euch auf und besucht diese beiden Orte. Auch wenn es im Geschichtsunterricht relativ anschaulich geschildert wird, es ist nichts im Vergleich zu einem Besuch von einem ehemaligen KZ. Ich war zwar schon in zwei KZs zu Besuch(Dachau und Neuengamme) jedoch waren Auschwitz und Birkenau am Eindrucksvollsten. Zum einen wegen einer enormen Masse an Informationen die man dort kriegt. Sei es über den Verlauf des 2. Weltkrieges, Polens Situation im 2. WK oder genaue Tagesabläufe in den KZs. Oder über die Masse an Photos von verstorbenen Häftlingen. Spätestens da merkt man wie viele Leute dort tatsächlich umgekommen sind. Man hört und liest immer von Millionen von toten doch genau an der Stelle als man in eins der Museumsgebäude geht und sich die Photos anschaut, merkt man dass es keine bloßen Zahlen sondern Menschen mit Namen und Gesichtern waren die wegen absoluten Nichtigkeiten gestorben sind. Birkenau ist noch krasser. Man merkt, sieht und riecht es dem Ort einfach förmlich an.

Ja, es mag sein dass das alles ne große Touristenattraktion ist. Ja, es mag sein dass es immernoch sehr seltsame Leute gibt die Familienfotos unterm "Arbeit macht frei"-Schild machen. Aber nein, entgegen aller dämlichen Behauptungen: Auschwitz-Birkenau ist kein Disneyland sondern ein ernstzunehmendes Museum.

4. 16.08.2013 - Besuch des Oskar-Schindler-Museums in Krakau
Oskar Schindlers Büro
Nungut, in dem Falle ist es ein ziemliches Disneyland. Was nicht schlimm ist. Schließlich musste niemand in Oskar Schindlers Fabrik sein Leben lassen. Disneyland im Sinne von: Jede Raum ist individuell oder bunt gestaltet. Für die, die es nicht wissen. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte Krakaus während der deutschen Besatzung. Jeder Raum setzt sich mit einem anderen Thema auseinander und ist auch dementsprechend gestaltet. Deswegen hängen auch Hakenkreuz-Fahnen in einem mit Hakenkreuz-Fließboden belegten Raum. Ziemlich.....unapetittlich. Der Rest ist aber hochgradig interessant. Man kriegt nicht nur Einblicke in die Geschichte von Krakauern sondern auch über die Besatzer, den Verlauf des Kriegers und natürlich über das Schicksal von Krakauer Juden. Auch über den polnischen Antisemitismus kriegt man Infos. Empfehlenswert.

5. 25.08.2013 - Westside Fest in der Turbinenhalle, Oberhausen
Meine Fresse, wie ich solche Veranstaltungen eigentlich hasse!
Meistens hat man da a)viel zu viele nervige Leute, b)beschissene eintritts-, getränke-, und merchpreise. Aber sei's drum. Es traten verdammt gute Bands auf und deswegen hat es sich gelohnt hin zu gehen.

Wir kamen spät an, denn uns interessierte wirklich nur n Bruchteil davon was gespielt hat. Die erste Band, die wir uns angeguckt haben waren Jello Biafra & The Guantanamo School Of Medicine. Und meine Fresse, Jello hat es immer noch drauf. Für sein (schon ziemlich hohes) Alter mehr als respektabel immer noch auf die Bühne zu gehen, die Sau rauszulassen und über Politik reden. Fuck
yeah, ich hab endlich "Holiday In Cambodia" mit der Originalstimme live gehört. Supér.

Erik Melvin
Was danach folgte war... Betontod. Ernsthaft. Ich fragte mich schon was diese stinkende Deutschrockcombo in Hamburg auf einem Festival mit u.a. Slayer soll, da treten sie mit solch bei mir hoch angesehen Leuten auf wie Jello Biafra oder NOFX. Meiner Meinung nach völlig unpassend. Tote Hosen light. Bzw. Böhse Onkelz in soft. Wie auch immer. Braucht kein Schwein.

Emil Bulls interessierten uns nicht, ergo ging es weiter mit den New-Metal-Reggae-Mash-Up-Leuten von Skindred. Ja, Skindred haben es tatsächlich drauf. Sie können gut Party machen. Bringen Zitate von Slipknot, Star Wars(100 punkte für das Imperial March Intro) und Macklemore und heizen die Menge gut auf. Einzig negative waren die seltsamen Ansagen des Sängers, das Publikum sei doch keine Pussys und man wäre hier doch nicht in Frankreich(wobei sie das hundert pro umgekehrt in frankreich gemacht haben). Jedenfalls: Nicht schlecht wars.

Irgendwann später: Millencollin. Oder auch: Ich stelle den Wecker bis NOFX kommen. Langweilig und absolut unbegeistert auf der Bühne stehend gaben die Schweden ihr Set. Meh.

Gegen 22 Uhr gings dann los mit der wohl vulgärsten Band des Abends. No Fucking StraightXedge auch bekannt als NOFX. Scheiße mann, ich hätte nie gedacht dass ich diesen Haufen mal live erleben dürfte. Ja, es hat sich gelohnt in er vordersten Reihe zu stehen. Es gab all die Hits wie "Dinosaurs Will Die", "Bob", "Leave It Alone", "The Brews" und so weiter. Und ich glaube, ich kenne keine andere Band die einen 13jährigen Nachwuchspunker über homosexuelle Sexpraktiken ausfragt.

Im Großen und Ganzen: Superabend!

Donnerstag, 22. März 2012

Album der Woche, Folge 39: NOFX - The War On Errorism(2003)

sorry, but i forgot the source lol
NOFX oder NoFucking straightXedge feiere ich schon seit eeeeewigkeiten ab und da jetzt so langsam der frühling sich breit macht gibts nur zwei Sorten von Musik, die man hören kann. Entweder uralten US-HipHop oder uralten California Punkrock. "The War On Errorism" wurde zu einer sehr schwierigen Zeit rausgebracht. Ich war 12 Jahre alt, der Irakkrieg war am toben, so auch die ganzen Protestmassen. Natürlich schloß sich auch kleinstricher den Protestmassen "heimlich" an, indem er dieses Werk(und später die Rock Against Bush Sampler) als auch die anderen NOFX-Alben reingezogen hat.
Damals sprach ich zwar schon englisch, doch US-Englisch war mir immer schon zu hoch gewesen. So wusst ich auch nicht wirklich, was dieser seltsame Typ namens Fat Mike vom "Anarchy Camp" hielt oder was die Sache mit der Eifersucht("We've got two jealous agains") sein sollte. Mittlerweile hab ich das Album für mich wiederentdeckt und bin aufs neue begeistert. Es ist gespickt mit (intelligenten) Humor, Ohrwürmern als auch einer gewissen Dämlichkeit, die aber glaub ich gewollt ist :P
Meine Favoriten sind: "The Separation Of Church And Skate" - Ein Song über das "Safe"-Werden der neuen Punkszene. "Franco Un-American" in welchen Fat Mike behauptet kein "typischer" idiotischer, vollgefressener Konsum-Ami sein zu wollen. "Mattersville" - Eine Traumstadt für alternde Punx mit Poker und Texas Hold'em. "Medio-Core"(abgeleitet von mediocre) welches von absolut schlechter Musik handelt. Und natürlich "We've Got Two Jealous Agains", was ein absolut geniales Liebeslied ist. Es dreht um Plattensammlungen zweier Menschen und "Jealous Again" ist natürlich eine 7" von Black Flag, aber das konnte ich als kleiner Stöpsel natürlich nicht wissen.

rating: 9 von 10 Pfandflaschen
daunlaud