Freitag, 16. Oktober 2026
My Favorite TV-Show: Chucky, Staffel 3
Donnerstag, 15. Oktober 2026
Mittwoch, 14. Oktober 2026
Film der Woche#700: TOXIC AVENGER TRIPLE FEATURE!
ankommt, fällt seine Mutter wegen seines Anblicks in Ohnmacht. So beschließt er auf die Müllhalde umzuziehen, wo er später die kurzsichtige Yvonne kennen lernt. Die beiden verlieben sich ineinander. Sie spricht mit einem Brooklyner Akzent und spielt Akkordeon. Der Bösewicht in der Serie ist nicht der korrupte Bürgermeister sondern eine Art außerirdischer Overlord mit vier Armen namens Czar Zoster, der mithilfe seiner Gehilfen Tromaville zu einer toxischen Müllhalde machen will. Toxie muss schnell den Helden spielen und beschützt auch Waisenkinder. Czar Zoster will nämlich das Heim abreissen und fängt an, die Kinder rauszuschmeißen. Er wird bei der Rettung von den Medien aufgenommen und berühmt. So werden andere Mutanten auf ihn aufmerksam und am Ende der Folge gründen sie gemeinsam eine Gruppe, um das Verbrechen und Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Aus Toxie, Major Disaster und No-Zone werden die Toxic Crusaders.
(Michael Budinger) gerettet. Die Explosion eröffnet allerdings ein Tor in eine andere Dimension, sodass Tromaville mit dessen Zwillingsstadt Amortville verbunden ist. So kommt Toxies Doppelgänger aus der anderen Dimension nach Tromaville. Sein Name ist Noxie und er ist ein Drogendealer der Amortville in Schach hält. Er ist ein Tyrann. Toxie gelangt nach Amortville und versucht dort mit noch mehr illustren Gestalten zu recht zu kommen. Währenddessen verlagert Noxie seine Schreckensherrschaft nach Tromaville und tut sich mit dem Nazi-Polizisten zusammen. Sie arbeiten daran, den hiesigen Bürgermeister (Ron Jeremy, bah) zu stürzen.
Tremblay), nachdem dessen Mutter an Krebs gestorben ist. Bei einer ärztlichen Untersuchung findet man raus, dass Winston eine tödliche Krankheit hat. Er sucht Hilfe beim CEO von BTH, Bob Garbinger (Kevin Bacon), doch diese wird ihm verwehrt. So beschließt er einzubrechen und Geld zu stehlen. Allerdings wird er von den Killer Nutz umgebracht, die eigentlich hinter J.J. her sind und landet in einem Bottich mit giftigen Schlamm. Daraufhin verwandelt er sich in ein Monster, dass ein Mopp mit radioaktiven Schlamm als Wafffe benutzt (Luisa Guerreiro). Der Toxic Avenger ist nun geboren. Kurze Zeit später tun sich Winston/Toxie mit J.J. zusammen um BTH endlich zur Strecke zu bringen.
Dienstag, 13. Oktober 2026
Comic Book Review#698: The Simpsons Treehouse of Horror#16 (2010)
eher eine Krähe) ins Haus herein, bringt den (radioaktiven) Donut mit und lässt ihn in Homers Bier fallen. Dieser wird nach dem Konsum verrückt und jagt den Vogel durch das Haus. Als er dann Bart gewürgt hat, weil ihn sein Auge gestört hat, hilft er den Jungen aus Versehen. Das Auge ist wieder normal. Doch Homer ist so von der Radioaktivität beeinflusst, dass er den Jungen tötet und seinen Leichnam unterm Boden begräbt. Er bildet sich aber daraufhin ein, als Chief Wiggum kurz zu besuch ist (um die Toilette zu nutzen), das Lachen des Jungen zu hören. Er kriegt außerdem noch Besuch von Usher (den R&B-Sänger). Und überhaupt ist das hier eine Anspielung auf diese Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe - und nicht die einzige in der Story. Sehr sehr sehr merkwürdig und super hastig erzählt. Irgendwie witzig und skurril. Leider endet alles in einem mehr als offenem Ende, dass den Leser nicht wirklich befriedigt. Also mich zumindest nicht. Der Stil ist durchaus cool und nah am Original-Stil der Simpsons. Storytechnisch habe ich allerdings leicht den Eindruck, man würde versuchen, so viele Shockelemente reinzubekommen um möglichst verstörend zu wirken, sodass man am Ende vergisst ein richtig gutes Ende zu schreiben. Aber spaßig wars immerhin.
Montag, 12. Oktober 2026
Album der Woche#702: Cradle Of Filth - The Principle Of Evil Made Flesh (1994)
Sonntag, 11. Oktober 2026
So isses, Musik!#221
Raphi:
"Über Fliehende Stürme könnte man Bücher schreiben. Das 2011 erschienene Album „Warten auf Raketen“ hat mich in der einen oder anderen depressiven Episode begleitet. Ob das gut war? Schwer zu sagen, aber immerhin bin ich noch da, um davon berichten zu können. Und ich finde, das ist es, was Fliehende Stürme ausmacht: inmitten all der Hoffnungslosigkeit, die in den Liedern thematisiert wird, motiviert sie doch zum Weitermachen. Und von genau diesem Gefühl von Stillstand handelt der fantastische Song „Netzte“."
Philipp:
"Wie sehr ich den Output von Andreas Löhr liebe, klang ja sicherlich in den Chaos-Z-Reviews bereits durch. Fliehende Stürme ist für mich persönlich eine der konsistentesten und prägendsten deutschen Punkbands, dieser einzigartige, düstere Stil, diese großartigen Texte zwischen völliger Verzweiflung und einem Fünkchen Hoffnung. "Warten auf Raketen" ist sicherlich nicht mein Lieblingsalbum der Band, aber auch der spätere Output kann sich durchaus sehen lassen. Einfach eine Band, die nie enttäuscht und nie auch nur einen Funken an Energie und Dringlichkeit verloren hat."
Gregor:
Alles klar, das Lied heißt tatsächlich "Netzte". Ich dachte, die ganze Zeit es wäre irgendwie ein Rechtsschreibfehler. Das erste Mal und tatsächlich das einzige dass die Stürme hier vorkommen. Meiner Meinung nach sind sie eigentlich schon kein Deutschpunk mehr sondern irgendwas zwischen Deutschpunk und Death Rock bzw. irgendwas undefinierbares aus der dunklen Goth-Schublade. Eine Band, die ich tatsächlich sehr gerne höre - allerdings inzwischen viel zu selten. Aber wenn ich sie höre, dann ebenso gerne wie ChaosZ (also so wie sie hießen, bevor sie sich in Fliehende Stürme umbenannt haben). Aus dem Album "Warten auf Raketen" von 2011, dass ich so gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich glaube, ich sollte mal irgendwann entweder die komplette Disco oder so ein Erstes/Letztes Album-Vergleich hier machen. Das wäre ganz spannend. Was hier sehr gut miteinander funktioniert ist dieser minimalistische, monotone Gitarren/Schlagzeugstil der nach Traurigkeit klingt als auch die markante Stimme von Andreas Löhr. "Es hat sich nichts verändert, es hat sich nichts verändert, es hat sich nichts verändert, du hängst fest - in diesem Netz". Was für ein großartiger Move: Immer wieder einen Satz zu wiederholen um zu zeigen, dass sich nichts verändert hat. Es geht um einen ergreifenden, monotonen Stillstand, der einfach nicht aufhören will. Der ganze Song ist so monoton und verändert sich kaum. man könnte wirklich nicht besser einen Song über Monotonie und Stillstand kreieren. Großartig.
Gregor:
Ich habe diesen Song irgendwann auf einer Compilation entdeckt. Ob es "Die Deutsche Punkinvasion" oder "Schlachtrufe BRD" gewesen ist, kann ich leider nicht mehr sicher sind. "Die ewigen Phrasen kann ich nicht mehr hören/Wer immer nur redet, hat nie gelebt". Dem stimme ich zu. Für eine Deutschpunk-Band ist das sowohl musikalisch als auch textlich alles andere als stumpf. Sogar mit einem kurzen Gitarrensolo. Das ganze Ding hat was apokalyptisches an sich. Ich finde es hört sich an wie ein Zeugnis aus einer schwierigen Zeit: "1990, Wahnsinn total, zuckersüße Endzeit". Stell dir vor, die gesellschaftlichen Stünde verändern sich plötzlich radikal und dein persönliches Leben macht dir Schwierigkeiten - du kannst im Alltag einfach nicht mehr. "Gewohnheit heißt die tägliche Qual". Ja, genau so ist es. Ich würde gerne wissen, was aus dieser Band geworden ist. Es gibt nämlich nur zwei Alben und es ist mir unklar, was danach geschehen ist. Großartiges Lied.
Philipp:
"Ich bin mir sehr sicher, dass dieses Lied auf irgendeinem Punk-Sampler war, den ich mir mit 15 Jahren regelmäßig angehört habe. Mit 15 konnte ich mit dieser Art von Punk sehr sicher aber auch überhaupt nichts anfangen, was erklärt, dass mir der Name kaum geläufig war. Schade drum. Etwas lärmiger, düsterer Punk fernab ausgelatschter Klischees mit einem durchaus apokalyptischen Text. Wirklich großartig."
Raphi:
"Diese Band ist komplett an mir vorbeigegangen. Und ich finde es wirklich schade, weil die Musik von den Fremden echt cool ist. Abseits vom pöbelnden rumpelnden und dröhnenden Schepper-Deutschpunk wird hier ein düsterer und gleichzeitig farbenfroher Sound zum Besten gegeben. Ohne viel Hintergrundwissen zu haben, tippe ich hier mal auf Studentenpunk, was auch zur Heimatstadt Göttingen passen würde. Aber ich weiß es doch auch nicht. Schöner Song, cooler Refrain, und sehr angenehmer Gesang."
Philipp:
"Die Fuckin' Faces aus dem ehemaligen Zonenrandgebiet waren 1990 die wohl erste Punkband mit Mitgliedern sowohl aus der ehemaligen DDR als auch aus der BRD und in den frühen 2000ern über weite Strecken meine absolute Lieblingsband.
Nach wie vor haben die 3 regulären Alben der Band einen festen Platz in meinem Herzen. Unangefochten rangiert das zweite Album "Neue Wege" in meiner Top 10 der deutschen Punk-Alben. Melodischer Deutschpunk deutlich amerikanischer Prägung mit durchdachten Texten über unter anderem Krieg, Tod, Sterbehilfe, Tierrecht, die Auseinandersetzung mit der Punkszene der 90er Jahre und Bier trinken mit Freunden und dazu Butz' unverkennbare Stimme. Große Liebe."
Raphi:
"Die Faces sind eine meiner Lieblingsbands, obwohl ich sie eigentlich nie so richtig gehört habe. Ich habe sogar ein Shirt. Komm mir nicht mit "Name Three Songs"; ich kann nicht mal zwei nennen. Und ich glaube, ich habe die Fuckin' Faces ein paar mal live gesehen. In Stuttgart, in Harnrode und vielleicht auch in Obersuhl. Das Werratal hat einen festen Platz in meinem Herzen, und Werratal ohne Fuckin' Faces ist wie Shakshuka ohne Ei. Zum Lied "Neue Wege" kann ich auch was sagen. Es ist so einfach und so wahr. Punk heißt Veränderung. Dazu klingt das Ganze ein bisschen wie die viel coolere Version von allem was Der Dicke Polizist je gemacht hat. Ich lieb's."
Gregor:
Ich hatte ehrlich gesagt, immer nur einen Song von Fuckin' Faces auf dem Schirm: "Gestorben für den Wohlstand". Darin geht es um Tierrechte bzw. Tierquälerei. Mochte diesen Song wirklich sehr sehr gerne. Das hier, also "Neue Wege" handelt von "Punk als Veränderung" bzw. von einer Abkehr von strunzkonservativer Punk-Szene, die sich niemals neu erfindet und keine äh neue Wege sucht. Das ist tatsächlich sehr löblich. Der Text ist wirklich sehr gut gemeint. Ich finde es ehrlich gesagt sehr sehr gut, dass man sich kritisch gegenüber der eigenen Szene äußert und nicht immer alles sektenartig "schluckt" und zu allem "Ja" sagt. Allerdings gefällt mir das musikalisch nicht wirklich. Es ist so quietschig und schunkelhaft: "Deeenn Punk hei-ßt ver-ään-der-uuuuung". "Du kannst vari-iereeen, doch lass dich nicht irrietieren!". Das tut mir weh, das zu hören. Das klingt irgendwie erzwungen. Und dann auch noch diese Reggae-Gitarre im Mittelteil. Ich weiß auch nicht. Meins ist es nicht.
Thrashing Mad" - ich weiß nicht wie ich damals drauf gekommen bin. Jedenfalls ist das hier musikalisch durchaus ordentlicher Thrash Metal...Neil Turbins Gesang ist aber größtenteils so unglaublich hoch, dass es weh tut. Es ist wirklich sehr ungewöhnlich. Und Songtitel wie "I'm Eightteen" lassen eher Glam Metal Material Marke Poison vermuten. Das ist irgendwie wirklich verstörend, ich weiß nicht was ich damit anfangen soll. Dabei ist es eigentlich nur ein Alice Cooper Cover - das aber komplett falsch rüber kommt bei mir. Texttechnisch betrachtet ist dieses Werk wirklich sehr sehr stereotyp.
weiter. Die Texte sind alles andere Thrash Metal Klischees. Die Musik sowieso nicht - es ist nicht Uffta-Uffta, wie auf dem ersten Album. Es ist viel eher der Sound für den Anthrax bekannt sind - nur etwas "ruhiger", zumindest für meinen Geschmack.
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Mittwoch, 7. Oktober 2026
Film der Woche#699: Scooby Doo Special, Teil 4
Hund begeben sich also direkt dahin um zu sehen, wie es dort aussieht. Im Keller finden sie lauter coole Erfindungen, unter anderem einen äh Verkleinerungsstrahler. Blöd nur, dass der Onkel in den Untergrund gegangen ist, weil ein superkrasser, mit deutschen Akzent sprechender Bösewicht namens Dr. Phineas Phibes (Jeff Bennett) es auf seine Erfindungen (und eine gewisse geheime Formel) abgesehen hat. Der übliche Verdächtige verfügt über einen Haufen Minions und ein U-Boot mit welchen er sich fortbewegt. So schickt er zwei dieser Minions zum Anwesen, die es tatsächlich schaffen, Shaggy und Scooby zu kidnappen. Auf dem U-Bott angekommen versuchen die beiden sich zu befreien als auch sich als Geister auszugeben um den Minions Angst zu machen. Also doch, EIN Mystery-Element.
wobei die Monster sich als Menschen rausgestellt haben. Shaggys Eltern sind ebenfalls nicht gerade begeistert von ihm - die von Fred ebenso. Freds Vater ist tatsächlich der Bürgermeister der Stadt. Generell haben die drei Teenager Probleme damit, ihren Eltern zu zeigen, dass das was sie machen doch irgendwie Sinn ergibt. Tatsächlich kommt es zu einem weiteren mysteriösen Vorfall. Bei einer Baustelle kommt zu es zu einem Wanddurchbruch und die Baucrew entdeckt einen Durchgang zu den alten Crystal Cove Katakomben. Ein gefährliches Schleimmonster greift sie an und wickelt sie ein in Cocons. Die Bauarbeiter werden gefunden und die Gang fängt an, den Fall zu untersuchen. Sehr zum Missfallen des ortsansässigen Sheriff. Es stellt sich heraus, dass die Cocons mithilfe von essbaren Desserts entstanden sind. Ein neu in der Stadt angekommener Frozen Yoghurt Unternehmer fällt somit der Gang ins Auge...
Dienstag, 6. Oktober 2026
Comic Book Review#697: The Simpsons' Treehouse of Horror#15 (2009)
Montag, 5. Oktober 2026
Album der Woche#701: The Cramps - Look Mom, No Head! (1991)
Freitag, 2. Oktober 2026
Donnerstag, 1. Oktober 2026
Film der Woche#698: Stargate (1994)
von etwas anderer Art. In einer geheimen militärischen Anlage befindet sich ein 1928 in Ägypten gefundenes Artefakt. Jackson schafft es eine Reihe von Hieroglyphen zu übersetzen, was bis jetzt niemand geschafft hat. Offenbar handelt es sich beim Artefakt um ein "Stargate", ein Portal das von Außerirdischen erbaut wurde und das in der Lage ist jemanden zu einer anderen Galaxie zu transportieren. Und all das ohne Zeitverlust. Lange Rede, kurzer Sinn: Jackson wird Teil einer militärischen Mission. Durch weitere Recherche schafft man es, das Portal zu aktivieren. Der Ägyptologe reist mit einem Haufen Militärs, angeführt von General Jack O'Neill (Kurt Russell) durch das Portal zu einem anderen Planeten. Dieser ist von einer Wüste bedeckt (man erinnere sich an ein gewisses anderes Franchise). Schon bald stellen sie fest, dass die Einheimischen Menschen sind, wie auf der Erde. Allerdings sprechen sie eine unbekannte Sprache die entfernt an Koptisch erinnert. Jackson findet raus, dass sie alle Sklaven des ägyptischen Gottes Ra sind. Dieser brachte den alten Ägyptern einst seine Technologie bei und verschleppte Sklaven zu seinem Planeten. Allerdings gab es irgendwann einen Aufstand, wobei das Tor für immer begraben wurde. Um es noch mal kurz zu halten: Jackson und die Soldaten werden kurzerhand zu Schlüsselfiguren in der Befreiung des Planeten aus der Sklaverei.
Mittwoch, 30. September 2026
Comic Book Review#696: Convergence (2016)
Ausgaben 1-8 die Kerngeschichte enthielten. Dazu gab es aber noch an die 40 Tie-In Ausgaben, die allesamt Miniserien waren, die jeweils zwei Ausgaben beinhalteten. Aber worum geht es?
Dienstag, 29. September 2026
Album der Woche#700: SUNN O))) DOUBLE FEATURE!
psychedelischen Klang verpasst bekommen. Dabei ist so gut wie gar nichts mehr bzw. generell gar nichts mehr von ursprünglichen Drone-Sound zu hören. Stattdessen erleben wir eine geheimnisvolle Soundkulisse, die sich wie ein riesiges metallenes Rohr anhört. Aus vier Tracks werden drei, die dann heißen "Dysnystaxis" (...A Chance Meeting With Somnus), "Ash on the Tress" (The Sudden Ebb of a Diatribe) und "Ra at Dawn" (Rapture, At Last, Numbered By Her Light). Beim letzten Titel sehen wir eine eindeutige Anspielung auf den ursprünglichen Track "Ra At Dusk". Auch die Länge der Titel hat sich verändert. Mindestens 3-4 mal länger. Während "Ra At Dawn" je nach Veröffentlichung ein Ein- oder Zweiteiler ist. Irgendeiner bei YouTube nannte das "Psychedelic Doom Drone". Und damit trifft die Person den Nagel auf dem Kopf. Ich würde noch den Zusatz "Psychedelische, doomtastische, Kirchenmusik" hinzufügen. Alleine schon wegen des heftigen Halls, der einen anmuten lässt, das Ganze würde sich in einer riesigen Kirche abspielen. Einige Sounds erinnern mich tatsächlich auch an verzerrte Kirchenorgeln. Große Sache, diese.
Sonntag, 27. September 2026
So isses, Musik!#220
Fahnenflucht – "Alte Lieder" & "Ohne Ausweg"
Raphi:
"Alte Lieder"
"Als das Album „K.O. System“ in den Himmel gehyped wurde, konnte ich das wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Bis heute mag ich die Musik der ersten fünf Alben nicht, und kann leider nicht mal richtig erklären, weshalb. Doch dann wurde ich überrascht, als die Ruhrpunks 2021 mit „Weiter Weiter“ eine Platte veröffentlicht haben, die mir echt gefallen hat. Passenderweise haben zu ebenjener Zeit im Mantel von COVID19 auch Dritte Wahl ein neues Album veröffentlicht, das mich überhaupt nicht abgeholt hat. Aber gut, hier ist „Alter Lieder“ vom bisher besten Fahnenflucht-Album: eine kraftvolle „Nie wieder“-Ansage."
"Ohne Ausweg": "Das letzte Lied vom ersten richtigen Album der Rheinberger Band ist ein Paradebeispiel für die zweite Deutschpunkwelle. Ein bisschen gegen Deutschland, Parolenrefrain, kurze Breaks und Tempowechsel zwischen flottem Schunkeln und heftigem Geholze. Das Ganze geht insgesamt gut ins Ohr und sorgt für Unterhaltung. Außerdem merkt man auch hier schon, dass sich Fahnenflucht beim Songwriting mehr Mühe gegeben haben als viele andere Bands aus der gleichen Sparte. Als Hintergrundbeschallung bei Parties oder langen Autofahrten geht das allemal. Wirklich abgeholt hat mich das aber nicht."
Philipp:
"Alte Lieder" & "Ohne Ausweg"
"Glücklicherweise haben Raphael und ich hier zwei Lieder ausgewählt, die das Spektrum dieser Band sehr gut abdecken. Vom ungestümen und mitunter auch etwas stumpfen Früh-2000er-Straßenschlacht-Soundtrack und Kriegserklärung an Deutschtümelei und Nationalismus bis hin zur reflektierten Warnung vorm Erstarken der neuen Rechten. Musikalisch hat die Band in den 20 Jahren, die zwischen beiden Songs liegen, wirklich einen wahnsinnigen Sprung hingelegt. Mehr Metal, mehr Hardcore, mehr Post-irgendwas und immer große Melodien. Dabei Texte, die sich politisch radikal stets mit der notwendigen Haltung am Puls der Zeit bewegen und dieser mitunter einige Jahre voraus sind. Was bereits auf dem Album "Wer Wind sät" über Fluchtbewegungen und die Strömungen der neuen Rechten gesagt wird, jagt mir jedesmal einen kalten Schauer über den Rücken. Nach wie vor wirklich wichtige Band."
Gregor:
"Alte Lieder"
Das hier ist ein schöner Vergleich zu dem Song weiter unten. "Alte Lieder" ist nämlich später als "Ohne Ausweg" erschienen. Also vor fünf Jahren und nicht vor fünfzehn Jahren. Die Stimme klingt wesentlich "gefasster" und "kontrollierter" aber immer noch wütend und weniger rotzig. In dem Song geht es nicht um "unsere Lieder immer wieder" oder irgendwas onkelz-mäßigen. Sondern "das hatten wir schon einmal, erinner' dich an Weimar und das darf einfach nie wieder passieren" also um den Rechtsruck und die Gefahr die davon ausgeht usw. usf. Das Schlagzeug hört sich nicht an wie eine schöne Mülltonne, sondern wesentlich mechanischer. Insgesamt doch schon qualitativ gar nicht so minderwertig.
"Ohne Ausweg"
Hach. Das klingt wie damals als ich in meinem Kinder/Teenager-Zimmer saß und auf so nem alten CD-Player irgendeine Nix-Gut-CD abgespielt habe. Auch von der Qualität her lol. Eine räudig klingende Stimme singt irgendwas von wegen "Deutschland" und "ich spucke dir ins Gesicht" als auch "einen Ausweg gibt es näääächt". Der Bass dröhnt schön, das Schlagzeug hört sich an wie eine wunderschöne Mülltonne. Es ist vor allem eins: Sehr sehr sehr rotzig. Trotz all dieser Erinnerungen muss ich sagen: Nein, das ist nichts was ich mir heutzutage anhören würde, auch wenn Fahnenflucht zu den Koryphäen des neuen Deutschpunk gehört. Und es tut auch nicht weh, dass ich sie vor einem Jahr auf dem KAZ Open Air verpasst habe.
Fehlfarben - "Gottseidank nicht in England"
Philipp:
"Dieses Lied habe ich frecherweise eingeschoben, nachdem unsere Liste bereits fertig war, so sehr liebe ich diesen Text und diesen ganzen vetdammten Song. Fehlfarben selbst ist aus der Düsseldorfer Szene der ersten Welle in Deutschland entstanden, Sänger Peter Hein muss wohl einer der ersten Punks überhaupt in Deutschland gewesen sein. Die Band ist vielen ja tatsächlich im Kontext der neuen deutschen Welle ein Begriff, so wirklich haben sie aber auch nie in diese Schublade gepasst.
Was mich an "Gottseidank nicht in England" fasziniert, ist nicht nur die großartige Musik sondern vor allem auch dieser durchaus kryptische Text. Zusammen mit dem Titel habe ich ihn immer als Aufforderung an die deutschen Punks gesehen, die englischen Vorbilder hinter sich zu lassen und einen eigenen subkulturellen Weg zu finden. Ironischerweise ist genau das mit der NDW passiert obwohl Peter Hein das definitiv nicht gemeint hat. Generell kann man diesen Text auch sehr gut als "Erwachsen werden in einer feindlichen Umgebung" zusammen fassen, eine Absage an Spießigkeit und Karrierismus. Es ist so oder so großartig und mein durchaus sehr lauwarmer Take dazu, dass "Monarchie und Alltag" eins der besten deutschen Punk-Alben der Frühphase ist."
Raphi:
"Die "Punkverräter" Fehlfarben hatten im Jahr 1980 schon einige Erfahrungen mit bewusstseinserweiternden Substanzen hinter sich, und hatten ihren ersten Plattenvertrag bei EMI in der Tasche. Das erste Album "Monarchie und Alltag" ist eine Sammlung von Hits und zeitlosen Klassikern. Fehlfarben bilden hier eine dynamische und kalte Schnittstelle zwischen Punk, Post Punk und NDW; etwas sanfter als die zeitgenössische Musik von Abwärts, und etwas krachiger als Rotzkotz. "Gottseidank nicht in England" ist gleichzeitig eines der aggressivsten und der traurigsten Lieder des großartigen Albums. Ich sehe im Text viel Raum für Interpretationen. Es geht um Anpassung in einer rauen Realität; um Konstrukte aus Lügen, die irgendwann kollabieren; um Bedeutungslosigkeit; um eine Welt, die in ihrer Oberflächlichkeit so brutal und unbarmherzig ist; und sicherlich um vieles mehr. Großartiger Titel von einem großartigen Album einer großartigen Band."
Gregor: "Und wenn die Wirklichkeit dich überholt, hast du keine Freunde, nicht mal Alkohol, du stehst in der Fremde, deine Welt stürzt ein, das ist das Ende, du bist allein"
Ich kann mich gut erinnern wie vor rund 15 Jahren mir dieses Lied vorgespielt wurde und die Person so unfassbar beeindruckt davon war - als auch sentimental. Es ist ein durchaus schönes Lied, dass von jemanden handelt der immer ganz vorne sein möchte. Dafür wechselt man die Freunde, die Klamotten, die Ansichten wie andere Socken oder andere Kleidungsstücke die man so täglich wechselt. Doch genau dann wenn die Wirklichkeit eintrifft, merkt man dass man eigentlich nichts hat. Das ist mir in meinem Leben durchaus öfter mal begegnet - nicht zwingend immer bei mir selber. Also, dass die Freunde bei welchem man sich profilieren wollte und bei welchen man gut da stehen wollte eigentlich keine echten Freunde waren - sondern vielleicht eher Saufkumpanen mit welchen man gar nichts gemeinsam hatte. Wofür die ganze Mühe für jemanden der dich nicht anerkennt?
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
FROM FIRST TO LAST: Megadeth
Ich habe ja schon mal die beiden Discographies von Slayer und Metallica reviewt. Irgendwann auch mal ein Album von Anthrax. Und niemals irgendwas von Megadeth, zumindest kein Album. Irgendwie findet sich einfach keine Zeit dafür. Daher, denke ich dass ich in dieser und der nächsten Ausgabe mir eben diese Bands in dieser Unterrubrik vornehme. Fangen wir also an mit Megadeth. Das erste Album heißt....
"Killing is my business...and business is good!" (1985)
Aufgenommen in der Formation: Dave Mustaine (voc, git), Chris Poland (git), David Ellefson (b, voc) und Gar Samuelson (dr).
Was für ein großartiges Piano-Intro. Und dann ein "Oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooh!". Herrlich. Der erste richtige Song heißt "Last Rites - Loved To Death" und besteht aus für diese Zeit typischen Megadeth/Thrash Metal Sound. Dave Mustain schreit, mit relativ hoher Stimme. Es gibt irgendwelche dämonischen Einspieler. Irgendwie klingt das nach Axl Rose - und ich bin relativ sicher, dieser hat hier ordentlich abgekupfert bzw. sich inspiriert gefühlt. Im Titelsong geht es...wie könnte es anders sein... um einen Auftragskiller, der Menschen für Geld tötet. Ich mag es absolut wie Mustaine "It brings me great pleasure to say my next job is you!" singt.
Zunächst mal gefällt mir das Ganze irgendwie schon, obwohl es auf den ersten Blick irgendwie leicht
generisch erscheint. Es sind halt die typischen Zutaten für ein Thrash Metal Album. Uffta-Uffta-Schlagzeug, Gitarrensoli, dämonische Einspieler, eine ziemlich hohe Stimme und selbstverständlich Texte aus der Ich-Perspektive als auch Storytelling. So geht es zum Beispiel in "The Skull Beneath The Skin" tatsächlich um das Maskottchen der Band: Vic Rattlehead, der auch auf dem Cover abgebildet ist. Tatsächlich gibt es wohl aber auch einen Titelsong der auch so heißt: "Rattlehead". Irgendwie ist dieser äquivalent zu Metallicas "Whiplash". Megadeth covern hier auch "These Boots (Are Made For Walking") von Lee Hazlewood, dass am ehesten als Song von Nancy Sinatra bekannt ist. Was zur Hölle? Aber es funktioniert erstaunlich gut. Dabei hört sich Mustaine an wie Lemmy. Mein Lieblingssong hier rauf ist "Looking Down The Cross". Darin geht es um den Tod Jesus Christus' auf dem Kreuz. Worüber sollte es denn sonst gehen? Und tatsächlich schafft man durchaus detailreich alles zu erzählen ohne in blasphemische Klischees einzutauchen. "Mechanix" wurde übrigens geschrieben als Mustaine noch bei Metallica war - ein Teil des Songs hat der Rest der Band zu "The Four Horsemen" verwurstet. Witzig.
Fazit: Hätte nicht gedacht, das mir das so gut gefallen würde. Ich bin mal gespannt, wie sich das letzte Album anhören wird.
7,75/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: These Boots, Looking Down The Cross, Mechanix
Und das letzte Album, tatsächlich das allerletzte weil Megadeth sich aufgelöst haben trägt den Titel...
Megadeth (2026)
Aufgenommen in der Formation: Dave Mustaine (voc, git), Teemu Mäntysaari (git), James LoMenzo (b), Dirk Verbeuren (dr).
Siebzehn Alben später hat sich einiges verändert. Von der ursprünglichen Besetzung ist nur noch Dave Mustaine übrig. Um Bassisten Dave Ellefson gab es vor einigen Jahren ein Skandal weil er...zwar rechtlich betrachtet kein Pädo ist aber mit einer 19-jährigen "seggsschreibne" gemacht hat. Dave Mustaine hat ihn also gefeuert. Nun also das letzte Album:
Selbstverständlich hat sich musikalisch auch alles verändert. Megadeth sind nicht mehr die Band die schneller und härter als Metallica sein sollte. Stattdessen haben wir eine typische Wendung zu teilweise langsameren Riffs, die zugleich melodischer und zugänglicher sind. Außerdem wendet Mustaine diese Art zu Singen an, die er sich über die Jahre angeeignet hat: Manchmal redet er mehr als er singt, und wenn dann nicht mehr in dieser hohen Tonlage. Die Texte sind durchaus persönlicher Natur - und leider auch relativ generisch. So heißt es in "I Don't Care", dass er grundsätzlich keinen Fick darüber gibt, was die Leute von ihm halten. "Let There Be Shred" ist im Grunde ein Song über die Metal Musik selbst. "Another Bad Day", mit diesem fürchterlichen stereotypen Refrain, handelt von...einen weiteren schlechten Tag. "Made To Kill" is im Grunde die Fortsetzung von "Killing is my business" und man spricht hier irgendwie von militärischen Einsätzen für den Frieden, die im Sterben von Zivilisten münden.
Teemu Mäntysaari ist ein großartiger Gitarrist, der verdammt viele Soli einstreut. Ich wusste gar nicht, dass er ursprünglich von der Band Wintersun kommt. Symphonic Death Metal war aber nie so richtig mein Ding. Dass es sowas überhaupt gibt. Jedenfalls sehe ich hier so einige Baustellen oder viel eher problematische Ansätze. Hier und da gibt es diese coolen Soli, supergeile prügelnde Drums und auch Mustaines Gesang gefällt mir...hier und da. Die Songtexte sind allerdings viel zu generisch und durchaus vorhersehbar. Es ist eine äh mixed can of beer, wie man vielleicht ausdrücken könnte. Kein zu schlechtes Album, aber auf jeden Fall eins dass gegen Ende eher schlechter wird als besser. Schwächster Song ist meiner Meinung nach "I Am War". Immerhin taugt das "Ride The Lightning"-Cover etwas.
5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Ride The Lightning, Made To Kill, Tipping Point
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ulver Discography: Sic Transit Gloria Mundi EP (2017)
Erschienen zwischen "The Assassination of Julius Caesar" und "Flowers of Evil". Zweitgenanntes ist mein absolutes Lieblingsalbum von Ulver. Es sind hier ganze drei Songs zu hören: "Echo Chamber (Room of Tears)", "Bring Out Your Dead" und "The Power of Love". Die ersten beiden sind Songs die es auf das vorherige Album nicht geschafft haben. Poppig, tanzbar, sehr wavy und ziemlich ziemlich 80s, ohne jedoch zu viel an Synthies und übertriebenen Haarlack-Frisuren mit sich zu bringen. Es kingtgleichzeitig so schön old school und so modern. Man samplet sogar irgendwelche Zitate der NASA(?) aus einer Weltraum-Mission (?). "The Power of Love" kommt allerdings tatsächlich aus eben dieser Zeit, die ich grade erwähnt habe. Es ist nämlich ein Cover von Frankie Goes To Hollywood. Allerdings ist es kein tanzbarer Banger wie "Relax" gewesen, sondern etwas nachdenkliches, schunkelndes und schönes. Also genau passend für Ulver.
Diese EP ist eine von vielen Beweisen, dass diese Band alles kann, nichts muss aber trotzdem macht. Sie könnten, glaube ich, auf dem nächsten Album auch wieder Black Metal machen. Ich glaube, das würde ihnen gelingen.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles
Was läuft sonst?
Es war Mord - Frühling der Verrät. Review von Raphi.
"Es gibt Bands, die einfach auf einem komplett anderen Zeitstrahl leben, und dazu gehören definitiv Es War Mord aus Berlin. Wir haben es hier seit 2016 mit Hardcore Punk und Deutschpunk mit düsterer Färbung im Stile der 1980er zu tun. Und mit "Frühling der Verräter" hat die Band aus Berlin zehn Jahre nach ihrer selbstbetitelten Demo inzwischen ihr drittes Album veröffentlicht. Vom Indie-Label Sounds of Subterrania haben sich Es War Mord verabschiedet. Stattdessen erscheint "Frühling der Verräter" bei Sabotage Records. Produziert wurde das Album von Tomatenplatten-Labelchef und Beatsteaksdrummer Thomas Götz, gemischt von Karen Dhiós und gemastert von Wolfgang Gottlieb. Ein Dutzend neue Tracks bescheren uns Es War Mord, und eröffnen eine halbe Stunde lang ein Portal in
eine finstere Welt. Hier, im "Frühling der Verräter" ist alles irgendwie schon verloren. Die hier beschriebene Realität könnte eine mögliche Zukunft unserer Welt sein; oder auch ein paralleler Zeitrahl, der spätestens im 20. Jahrhundert noch schlimmer abgebogen ist als unsere Welt. Der Sound erinnert oft an Chaos Z oder Fliehende Stürme, und manchmal an die (leider) weniger bekannten L'appel du vide, was keineswegs etwas Schlimmes ist. Vor allem brechen Es War Mord geschickt aus den typischen musikalischen Themen des Depro Punk oder Düsterpunk aus: das Ganze klingt rotziger, wütender, widerborstiger. Außerdem jagt hier ein Highlight das nächste. Da ist beispielsweise die Referenz auf Ton Steine Scherben "Keine Chance", die Hymne "1000 Jahre" oder auch das Hardcorepunk-Gewitter "Tod in Frankreich". Von vorne bis hinten ein großartiges Donnerwetter, auch wenn ich mich anfangs etwas an den Gesang gewöhnen musste.9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Keine Chance, 1000 Jahre"






















