Mittwoch, 29. Januar 2025

Film der Woche#615: 80ER SERIEN VERFILMUNGEN DOUBLE FEATURE!

Es ist wieder soweit. Eine weitere Folge unseres Podcasts "Movie Punx" wird nun in schriftlicher Form verwurstet. Und zwar genau die letzte Folge vor der Sommerpause 2024. Der nächste "Film der Woche" ist dann die schriftliche Version der Folge vom September 2024. Pinky und ich hatten Lust Verfilmungen von alten US-Fernsehserien anzugucken. Die Wahl fiel auf die Verfilmungen von "Starsky & Hutch" (2004) und "Dukes of Hazzard" (2005). Achja und hier ist die Folge.

"Starsky & Hutch" (2004)

Diese Comedy-Verfilmung dient als...Prequel zu der 1970er Fernsehserie gleichen Namens. Wir befinden uns den 1970er Jahren in der fiktiven Stadt Bay City: Ein Polizist namens David Starsky (Ben Stiller) geht immer streng dem Protokoll nach und missachtet keine einzige Regel. Seine Mutter war auch Polizistin und großes Vorbild für ihn. Deswegen ist man auf seinem Revier durchaus enttäuscht, dass er in den letzten 4 Monaten ganze 12 Partner vergrault hat. So kommt der Tag an dem ihm ein neuer Partner zugeteilt wird. Ken "Hutch" Hutchinson (Owen Wilson), der exakt das Gegenteil von ihm ist. Er hat eine Ewigkeit undercover gearbeitet und Banken ausgeraubt, ohne jemanden zu verhaften. Generell hält er sich eher an seine eigene Regeln und denkt viel mehr an sich selbst als an das Gesetz.
Bei ihrer ersten Patrouille finden sie eine Wasserleiche. Die Spur führt geradewegs (ehemaligen) Arbeitgeber des Toten: Einen gewissen Charity-Businessman namens Reese Feldman (Vince Vaughn), der mit seiner Firma ehemaligen Häftlingen eine neue Chance auf dem Arbeitsmarkt bietet. Durch ihren Informanten, den Street Hustler Huggy Bear (Snoop Dogg) finden sie heraus, dass bald ein riesiger Kokain-Deal in Bay City über die Bühne gehen wird. Sie bringen alle Puzzlestücke im Rätsel zusammen und kommen auf die Idee, dass Feldman dahinter steckt. Jetzt müssen sie genug Beweise dafür finden.

Ich habe "Starsky & Hutch" nie gesehen. Sicher, in den 90ern lief die Serie auch im polnischen Fernsehen, allerdings habe ich "Knight Rider" bevorzugt und irgendwie kann es auch sein dass sie viel zu spät lief. Dafür kannte ich eine andere Krimiserie aus den 70ern: "The Streets of San Francisco". Daher kann ich leider nicht sagen ob diese Comedy-Umsetzung zu 100% den Nerv der alten Serie trifft oder eher nicht. Aber das mir ehrlich gesagt vollkommen wurst. Ich habe den Film mit jeder Minute genossen. Manche Gags waren so lustig, dass sie eben lustig waren. Andere waren lustig, weil sie eine Spur drüber waren. Allerdings nicht so drüber wie in vielen anderen Filmen dieser Ära mit Ben Stiller/Vince Vaughn/Owen Wilson/Will Ferrell. Meines Erachtens ein wirklich herrlicher, einfach gestrickter Action Comedy Film über zwei ungleiche Buddy Cops. Wie das schon vorher und später der Fall war. Es ist kein Film des Jahrhunderts aber eine authentisch aussehende Umsetzung von 1970er Jahre Stoff. I liked it.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



"Dukes of Hazzard" (2005)

Hierbei handelt es sich um eine weitere Comedy-Verfilmung einer Serie, die hierzulande als "Ein Duke kommt selten allein" bekannt wurde. Vielleicht kann sich ja jemand auf das Nancy-Sinatra-Cover "These Boots Are Made For Walking" erinnern kann, dass von der Darstellerin der Daisy Duke, Jessica Simpson, für den Soundtrack beigetragen wurde. 

Bo Duke (Sean William Scott) und Luke Duke (Johnny Knoxville) sind zwei Cousins die im fiktiven Hazzard County des Staates Atlanta wohnen. Sie sind nicht die klischeehaftesten Rednecks aber hauen relativ typisch südstaatenmäßig auf die Kacke. Zusammen mit ihren Onkel Jessie (Willie Nelson) betreiben sie eine illegale Schnapsbrennerei und beliefern die Anwohner. Manchmal hängen sie auch in einer Kneipe ab, in der ihre Cousine Daisy (wie oben erwähnt, Jessica Simpson) arbeitet und zetteln dort Schlägereien an. Daisy selbst kann sich aber auch mit Worten und Taten gegen übergriffige Macker wehren. Der größte Gegenspieler der Dukes ist Sheriff Rosco Coltrane (M. C. Gainey), der keine Gelegenheit auslässt zu versuchen, die beiden hinter Gitter zu bringen. Er selbst ist jedoch nur die Rechte Hand des Stadtoberhaupts Jefferson "Boss" Hogg (Burt Reynolds). Dieser möchte die
Kleinstadt in seiner persönliche Goldgrube verwandeln und hat es sich auf verschiedene Grundstücke abgesehen unter welchen Bodenschätze liegen. Durch eine Nacht- und Nebelaktion finden die Dukes heraus dass unter der Erde wortwörtlich jede Menge Kohle liegt, was bedeuten wird dass Hazzard schon bald vom Antlitz dieser Welt verschwinden wird. Wie will "Boss" Hogg das zustanden bringen? Indem er alle Anwohner mit dem alljährlichen Autorennen ablenken wird an dem das Urgestein Billy Pricket (James Roday) teilnehmen wird, sodass keiner beim Gericht auftauchen wird um einen Widerspruch gegen das riesige Kohlebauvorhaben einlegen. Nun liegt es an den Dukes, ihre Heimat zu retten.

Es ist ein typisches Szenario: 1-2 oder mehrere Leute die alle möglichen Gesetze übertreten sind in diesem Film die sympathischen guten Menschen, die anderen Menschen die eigentlich auf der Seite des Gesetzes stehen sollten aber es ständig nach ihren Regeln auslegen und übertreten ordentlich auf die Eier gehen. Es ist irgendwie wie bei Scooby Doo. Zwei relativ junge Typen gehen Autoritäten auf die Nerven indem sie für die kleinen Leute eintreten. Modern Day Robin Hoods quasi. Dazu kommen jede Menge Witze, gefolgt von Explosionen, Feuer und Autokarambolagen, gefolgt von noch mehr Witzen und etwas sexueller Spannung. Und natürlich darf das gewisse Redneck Flair nicht fehlen, wo der Vater einen mit der Schrotflinte jagt wenn man mit seiner Tochter rummacht. Und natürlich gibt es überfahrene Tiere aus denen man Kleidung macht. "Dukes of Hazzard" macht eigentlich nichts falsch. Es ist ein stinknormaler Unterhaltungsfilm den man sich bei einem Bierabend with the boys reinziehen. Es ist auch ganz klar, welche Zielgruppe hier angesprochen wird. Ich muss sagen, dass ich mich größtenteils unterhalten gefühlt hab. Vor allem weil Johnny Knoxville hier auch das tut wofür er bei Jackass bekannt wurde - auf die Fresse fliegen und kriegen. Allerdings ist dieser Film wesentlich debiler als "Starsky & Hutch", welchen ich wirklich sehr viel besser fand. Finde man verpasst hier nicht wirklich was.

5,75/10 Pfandflaschen
Trailer:


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