Ich nenne den Film hier beim Originalnamen weil mich der deutsche Untertitel "Neue Helden" doch irgendwie verstört. Bisher einmal in meinem Leben gesehen, vor ungefähr zehn Jahren. War auf jeden Fall wieder Zeit die Ehre zu haben mir diesen schottischen Klassiker mit einem jungen Obi-Wan Kenobi in der Hauptrolle zu geben.
Die Geschichte spielt sich Ende der Achtziger Jahre in Großbritannien ab. Genauer gesagt in Edingburgh, Schottland. Im Mittelpukt steht eine Clique von jungen Leute die sich dem Konsum von Heroin gewidmet hat. Mark Renton (Ewan McGregor)(der zugleich der Erzähler ist), Spud (Ewen
Bremner) und Sick Boy (Johnny Lee Millor) sind waschechte Junks. Sie schaffen es gleichzeitig enthusiastisch und lebensfreudig zu sein und trotzdem mit dem Tod zu spielen. Ernst wird es als ein Freund der Clique an Toxoplasmose stirbt und das Baby einer ebenso süchtigen Freundin tot in der Wiege aufgefunden wird. Mark will clean werden (und zwar schon lange) - er schafft es aus seinem Loch rauszukommen und endlich ein "normales" Leben anzufangen. Und zwar so lange bis seine alten Freunde wieder auftauchen.
Ich mag das wie der Film Elemente vereint die gar nicht gehen. Sowohl tragisch als auch komisch. Sowohl so ein totes Baby oder ein vollgeschissenes Bettlaken dass aus Versehen beim Frühstückstisch.... ich erzähls lieber nicht. Ich mag diese Zynik als auch wie menschlich die Protagonisten sind. Anstelle von irgendeiner BestFriends-Geschichte kriegen wir eine BestHeroinBuddies-Story in welcher man sich gegenseitig bescheisst. Irgendwie mag ich diese Art von menschlichen Versagen.
Für das Review vom Soundtrack klickt hier.
Trailer:
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Samstag, 3. Juni 2017
Sonntag, 6. November 2016
Album der Woche#266: Trainspotting: Music from the Motion Picture (1996)
Hallo und häßlich willkommen beim Soundtrack-Monat November. Ich habe lange gegrübelt und überlegt was ich für ein Thema nehmen sollte und kam zum Entschluss, dass Soundtracks einen gewissen Anteil meines Musikgeschmacks ausmachen. Kommt vielleicht daher, dass ich gewisse Filme für immer in meinem Kopf unter Favoriten abgespeichert. Deswegen ist die Untermalung dieser Filme nicht davon zu trennen. Deswegen höre ich sie so gerne.
Der erste Soundtrack kommt allerdings von einem Film den ich schon lange nicht gesehen hab (und der offensichtlich irgendwann im nächsten halben Jahr auch n Review kriegen wird): Trainspotting mit Ewan McGregor. Hier ists anders - ich habe kaum Erinnerungen an den Soundtrack, außer das "Lust for Life" von Iggy Pop zu hören war. Aber alleine das war schon der Anreiz mir das mal zu holen und ich bereue es nicht, offensichtlich.
75 Minuten vollgepackt mit Musik die mich an gewisse Abstürze, Partyszenen und Drogenexzesse denken lässt. Im Großen und Ganzen handelt es sich um Britpop und Electronica/Techno/Trance (auch aus England), aber nicht nur. Es geht los mit Iggy Pops stampfenden "Lust for Life" (wovon paar Jahre später Good Charlotte geklaut haben). Direkt danach ist aber schluß mit Punk oder so. Brian Enos "Deep Blue Day". Einen schlechteren Kontrast kann man gar nicht mehr hinkriegen. Es geht
dann ähnlich weiter mit dem Titelsong von Primal Scream, der über 10 Minuten geht. Wow, ich dachte PS wären eine weitere britische Electronica-Combo die gar nicht zu lounge-mäßigen Songs fähig sind. Weit gefehlt. Sleeper covern "Atomic" von Blondie und das mit Bravour. New Order liefern "Temptation" (das auf den letztens von mir reviewten NO-Album zu hören ist). Bis dahin hat sich meine Stimmung so ein Bisschen hochgeschaukelt um dann wieder von Iggy Pops "Nightclubbing" runtergezogen zu werden. Schon wieder dieser merkwürdige Kontrast. Danach Blur wie sie halt sind mit "Sing" und daraufhin eine wunderschöne Schmonzette namens "Perfect Day" von Lou Reed (die Lyrics sind der Hammer wenn man sie sich mal so vorliest....). Dann"Miles End" von Pulp. Das klingt so nach dieser Retro-Welle Anfang der 2000er, aber dann doch anders. Scheinbar bin ich doch zu jung um das vernünftig vergleichen zu können. Anschließend verlässt man dieses Gitarren-Territorium: Bedrock und KYOs "For What You Dream Of". House mit Vocals. Beste. Mit "2:1" von Elastica werde ich irgendwie immer noch nicht warm. Ebenso wenig wie mit "A Final Hit" von Leftfield. Joa, und dann kommt der Kracher schlechthin: "Born Slippy(Nuxx)" von Underworld. Also wenn ich mich mal ordentlich bewegen würde, dann dazu. Aber heiliger Strohsack. Das ganze wird dann noch von "Closet Romantic" von Blurs Damon Albarn abgerundet.
Auf und ab. Auf und ab. Auf und ab. Das ist nicht ein Vengaboys-Song sondern der Trainspotting-Soundtrack. Der Stimmungswechsel lässt mein Herz höher springen. Best experience.
9,5/10 Pfandflaschen
Achja, hier mal der Trailer zum Film:
Der erste Soundtrack kommt allerdings von einem Film den ich schon lange nicht gesehen hab (und der offensichtlich irgendwann im nächsten halben Jahr auch n Review kriegen wird): Trainspotting mit Ewan McGregor. Hier ists anders - ich habe kaum Erinnerungen an den Soundtrack, außer das "Lust for Life" von Iggy Pop zu hören war. Aber alleine das war schon der Anreiz mir das mal zu holen und ich bereue es nicht, offensichtlich.
75 Minuten vollgepackt mit Musik die mich an gewisse Abstürze, Partyszenen und Drogenexzesse denken lässt. Im Großen und Ganzen handelt es sich um Britpop und Electronica/Techno/Trance (auch aus England), aber nicht nur. Es geht los mit Iggy Pops stampfenden "Lust for Life" (wovon paar Jahre später Good Charlotte geklaut haben). Direkt danach ist aber schluß mit Punk oder so. Brian Enos "Deep Blue Day". Einen schlechteren Kontrast kann man gar nicht mehr hinkriegen. Es geht dann ähnlich weiter mit dem Titelsong von Primal Scream, der über 10 Minuten geht. Wow, ich dachte PS wären eine weitere britische Electronica-Combo die gar nicht zu lounge-mäßigen Songs fähig sind. Weit gefehlt. Sleeper covern "Atomic" von Blondie und das mit Bravour. New Order liefern "Temptation" (das auf den letztens von mir reviewten NO-Album zu hören ist). Bis dahin hat sich meine Stimmung so ein Bisschen hochgeschaukelt um dann wieder von Iggy Pops "Nightclubbing" runtergezogen zu werden. Schon wieder dieser merkwürdige Kontrast. Danach Blur wie sie halt sind mit "Sing" und daraufhin eine wunderschöne Schmonzette namens "Perfect Day" von Lou Reed (die Lyrics sind der Hammer wenn man sie sich mal so vorliest....). Dann"Miles End" von Pulp. Das klingt so nach dieser Retro-Welle Anfang der 2000er, aber dann doch anders. Scheinbar bin ich doch zu jung um das vernünftig vergleichen zu können. Anschließend verlässt man dieses Gitarren-Territorium: Bedrock und KYOs "For What You Dream Of". House mit Vocals. Beste. Mit "2:1" von Elastica werde ich irgendwie immer noch nicht warm. Ebenso wenig wie mit "A Final Hit" von Leftfield. Joa, und dann kommt der Kracher schlechthin: "Born Slippy(Nuxx)" von Underworld. Also wenn ich mich mal ordentlich bewegen würde, dann dazu. Aber heiliger Strohsack. Das ganze wird dann noch von "Closet Romantic" von Blurs Damon Albarn abgerundet.
Auf und ab. Auf und ab. Auf und ab. Das ist nicht ein Vengaboys-Song sondern der Trainspotting-Soundtrack. Der Stimmungswechsel lässt mein Herz höher springen. Best experience.
9,5/10 Pfandflaschen
Achja, hier mal der Trailer zum Film:
Labels:
Album der Woche,
Trainspotting,
Trainspotting OST
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