Surreal ist auch dieses Album. Es ist wahrlich nicht das beste (Black) Metal Album der Welt und es ist wahrscheinlich nicht das beste Review dazu. Profanatica leben von purer Monotonie und Stumpfsinn. Es dominiert immer der gleiche Schlagzeugrhytmus. Immer der gleiche. Klopf klopf klopf klopf. Nicht die gleichen, aber doch immer wieder genauso monotonen Gitarrenriffs. Man nennt das Blackened Death Metal für den stumpfen Kerl. Zumindest in meiner Vorstellung. Hin und wieder hört man sowas wie ein Breakdown (der es wahrlich in sich hat). Profanatica machen keine Musik für Menschen, die sich nach Innovation bei Black Metal sehnen. Sondern eher für diejenigen Liebhaber des Genres die auf stumpfe Provokation und ebenso stumpfe musikalische Untermalung stehen. Gerade aber die langsamen Parts, die sehr death metallisch klingen haben es tatsächlich in sich. Sie sind wirklich cool. Ich mag auch den unverständlichen, krächzenden Gesang der größtenteils als Untermalung dient. Ich konnte sogar die ersten beiden Songs nicht voneinander unterscheiden. Das spricht nicht gerade für diese Band. Auch diese ganzen grenzdebilen Titel wie "Broken Jew" (natürlich geht es um Jesus und nicht um Antisemitismus, der Songtext ist nur zwei Zeilen lang), "Tithing Cunt" (uuuuh), "Sacramental Cum" (lol) oder "Mocked, Scourged and Shit Upon") (lmao) sprechen nicht gerade für die Band. Man hat sie sich entweder zusammen gewürfelt oder eine Abstimmung per Dartscheibe gemacht. Oder ein trainierter Affe hat auf die Titel auf dem Papier geschissen oder so. Gegen Ende wird es tatsächlich etwas spannender. Das kurze "Eucharist in Ruin" ist wirklich der beste Song hierauf. Man besinnt sich auf das ursprüngliche Thema von Black Metal: Blasphemie in jeder Hinsicht. Mehr ist das nicht. Es ist aber so hohl, dass es tatsächlich Spaß macht. Aber auf längere Sicht könnte ich mir das nicht geben. Aber es macht Spaß.
5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Eucharist in Ruin, Liturgy of Impurity

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