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Mittwoch, 20. Dezember 2023

Comics Monthly#114

Our Bones Dust#1

Der Comic spielt in einer (zum Glück noch) weit entfernten Zukunft. Zwei Außerirdische, Attis und seine insektoide Begleitung, untersuchen die Erde. Oder zumindest das, was von ihr noch übrig ist. Sie stoßen auf die Reste einer einst menschlichen Zivilisation, doch es findet sich einfach nichts woraus man irgendwas lernen kann, geschweige denn was irgendwie intakt ist. Gleichzeitig kriegt der Leser gezeigt, wie die Menschheit in ihren letzten Atemzügen noch ausgesehen hat. Eine post-apokalyptische "Gesellschaft" die in verschiedene Stämme aufgeteilt ist, die sich gegenseitig bekämpft. Dazu kommt noch, dass sie in einer primitiven Sprache kommunizieren. Im Mittelpunkt dieser Story steht ein Kind,

dass in der Lage ist sich zu schützen, zu jagen und zu töten. Leider gerät das Mädchen in den Fokus einer Bande, weil sie ihnen Wasser gestohlen hat. Nach und nach realisieren wir, dass das nicht die Vergangenheit ist und die beiden Außerirdischen grade dabei sind die Menschheit so wie sie ist, live zu erleben. Doch sie sind angehalten, nicht zu intervenieren.

Ein durchaus pessimistischer, wenn auch ziemlich realistischer Comic. Die Menschen gehen aneinander an die Gurgel, obwohl sie sich hätten zusammen tun sollen. Sie beten Götzen an (Mr. Death, ein abgefressener Schädel), kämpfen ums Wasser und spalten sich auf in Stämme. Ein durchaus realistisches Szenario nach einem absoluten Super-Gau oder einen verheerenden dritten Weltkrieg. Und auch die Idee, dass wir von oben beobachten werden - und dabei Köpfe geschüttelt werden - ist interessant, wenn auch nicht neu. Ich mag außerdem den richtig "dreckigen" Zeichenstil. Sehr gute Lektüre.

8/10 Pfandflaschen

Made by: Ben Stenbeck, Dave Stewart
Erhältlich bei Image Comics

Savage Dragon#1

Achtung, hierbei handelt es sich (beinahe) um eine Premiere auf diesem Blog. Ich habe nämlich schon lange nicht bei "Comics Monthly" einen Comic auf Deutsch reviewt. Ich glaube das letzte Mal, als es darum ging war hier ein Fan-Comic über He-Man zu Gast. Jedenfalls geht es diesen Monat um etwas ganz anderes. Der Verlag "Zauberstern Comics" hat nämlich das erste Mal in deutscher Comic-Geschichte "Savage Dragon" rausgebracht. Diese legendäre Reihe wurde vor dreißig Jahren von Erik Larsen erschaffen, der seitdem sie selbst schreibt und zeichnet. In den USA kommt sie bei Image Comics raus, der Heimat von ehemaligen DC- und Marvelautoren die hier die Rechte an von ihnen erfundenen Charakteren auch tatsächlich behalten dürfen. Jedenfalls hat es "Savage Dragon" nie nach Deutschland geschafft, außer als Import. Nun bringt "Zauberstern Comics" ein Magazin raus, dass alle zwei Monate rauskommen wird. 132 Seiten für knappe zehn Euro finde ich tatsächlich mehr als in Ordnung. Jedenfalls, um was zum Henker geht es eigentlich?

Zuerst werden wir Zeuge wie ein humanoider, grünhäutiger Typ mit einer Finne auf dem Kopf einen grossen Brand überlebt. Nach einiger Zeit wacht er im Krankenhaus und kriegt dort Besuch von Lieutenant Frank Darling vom Chicagoer Police Department. Wie es sich herausstellt, weiß der grünhäutige Kerl nichts über seine Vergangenheit und auch absolut nicht wer er ist. Dafür aber, was für ein Jahr wir haben, wer der US-Präsident ist und welche Football-Mannschaft grade vorne liegt. Darling hat Mitleid mit ihm und bietet ihn einen Job bei seinem Cousin an. Von nun an hilft "Dragon" (wie er nun genannt wird) in einem Lager aus. Eines Abends wird dieses von mehreren kostümierten Freaks angegriffen, dadrunter ein Typ namens "Skullface". Dragon kann den Angriff erfolgreich
abwehren, allerdings wird Darlings Cousin zur direkten Zielscheibe, was dazu führt dass das ganze Lager in die Luft gesprengt wird. Dragon hat Gewissensbisse und nimmt später das neue Jobangebot von Darling an. Er durchläuft ein Training bei der Chicagoer Polizei und wird schnell zum "Freak on Duty". Im weiteren Verlauf der Geschichte schafft es der durchtrainierte, grünhäutige "Dragon" das was die Polizei Monate lang nicht hingekriegt hat. Er zerlegt das organisierte Bandenwesen mit absolut roher Gewalt. Die Gesellschaft ist gespalten darüber, was sie von ihm halten soll. Es kommen immer mehr Bösewichte auf die Oberfläche, die allesamt von Dragon platt gemacht werden. Im Grunde genommen zeigt Erik Larsen hier seine zeichnerischen Muskeln bzw. das was er so kann. 

In diesem Heft ist die erste Miniserie "The Dragon" (Ausgaben 1-5, veröffentlicht 1996) zu lesen. Meiner Meinung nach ein sensationeller Einfall. Es scheint mir so als hätte Erik Larsen sich zwar den Character erdacht, allerdings noch nicht ganz die Hintergrundstory im Kopf gehabt. Deswegen hat Dragon hier erstmal Amnesie. Wer wer genau ist, wieso er hier ist und überhaupt, das findet man wahrscheinlich später heraus. Jedenfalls, ist dieser Comic ein wunderbares Artefakt aus den 1990ern. Alles ist so EXTREME. Dragon ist überladen mit Muskeln, prügelt alle windelweich. Die Bösewichte sehen aus wie entweder aus a) einem post-apokalyptischen Film (Cutthroat) oder b) einem BDSM-Studio (Hellrazor). Es werden links und rechts Fressen geprügelt. Die Soundeffekte sind urkomisch. HWOKK, BRAKKA BRAKKA BRAKKA und selbstverständlich auch RUNKK und nicht zu verkgessen HRAKK. Herrlich. Faszinierend. Schon lange nicht mehr sowas amüsantes gelesen. Wer alle Eastereggs findet, der darf sie übrigens behalten. Mir gefällt auch die deutsche Übersetzung die ziemlich direkt ist. Großartig. Absolut.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Erik Larsen, übersetzt von Thomas Rippert
Erhältlich bei Zauberstern Comics



Underheist#1

Okay! Der Hauptcharakter heißt David und und ist ein Tunnelbauarbeiter in New York. Er verdient gutes Geld, jedoch könnte es besser sein. Bald wird er aber vielleicht befördert, wenn ein Kollege in die Rente geht. Seine Frau sitzt im Rollstuhl und er hat einen kleinen Sohn. Sie ist froh darüber, dass er einen ehrlichen Job hat und für sie sorgt. Durch eine Rückblende finden wir heraus, dass David einst auf die schiefe Bahn geraten ist und davon eine sehr fiese Narbe im Nacken trägt. Durch Zufall findet er heraus, dass ein paar Gangster einen Heist planen. Sie wollen eine Bank ausrauben. Weil er so ein netter Mensch ist, zeigt er "freundlicherweise" einen der Ganoven, wie es denn im Untergrund aussieht. Eins und eins zusammengezählt: Die Schurken möchten die Band von unter der Erde "aufbohren" und so an das große Geld kommen. Also ruft David seine Arbeitskollegen zusammen und schlägt einen vollkommen irren Plan vor. Da er und seine Kumpels sich bestens mit den Tunneln auskennen, sollten sie sich an die Gangster hinten dran hängen und ihr erbeutetes Geld stehlen. Was zunächst als vollkommen irrer Plan daherkommt überzeugt "Doc", Davids Mentor und Vorbild auf der Arbeit. Schon bald werden sie alle auf den Bahamas sein und das süße Leben genießen. Doch es ist...selbstverständlich, alles nicht so einfach.

Zunächst hat mir der Comic nicht gefallen. Ich mochte die Erzählstruktur nicht, doch nach ein paar Seite hat er richtig Fahrt aufgenommen. Zum Ende hin wird er richtig richtig gut. Es ist eine Tellerwäscher-Millionär-Story, die allerdings zunächst schief zu laufen scheint. Durchaus realistisch und ziemlich "gritty". Ich bin Fan von solchen Geschichten. Ich meine damit die Stories die definitiv zu 100% erfunden sind, aber irgendwie durchaus wahr sein könnten. Solche Einfälle die David hat, hatten wir oder zumindest ein gewisser Prozentsatz von uns schon mal gehabt. Nur niemand hat es je durchgezogen, weil man nicht lebensmüde ist. Anyways: Underheist ist schön anzusehen und schön zu lesen. Das sage ich. So ganz unvoreingenommen und ohne Schnickschnack.

8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Maria Lapham, David Lapham, Hillary Jenkins

Montag, 19. Januar 2015

Comics Monthly#13

1. FBP: Federal Bureau of Physics#16

Wofür FBP steht könnt ihr ja dem Titel entnehmen, doch was ist das eigentlich? Es handelt sich um eine spezielle Behörde, wie die FBI oder die CIA, die im Auftrag der Regierung (in diesem Falle der USA) arbeitet. Die Story spielt sich ab in einer Realität in welcher physikalische Instabilitäten wie Gravitationsverlust, Wurmlöcher etc. pp quasi zum Alltag gehören. Deswegen gibt es das FBP welches Vorfälle, die mit diesen Instabilitäten zu tun haben, untersucht.

Diesmal treibt es das FBP-Team zu einer weit entlegenen Insel des Wissenschaftlers Lance Blackwood. Dieser prophezeit das Ende der Welt. Seiner Meinung nach findet es bereits statt. Eine gewisse dunkle Energie führt zu Energietornados und anderen Phänomenen die wiederum quasi das Ende der Welt bedeuten.

Manchmal fällt es mir schwer Comicserien mittendrin anzufangen, weil ich kein Bock hab mich mit vorherigen Geschehnissen auseinanderzusetzen usw. Aber hier muss ich das gar nicht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht gar nicht das FBP Team sondern Lance Blackwood der den leser über verschiedene energetische Phänomene unterricht. Das ganze ist leicht Axel Stoll Style, aber definitiv nicht uninteressant. Es gibt keine explodierenden Autos, keine fliegenden Superhelden, nichts in der Art. Der Comic erfüllt aber trotzdem seine Aufgabe - er fesselt. Das ganze wissenschaftliche Gerde ist wirklich spannend. Obendrauf kommen noch die wirklich grandiosen LSD-farbenen Zeichnungen von Alberto Ponticelli. Trippy Shit. And I like it.

8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Vertigo für 2,99$
Story und Art: Simon Oliver und Alberto Ponticelli.

2. Hellboy and the BPRD 1952#1

Hellboy müsste man eigentlich selbst als nicht-comic-nerd kennen. Vor einigen Jahren sind die zwei Verfilmungen von Mike Mignolas Comics ziemlich gut in der Welt angekommen. Es geht um ein Wesen aus der Hölle welches 1944 in einer schottischen Kirche aufgetaucht ist und von Soldaten und Professor Trevor Bruttenholm empfangen wurde. Es handelt sich um einen Jungen, einen Miniteufel, Dämon Jr - Hellboy. Er verfügt um eine übermenschliche Stärke und einen etwas zu groß geratenen rechten Arm (höhö). Bruttenholm nimmt ihm mit in die USA und richtet ihm ein zuhause in - in der Zentrale des BPRD (Bureau for Paranormal Research and Defense).

Mittlerweile sind 8 Jahre vergangen. Hellboy sieht aus wie ein Erwachsener, er ist aber überhaupt nicht. Nun wird es zeit für seine erste Mission. Es geht zusammit vier weiteren BPRD-Agenten nach Terroso, Brasilien. Dort wurden 33 Menschen von einem unbekannten übernatürlich Wesen umgebracht. Man braucht offensichtlich hilfe.

Ich mag Action und Sci-Fi, dass im zweiten Weltkrieg bzw. kurz danach stattfindet. Besonders gefällt mir hier der Kontrast zwischen alten Klamotten und Stil der Bauten (bzw. der ganzen Umgebung) als auch der Kleidung und das hervorstechende Aussehen von Hellboy. Dieses passt nämlich überhaupt nicht dazu. Die Stor liest wie ein guter Krimi, welcher in einem Schloss spielt. Es wird noch nicht viel verraten, aber ich denke dass bald ordentlich viel Wumms kommt, dass die ganze Geschichte sprengen wird. Alex Maleevs Zeichnungsstil ist sehr realistisch, er wirkt als wäre alles 1:1 von fotografien nachgezeichnet. Allerdings nerven mich an manchen Stellen die viel zu starren und emotionslosen Gesichter. Ansonsten, ein Top Ding.

8/10 Pfandflaschen

Erhältlich bei: Dark Horse Comics für 3,50$
Story and Art: Mike Mignola, John Arcudi und Alex Maleev

3. Savage Dragon#200

Zu Savage Dragon gabs hier schon mal was zu lesen, und zwar hier und hier.

Die besten Zeiten von Savage Dragon sind vorbei. Er wurde nämlich sowohl seiner Kräfte beraubt, als auch zum Tode verurteilt (warum weiß ich jetzt leider nicht) und sitzt seitdem im Todestrakt. Die Hauptrolle im Comic übernahm vor ein paar Ausgabe sein Sohn, Malcolm. Der ebenfalls grüne, Schwimmflosse auf dem Kopf tragende Hüne befindet sich momentan auf der High School und ist mit seiner Freundin zusammengezogen. Sein Vater wird nebenbei von einer Truppe Superschurken befreit, die ihm später gegen ihre eingeknastete Anführerin tauschen wollen. Malcolm zieht selbstverständlich los um seinen Papa zu helfen.

100 Seiten. Eine Hauptstory und mehrere kleine Geschichtchen die sich sowohl um Malcolm und seinen Papa als auch andere Nebencharaktere aus dem Savage-Dragon-Comics drehen. Mich hat am Anfang äußerst verstört, dass Erik Larsen den Sexdrang von Malcolm thematisiert hat. So hat er zu Anfang einen Dreier mit seiner Freundin und seiner Stiefschwester. Ich kann es ehrlich gesagt immer noch nicht fassen. Eigentlich muss ich grade übelst lachen weil es so total absurd ist. Man merkt außerdem, wenn man sich mit Comics ein Bisschen auskennt, wie viel hier geripoffed wurde. Ich kann zumindest schon mal Darkseid, Wonder Woman und Medusa erkennen. Außerdem heißt der rot/schwarze Superheld ... Daredevil. Das kommt mir fast schon dreist vor. Der Stil ist ziemlich overthetop. Viel BLAM!s und KA-BOOM!s und Frauen in unmöglichen Kostümen und und und.... Es hat sich eigentlich nicht viel geändert. Aber das ist okay. Es ist halt so absurd, dass es schon wieder gut ist.

Auf weitere 200 Ausgaben!
7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Image für 8,99$
Story and Art: Erik Larsen

4. Spider-Man and the X-Men#1

Wolverine, der in letzter Zeit der Schulleiter der Jean-Grey-Schule für begabte Jugendliche war, ist tot. Ha, gespoilert! Aber ja, Wolvie ist wirklich tot, leider. Deswegen tritt auf seine Stelle ein Ersatz an - der einzige Mensch den er zutrauen könnte, verantwortungsvoll zu unterrichten: Spider-Man! Natürlich gibt es dabei auch einen Clou: Er soll rausfinden, welcher von den Schülern ein Maulwurf (sprich: ein Spion) sein könnte. Es fällt am Anfang schwer das Vetrauen dieser Jugendlicher (u.a. ein Junge mit mehr als 10 Augen und ein Haimädchen, als auch ein Gehirn in einer Glaskugel) zu gewinnen. Schließlich ist Spidey kein wirklicher Mutant - was hat er diesen Leuten, als jemand der nicht zu ihnen gehört überhaupt zu sagen?

Gar nicht mal so uninteressanter Mix aus Action, Humor und Coming-of-Age-Kram a lá Breakfast Club. Die Zeichnungen sind größtenteils cartoonesk/komödiantisch. Zudem amüsieren mich die sarkastischen Bemerkungen der Schüler als auch die relativ neue Rolle von Spider-Man. Peter Parker war nämlich schon mal Lehrer, Spider-Man noch nicht. Ich glaube das könnte eine richtig interessante Story werden, vor allem da Spidey an seinem ersten Tag schon einiges verbockt. Allerdings gibts einige Unstimmigkeiten: Ich frage mich nur zu welchen Zeitpunkt sie überhaupt spielt, da momentan das Spider-Verse-Event am laufen ist. Außerdem scheinen einige Charaktere aus ihrer Rolle zu fallen. Spider-Man hat nämlich entgegen seiner Behauptungen, schon öfter ein Team geleitet (er war nur kein Lehrer). Wenn demnächst die Wogen bisschen geglättet werden, könnte die Reihe noch ordentlich gut werden. Jetzt ist sie zwar genießbar, hat aber einige Makel. Deshalb:

7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei: Marvel für 3,99$
Story and Art:  Elliot Kalan und Marco Failla

Dienstag, 29. April 2014

My Favorite TV-Show: Image Comics im TV

Weiter geht's in meiner "to watch and review"-liste. Heute stehen drei Zeichentrickserien an den Plan die auf Comics des Verlages "Image Comics" basieren. "Spawn" hab ich schon im Kindesalter gerne gelesen. Durch die "Wild C.A.T.s"-Fernsehserie bin ich dann auch auf die Comics gekommen. "Savage Dragon" lernte ich dann erst viel später kennen, beim Durchforsten im Comicarchiv des Comicdealers meines Vertrauens.

1. Savage Dragon(1995)
Das erstaunliche an der Comicserie ist, dass sie seit knapp 20 Jahren vom selben Autor gezeichnet und geschrieben wird: Erik Larsen. Ich sehe Savage Dragon als einen DER Superheldencomics der 90er Jahre. Der Titelheld wirkt übertrieben männlich und hat eine Masse an Muskeln. Zudem wirkt der Mutantenstadl der Gegner Savage Dragons auf mich wie eine echt seltsame, aus den Fingern gesaugte, durcheinandergewürfelte Kopie von X-Men-Bösewichten. Aber sei's drum. Die Storys sind spannend und lustig und der Comic nimmt sich ab einem Zeitpunkt nicht mehr sooo ernst, da Erik Larsens Tochter ins Comiclesealter gekommen ist sodass er ihr einen nicht übermäßig gewalttätigen
Comic vorstellen wollte.

Die Zeichentrickserie ist vom Comic kaum zu unterscheiden.
Es geht um Savage Dragon. Einen grünhäutigen Humanoiden mit Flosse auf dem Kopf. Er taucht eines Tages komplett nackt/terminator-style in der Innenstadt von Chicago auf. Ohne jegliche Erinnerung an sein früheres Leben wird er von der Chicagoer Polizei freundlichst aufgenommen und wird selbst, das was er am besten kann: Ein ordentlicher Bulle sein!
Gemeinsam mit seiner Partnerin Alex Wilde patroulliert er die Straße von Chicago und beschützt die Bürger von den finsteren Machenschaften des Schurken Overlord(gnihihi). Dieser ist ein Anführer von einer Gruppe sog. Freaks - einer Mutantencommunity die sich im Untergrund bewegt. Die Freaks wären im Marvel Universum stinknormale Mutanten die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Ähnlich ist es hier. Es gibt einen nicht allzukleinen Anteil an Freaks in der Bevölkerung. Einige leben ihr Leben wie jeder andere auch, andere schlossen sich Overlord an und versuchen immer wieder einen Umsturz. Was immer wieder witzig ist. Z.B als ein Freak versucht Gift ins Grundwasser zu mischen um die Bevölkerung Chicagos zu töten. Overlord ermahnt dies nicht zu tun, weil es dann niemanden gäbe den man erobern kann.

Eine ziemlich coole, unkomplizierte Serie mit einen Haufen von unseriösen Schurken. Ich hatte Spaß!


2. Todd McFarlane's Spawn(1997-1998)
Ich war so erpicht darauf, diese Sendung zu sehen. Und ich habs fast am Stück geschafft, denn es war so fesselnd.

Spawn, das ist Regierungsagent Al Simmons, der gewaltsam ums Leben gekommen ist. Danach kam er direkt in die Hölle und bekam vom Höllenfürst Malebolgia ein Angebot. Er dürfte zurück auf die Erde und seine geliebte Frau Wanda wiedersehen, wenn er Malebolgias Armee anführen würde. Gesagt, getan. Allerdings kommt Al erst 5 Jahre später auf die Erde zurück. Wanda ist mit Als besten Freund Terry verheiratet und sie haben ein Kind, Cyan. Al ist nicht mehr er selber. Er ist ein Hellspawn, ein Soldat der Hölle, ausgestattet mit einem symbiontartigen Kostüm, inklusive Ketten, Heilungsfaktor und magischen Kräften. Als nächstes zieht er sich in die New Yorker Obdachlosengassen zurück und beschützt die dortigen Einwohner vor Feinden, die ihm ans Leder wollen. Noch weiß er nicht so recht, was er auf dieser Welt jetzt soll und was er zu tun hat.

Eine mehr als finstere, an ein eher erwachsenes Publikum gerichtete Serie. Und nein, es ist kein Anime auch wenn man stellenweise Parallelen ziehen kann. Wir haben hier jede Menge Spannung als auch gut strukturierte Storys. Die Folgen ziehen sich nicht Ewigkeiten. Zudem stellt jede der drei Staffeln ein Kapitel dar. Außerdem noch: jede Menge Blut und Geschrei. So wie es sein soll.


3. Wild C.A.T.s(1994-1995)
Während Rob Liefelds "Youngblood" es nur zu einem Cartoonintro geschafft hat, brachten es Jim Lees Wild CATs viel weiter. Nämlich zu ganzen 13 Folgen. Dabei sehen sich beide Teams ziemlich ähnlich. Man könnte WildCATs als eine Art Jim Lees X-Men sehen. Es ist ein Team von jungen Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, die gegen Bösewichte kämpfen. Doch so einfach wie bei Marvel ist es hier nicht. Die WildCATs sind keine Mutanten sondern Vertreter der außerirdischen Rasse Kherubim. Ihnen steht eine andere Spezies, die Daemonites gegenüber, die was wollen?
Die Welt erobern natürlich!



Und das mit dreistesten Mitteln. Die WildCATs, gesponsert von den reichen CEO Jacob Marlowe(der im Comic auch ein Kherubim ist) sind natürlich immer an Ort und Stelle wenn es dagegen geht.

Jetzt ist es wieder so weit. Ich kriege diesen seltsamen Titelsong nicht ausm Kopf. Und auch wenn es im Grunde eine Art X-Men-Abklatsch ist, die WildCATs haben damals mein Herz erobert. Und ich hab immer noch für sie etwas übrig.


Ich konnte mir übrigens alle drei Serien beinahe komplett auf Youtube angucken. ;)

Donnerstag, 1. März 2012

Comic Book Review#33: Savage Dragon#104

Yo. Hatte davor schon eine Ausgabe von rumfliegen gehabt. Hab sie aus Neugier gekauft, denn ich wollte unbedingt wissen, was das für ein komischer Typ mit grüner Haut, in Polizeiuniform und mit Schwimmhautirokesen aufm Kopf ist. Ich war positiv überrascht, also holte ich mir für meine Comic-Recherche eine weitere Ausgabe. Nämlich die Nummer 104.
Und jetzt mal ein bisschen Aufklärung: Savage Dragon oder auch Dragon genannt ist ein grünhäutiger, besonders starker Humanoide, welcher es schafft mit einer absoluten Amnesie in einen brennenden Feld in Chicago aufzuwachen. Seine Kräfte sind *seufz* übermenschliche Stärke(muss ich das überhaupt aufführen?) und hoher Selbstheilungsfaktor(das auch?). Kurz nach Beginn der Serie fängt er an als Polizeibeamter für die Chicagoer Polizei zu arbeiten und diese ganzen Mutanten die sich um Chicago rum angesiedelt und den Bürgern das Leben schwer machen, auszumerzen. Savage Dragon ist die am längsten andauernde Serie die von einen einzigen Mann sowohl geschrieben als auch gezeichnet wurde.
Nun, jetzt zum Inhalt:
In Savage Dragon#104 erfahren wir dass die Erde zerstört worden ist. Alle die Dragon geliebt und gern gehabt hat sind weg. Doch er schafft es zufällig durch ein Portal in die Parallelwelt zu kommen. Dort schafft er es seine langjährige Freundin Jennifer zu heiraten, was zu Protesten seitens ihrer kleinen Tochter Angel führt. Außerdem schlüpft Jennifer in einen stars-&-stripes-kostüm und wird ebenfalls Superheldin, was sie auch auf der anderen, nun zerstörten Erde war. Angel ist absolut eifersüchtig, gönnt ihren Elternteilen die Ehe nicht, eben das typische Verhalten....
Klingt erstmal nach nichts, doch es ist was. Die Geschichte zieht sich leider etwas in die Länge und es passiert auch kaum was, doch die Eifersüchteleien der kleinen Angel als auch Savage Dragon in der Vaterrolle sind niedlich und amüsant

7 von 10 Pfandflaschen
Ausgaben 100-104