Hierbei handelt es sich um das erste "volle" Album von Sunn O))) aber insgesamt um die zweite Veröffentlichung. Ausgesprochen würde es "ÖÖ Void" heißen, weil der dieses durchgestrichene O nun mal so ausgesprochen wird. Was wir hier zu hören kriegen sind insgesamt vier Titel: "Richard", "NN O)))", "Rabbit's Revenge" (ein Cover von Melvins'schen "Hung Bunny") und "Ra at Dusk".
So und jetzt kommen wir zum spannenden Teil des Reviews. Wie soll ich vier Titel umschreiben, die jeweils mindestens vierzehn Minuten lang sind und mehr oder weniger irgendwie einander ähneln? Für diejenigen, die nicht im Thema sind: Sunn O))) haben sich einst nach dem Verstärkerhersteller Sunn benannt und ahmen dessen Logo in ihrem eigenem Logo nach. Von dem "O" gehen also Soundwellen aus und ungefähr so könnte man ihren Sound umschreiben. Anders als in einem der Nachfolger (Mein Lieblingsalbum der Band "Monoliths & Dimensions"), der wesentlich experimenteller ist als dieses Debütalbum machen Sunn O))) hier genau das wofür sie berühmt wurden. Sie schmeißen ein riesiges, unsichtbares Flugzeug in einen riesigen Verstärker. Dieser Verstärker fängt dann an, wie bescheuert zu brummen, als hätte er eine heftige Funktionsstörung - und die hat er natürlich auch. Alle vier Songs, mit Ausnahme des Melvins-Covers, dass im Hintergrund sowas wie Gesang und "normale" Instrumentals aufweist bestehen aus heftigsten Dröhnen. Es ist ein fantastisches Meditationsgeräusch. Perfekt geeignet für eure Spazierrunde, für euren Einkaufsausflug oder wenn ihr Spülen wollt, die Wohnung saugen und wischen wollt. Ehrlich jetzt. Keine pseudophilosophischen Texte über das Leben. Einfach nur Drone Metal.
Jetzt fragt ihr euch sicher, wieso zum Fick reviewt er das? A) weil ich das kann und B) weil das ein Double Feature ist und zum zweiten Album gehört dieses Album dazu. Ganz einfach.
10/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles
Sunn O))) meets Nurse With Wound - The Iron Soul Of Nothing (2011)
Nun haben wir wieder mal eine Premiere hier. Im Grunde genommen reviewe ich jetzt in einem Double Feature zwei mal das gleiche Album. Naja, nicht ganz. Aber so rein theoretisch gesehen schon. Praktisch gesehen natürlich nicht.
"The Iron Soul Of Nothing" wurde 2011, also 11 Jahre nach dem Debütalbum von Sunn O))) veröffentlicht - als Standalone-Edition. Zuvor, im Jahre 2008 gab es die gleiche Veröffentlichung schon als Bonus-Disc zu der CD-Ausgabe von "ØØ Void". Dabei handelt es sich im Grunde genommen um ein Remix-Album, des besagten Debüts. Die Überarbeitung der Sunn O)))schen Werke hat sich ein gewisser Künstler namens Steven Stapleton vorgenommen. Besser bekannt unter dem Namen Nurse With Wound ist der Engländer eine Koryphäe in Sachen Industrial, Noise und Dark Ambient. Wir haben hier also die vier, weiter oben genannten, Stücke von "ØØ Void", die einen neuen, ambientigen,
psychedelischen Klang verpasst bekommen. Dabei ist so gut wie gar nichts mehr bzw. generell gar nichts mehr von ursprünglichen Drone-Sound zu hören. Stattdessen erleben wir eine geheimnisvolle Soundkulisse, die sich wie ein riesiges metallenes Rohr anhört. Aus vier Tracks werden drei, die dann heißen "Dysnystaxis" (...A Chance Meeting With Somnus), "Ash on the Tress" (The Sudden Ebb of a Diatribe) und "Ra at Dawn" (Rapture, At Last, Numbered By Her Light). Beim letzten Titel sehen wir eine eindeutige Anspielung auf den ursprünglichen Track "Ra At Dusk". Auch die Länge der Titel hat sich verändert. Mindestens 3-4 mal länger. Während "Ra At Dawn" je nach Veröffentlichung ein Ein- oder Zweiteiler ist. Irgendeiner bei YouTube nannte das "Psychedelic Doom Drone". Und damit trifft die Person den Nagel auf dem Kopf. Ich würde noch den Zusatz "Psychedelische, doomtastische, Kirchenmusik" hinzufügen. Alleine schon wegen des heftigen Halls, der einen anmuten lässt, das Ganze würde sich in einer riesigen Kirche abspielen. Einige Sounds erinnern mich tatsächlich auch an verzerrte Kirchenorgeln. Große Sache, diese.
psychedelischen Klang verpasst bekommen. Dabei ist so gut wie gar nichts mehr bzw. generell gar nichts mehr von ursprünglichen Drone-Sound zu hören. Stattdessen erleben wir eine geheimnisvolle Soundkulisse, die sich wie ein riesiges metallenes Rohr anhört. Aus vier Tracks werden drei, die dann heißen "Dysnystaxis" (...A Chance Meeting With Somnus), "Ash on the Tress" (The Sudden Ebb of a Diatribe) und "Ra at Dawn" (Rapture, At Last, Numbered By Her Light). Beim letzten Titel sehen wir eine eindeutige Anspielung auf den ursprünglichen Track "Ra At Dusk". Auch die Länge der Titel hat sich verändert. Mindestens 3-4 mal länger. Während "Ra At Dawn" je nach Veröffentlichung ein Ein- oder Zweiteiler ist. Irgendeiner bei YouTube nannte das "Psychedelic Doom Drone". Und damit trifft die Person den Nagel auf dem Kopf. Ich würde noch den Zusatz "Psychedelische, doomtastische, Kirchenmusik" hinzufügen. Alleine schon wegen des heftigen Halls, der einen anmuten lässt, das Ganze würde sich in einer riesigen Kirche abspielen. Einige Sounds erinnern mich tatsächlich auch an verzerrte Kirchenorgeln. Große Sache, diese.
10/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Alles

