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Mittwoch, 15. September 2021

Album der Woche#505: Dopethrone - Transcanadian Anger (2018)

Ich bin vor Ewigkeiten auf diese Band gestoßen bzw. deren Song/Video "Killdozer". Irgendwann sind sie auf meiner Liste gelandet und dann habe ich sie vergessen. Dann hat der Zufall sie gewählt, hier sind sie, aber vorher musste ich überlegen ob sie tatsächlich so heißen. "Dopethrone" ist nämlich gleichzeitig ein Albumtitel von Electric Wizard. Ich musste lange überlegen ob die Band tatsächlich so heißt.


Sludge Metal aus Kanada. Das sagt der Albumtitel ja irgendwie auch schon. Witzig wie man sowohl den transsibirischen Express parodiert als auch Darkthrone. Meine Fresse, das ist ja alles doppelt und dreifach. "Dopethrone" ist ja an sich schon ein Parodiename/titel in Bezug auf Darkthrone, nur stammt dieser von Electric Wizard. Dann nimmt man das auch noch als Bandnamen, nimmt ein Albumtitel als Persiflage auf "Transilvanian Hunger" und packt auch noch ein Zug aufs Cover. Verrückt. Absolut verrückt.

Das nach Sümpfen Louisianas (und generell wegen dem sumpfigen Sound) benannte Subsubgenre des Metal ist nicht gerade bekannt für unfassbar intelligente Texte. Okay, Ausnahmen gibts aber sei's drum. Jedenfalls geht es hier viel um Drogen und Gras. Im ersten Song geht es scheinbar darum einen Metamphetamin-Planeten zu kolonisieren. Der oben erwähnte Song "Killdozer", scheint von dem weltbekannten Killdozer-Vorfall zu handeln - ich weiß es aber nicht mehr genau weil ich kein Text dazu vorfinde. Die Songtitel sind herrlich absurd. Planet Meth. Scuzzgasm, Tweak Jabber, Snort Dagger, Killbilly Hush. Klingen tut das ganze nach paar Typen die irgendwo im Sumpfgebiet auf Gras und Pilzen und anderen Dingen Musik machen. Nur dass sie aus Kanada stammen. Ich mag diese herrlich giftige Stimme des Sängers als auch diesen mal schnellen und mal langsamen "sumpfingen" Sound. Das habe ich irgendwo schon mal erwähnt, aber egal.

Ich finds ja schon geil, wenn mich Musik herausfordert. Aber manchmal muss einfach ein richtig stumpfes, abgefahrenes Album sein. Und darum finde ich das hier gut. Ehrlich jetzt.

8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Killdozer, Planet Meth, Scuzzgasm

Leider kann ich das Video nicht einbetten, weil man für die Sichtung sein Alter bestätigen muss.

Darum, hier ein Live-Video von "Killdozer":


Donnerstag, 20. Mai 2021

Album der Woche#488: Electric Wizard - Dopethrone (2000)

Der Zufall wollte es so, dass Electric Wizard diese Woche reviewt werden, also will das der Zufall so. Und nein, ich wusste nicht dass dieses Album dieses Jahr 21 wird. 

"Dopethrone" ist nicht nur ein Namensgeber für die gleichnamige Doom Metal Band sondern gleichzeitig auch das dritte Album von Electric Wizard. Zusammen mit "Come My Fanatics..." und "Supercoven" bildet es eine Art Trilogie. Auf dem Albumcover ist ein Bong rauchender Teufel zu sehen. Das spricht Bände über die Band und man kann eigentlich sofort vermuten dass es sich hierbei um ein Stoner Doom/Stoner Rock/Stoner Metal Projekt handeln könnte.

In der Tat behauptete vor rund zehn Jahren Sänger Jus Oborn in einem Interview dass die Bandmitglieder während der Aufnahmen in irgendwelchen Suchtverhältnissen steckten. Sei es jetzt Alkohol oder andere Substanzen. Dementsprechend hat man sich bei den Sessions dermaßen zugedröhnt, um danach unter Einfluss aufzunehmen. Da sie in direkter Näher vom Studio gecampt haben hieß es buchstäblich: Aufwachen, Drogen nehmen, aufnehmen gehen. 

Was herauskam war ein unfassbar dreckiges, langes und abgespacetes Album. Voller Hass und aufgeladen mit einer "Wir gegen die Welt"-Attitüde. Die Songs sind durchschnittlich 8 bis 9 Minuten lang, aber im Gegensatz zum anderen Album dass ich diese Woche gehört habe (dass ebenfalls so lange Songs enthält), nämlich Dream Theaters "Images and Words" wird es zumindest für mich nicht wirklich langweilig. "Weird Tales", der dritte Song, ist sogar ganze fünfzehn Minuten lang und ist in drei Teile unterteilt die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es wird zwischendurch richtig ambient-y und space-y. Dazu kommen noch die paar Interludes, die das Album noch verstörender machen.

"Dopethrone" wirkt auf mich so als hätte sich eine Band, zugedrogt und zugedröhnt mitten in ein Schlamm gesetzt und hätte einfach angefangen drauf loszuschrammeln. Sie hören dann erst auf, wenn sie im Schlamm untergehen oder ins Weltall abgedriftet sind. Es ist eine nie enden wollende Jam Fucking Session. Einfach großartig:

Anspieltipps: Weird Tales, Mind Transferral, Vinum Sabbathi
9/10 Pfandflaschen