Mittwoch, 7. Mai 2025

Film der Woche#629: Honey, I Shrunk The Kids! (1989)

Dieser Film befand sich auf meiner "To Watch"-Liste...weil....Nostalgia hits hard. Sometimes. Wie auch immer, ich habe ihn das erste mal vor knapp 25 (?) Jahren gesehen und war sehr begeistert. Allerdings war meine Erinnerung daran sehr vernebelt. Ich habe damals auch den Sequel ("Honey, I Blew Up The Kid!") gesehen und fand ihn ebenfalls alles andere als schlecht. Dass es eine weitere Fortsetzung ("Honey, We Shrunk Ourselves!") gab wusste ich auch. Allerdings, dass Disney das ganze mit einer TV-Serie, einer Atraktion beim Disneyland und mittlerweile weiteren Fortsetzungen und Reboots weiterhin melkt hingegen nicht. Anyways...


Wayne Szalinski (Rick Moranis) ist ein eher erfolgloser Erfinder. Vor kurzem fing er an einem Gerät zu arbeiten, dass in der Lage ist die molekulare Struktur von Gegenständen zu verändern, sodass sie ihre Größe verändern. Also, schrumpfen. Allerdings laufen die Tests nicht so wie sie sollten. Seine hart arbeitende Frau, die gestern noch bei ihren Eltern übernachtet hat weil sie sich gestritten haben, kommt heute wieder heim. Wayne geht zu einer Ausstellung und beauftragt die beiden Kinder Amy (Amy O'Neill) und Nick (Robert Oliveri) damit das Haus zu putzen. Der Nachbarssohn Ron Thompson (Jared Rushton) schießt allerdings aus Versehen einen Ball in das Dachbodenfenster der Szalinskis und wird daraufhin von seinem älteren Bruder "Little" Russell (Thomas Wilson Brown) zur Rede gestellt. Leider spielt das Schicksal nicht mit und so befinden sich zufälligerweise alle vier Kinder auf dem Dachboden als der vom Baseball ausgelöste Miniatisierungsstrahl losgeht und sie alle schrumpft. Durch einen weiteren Zufall landen sie in einer Mülltüte und daraufhin im Garten. Von dort aus müssen sie ihren Weg zurück nach Hause finden. Auf sie warten riesige Ameisen, Skorpione, Legosteine und Oreokekse. Währenddessen machen sich die vier Eltern - also auch Ron und Russ' Eltern "Big" Russ (Matt Frewer) und Mae Thompson (Kristine Sutherland) - mehr als große Sorgen wo ihre Kinder sein könnten.

Meiner Meinung nach hat der Film tatsächlich den Zahn der Zeit bestanden. Es ist eine durchaus simple Story, die jedoch am Ende (auch ganz simpel) aufzeigt dass gegensätzliche Menschen durchaus Freunde werden könnten. Und natürlich auch, dass schwierige Situationen durchaus zum Zusammenhalt beitragen können. Darüber hinaus sind die Special Effects wirklich erste Klasse. Ich glaube den überdimensionalen Garten, den Lego-Baustein und den Keks zu basteln war wirklich schmerz im Arsch. Die echten Stars des Films sind tatsächlich nicht die Eltern sondern die Kindern und die Kulissen. Es ist ein wirklich sehr abenteuerlich, lustiger und irgendwo auch kurzweiliger Film. Aber er unterhält, was er auch tun sollte.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Dienstag, 6. Mai 2025

Comic Book Review#628: Knight Watchman#1 (1998)

"Knight Watchman". Nicht "Nightwatch Man". Also "Ritter Wachmann" und nicht "Nachtwachenmann". Got it? Got it.

Was wir vor uns haben ist eine ausgezeichnete Parodie oder viel eher eine Hommage an Batman (offensichtlich) und zwar einen älteren 80er Jahre Batman, dessen Sidekick Dick Grayson/Robin grade zum selbstständigen Superhelden Nightwing wurde. Jedenfalls befinden wir uns in der fiktiven Stadt Midway City. Galahad, der ehemalige Sidekick von Knight Watchman hat vor kurzem einen Anschlag
auf den Bürgermeister verhindert. Nun ja, nicht so ganz. Zumindest ist Bürgermeister Lionel Richards nicht tot, allerdings im Koma und sein Zustand gelinde gesagt nicht so gut. Galahads Bein wurde an drei Stellen gebrochen. Er selbst befindet sich nun auch im Krankenhaus und kriegt vom stellvertretenden Bürgermeister Alderman Princeton ein Angebot vorgeschlagen. Galahad soll seine Tätigkeit als Vigilant aufgeben und anfangen offiziell für die Polizei zu arbeiten. Was Galahad allerdings nicht weiß: Der stellvertretende Bürgermeister hat den Anschlag auf seinen Kollegen selbst eingefädelt. Er steckt nämlich mit einem organisierten Verbrecher namens Pink Flamingo unter einer Decke, der das Ziel hat die gesamte Polizei zu korrumpieren und am Ende die Stadt unter seine Kontrolle zu bringen. Dafür braucht er ein offizielles Gesicht - und das ist natürlich Princeton. Als der mittlerweile in Superheldenrente gegangene Modedesigner Reid Randall aka Knight Watchman die traurige Neuigkeit vom Anschlag mitkriegt beschließt er wieder in der Nacht rauszugehen und Verbrecher zu Klump zu verprügeln. Sehr zum Ärger von Pink Flamingo der seine Pläne nun als gefährdet betrachtet.

Geschrieben (und erschaffen) von Chris Ecker und Gary Carlson, gezeichnet von Ben Torres. Himmel, ist das großartig. Und potthässlich. Die Zeichnungen erinnern an die ersten Gehversuche von Todd McFarlanes "Spawn" als auch stellenweise an Frank Millers "Sin City". Ähnlich grim und gritty und brutal. Allerdings wird diese Gewalt und Maskulinität einfach sinnlos auf den Kopf gestellt, dass es ziemlich lustig ist. Ich frage mich allerdings dabei ob es tatsächlich eine Hommage oder eine Parodie sein soll. Es gibt sogar eine ganze Mini-Lore dazu. In dem Comic ist Knight Watchman bereits seit mehreren Jahrzehnten tätig. Seine früheren Abenteuer werden in einem Bonus-Comic namens "Deductive Comics" gezeigt - der selbstverständlich eine Hommage an Batmans Abenteuer in "Detective Comics" ist. Und ja, auch der Stil der Zeichnungen ist ebenfalls an den von 1939 angelehnt. Man hat hier also sowohl den 80er Batman als auch den 40er Batman erfolgreich parodiert bzw. hommagiert. Es ist eine großartige, potthässliche Orgie der Gewalt. Ich liebe es. Es gibt übrigens sogar einen Fernsehfilm in welchen der Ritter Wachtmann zu sehen ist: "Knights of Justice".

8/10 Pfandflaschen
Made by: Chris Ecker, Gary Carlson, Ben Torres, John Thompson



Montag, 5. Mai 2025

Album der Woche#632: Tony Iommi - Iommi (2000)

Ich habe vor Ewigkeiten ein ähnliches Album besprochen. Und zwar "Probot", des gleichnamigen Projektes von Dave Grohl. Darauf hat der Drummer/Sänger mehrere seiner Lieblingssänger (allesamt von bekannten Metal Bands) um sich versammelt und jeweils einen Song aufgenommen. Drauf zu hören sind u.a. Max Cavalera, Lee Dorian, Cronos und King Diamond. Dieses Album hier funktioniert auf eine ähnliche Art und Weise. Auf jedem Song ist Tony Iommi (ja, dieser von Black Sabbath, brauch ich wohl nicht erklären) als Gitarrist zu hören. Außerdem besteht für jeden Song quasi ein jeweils anderes Line-Up. Am Bass ist hier unter anderem Laurence Cottle zu hören, der schon mal bei Black Sabbath gespielt hat. Und natürlich nicht zu vergessen, Brian May (ja, dieser von Queen, brauch ich wohl nicht erklären) auf "Goodbye Lament" als zusätzlicher Gitarrist.


Jeder Song hierauf hat einen komplett anderen Klang. Es würde hier auch etwas den Rahmen sprengen, wenn ich jeden in Detail besprechen werde. Fest steht: Irgendwie klingt jeder Song nach den ursprünglichen Bands in welchen die Sänger und die Sängerin klingen plus eine gewisse große Prise Black Sabbath Riffs. Es geht los mit "The Laughing Man In The Devil Mask" von Henry Rollins. Rollins' Gesang ist unverwechselbar und der Text klingt stark nach "ich bin der Mann vor dem ihr euch fürchten müsst und dem ihr nicht vertrauen könnt". Ähnlich wie "Liar" von Rollins Band. Trotz Iommis Riffs ist das ganze ein gelungener Rollins Band Klon. Ich weiß nicht genau, wie Skunk Anansie sonst so sind, aber ich mag Skins musikalische Darbietung auf "Meat". Ein großartiger, ruhiger Song der in gewissen Momenten "hochgeht". "Goodbye Lament" mit Dave Grohl klingt tatsächlich sehr nach Stadion Rock, was nichts schlechtes heißen muss. Kommt vielleicht durch den Einsatz von Brian May. I don't know. "Time Is Mine" mit Phil Anselmo von Pantera: Was soll ich sagen? Ein sehr gelungener Pantera Klon. Während "Patterns" mit Serj Tankian (System Of A Down) so gar nicht nach seiner Band klingt. Bzw. vielleicht schon, aber erst während ihrer Spätphase. So ein Bisschen. Natürlich hat Tankian es sich nicht nehmen lassen irgendwas über "chaotic organisations" zu brüllen. Herrlich. Bei "Black Oblivion" dachte ich im ersten Moment tatsächlich, es würde sich um Ozzy Osbourne handeln. Aber nein, es ist Billy Corgan. Ein verdammt guter Billy Corgan. Meine Fresse ist das gut. Was für ein Banger von nem Track. Mit Gitarrensolo. Hier ist das beste der beiden Welt vereint. 90s Alternative Rock und 70s Doom Metal/Hard Rock. Herrlich. Weiter gehts: "Flame On" mit Ian Astbury von The Cult. Hach, mein Herz schmilzt. Ich liebe seine Stimme einfach. Weiterer Banger. Noch besser wird es als Peter Steele in "Just Say No To Love" zum Einsatz kommt. Und dabei nicht nur seine tiefe sondern auch seine weiche Stimme mitbringt. Großartig. Auf "Who's Fooling Who" ist dann tatsächlich Ozzy zu hören - und es ist leider nicht der beste Song mit ihm am Gesang. Es wirkt auf mich eher wie eines seiner zahlreichen Solo Songs als ein alter Black Sabbath Song. Gefällt mir eher weniger. Außerdem singt Ozzy ungefähr das gleiche wie zu Beginn vom letzten Black Sabbath Album "13". Alles endet mit einem eher vulgären (hihi er hat "suck my dick" gesagt) Einsatz von Billy Idol auf "Into The Night". Hier jagt ein Klischee das nächste und es ist insgesamt eher "okay" und ganz amüsant. 

Well, that was really good. Ich meine, gut ding will weile haben. Dieses Album wurde im Laufe von fünf Jahren produziert. Es ist ein fantastisches Generationen übergreifendes Zeitzeugnis. Hier werden Persönlichkeiten der 70er, 80er und 90er auf einem Album präsentiert. Es sind großartige, fantastische Songs. Ich wiederhole mich aber: Fuck ist das gut.

9/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Just Say No To Love, Laughing Man In The Devil Mask, Black Oblivion