Montag, 11. Januar 2021

Donnerstag, 7. Januar 2021

Film der Woche#471: STEPHEN KING SPECIAL, Teil 5

Hallo und herzlich willkommen zu Teil 5. Zu Teil 4 geht es hier entlang. 

16. Tales From The Darkside: The Movie (1990)

"Tales From The Darkside" war eigentlich eine Anthologie-Serie, ähnlich wie "The Twilight Zone". Und genauso wie "Twilight Zone" hat sie auch eine Leinwand-Produktion bekommen. Es verhält sich hier ähnlich wie bei den "Creepshow"-Filmen bzw. wie bei "Creepshow 2". Stephen King ist nicht der einzige Autor.

Die Rahmenhandlung handelt von einer modernen Hexe aus der Vorstadt namens Betty (Debbie Harry) die sich einen kleinen Jungen gefangen hat und ihn zum Dinner verspeisen möchte. Um sie abzulenken liest Timmy (Matthew Lawrence) ihr aus einem Buch namens "Tales From The Darkside" vor. Die Geschichten daraus werden dann filmisch dargestellt.

"Lot 249" handelt von einem Studenten namens Bellingham (Steve Buscemi) der einst von einem Kommilitonen um ein Stipendium gebracht wurde. Dieser hat zusammen mit seiner Freundin Susan (Julianne Moore) ein Artefakt gestohlen und den Diebstahl ihm untergejubelt. Mit Susans Bruder Andy (Christian Slater) ist er jedoch gut befreundet. Eines Tages erhält Bellingham eine großes Paket per Post. Es handelt sich dabei um eine uralte ägyptische Mumie. In deren Inneren findet Bellingham ein Pergament. Nachdem er daraus vorgelesen hat, ist er in der Lage die Mumie zu kontrollieren und sie dazu bringen diejenigen die ihm geschadet haben, umzubringen. Basierend auf einer Story von Arthur Conan Doyle.

"Cat From Hell" stammt von Stephen King. Hier geht es um einen Auftragskiller namens Halston (David Johansen) der vom alten Pharma-Industriellen Drogan (William Hickey) beauftragt wird. Der Mann lebt alleine in einem großen Haus nachdem seine Frau und Schwester gestorben sind. Dafür verantwortlich macht er niemand geringeres als eine kleine schwarze Katze. Dazu meint er auch noch, dass seine Firma an tausenden von Katzen experimentiert hat und dass das Karma das Tier nun mit Rache beauftragt hat. Die Katze soll weg und wenn Halston sie tötet kriegt er 100.000$. Die Aufgabe ist allerdings schwieriger als gedacht, weil die Katze nicht von dieser Welt zu sein scheint.

"Lover's Vow", basierend auf einer Geschichte von Lafcadio Hearn, erzählt von einem jungen Künstler namens Preston (James Remar). Er hat grade seinen Agenten verloren, weil dieser von seinen nicht vorhandenen Einnahmen nicht leben kann. Darum betrinkt er sich jetzt in einer Kneipe. Nach Ladenschluß will der Kneipenbesitzer Jer ihn heim fahren. Dummerweise taucht draußen ein riesiger Gargoyle auf der Jer die Hand abhackt und anschließend enthauptet. Daraufhin zwingt das Monster Preston einen Eid abzulegen und niemanden vom Vorfall zu erzählen. Noch in der selben Nacht trifft der Künstler auf die Liebe seines Lebens namens Carola (Rae Dawn Chong). Sie hat Connections in die Kunst-Szene und verhilft ihm zum Ruhm.

Die erste Story ist so schlecht, dass sie schon wieder witzig ist. Die Schauspieler stellen alles auf eine unfassbar lächerliche, übertriebene Art dar. Von der Erzählart erinnert mich das hier allerdings etwas an diese Story aus "Creepshow" mit Leslie Nielsen als Bösewicht. Amüsant. "Cat From Hell" hat nen schwierigen Anfang, aber wenn die Katze mit ihren Angriffen loslegt, wird es richtig richtig gut. "Lover's Vow" hat ein überraschendes, absolut umhauendes Ende. Es ist eigentlich eine typische Mär, eine Story aus japanischen Folklore die filmisch verdammt gut umgesetzt wurde. In diesem Film mein absolutes Highlight. Der Rest war eher okay bzw. geht so.

6,75/10 Pfandflaschen

Trailer:


17. Graveyard Shift (1990)

"Graveyard Shift" basiert auf der gleichnamigen Kurzstory von King, die in der Sammlung "Night Shift" erschienen ist.

Wir befinden uns in irgendeiner Stadt in der Nähe von Castle Rock. Der Schauplatz ist eine uralte Spinnerei. Die dortigen Mitarbeiter haben mit einer enormen Rattenplage zu kämpfen. Der neuste Mitarbeiter ist der Witwer John Hall (David Andrews). Er kriegt die Stelle nachdem sein Vorgänger von irgendwas in der Nachtschicht umgebracht wurde. Die Lage ist angespannt. Der Vorgesetzte Warwick (Stephen Macht) schikaniert die Mitarbeiter und hat regelmäßig was mit dort arbeitenden Frauen am laufen. Es dauert nicht lange, da wird Hall zum Kammerjäger "hochgestuft" und soll den engagierten Exterminator Tucker Cleveland (Brad Dourif) bei der Rattenplage helfen. Allerdings gibt es da etwas in den Schatten dass auf die Mitarbeiter abgesehen hat. 

Die Kritik sagte die Handlung sei lahmarschig und die Charaktere hölzern. Das stimmt auch irgendwo. Im Prinzip ist das ein ähnlicher Film wie "Alien". Ein Haufen Leute sind mit irgendwas bedrohlichen im selben Raum und es dezimiert sie einen nach dem anderen. Die Charaktere an sich sind nicht besonders wichtig. Ich nehme es ihnen allerdings ab, dass sie tatsächlich Angst vor diesem "Ding" haben. Außerdem sind die Special Effects gut. Insgesamt ist das einfach ein verfickt unterhaltsamer, wenn auch relativ kurzweiliger Film. Ein No-Brainer-Creature-Horror-Film halt. Sicher, es gab bessere, aber das hier war sehr spaßig!

7/10 Pfandflaschen

Trailer:




Mittwoch, 6. Januar 2021

Comic Book Review#470: Marvel Comics Presents#97 (1992)

Hallo und herzlich willkommen zum ersten Comic Book Review im Jahre 2021. 

Bei "Marvel Comics Presents" handelt es sich um eine Anthologie-Serie die zuerst von 1988-1997 und dann von 2007-2008 erschien. Ein dritter Anlauf der Serie erscheint seit 2019.

Die #97 ist ein Wendecomic. Auf der ersten Seite haben wir es mit Wolverine und Silver Surfer zu tun. In Teil 5 von "Wild Frontier" befindet sich Wolverine bei amerikanischen Ureinwohnern. Die Story spielt offensichtlich nicht heutzutage. Logan ist ja auch mehr als 100 Jahre alt. Er wurde von ihnen als Krieger/Beschützer auserkoren und hat die Aufgabe ein riesiges, einäugiges Monster zu bekämpfen. An seine Seite wird ein blinder Junge gestellt. Logan versteht nicht was das soll, nimmt ihn aber widerwillig auf seine Reise mit. Als sie in der Höhle der riesigen einäugigen (oder doch dreiäugigen) Raupe/Echse ankommen, stellt sich der Junge als nützlich heraus. Uncegila (das Monster) tötet nämlich mit seinen Blicken!

In einigen Panels etwas merkwürdig gezeichnet. Die Story macht das aber wieder gut. Wolverine im Zeitalter der Ureinwohner bzw. kurz nachdem die britischen Pilger rüberkamen. Interessant!

Made by: Timothy Truman, Todd Foxx

7/10 Pfandflaschen

Es geht weiter mit Silver Surfer und Reed Richards von den Fantastic Four in "Collision Course". Der Surfer evakuiert grade ein ganzes Planetensystem und hält Kontakt mit Reed Richards auf der Erde. Plötzlich kommt der Silver Surfer mit der Armada an evakuierten Schiffen an einem Stern vorbei. Darauf tobt ein riesiger Solarsturm der die ganze Schiffe in den Tod mitreißen könnte. Er schafft sie aus der Weite des Sturms rauszulotsen gerät aber in den Sog des Sturms. Sein Surfboard ist nicht mehr steuerbar und er droht hinein zu "surfen". Reed eilt ihm mit einem Raumschiff und einen Spezialanzug zur Hilfe. Keine Ahnung wie schnell sowas gehen kann lel. Jedenfalls schafft er es mit seinen Streck-und-bieg-Kräften den Silbernen da rauszuholen.

Okay, das interessiert mich tatsächlich noch mehr als die vorherige Story. Ein aus den Fingern gesaugtes, vollkommen absurdes Sci-Fi. Aber die Story hält sich spannend und ist sehr kurz. Es ist wie ein Sci-Fi-Pulp-Magazine. Wie so ne Perry Rhodan Geschichte oder so. Ich fands gut!

Made by: John Figueroa, Ron Wilson

8/10 Pfandflaschen

Wir drehen den Comic um und kriegen es mit Zeitreisenden Cable (den Sohn von Cyclops Scott Summers) und dem Ghost Rider zu tun.

Im achten (und letzten) Teil von "Servants of the Dead" befinden sich Cable und Ghost Rider im Reich der Toten, tief unter der Erde. Sie sind grade dabei eine junge Frau aus den Fängen eines Totenkults angeführt von einem Typen der aussieht wie eine kybernetische Version von Shredder zu retten.Der Bösewicht sieht dabei seine Fehlern ein und verschwindet ins Jenseits. Die Frau entscheidet sich allerdings für ihren eigenen Tod.

Ich verstehe die Hälfte nicht, weil es die letzte Ausgabe ist. Allerdings ist das Design großartig. Außerdem hat Cable einen echt riesigen Booty was das ganze etwas amüsant macht. Zudem ist die Combo echt ungewohnt. Ein Zeitreisender (Cable) und der Geist der Vergeltung (Ghost Rider) arbeiten also zusammen? Nicht schlecht!

Made by: Howard Mackiem Guang Yap

8/10 Pfandflaschen

In der letzten Story namens "Where everyone knows your alias" geht es nicht um Superhelden sondern um Bösewichte. Der Titel ist dabei eine Anspielung auf den Titelsong der Sitcom "Cheers".

Die "Bar with no name" ist der Treffpunkt für allerlei Super Villains. Meister der zweiten und dritten Klasse. Hier spielen sie Poker und verarschen und betrügen einander. Diesmal gerät ein Pokerspiel aus den Fugen und es kommt zu einer riesigen Schlägerei.

Sehr sehr kurzweilig, aber tatsächlich die witzigste und interessanteste Story in dieser Ausgabe. 

Made by: Sholly Fisch, Mark Bagley

8,5/10 Pfandflaschen


Dienstag, 5. Januar 2021

Album der Woche#473: Autistic Youth - Nonage (2013)

Hallo und herzlich willkommen im neuen Jahr 2021 auf "..,klar"! Dies ist der erste "richtige" Eintrag, weil "Ohrwurm der Woche" kostet mich nicht wirklich irgendeine Mühe. Ich habe mir für dieses Jahr ein Konzept der halben Konzeptlosigkeit überlegt. Jeder zweite Monat kriegt ein spezielles Konzept. Jeder erste Monat kriegt keins. Wobei das auch nicht ganz wahr ist. Ich habe nämlich eine Liste mit Ideen für "Album der Woche" bzw. Bands die ich gerne reviewen würde. Bis jetzt hat sich nur die Hälfte davon ergeben, irgendwie. Darum habe ich für diesen Monat meine Freundin Marlyn per Zufall entscheiden lassen, was ich reviewen werde. Die Wahl fiel auf die autistische Jugend, die ich ich vor drölf Jahren in Herrenberg (bei Stuttgart) sehen konnte, wenn ich mich recht entsinne, es aber doch nicht getan habe. Was für eine Schande.

Autistic Youth waren alleine schon wegen ihres Namens auf der "To Do"-Liste. Das Album-Artwork verrät ehrlich gesagt nichts über die Band, der Bandname lässt allerdings vermuten es könnte sich um ein satirisches/ironisches Projekt handeln welches die ganzen "Youth Crew"-Bands aufs Korn nimmt. Es ist aber ganz anders. Wobei der Titel "Nonage" irgendwo in die Oldschool Hardcore (Punk) Kiste zurückgreift. Es ist nämlich eine Anspielung auf Titel wie "Myage" von Descendents.

"Nonage" ist ein ziemlich kurzes, jedoch innerhalb von 30 Minuten erfüllendes Album. Nicht jede Band oder jeder Künstler schafft es gleichzeitig frisch und modern und nach alten Vorbildern zu klingen. Ersteres, weil das Album für ein Punk Rock Album halt ganz gut gemastert ist und nicht nach Mülltonne klingt. Zweiteres, weil Autistic Youth ganz offensichtlich bei Descendents aber auch bei Wipers oder Hüsker Dü abgeguckt haben. Was dadurch herauskommt ist ein Sound der gleichzeitig sehr wehmütig (unfassbar traurige Gitarren) und traurig klingt wobei es nach vorne gehende und typisch "punkrockige" Elemente gibt. "Always Running" klingt beispielsweise fast schon nach (Post-)77er Punk oder Powerpop oder so. Während der Opener "Not For Me" direkt nach vorne geht und das darauffolgende "Everyday Once More" eher nach "In der Ecke stehen und rauchen" klingt. "Nonage" ist also ein Hybrid aus den besten Elementen von 80er Jahre Punk. Nicht nur in der Ecke stehen und schmollen, sondern auch zu diesen traurig klingenden Lyrics den minimalistischsten Tanz überhaupt ausführen. 

Anspieltipps: Always Running, Not For Me, Everyday Once More

8/10 Pfandflaschen