Wir haben es hier, auf diesem Blog, schon mit einigen Cure-Alben zu tun gehabt. Aber niemals mit dem ersten. Irgendwie war es nie in meinem Fokus. Wahrscheinlich weil kaum jemand sich daran erinnern kann oder irgendein Song davon mir bekannt war. Tatsächlich ist Robert Smith (was Bassist Michael Dempsey und Drummer Lol Tolhurst betrifft, weiß ich nicht) insgesamt sehr unzufrieden damit
gewesen. Die Plattenfirma hat nämlich entschieden, welche Songs hier drauf erscheinen werden und wie das Albumcover auszusehen hat. Es ist wirklich sehr komisch. Statt irgendwelchen psychedelischen Bildern oder gothisch anmutenden Designs haben wir es mit einer Lampe, einem Staubsauger und einem Kühlschrank zu tun. Dazu noch der Titel "Three Imaginary Boys", der sich wahrscheinlich auf die Band als Trio bezieht. Keine Ahnung.
gewesen. Die Plattenfirma hat nämlich entschieden, welche Songs hier drauf erscheinen werden und wie das Albumcover auszusehen hat. Es ist wirklich sehr komisch. Statt irgendwelchen psychedelischen Bildern oder gothisch anmutenden Designs haben wir es mit einer Lampe, einem Staubsauger und einem Kühlschrank zu tun. Dazu noch der Titel "Three Imaginary Boys", der sich wahrscheinlich auf die Band als Trio bezieht. Keine Ahnung.
Auch musikalisch ist das hier ganz schön anders und irgendwie auch seltsam, aber doch unverkennbar The Cure und somit auch gut. Allerdings ist man hier noch etwas weiter entfernt von Begriffen wie "Gothic Rock" oder "Neo Psychedelia". "Three Imaginary Boys" ist definitiv ein äh post-punkiges Power Pop Album, was durchaus aufgeweckt und irgendwie fröhlich klingt. Andererseits jedoch hört man dass Robert Smith zwischendurch seinen Atem holen muss und meiner Meinung nach auch dass die Songs am laufenden Band bzw. während der Aufnahmen der Songs geschrieben wurden. Sie wirken auf mich eher wie fast fertig gebrachte Skizzen. "Fire In Cairo" ist so ein Beispiel. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen einen Song mit dem buchstabierten Titel im Refrain zu füllen. Und zwar "F-I-R-E-I-N-C-A-I-R-O". Es gibt außerdem ein Cover. Jimi Hendrix Experiences "Foxy Lady", das in einer Jam Session entstanden ist. Tatsächlich gar nicht mal so schlecht, nur Michael Dempseys Stimme ist sehr ungewohnt. Wäre es nach der Band gegangen, wäre dieser Song hier gar nicht drauf gewesen. Wiederum andererseits ist "Meathook" ein Song der mit ein paar Verwurstungen wie das spätere Werk "Lovecats" klingen könnte. "Three Imaginary Boys" klingt wie eine etwas ausgereiftere Demo Kassette die deutlich besser produziert ist und trotzdem sehr nach Lo-Fi klingt. Kein Bombast, keine Keyboards, nur eine Mundharmonika als Begleiterscheinung. Irgendwie seltsam und doch faszinierend.
8/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Meathook, Grinding Halt, Fire In Cairo
