Posts mit dem Label The Beatles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label The Beatles werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 27. Januar 2021

Film der Woche#474: Musikfilme Special!

Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren, monatlichen begleitenden Ausgabe zum "Movie Punx"-Podcast. Diesmal haben Pinky und ich uns drauf geeinigt über Filme mit Musikern in den Hauptrollen zu sprechen. Dabei geht es entweder um die Musiker selbst, oder sie spielen andere Musiker.

A Hard Day's Night (1964)

Ich habe den Film vor ca. zwanzig Jahren das erste und einzige Mal gesehen. Meiner Meinung nach ist die Zeichentrickverfilmung von "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band"-Album namens "A Yellow Submarine" einfach tausend mal besser. Aber das hier war trotzdem witzig. Der Film wurde in Deutschland unter dem Titel "Yeah, Yeah, Yeah" rausgebracht.

Es geht insgesamt um 1-2 Tage aus dem Leben der Beatles, die sich selbst spielen. Zuerst sind John, Paul, George und Ringo auf der Flucht vor eine Horde von Fangirls. Schließlich schaffen sie es in einen Zug, wo schon ihr Manager sitzt. In einem Abteil sitzt ein Mann, der sich als Pauls Großvater herausstellt. Der Zug fährt nach London, wo die Fab Four aussteigen und in einen Hotel ankommen. In London soll es einen großen Auftritt in einer Fernsehshow geben. Während der Fahrt veralbern sie einen Passagier und im Hotel tut John so als hätte ihn die Badewanne aufgesaugt. Norm (Norman Rossington), ihr Manager will sie dazu bringen ihre Fanpost zu beantworten, jedoch schleichen sie sich zu einer Party raus. Am Ende stellen sie fest dass Pauls Großvater (Wilfrid Brambell) sein ganzes Geld im Casino verspielt hat. 

Im Prinzip ist es eine stark verzerrte, ironisch dargestellte Version eines Beatles-Alltags. Die erste Boyband der Welt hat nämlich ihre eigenen Charakterzüge gehabt, die hier auf die Spitze getrieben werden. So ist Ringo der Clown, John der Zyniker, Paul der Charmante Typ und George der schüchterne Typ. Pauls Großvater ist natürlich nicht sein wirklicher Großvater, was die Sache noch witziger macht. Dazu kommt noch trockener britischer Humor. Paul sagt jedes Mal, wenn er von der Presse wegen irgendwem gefragt wird "No, we're just friends". Auch wenn man ihn fragt ob er seinen Vater öfter sieht. John beantwortet die Frage "Are you a mod or a rocker?" mit "I'm a mocker." Im Zug nach London sind die Beatles urplötzlich draußen und fahren Fahrrad. Oder sie tanzen auf einem Feld, bis sie vom Besitzer verjagt werden. "A Hard Day's Night" ist im Grunde genommen ein absoluter Nonsens-Film, eine Mockumentary wenn man das so sehen will. Nur dass die dort dargestellte Band existiert und sich selbst spielt. Es ist herrlich absurd und ich fands sehr witzig, nur dass ich "Yellow Submarine" wesentlich besser finde. Generell den Beatles' ihre psychedelische Phase.

7/10 Pfandflaschen

Trailer:



Twist Around The Clock (1961)

"Twist Around The Clock" von Regisseur Oscar Rudolph und Produzent Sam Katzman ist ein sehr direktes Remake von "Rock Around The Clock", welches ca. zehn Jahre davor erschienen ist. Der damalige Film drehte sich um Rock'N'Roll. Eine der musikalischen Hauptrollen hatten Bill Haley and his Comets. Diesmal dreht es sich weniger um die (nicht wahrheitsgetreue) Erfindung eines neuen Musikgenres sondern um einen neuen Tanz. Rock'N'Roll Bands und Künstler reißen es nicht mehr. Deswegen verlässt der Manager Mitch Mason (Josh Cronin) die von ihm betreute Gruppe von Rockabillies, die höchstens 12 Leute zu einem Konzert magnetisieren. Ein Bandmitglied schließt sich ihm an und gemeinsam reisen sie nach New York. Dort entdeckt er in einem Club eine Gruppe von Jugendlichen, die einen frischen neuen Tanz aufführen: den Twist. Davis merkt, dass der Tanz das Potenzial zum Erfolg hat. Also schließt er sich ihnen an und gemeinsam versuchen sie das frische neue Dinge im ganzen Land zu etablieren. Mit dabei: Chubby Checker und Dion.

Eigentlich stimmt es absolut nicht, dass die Musiker hier die Hauptrolle spielen. Viel mehr ist es einfach eine "tragende" Rolle. Ihre Musik ist für die Stimmung des Filmes enorm wichtig. Sie selbst haben jedoch kaum Dialoge. Witzigerweise soll der Film ein beinahe 1:1-Remake von "Rock Around The Clock" sein. Damit meine ich, dass der Film dieselben Dialoge verwendet. Ich dachte ich würde beim Gucken einschlafen, hatte jedoch meinen wenn auch ziemlich kurzweiligen Spaß. Es ist halt kein besonders anspruchsvoller Film. Alleine für die Auftritte von Checker und Dion lohnt er sich.

6/10 Pfandflaschen

Hier ein Ausschnit mit Dion & The Belmonts' "The Wanderer":



8 Mile (2002)

Die Hauptfigur von "8 Mile" ist Jimmy " B-Rabbit" Smith Jr. (Eminem) (was für ein Klischee von einem Namen). Frisch von seiner wahrscheinlich schwangeren Freundin getrennt zieht er zurück zu seiner Mutter Stephanie (Kim Basinger) in ihr Wohnwagen. Gleichzeitig ist er einer der weniger


Weißen in einer Schwarzen Subkultur. B-Rabbit ist Rapper und versucht sich auf Battle-Rap-Veranstaltungen zu behaupten. Leider fehlen ihm gleich zu Beginn des Films die Worte sodass er ordentlich verkackt. Seine Mutter ist alkoholkrank und ist mit einem Typen zusammen der auf Jimmys Highschool ein paar Klassen über ihn war. Zu seinem Geburtstag schenkt sie ihm ein kaputtes Auto. Rabbit weiß wo er sich grade im Leben befindet und möchte da raus. Sein Kumpel Future (Mekhi Phifer) kann sein Talent nicht übersehen und möchte ihn nach vorne pushen. Leider kriegen wir seinen Aufstieg zum Superstar nicht mit, sondern viel eher einen kurzen Lebensabschnitt.

Ja gut. Es mag sein, dass dieser ü40 Onkel mitterweile hin und wieder sein Zenit überschritten hat und nicht immer gute Alben rausgebracht hat, aber 2002 war er auf absoluter Höhe seiner Karriere. "8 Mile" ist nur ein kleines Element der Eminem-Mania gewesen und gottverdammt noch mal habe ich mich damals als ich 11 war über diesen Film gefreut. Aus heutiger Sicht ist "8 Mile" sicherlich etwas corny, jedoch muss ich Marshall attestieren dass es seine erste große Rolle gewesen ist. Dazu kommt noch dass er sie tatsächlich ziemlich authentisch spielt. Schließlich ist die Story sowas wie die seines eigenen Lebens. Nur dass man ihm wahrscheinlich davon abgeraten hat sein Leben exakt so zu verfilmen. Ich denke da an seine Mutter die ihm höchstwahrscheinlich wegen Verleumdung verklagt hätte. Außerdem müsste er damals irgendwann realisiert haben, dass er vllt. doch etwas zu viel über sein Leben preisgegeben hat. Anyways: "8 Mile" ist das Produkt seiner Zeit. Ästhetisch fängt es sehr gut die Battlerap-Szene der 90er Jahre ein, auch der Soundtrack ist nahezu historisch korrekt. Ich hatte ihn besser in Erinnerung, aber das macht den Film nicht schlechter. Fazit: Es ist KEIN reiner Rapfilm!

7,5/10 Pfandflaschen

Für das Review des Soundtracks klickt hier. 

Trailer:



Spice World (1999)

In "Spice World" spielen die Spice Girls sich selbst. Das wären dann Melanie B, Melanie C, Geri Halliwell, Victoria Beckham und Emma Bunton. Der Film zeigt eine Woche aus ihrem, für diesen Film höchst aufgebauschten Leben. Wir kriegen Live-Auftritte mit als auch Horden an Fans und Reportern. Gleichzeitig sehen wir aber wie die Girlgroup in einem riesigen zweistöckigen Londoner Bus durch die Gegend von Termin zu Termin gefahren wird, der innen drin viel größer zu sein scheint als von außen. Oh und sie treffen auf Aliens die Karten für ein Konzert haben wollen. Dazu kommt noch ein Chefredakteur einer Zeitung, der ihre Karriere ruiniert sehen will sodass er mit negativen Schlagzeilen über sie noch mehr Verkäufe (und noch mehr Geld) generieren kann. Also schickt er einen Mitarbeiter los, der sie in Verruf bringen soll. Oh und es gibt noch ne Bombe, aber das jetzt nicht so wichtig.

"Spice World" ist definitiv inspiriert worden von "A Hard Day's Night". Die Gruppe spielt nicht exakt sich selbst sondern eine für die Leinwand verzerrte Darstellung von sich selbst. So werden sie ihren Pseudonymen (Posh Spice, Ginger Spice, Scary Spice, Sporty Spice und Baby Spice) nur gerecht, weil diese absolute Klischees vertreten und hier bis zum geht nicht mehr ausgereizt werden. So ist Victoria Beckham alias Posh Spice voll mit eingebildeten One-Linern und macht den Eindruck als ob die ganze Welt sich um sie dreht. Dazu kommt noch dieser Tourbus der offensichtlich von der TARDIS aus "Doctor Who" inspiriert worden ist. Es ist mir schon klar, warum dieser Film so zerrissen wurde. Er ist nämlich absoluter Blödsinn, der im Prinzip nur dazu dient Werbung für die Gruppe zu machen. Allerdings würde man sich heutzutage nicht mehr die Mühe machen ein ganzes Drehbuch zu inszenieren sondern sowas wie eine Reality Show machen. Alleine deshalb, und weil er so absurd ist, ist er was ganz besonderes im virtuellen Museum der Popkultur. Er ist so absurd und so bescheuert, dass er wiederum sehr viel Spaß macht. Wie ein Episodenfilm oder eine YouTube-Playlist voll mit Memes. 

7/10 Pfandflaschen

Trailer:



Donnerstag, 2. Februar 2017

So isses, Musik!#28

Hallo und häßlich willkommen zu der allseits beliebten Rubrik über Musik. Heute mit evtl. etwas mehr inhalt, ja.

60er Jahre Monat:

Januar war ja der 60er Jahre Monat. Ihr könntet euch geben, was ich zu sagen hatte zu Bands wie The Who, The Doors, The Rolling Stones und Led Zeppelin. Allerdings haben es zwei Interpreten nicht reingeschafft, weil ich in dem passenden Moment „es“ nicht gefühlt hab. So waren es die Beatles mit ihren „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“-Album, welchem ich irgendwann mal mehr Zeit widmen werde. Als auch der Herr Jimi Hendrix, bei welchem ich mich leider nicht entscheiden konnte. Deswegen biete ich euch diesen Monat zwei großartige Songs von den beiden Künstlern/Bands. Und zwar hier. Jetzt gleich:




Worauf ich mich diesen Monat besonders freue ist das neue Album von Power Trip. „Nightmare Logic“ erscheint am 27ten Februar. Die Band hat schon länger im Voraus einen Song daraus veröffentlicht, wodurch ich überhaupt auf sie aufmerksam wurde. Ja, ich habe tatsächlich davor noch keinen einzigen Song von Power Trip gehört. Jetzt haben sie mich definitiv am Haken:


Was auf dem Plattenteller läuft, weil neu:

Okay, nicht ganz neu – wobei „nicht ganz“ schon deutlich untertrieben ist. Frau Otterich hat mir letztes
Jahr eine Platte von den großartigen EA80 mitgebreacht, weil sie auf einen Konzert von ihnen in Wuppertal war. Ich konnte leider nicht. Dafür habe ich jetzt die Schauspiele (1992) auf Vinyl.


Eminem-Discography: Recovery (2010) 

Das 2010 erschienene „Recovery“ ist schon das siebte Album von Herrn Mathers und gleichzeitig das poppigste. Mainstream war er ja schon vorher. Wo er allerdings sich früher massenhaft über Pop-Sternchen lustig gemacht, so macht er hier mit ihnen gemeinsame Arbeit. Gemeint sind Leute wie Lil Wayne, Rihanna und Pink. Wobei sie natürlich auch äußerst respektable Person sein könnten, versteht mich nicht falsch. „Recovery“ ist sehr viel anders als der okaye Vorgänger (Relapse) und dessen beschissener Vorfahre (Encore), aber auch komplett anders als die ersten vier bzw. drei Alben. Wo „Encore“ und „Relapse“ noch in ähnliches Schema geraten sind – viel Nonsense, Skits, Gewaltphantasien ist hier nicht wirklich was von übrig.


„Recovery“ bietet einen wunderschönen Ausflug in „ich hab jetzt Bock ein Pop-Album zu machen, also mach ichs“. „Not Afraid“, die Hymne für den Ausstieg aus der Drogensucht die andere Abhängige aufmuntert ist eines der besten Songs von Em überhaupt, weil er darin so viel Stärke beweist. Er reißt eine Menge Leute mit sich mit und gibt ihnen halt – wie in kaum einen anderen Song zuvor. „Love The Way You Lie“ beschreibt eine zwischen Liebe und Hass angesiedelte Beziehung zweier Menschen, meiner Meinung nach viel viel besser als die ewigen Hasstiraden gegen seine Exfrau. „No Love“ handelt von all den Menschen für die man nichts mehr übrig hat und sampelt, man könnte es erahnen, „What Is Love?“ von Haddaway. „Going Through Changes“ hingegen sampelt „Changes“ von Black Sabbath. „Untitled“ sampelt Leslie Gores „You Don't Own Me“. Generell hat man hier Gespür für gute Samples. Es liegt evtl. auch daran dass hier auch andere Produzenten als Dr. Dre am Werk waren. Wirklich großes, vielfältiges Album. Hut ab!

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Love, Not Afraid, Untitled, Space Bound, Going Through Changes


The Offspring Discography: Ixnay On The Hombre (1997)

Um euch die Reviews zu den ersten drei Alben von Offspring (das Debüt, Ignition als auch Smash) anzugucken, so klickt auf die entsprechenden Hyperlinks in den Klammern.

„Ixnay On The Hombre“ ist 1997, also drei Jahre nach Smash erschienen; der Titel bedeutet sowas wie „Fuck The Man“ bzw. „Fuck The Law“ im umgangsprachlichen „Pig Latin“. Neben Smash ist es das wohl zweitbeste Album der Band. Ich mag diese Werke die eine Art Zwischenstadium darstellen. So ist „Ixnay On The Hombre“ genauso sarkastisch und düster wie „Smash“ zeigt aber auch Singalong/Ohrwurm-Potential wie der Nachfolger „Americana“. Es klingt für mich wie ein sehr persönliches Stück Musik. Eine Art Abrechnung mit dem Leben. So dreht es sich unter anderem um
Einsamkeit, nicht Wohlfühlen in eigener Haut als auch den immerwährenden Zyklus vom Versagen. Das sind übrigens nur ein paar Themen die hier vorkommen.

Dabei klingen The Offspring sowohl wie grundehrliche Depripunker („Gone Away“) oder aber auch wie Zyniker („Cool To Hate“ - die Hymne fürs Negative Dasein). Was mirmerkwürdig erscheint ist sowohl das Intro („Disclaimer“, gesprochen von Jello Biafra) als auch die „Intermission“ und das Outro in welchem der Bau eines Molotov Cocktails beschrieben wird. Es ist eigentlich viel zu witzig um zu dem Rest zu passen, aber vielleicht ist es auch das zynische dran was so witzig ist. Bei „Change The World“ borgen sie sich übrigens ein Riff von „Genocide“. Mir gefällt auch die Gestaltung des Artworks – alles ist voll mit Dia-De-Los-Muertos-Motiven. Ein wirklich starkes Album, was kaum Schwächen vorweist. Ich bin zufrieden.

Falls ihr Bock habt zu lesen, was ich von den nächsten beiden Alben - „Americana“ und „Conspiracy of One“ halte, so klickt hier.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Mota, Me And My Old Lady, Gone Away, Change The World, All I Want

Zum Schluß noch die Korn-Videography:

Y'all Want A Single von „Take A Look In The Mirror“ (2004)


Everything I've Known von „Take A Look In The Mirror“ (2004)


Word Up! (Cameo Cover) von „Greatest Hits, Vol. 1 (2004)


Twisted Transistor von „See You On The Other Side“ (2005)


Coming Undone von „See You On The Other Side“ (2005)



Politics von „See You On The Other Side“ (2005)



Achja!

Es gibt noch ein Album was mich letztens mehr als begeistert hat, allerdings konnte ich es nich am Stück durchhören. Und zwar "Bitches Brew" von Miles Davis. Wer auf verstörende Jazzmusik steht, der kennt das vielleicht. Wer allerdings generell ein offenes Ohr hat, den empfehle ich das allerherzlichst: