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Freitag, 28. Februar 2025

Happenings des Monats: Februar'25

Stricher guckt sich endlich "The Marvels" (2023) an am 06.02.2025

Ich habe mir ja vorgenommen, keine MCU-Filme im Kino anzugucken. Bis auf "Deadpool & Wolverine", der veröffentlichungstechnisch der Nachfolger von "The Marvels" ist, habe ich mein Versprechen eingehalten. Allerdings halte ich "Deadpool & Wolverine" nicht wirklich für ein MCU-Film sondern tatsächlich für DEN letzten Fox/Marvel-Film überhaupt. Aber das ist meine Meinung und ich schweife ab. Jedenfalls wollte ich diesen hier sehen, bevor der nächste (Captain America: Brave New World) ins Kino kommt. Dieser scheint nämlich äußerst vielversprechend zu sein und ich vielleicht mein Versprechen doch noch breche. Anyways...
(Edit: Ich war immer noch nicht in Captain America lel)

"The Marvels" ist gleichzeitig die Fortsetzung von "Captain Marvel" (2019) und der Disney+-Serie "Ms. Marvel" (2022). Es handelt sich um das erste Aufeinandertreffen der Charaktere Carol Danvers aka Captain Marvel (Brie Larson), Kamala Khan aka Ms. Marvel (Iman Vellani) und Monica Rambeau (Teyonah Parris). Alle drei verfügen über lichtbezogene Kräfte und urplötzlich fangen sie an, sich an verschiedenen Punkten im Universum befindend, durch Teleportation Plätze zu tauschen. Monica ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Behörde S.W.O.R.D., geleitet durch Nick Fury (Samuel L. Jackson). Kamala ist die Superheldin von New Jersey, die im Haus ihrer Eltern wohnt und Carol reist alleine in ihrem Raumschiff durch den Weltraum. Die Gegenspielerin im Film ist Dar-Benn (Zawe Ashton), die neue Anführerin der Spezies der Kree. Sie hat persönlich was gegen Captain Marvel, weil diese einst die KI des Heimatplaneten der Kree zerstört hat, die die Bevölkerung einst in den Krieg geführt hat. So ist der besagte Planet, Hala, mittlerweile ein unfruchtbarer Brocken ohne Wasser und Sonne.

Wie so oft, ich möchte hier nicht spoilern. Und jetzt kommen wir zu dem großen einerseits und andererseits. Einerseits gelingt es dem Film ganz gut Humor, Action und emotionale Momente gekonnt miteinander in Verbindung zu bringen. Die Story ist trotz dessen nicht ganz leicht zu erklären, wenn man sich mit der Materie nicht auskennt. Mit einer Stunde und vierzig Minuten (wobei zehn Minuten davon der Abspann sind) ist das Ding allerdings erstaunlich kurz und fühlt sich stellenweise wie in den Hals geschoben an. Eine Handlung jagt die Nächste, ein Kampf jagt den nächsten, ein Witz jagt den nächsten - wobei ich dem Film zugestehen muss, dass er trotzdem nicht so übertrieben action/witzgeladen ist und er nicht so krampfhaft versucht witzig zu sein. Bis auf eine Sequenz, die mich ordentlich auf die Palme gebracht hat. Es geht hier nämlich einmal ganz kurz ordentlich bollywood-mäßig zu. Das war richtig schlimm. Heilige Scheiße war das schlimm. Insgesamt kann ich sagen: Es war schon recht spaßig, aber es ist definitv keiner der besten Marvel-Filme.

6/10 Pfandflaschen
Trailer: 



dESTRUKTIVA Shows am 15.02.2025 im AZ Mülheim

Meine Fresse, was habe ich mich auf diesen Abend gefreut. In den letzten Jahren mutierte die hiesige, ruhrgebiet'sche Noise-Veranstaltung mit lauter Kunst-Installationen, Filmen und Noise-Acts zu einer ruhrgebiet'schen Noise-Veranstaltung mit einer Kunstausstellung respektive Verkaufsständen ebenjener Künstler und Noise-Acts. Sprich, man hat sich, zumindest meinem Gefühl zufolge, etwas verkleinert. Anstelle von zwei Bühnen bedient man nun nur eine Bühne und es ist irgendwie auch okay so. Leider sind wir etwas zu spät losgefahren, sodass ich mir RHIZOME WEAVER und DER VERLORENE FADEN nicht angucken konnte. Zum Glück waren wir pünktlich zum Auftritt von COMA CLUSTER da (irgendwo hier findet ihr das passende Review). Ein eindeutig sehr schmerzhafter und intensiver Auftritt. Power Electronics garniert mit gesprochenen Passagen und gewürzt mit an die Leinwand geworfenen Projektionen über künstliche Befruchtung, (Atom)Krieg bzw. Explosionen und Augen-OPs. Ich vermute mal, dass manch einer nicht hinsehen konnte. Ich fand das sehr passend zur musikalischen

Untermalung. Meiner Meinung nach müssten viel mehr Künstler/Bands sowas machen. Es ist eine verlorene Gelegenheit, vor allem bei der Generation TikTok, die sich nicht auf ein Medium fokussieren kann und ständig woanders hingucken muss. Finde, dass es auch dazu beigetragen hat, dass ich gar nicht dissoziiert habe, aber wahrscheinlich war ich auch einfach nicht müde. Die darauf auftretende Künstlerin LUXUL habe ich nur zur Hälfte mitbekommen, v.a. wie sie mitten im Publikum ihre Geige angeschrien hat, ohne Mikrofon. Leider nicht so ganz mein Fall gewesen, deswegen möchte ich mich dazu nicht großartig äußern. STAMMTISCH FLUTWELLE, die in Laibach-ähnliche Hemden gekleidet waren und sowas wie einen Martial Industrial Verschnitt gemacht haben, konnte ich mir bis auf das letzte Bisschen vom letzten Song leider nicht angucken. Dafür habe ich draußen vor dem Laden an einer spannenden Diskussion über NSBM und so weiter geführt habe. Das was ich mitbekommen habe klang für mich wie "Spread Eagle Beagle" von The Melvins nur in wesentlich extremer und verzerrter. Das was ich mir jetzt grad anhöre (das Lied "Feiern") gefällt mir allerdings sehr gut und ich finds ehrlich gesagt sehr schade, dass ich den Großteil verpasst habe. Allerdings war die Diskussion auch alles andere als schlecht. 

Ein schöner Abend!


FROST PUNX PICNIC XIX am 22.02.2025 im AZ, Mülheim

Ich versuche ja, die Veranstaltung nicht gezielt "Frust Punx Picnic" zu nennen, aber das fällt mir irgendwie immer schwer. Eigentlich habe ich mir vorgenommen, wie jedes Jahr, nicht dahin zu gehen. Und es hat die letzten Male auch geklappt. Diesmal standen aber die großartigen Fotokiller auf dem Line-Up. Ich habe vermutet, dass sie als dritte oder vierte spielen. Als ich dann reingekommen und den Eintritt bezahlt habe, riskierte ich einen Blick auf das Programmheft um festzustellen, dass Fotokiller erst um 0 Uhr spielen sollen. Da war ich ziemlich geschockt, vor allem weil ich an dem Tag seit 4 Uhr auf war. Tatsächlich war ich gar nicht so fertig, aber so lange konnte ich doch nicht wach bleiben. Dazu kam noch, dass ich bis auf vereinzelte Leute eigentlich niemanden gekannt hab und mich so absolut fehl am Platz gefühlt hab. Überall Gesichter, die ich nirgendwo gesehen habe, die sich abe gefühlt seit 10 Jahren nicht verändert haben. Crusties haben ihr Aussehen innerhalb von 10 Jahren oder mehr einfach gar nicht verändert. Trotzdem konnte ich einige gute Unterhaltungen führen. Schöne Grüße nach Berlin an der Stelle. 


Nun kommen wir zu den Bands. Ich bin gegen 19:30 (oder so) angekommen und laut Plan sollten SILIKON  spielen und ich glaube, das waren sie auch. Man weiß bei der Planung bei Frost Punx irgendwie nie ob alles zeitlich klappt oder ob irgendeine Band tauscht weil sie noch auf der Autobahn feststeckt. Anyways, das ist alles nicht schlimm. Aber Silikon waren schlimm. Vielleicht lag es auch an der durchaus gewollten, Lo-Fi-esken Wiedergabe des Ganzen. Ich fand's fürchterlich. Fürchterlicher, nerviger Deutschpunk der irgendwie nach 1980ern klingt - also wie Bärchen und die Milchbubis nur in nicht so gut. SKROT  aus Schweden haben alles nach Schema F gemacht. Einfach nur D-Beat wie ihn wohl Disclose oder Discharge gemacht hätten. Songs die wie Haikus strukturiert sind. Wuppdiwuppdiwuppdiwupp am Schlagzeug und dängdärängdängdäng an der Gitarre. Insgesamt ganz spaßig. Earth Crust Displacement saßen wohl in irgendeinem Zug fest (?) also sind an ihrer Stelle HETZE (aus Belgien) eingesprungen, die eigentlich viel später dran waren. Absolut großartiger Hardcore Punk mit einer Prise Powerviolence-Riffs. Fantastisch. Leider war der Konzertsaal zu dem Zeitpunkt so voll, dass ich mich kaum noch bewegen konnte und es mir irgendwann einfach gereicht hat. Es wurde so ekelhaft und nicht auszuhalten, also musste ich raus. Bei der nächsten Band, DOLCHSTOß bin ich vor Beginn in den Raum um nicht so weit weg von der Bühne zu stehen. Zuerst gab es ein Soundcheck bei welchem ich ein Gesicht wieder erkannt hab. Das ist doch der eine Typ aus Aschaffenburg der früher bei Aversion gespielt hat. Wir kennen uns nicht, aber schöne Grüße unbekannterweise, lol. Jedenfalls, nachdem die Band endlich mit ihren ewig langen Intro angefangen hat, (und mir irgendein Idiot nahe gelegt hat, ich solle das nicht filmen lol) ging es richtig los. Brutaler, absolut kantiger ABM. Soll heißen, Anarcho Black Metal der sich in den Texten nicht davor scheut gegen AfD und BDS zu schießen. Was für eine kranke, kantige obergeile Scheiße. Ich begrüße es ordentlichst, dass man auch in der linken Sphäre des Black Metal beweisen kann, dass man nicht bloß "mimimi, wir sind gegen Nazis und machen pläk meddl" machen kann sondern auch durchaus sagen kann "SILBER FÜR NAZIS, KUGEL INS GENICK!!!11" (oder so). Man nimmt linksradikale, durchaus stumpfe Inhalte und setzt sie genauso kantig um wie einst Darkthrone oder Taake. Und das auch noch mit Frakturschrift, Äxten und einen (Wehrhmachts-)Helm auf der Bühen, der als Beute präsentiert wird. Leider musste ich zeitig nach Hause weil mir sonst der Zug weggefahren wäre. Heiliger Fick, was für ein großartiger Abschluß des Abends. Leider habe ich mich, nachdem ich zuhause angekommen bin, nicht nur von außen sondern auch von Innen absolut ekelhaft nach Zigarette gestunken - und das obwohl ich keine einzige an dem Abend geraucht hab. Danke, Frost Punx. Lol.



Samstag, 15. Mai 2021

So isses, Musik!#121

Hallöchen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von "So isses, Musik!". Ich versuche die heutige Ausgabe etwas auszuschmücken und haue ein paar Sachen rein, die ich in letzter Zeit mir reingezogen habe. Und natürlich die "50 Best Rock Albums of the 90s" - die Liste geht weiter.

Ungfell - Es Grauet (2021)

Ungfell haben ein neues Album draußen und es heißt "Es Grauet". Ich hatte bis vor kurzem absolut keine Ahnung, was das für eine Band ist, bis Philipp sie mir gezeigt hat. Ungfell kommen aus der Schweiz und singen tatsächlich auch auf Schweizerdütsch. 

Black Metal mit Elementen der Folklore und einen Gesang der zwischen "Bauer" und "Teufel" wechselt. Sind ja auch nur zwei Leute die hier Musik machen, deswegen klingt es in erster Linie ganz schön primitiv. Geschredder und Gekloppe. Aber dann kommt diese schweizerische Art, das Wort "Teufel" zu sagen. "TÜ-FELS ANT-LITZ!!" heißt es in "Tyfels Antlitz". Alleine durch die andere Betonung des Wortes klingen Ungfell wesentlich abwechslungsreicher als herkömmliche BM-Bands. Dazu kommen noch andere Instrumente als Schlagzeug und Gitarre. Irgendeine mittelalterliche Harfe (oder so) und Akkordeon. Ich will da auch nicht all zu tief einsteigen. Jedenfalls: Es grauet auf Dorf. Irgendein Unheil oder Unglück (das bedeutet der Bandname auf Deutsch übrigens) bricht über ein Dorf herein. Jemand wird umgebracht. Eine Frau wird der Hexerei beschuldigt. Darum geht es in den Texten. Obendrauf gibt es diese ganzen Geräusche wie Hühnergackern, ein messianischer Chor usw. usf. Es klingt halt wirklich wie auf nem Dorf im Mittelalter.

Ich bin wirklich sehr positiv überrascht gewesen und schlage vor ihr ziehts euch rein, wenn ihr auf "punkigen" "dreckigen" BM mit Hang zu Innovation steht.

9/10 Pfandflaschen



Marlyn hat mir dieses Lied von "Mir" gezeigt. Es heißt "Notch". Auf Deutsch: Band heißt "Frieden" oder "Welt" und das Lied heißt "Nacht". Aufgefunden in irgendeiner der vielen "Russian Doomer" Playlists. Sehr schöner, melancholischer Synthpop.


Salomé - Sommer in LE

Ich habe dieses fürchterliche Unding in einer Telegram-Gruppe gefunden und möchte den Interpreten bzw. allen im Video zu sehenden Menschen kräftig in die Augen schauen und sagen "bitte hört auf Musik zu machen". Es ist so fürchterlich, cringy und unlustig. Klischeehaft obendrein. Wer auf die Idee kommt "links wie Ché" auf "Sommer in LE" zu reimen und das "L E" wie "LA"(get it? Wie LA, also Los Angeles) zu betonen, dem gehört kräftig gesagt dass er das lassen soll. Danke.


Coma Cluster - NGC 4874 (2021)

Ich tue mir manchmal tatsächlich schwer, über diese Art von Kunst zu schreiben. Andererseits habe ich hier vor einiger Zeit ein Tape von Alibi Konkret reviewt und habe mich sprachlich beim Review ziemlich ausgetobt, von daher: eine Herausforderung ist es immer wert. "NGC 4874" ist die erste

Veröffentlichung von Coma Cluster aka Natalia und Svartvit. Das Cover der EP ziert ein Baby im Weltraum, dass wie ein entfernter (weit entfernter) Cousin von diesem Kind aus "Eraserhead" aussieht. Oder so. Was einem beim Hören erwartet ist eine Ansammlung von Sounds die man zuerst meint zu erkennen, beim zweiten Mal dann vllt. doch nicht. Die beiden Songs heißen "Avtodisfunktzija" und "W Tetschenie Dwizheniya", was auf Deutsch "Autodysfunktion" und "Im Fluss der Bewegung" heißt.

Mich hat schon immer interessiert was Noise-Künstler so zu ihren Schaffen bewegt, also habe ich nachgefragt. Insgesamt könnte man das auf "Ich möchte meine Abgründe vertonen" runterbrechen. Und das meine ich auch nicht negativ. De Facto hört man das sehr gut heraus. Ein monotones Hämmern, dazu ein verzerrtes Quietschen und ein sehr unmelodischer Klagegesang, der eigentlich kein Gesang ist. Im Endeffekt passt alles sehr gut zusammen. Einerseits ist das Ziel solcher Projekte oftmals atypisch zu klingen, unrhytmisch zu sein und vorm Kopf zu stoßen. Andererseits erwische ich mich dabei wie ich zum ersten Track mitwippe, weil da halt trotzdem irgendeine Art von Rhythmus ist. Vertonte seelische Abgründe klingen nicht immer gut und desöfteren suhlen sich die Künstler in ihrer Depression. Das hier klingt wenigstens ehrlich, auch wenn ich, trotz halber Muttersprachler, so gut wie gar nichts verstehe. Mir gefällt das.

8/10 Pfandflaschen
Bandcamp

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50 Best Rock Albums of the 90s by loudersound.com, Teil 14

Ich bette an der Stelle das Video von Raphi ein, welches er unter "Mango Wave Reviews" auf YouTube veröffentlicht hat. Er behandelt die Plätze #20-11. Ich nehme mir das Ganze etwas ausführlicher vor. Außerdem: Checkt seinen Blog!



20. Smashing Pumpkins - Mellon Collie and the Infinite Sadness (1995)

Drittes reguläres Album von Smashing Pumpkins. Falls ihr euch für den Vorgänger interessiert, der ebenfalls auf dieser Liste ist, so klickt hier


"Mellon Collie..." ist ein Doppelalbum, dass eigentlich nicht als Konzeptalbum gesehen werden sollte, aber irgendwie doch eins ist. Die erste Hälfte steht für den Tag, während die zweite die Nacht repräsentiert. Der Albumtitel ist entweder die klischeehafteste oder die traurigste Konstellation. Alleine schon die Worte "Infinite Sadness". Entweder man ist so ein Melancholiker mit Schlafstörungen und findet das richtig gut, oder man cringet ein wenig. Ich finde das gut. 

Mir gefällt es, wie Corgan, Wretzky, Iha und Chamberlain zwischen verschiedenen Genres wechseln. So ist der erste richtige Song (und für mich wohl einer der bekanntesten von SP) "Tonight, Tonight" ein Dauerbrenner in irgendwelchen Indie-Musiksendungen auf Viva Zwei gewesen - einer der schönsten poppigsten Rock-Songs der 90er Jahre übrigens - während eine andere Single, "Zero" einen beinahe vier Jahre zurück in die Hochzeit des Grunge katapultiert. "Bullet With Butterfly Wings" wirkt so als würde man exzessive Traurigkeit mitreißend machen wollen. 

Der Titel spricht halt wirklich Bände. Ich habe eine große, lebhafte Fantasie (was nicht immer gut ist) und fühle mich alleine durch das Hören von einzelnen Songs in meine Teenage Angst Phase zurückgeworfen, gleichzeitig aber die komischen Zeiten in denen wir leben erinnert. Es ist so komisch: "Mellon Collie" ist tieftraurig, strahlt aber eine merkwürdige Wärme aus. Wie eine sehr dunkle Hello-Kitty-Kuscheldecke.

9/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Zero, Tonight Tonight, Bullet With Butterfly Wings, Ode To No One



19. Pantera - Vulgar Display Of Power (1992)

And now to something completely different, again.

"Vulgar Display Of Power" ist das sechste Album von Pantera und somit der Nachfolger von "Cowboys From Hell". Die Band wollten damit die Lücke schließen, die Metallica hinterlassen haben indem sie sich von Thrash Metal abwandten und gleichzeitig sich selbst bzw. ihr Vorgängeralbum toppen. Also quasi das "härteste Album überhaupt" veröffentlichen.

Es ranken sich Mythen um das Albumcover: Angeblich wurde jemand 32 Mal ins Gesicht geschlagen um dieses Cover exakt so hinzukriegen. Es ist allerdings nachgewiesen gestellt. Die Texte handeln von Zensur durch rechtskonservative Medien bzw. Kirchenverbände ("Fucking Hostile"), das Umgehen mit der eigenen Aggressivität ("Mouth For War"), einer zerbrochenen Beziehung ("This Love") als auch Rassismus und Diskriminierung ("No Good (Attack The Radical)" und "Rise"). Letztgenanntes Thema überrascht tatsächlich, da Phil Anselmo in späterer Geschichte der Band als auch in jüngster Vergangenheit als rassistischer Vollpfosten offenbart hat. 

Musikalisch gehen Panthera ähnliche Wege wie auf "Cowboys From Hell": Groove Metal. Sprich Thrash Metal mit ordentlich Rhythmus und Melodie, zu dem man sich gut bewegen kann. Man kann über die Band sagen was man will, aber mit diesem Sound haben sie eine Unmenge an Bands (auch die ganzen "heavy hardcore" Bands) beeinflusst. Ich bin zwar kein "Cowboy from Hell" oder ein "Die Hard"-Pantera-Fan, aber ich muss es ihnen einfach lassen: Sie haben damals wirklich alles gegeben um qualitativ gute Musik rauszuhauen. Ein erstaunlich wuchtiges und gleichzeitig relativ positives Album. 

8,5/10 Pfandflaschen

Anspieltipps: Live In A Hole, Fucking Hostile, Walk, This Love