Den Anfang macht "Rick Grimes 2000", eine Story die auf einer Back-Up-Story aus der 75ten Ausgabe von "The Walking Dead" basiert und logischerweise nicht kanonisch ist. So haben Autor und Schöpfer Rob Kirkman als auch Zeichner Ryan Ottley folgendes Szenario erschaffen: Rick war ein Kleinstadtpolizist, bis die Zombie-Epidemie kam und er ein Anführer einer Gruppe von Überlebenden wurde. Eines Tages verschwand er allerdings und nun wacht er in einem außerirdischen Raumschiff auf. Ab da wird die Geschichte richtig Bonkers. Nachdem er festgestellt hat, dass er eine mechanische Hand hat, zieht er sich das nächstbeste Kostüm an, was er findet und wird aus dem Raumschiff zurück auf die Erde geschleudert. Dort trifft er auf seine totgeglaubten Freunde Martinez, Axel und Tyreese. Es stellt sich heraus, dass Aliens hinter der Zombie-Epidemie stecken. Ihr Plan war, die ganze Erde auszurotten, sodass sie an das wertvolle Wasser rankommen. Nun, da es einen enormen Widerstand der Menschen gibt stecken die Aliens diese in Kostüme, statten sie mit Fähigkeiten aus, zur Not holen sie sie zum Leben zurück und lassen sie als Armee für sich kämpfen. Gegen die Zombies. Und dass das Wasser bitteschön geerntet wird. Viele haben angefangen sich dagegen zu wehren - andere, wie der eigentlich bereits verstorbene Governor nahmen das Angebot dankend an und fungieren nun als Einpeitscher.
Holy fucking macaroni. Der Governor ist wieder da. Michonne ist grade mal ein Panel lang zu sehen. Lori lebt und darf als des Governors Beinanhängsel auf seiner fliegenden Plattform dabei sein. Außerdem: Rick Grimes bedient einen Lichtschwert. Ryan Ottley hat alles in seinem unverkennbaren Invincible-Stil gezeichnet, sodass die umgesetzte Idee von finster/traurig zu bonkers/nochmehrbonkers mutiert und alles wie das explodierte Arschloch eines Currywurst-Essers mit 123456789000 Scoville aussieht. Gedärme, Blut, alles. Alles ist da. Es ist höllisch witzig und einfach nur großartig.
8/10 Pfandflaschen
Coming Up next: "The True Story of Ultra-Mega" von Autor und Zeichner James Harren als auch Kolorist Dave Stewart. Falls ihr mehr über den Comic wissen wollt, so guckt mal in mein Review rein, dass ich vor einigen Jahren geschrieben habe. Diesmal handelt es sich um einen Rückblick. Seth erzählt dem Jungen Noah wie es damals war als die plötzlich eine Seuche Menschen in Kaijus verwandelt hat und er gesehen wie ein riesiger Ultra Mega Helden gegen einen solchen Kaiju gekämpft hat. Seth war damals noch ein pickliger Junge, ein Pizzalieferant. Bei einem Kampf sahr er wie ein Ultra Mega auf die Straße gefallen ist und jedes seiner Atemzüge sich wie ein vorbeifahrender LKW angefühlt hat. Er war damals froh darüber, nicht an seiner Stelle zu sein - heutzutage schämt sich für er seinen damaligen Gedanken.
Leider eine sehr kurze Story, die allerdings in der zweiten Ausgabe von Skybound X fortgesetzt wird. Da ich aber höchstwahrscheinlich nicht dazu kommen werde, sie zu lesen, bleibt es für mich bei dieser kurzen Story. Zumindest was den Rückblick betrifft. Denn ich habe tatsächlich schon die ersten vier Ausgaben gelesen, allerdings auch nicht mehr - wieder aus Zeitmangel. Jedenfalls, ganz egal wie relativ simpel die Geschichte ist - die Zeichnungen sind außerordentlich gut und wirklich eindrucksvoll. Nicht nur wegen der Thematik sondern wegen der Farben sieht es aus wie ein Kaiju-Film aus den 1970ern. Dark, gritty und irgendwie erinnert mich das ganze an John Carpenter's "The Thing", dass auf "Ultraman" trifft. Einfach fantastisch. Immer noch.
8/10 Pfandflaschen
Nächster Halt: "Fezron Fezroff" aus dem Hause "Manifest Destiny" von Chris Dingess und Matthew Roberts. Ich habe in meinem Leben vielleicht eine Ausgabe der Reihe gelesen - und wenn, dann war das vor ziemlich langer Zeit. Vor über zehn Jahren. Jedenfalls erinnere ich mich nur grob, worum es ging. Die Handlung spielte sich ab im 18. oder 19. Jahrhundert, jedenfalls zur Zeit als die ersten Siedler in das neue Amerika gezogen sind. Und irgendwie ging es ums Übernatürliche (?). Naja, jedenfalls hat diese Geschichte nicht wirklich was damit zu tun. Sie spielt nämlich aus der Sicht einer kleinen Kolonie von Vögeln. Eines Tages ruft der Obermacker der Kolonie mehrere Vögel zu sich und kündigt eine Todesstrafe für sie an, aus Gründen. Dawhoggs (ja, so heißt ein Vogel) Verbrechen ist, dass er scheinbar mehrere Weibchen geschwängert hat. Als jedoch festgestellt wird, dass ein unheimliches Wesen mit Klauen mehrere Eier geklaut hat, bietet sich ausgerechnet Dawhogg an, den Dieb zu finden und die Eier wieder nach Hause zu bringen. So wandert er in der Weltgeschichte herum, bis er einen Verkaufsstand eines Chupacabras vorfindet, der "magische Eier" verkauft.
Was für ein absoluter bonkers shit. Erinnert mich, zeichnerisch an die Looney Tunes bzw. Merry Melodies Cartoons aus dem Hause Warner Bros. Vom Inhalt her, vor allem wegen der Gewalt und fließenden Blut, aber irgendwie an die "Happy Tree Friends"-Cartoons. Was für eine merkwürdige, abgefahrene aber auf gewisse Art süße Geschichte. Mit kaputten Eiern. Und ausgeweideten Tieren. Nicht ganz so fantastisch wie die Stories davor, aber immerhin.
7/10 Pfandflaschen
Die letzte Story findet wieder im "The Walking Dead"-Universum statt. Allerdings nicht im Comic-Universum und auch nicht im Serien-Universum. Es geht um den Character Clementine, bekannt aus der Videospielreihe "The Walking Dead" (von Telltale Games). Die Story wurde gezeichnet und geschrieben von Tillie Walden.
Diesmal handelt es sich um einen Schwarz/Weiß-Comic. Ich weiß nicht, was im Spiel passiert ist aber allem anschein nach sammelt die Teenagerin Clementine ihr Hab und Gut, um abzuhauen. Sie hat nur noch ein Bein, am zweiten klebt eine provisorische Prothese aus Holz. Sie bewegt sich mithilfe von Krücken und kann Messer und Pistole gegen Zombies einsetzen. Doch nachdem sie eine Karte studiert hat und mehrere Dinge eingepackt hat, wird sie überrascht. Nicht von einem Zombie, sondern von AJ. Dabei handelt es sich um einen Freund, den sie seit seiner Geburt kennt. Der Junge hat viel von ihr gelernt, liebt sie wie eine Schwester und ist sichtlich darüber enttäuscht, dass sie nun vorhat abzuhauen. Der Grund dafür: Der Ort an dem die beiden (sehr wahrscheinlich mit anderen Überlebenden) sich angesiedelt haben (eine alte Schule) ist keiner, der sie glücklich macht. Nun macht sie sich auf, irgendwo anders hin.
Wieder eine ziemlich kurze und etwas wortkarge Geschichte. Allerdings braucht man nicht immer Worte um irgendwas treffend darzustellen bzw. Gefühle auszudrücken oder einfach die Story geschehen zu lassen. Trotz des ernsthaften Settings erinnern mich die Zeichnungen an die Kinderserie "Caillou". Es ist irgendwie unschuldig, liebenswert und gleichzeitig traurig. Meiner Meinung nach eine gute Manifestation von Verlustängsten. Ich würde da tatsächlich gerne mehr von lesen.
8/10 Pfandflaschen

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