Montag, 9. Februar 2026

Album der Woche#671: Gallhammer - Gloomy Lights (2004)

Ich bin mir sehr sicher, dass ich irgendwann schon mal in dieses Album reingehört habe. Alleine weil ich schon mehrere Bands mit "Hammer" im Namen kenne. Zum Beispiel Hellhammer, die ja bekanntlich die Vorgänger von Celtic Frost waren, oder Dishammer die irgendwie Hellhammers Sound mit dem von Discharge verbinden (?) oder so sachen wie Ten Ton Hammer oder Nine Pound Hammer. Ja, sowas gibt's. Anyways, worum geht es hier? 


"Gloomy Lights" ist das erste vollständige Album von Gallhammer, einer Metal-Band aus Japan - bestehend aus Vivian Slaughter (voc, b), Risa Reaper (voc, dr) und damals noch Mika Penetrator (voc, g). Ich möchte Gallhammer nicht auf ihr Geschlecht reduzieren, trotzdem muss man anmerken, dass es eine relative Seltenheit ist das eine Band von drei Frauen gegründet wird. Zumindest war es damals in der äh Metalszene so. Aber da die drei niemals darauf reduziert werden wollten, steht es jetzt auch nicht zum Thema. 

Thematisch betrachtet geht es, laut den Aussaugen der Band selbst um solch finstere Themen wie Wut, Schmerz und Hass. Zumindest wenn man die Songtitel betrachtet, bestätigt sich das. "Endless Nauseous Days", "State of Gloom", "Beyond The Hate Red" und "Color of Coma". Depressive Stille, Finsternis. Was man dann so mitbekommt, wenn man sich das Album mehrfach anhört sind drei japanische Frauen die mit absolut verstörenden Gesang (guttural und absolut geisteskranke Screams) glänzen. Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Black Metal, Doom Metal als auch Crust Punk. Tatsächlich hört man die Primitivät von alten Hellhammer-Aufnahmen als auch eine andere Primitivität und Catchyness von britischen Bands wie Antisect. "Gloomy Lights" bewegt sich gekonnt zwischen "uffta-uffta" Crust als auch absolut langsamen, nasty Riffs und völlig verstörenden Gesang der nach krasser Mental Illness schreit. Wie soll man das einkategorisieren? Crusty Depressive Doom Metal. CPDM? Okay, klingt eigentlich gut.

8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: Beyond The Hate Red, Color of Coma, Endless Nauseous Days, 


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