Freitag, 28. Oktober 2016

Film der Woche#262: Night of the Living Horrormovies! (Halloween Special'16)

Oh yes! Es ist wieder diese Zeit des Jahres. Und weil ich dieses Mal sogar eventuell irgendwohin gehen werde und weil ihr es sonst nicht lesen werdet haue ich das Halloween Special schon ein paar Tage vorher raus. Dieses Mal handelt es sich um Filme die entweder fortgesetzt wurden oder bereits Fortsetzungen sind. Genauer gesagt: halbe halbe.

Child's Play (1988)

Der erste von bald sieben Chucky-Filmen.

Charles "Chucky" Lee Ray (Brad Douriff) ist ein Serienkiller und hat es grade im Moment nicht leicht. Er ist zusammen mit seinem Komplizen auf der Flucht von der Polizei und wird vor einem Spielzeugladen angeschossen. Doch er denkt nicht dran zu sterben also spricht er einen langen
Voodoo-Spruch aus transferiert seine Seele in eine der momentan heißgeliebten "Good Guy"-Spielzeugpuppen.

Andy Barclay (Alex Vincent) lebt zusammen mit seiner Mum Karen (Catherine Hicks). Sie sind eher knapp bei Kasse und als Alex zum Geburtstag nicht die heißgeliebte Good-Guy-Puppe bekomm ist er schwer enttäuscht. Um ihren Sohn doch noch Freude zu bringen kauft Karen den kleinen Rotschopf bei irgendnem schmierigen Typen um die Ecke. Sie kann nicht ahnen dass es DIE Puppe ist in welche Charles Lee Ray seine Seele transferiert hat.

Ich habe mir das ganze etwas witziger vorgestellt. Schließlich wird der Film als "Horrorkomödie" bezeichnet. Er ist keine Komödie, das ist wirklich fürchterlich. Sprechende Puppen die Menschen aus dem Fenster schubsen sind fürchterlich. Und das ganze wird noch abgedrehter wenn dir niemand glaubt und man dich zum Psychoarzt schickt. Abgedrehte Scheiße. Wahnsinnskameraperspektiven - aus der Sicht von Chucky als er durch die Gegend rennt. Man macht nicht die Überraschung kaputt und zeigt die Puppe nicht gleich zu Beginn - alles richtig gemacht.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Critters 2 (1988)

Seltsam. Dieser Film ist auch von 1988.

Falls ihr euch nicht an Critters erinnern können, so weise ich freundlichst auf diesen Link hin. Da gehts um den ersten Teil.

Brad Brown (Scott Grimes), der Junge der den ersten Critters-Zwischenfall überlebt hat kehrt in seine Heimatstadt Grovers Bend zurück um u.a. seine Oma zu besuchen. Die Einwohner halten die Story über die Critters für vollkommenen Blödsinn, für manche ist Brad aber tatsächlich zu einer lebenden
Legende geworden. Der Trunkenbold Charlie McFadden (Don Keith Opper) ist inzwischen im Weltall und kämpft seit an seit mit den Kopfgeldjägern gegen alle möglichen Plagen. Sie registrieren plötzlich Critters Aktivitäten auf der Erde - in der Tat befinden sich Critters-Eier in Grovers Bend. Und es ist Ostern.

Weniger überzeugend als der erste Teil. Wirkt wie ein lauer Aufguss und wenn ich mir diese Critters-Reime auf Deutsch anhören muss.....schauderts mich. Von Effekten her ist es aber immer noch ziemlich lustig.

6/10 Pfandflaschen
Trailer:


Halloween: Resurrection (2002)

"Halloween Resurrection" ist sozusagen der achte Teil der Reihe. Sozusagen. Denn eigentlich hat man sich beim Vorgänger "H20" gedacht, dass man die Teile 4-6 nicht unbedingt beachten muss. Es ist jedenfalls die direkte Fortsetung von "Halloween: 20 Years Later". Falls ihr euch in die Vorgängerfilme einlesen wollt: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4-6, Teil 7

Achja, SPOILER.

Nachdem Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) ihren Bruder Michael Myers () schlußendlich den Kopf abgeschlagen hat sitzt sie in der Psychiatrie. Sie ist schwer Geschädigten von den Ereignissen; außerdem hatte sie den falschen getötet. Michael zerquetschte einen Sanitäter den Kehlkopf sodass dieser nicht sprechen konnte und setzte ihm die Maske auf. Kurz vor Halloween bricht er in das besagte Sanatorium ein und bringt endlich seine Schwester all für alle mal um.

Mittlerweile ist MM zu einer Legende geworden, aus der man auch Profit schlagen kann. So veranstaltet der Produzent Freddie Harris (Busta Rhymes) eine Reality-TV-Show in Myers' ehemaligen Zuhause in Haddonfield, Illinois. Mehrere College-Studenten sollen in dieser per Webcam aufgezeichneten und für alle zugänglichen Sendung eine Nacht verbringen. Zu dumm natürlich dass Michael selbstverständlich zurückkehrt und ach ihr wisst schon.

SCHEISSE.
LANGWEILIG.
VORHERSEHBAR.
0/10 Pfandflaschen
Trailer:


Tremors (1990)

Okay, jetzt wirds richtig gut.

Die Handlung spielt sich ab in einer Mini-mini-Kleinstadt (Einwohnerzahl: 14) namens Perfection Valley, irgendwo im nirgendwo in Amerika. Drumherum nur Wüste. Val McKee (Kevin Bacon) und Earl Bassett (Fred Ward) sind zwei schlaue Nichtsnutze die ihr Geld mit Gelegenheitsjobs verdienen und sich geschworen haben irgendwann für immer von hier abzuhauen. Hätten sie das früher getan - irgendwas treibt nämlich hier sein Unwesen. Es tötet Einwohner in dem sie sie entweder auf Strommäste jagt und dort tagelang verhungern lässt oder von unter der Erde angreift. Es handelt sich um riesige Würmer die sich unter der Erde fortbewegen. Mithilfe der Seismologin Rhonda Lebeck
(Finn Carter) finden sie raus, dass die Biester auf Bewegung und Vibration reagieren. Wie soll man jetzt überleben wenn man sich eigentlich gar nicht bewegen soll?

Phantastische, humorvolle und selbstironische Horrorkomödie. Ich habe den Film in meinem Leben ungefähr an die 10 Mal gesehen, weil er scheißegal in welchem Land ich mich grade befand immer mal wieder im Fernsehen kam. Es ist wunderbar wie sich die Hauptcharakter nicht wirklich ernstnehmen obwohl die Situation furchtbar bedrohlich ist. yolo und so. Wir schaffen das, wir machen diese Viecher kalt die versuchen uns kalt zu machen. All time classic. 

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Happenings des Monats: September/Oktober'16

Warum September/Oktober? Nunja, September war hier ja bekanntlich Blogpause, ich war allerdings trotzdem unterwegs....Hinzu kommt (höchstwahrscheinlich) viel Kram in Oktober. Hmm hmm.

11.09.2016: HC BAXXTER + ??? + ??? im Asta Keller, Krefeld

Es war ein Sonntag, ich schiss beinahe wortwörtlich drauf dass ich am Montag arbeiten muss und zog mit dem Fastossironny mit der Bahn nach Krefeld. In diesem Astakeller trat Schinken aka HC Baxxter auf. Ich habe mir gedacht, nachdem ich mir paar Songs online angehört habe, dass ich da wenig falsch machen kann, außerdem yolo. Nachdem wir dort viel zu spät angekommen sind, zumindest für meinen Geschmack, war das typische "Anarchistische Halbe Stunde"-Ding angesagt.

Als wir da waren spielte schon der erste Act. Ein einsamer, E-Gitarre-spielender Typ namens Jan der gewirkt als ob er Probleme hätte und das nicht zeigen mag. (das ist meine persönliche Einschätzung). Ich hab kaum ein Wort verstanden, was er gesungen hat. Es klang aber wie The Cure meets Blink-182 minus alle anderen Instrumente. Insgesamt schon ziemlich toll, aber viel zu lang. :D

Daraufhin kam eine größtenteils deutschsprachige Punkband, die zumindest einige Cover zu machen schien. Oder alte Songs mit neuen Texten vertont hat. Ich hab jedenfalls kein Wort verstanden und fands grausig. Anyways, weil ich mich nicht auf sie konzentrieren konnte/wollte spielte ich lieber Zuschauerbingo. Und wie es so oft in "Asta-Kellern"/"Jugendzentren" ist gabs etliche Klischees zu erfüllen. Vor dem Laden waren Leute die kein Eintritt zahlen wollten (obwohl kein Eintritt zu zahlen war) und die lieber rumhingen, innen drin gabs ex-punker; also Leute die wie eine alteingesessene Punk-Clique wirken (das merkt man sofort an), aber nicht mehr so aussehen. Typen in mob-action-klamotten, jemand mit einem jutebeutel wo "refugees welcome" drauf steht. Frauen in hippie-look, Typen mit Dreadlocks und natürlich 1A Nietenkaiser mit aufgestellten Irokesen. Ich fühlte mich wie im Himmel. Leider hab ich mein Bingo-Zettel daheim vergessen.

Nach sehr langer langer Zeit kam es endlich zum langerwarteten HC-Baxxter-Auftritt. Ich gebe niemanden die Schuld daran, weil niemand was für unsere beschissene Zugverbindung konnte und es dauert halt immer mal länger. Jedenfalls haben wir ungefähr 20 Minuten von puren 1-Mann-Techno-90s-Wahnsinn mit deutschlandfeindlichen Texten genossen. Nicht so wie Egotronic es früher machten mit eindeutigen nintendo-einschlag sondern halt wirklich UTZ UTZ UTZ, mit cooler Brille und 90s Klamotten. Köstlichst. Das diverse Leute sofort angefangen haben zu tanzen und sofort aufhörten und dann wieder anfingen (während des Soundchecks) war dabei eine besonders witzige Tatsache.

18.09.2016: Stricher guckt sich Suicide Squad an. Zum zweiten Mal.

+++ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG SPOILER ACHTUNG!!!1+++

Japp, ich war ganze zwei Mal drin. Einmal mit Frau Otterich und einmal mit nem Arbeitskollegen (schöne Grütze!), weil ich das unbedingt so wollte. Und ja, ich würde den Film auch n drittes Mal angucken, stellt euch das vor.

"Suicide Squad" ist schon der dritte Film des "DC Extended Universe", nach "Man of Steel" und "Batman v Superman". Er handelt von einer Gruppe von schwerstkriminellen asozialen Superverbrechern die zum Teil im Hochsicherheitsgefängnis Belle Reve einsitzen. Es handelt sich um niemand anders Harley "Quinn" Quinzell (Margot Robbie), den Meisterschützen Deadshot (Will Smith), den Mensch-Krokodil Waylon "Killer Croc" Jones (Adewale Akinnuoye-Agbaje), den asozialen australischen Diamantendieb mit Einhornfetisch Captain Boomerang (Jai Country), den Feuerteufel El Diablo (Jay Hernandez) und einen Typen namens Slipknot () der schon ziemlich bald stirbt (haha). Sie werden von der Leiterin der geheimen Regierngsorganisation ARGUS, die sich um Metawesen kümmert, Anda Waller (Viola Davis) zu einem Team gemacht. Vorerst auf dem Papier, doch schon bald in echt soll die Task Force X Drecksarbeit erledigen für die "normale" Superhelden keine gute Publicity abgeben würden. Falls sie Scheiße bauen oder flüchten wird ihnen der Kopf durch einen implantierten Sprengsatz weggeballert. Als ein weiteres potenzielles Mitglied, die tausend Jahre alte Hexe Enchantress die im Körper der Archäologin June Moon (Cara Delevigne) steckt, sich auf und davon macht und ebendiese Scheiße zu bauen muss die Gruppe schlußendlich eingesetzt werden.

Okay. Wie bei einem guten Feedback-Burger (das habe ich in der Schule so gelernt) gibts erstmal die guten Sachen. Ich kann bei der Besetzung größtenteils nicht meckern. Margot Robbie ist großartig,
Will Smith sowieso, Jai Courtney war mein heimlicher Favorit. Von der Story her ist das vielleicht nicht grad der intelligenteste aller Filme, jedoch einer der einfacheren Sorte, die auch genießbar ist. Der Soundtrack ist großartig. Beinahe jeder Charakter hat bei seiner Eröffnungssequenz n eigenes Lied - bspw "Fortunate Son" von Creedence Clearwater Revival (CCR = Louisiana, Sümpfe, Krokodile) bei Killer Croc oder AC/DC mit "Dirty Deeds Done Dirt Cheap"(Australien) bei Captain Boomerang (Australien) oder "Sympathy for the Devil" von den Stones bei Amanda WallerAußerdem kommen dann noch so Sachen wie "Come Baby Come" von K7 oder "Without Me" von Eminem....was jedoch relativ unpassend war. Ich bin auch froh dass Amanda Waller als eine "everyday woman" dargestellt wurde und nicht als "Model" (siehe den Wandel bei DC als "New 52" rauskam). Mit Jared Leto als Joker wurde ich allerdings nicht warm. Es gibt halt verschiedene Arten wie man ihn darstellen kann - entweder als Gangsterboss mit psychotischen Elementen oder als totalen Psycho und Terroristen (remember Heath Ledger). Es kam halt ersteres, und weil die Leute sich wohl nicht mehr an Jack Nicholson ("Batman", 1989) erinnern können (und ich wohl auch nicht D:) und wohl deswegen Heath Ledger im Kopf haben.....kommt es nicht wirklich an. Ja, es ist okay ihn modern darzustellen - ich habe allerdings kein Instagram und fahre nicht auf Instagram-Tattoo-Models ab. Der Film nimmt sich glaub ich auch n Bisschen zu ernst. Er wirkt wie n ungewollter Trash-Film. Außerdem sind einige Witze einfach übelst überzogen und es stürzen ganze drei Helikopter ab? Die Origin von Katana (Karen Fukuhara) ist so rührend dass ich die Augen verdrehen muss.

Ja, er ist genießbar. Nein, er ist nicht so kontrovers wie einige meinen. Nein, er kriegt kein Oscar. Jedenfalls weiß ich in welche Richtung DCs Filmuniversum wohl gehen wird. Ich habe "Man of Steel" (noch) nicht gesehen, BvS war aber schon ein wenig trashig. Das hier ist purer Trash. Im Gegensatz zu Marvels "kluger" Unterhaltung, wird DC wohl eher auf "weniger kluge" Unterhaltung setzen. Was auch okay ist. Ich bin gespannt auf "Justice League".

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


02.10.2016: Femme Krawall + Fabrik Fabrik + ill! in Alibi, Essen

Hach war das schön. Ich habe tatsächlich mal Besuch aus Bayern bekommen: Pilz hat sich erbarmt meinen alten faltigen Arsch im Ruhrgebiet zu besuchen. Als erstes gabs eine Tour durchs Deutsche Bergbaumuseum, danach veganes Fast Food in der Veganisierbar und als Krönung des Abends gings nach Essen ins "Alibi" wo Femme Krawall der Hauptact war. Seitdem ich FK das erste Mal gesehen habe, bin ich musikalisch so n Bisschen verliebt und nutze jede gute Gelegenheit sie live zu sehen.

Anyways, den Anfang machten ill! aus Münster - sie brachten Powerviolence mit, soll heißen ihr Set war relativ schnell durchgeballert. Was mir sauer aufgestoßen ist, dass irgendjemand meinte zu bemängeln dass der Drummer oberkörperfrei gespielt hat - natürlich ohne die Kritik direkt an ihm zu
richten sondern ganz schnell ein "zieh dich mal an ey" (im kioskdeutsch natürlich) hingerotzt. Häßlich.

Fabrik Fabrik boten einen Sound der mich etwas an die ganzen neo-crust-bands erinnert hat. Aber das bin nur ich. Gesang auf Deutsch, gequält, wütend. Keine Wall of Sound, kein reines Geballer, mal melodischer. mal wesentlich brutaler. Jedenfalls ziemlich abwechslungsreich. Und das "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland"-Cover war ein Sahnehäubchen oben drauf.

Zu Femme Krawall muss ich nichts weiter sagen, außer: Ihr seid eine der wenigen Bands die es schaffen, dass sogar ich mich bewege. Und sei es auch nur 2-3 cm nach links und rechts. :)

23.10.2016: Lesung: Elke Wittich und Stefan Laurin in Djäzz, Duisburg

Oh sweet baby jesus. Ich muss öfter zu Lesungen gehen. Leider kann ich nicht mehr so viel dazu sagen, weil sonst müsste ich die halbe Lesung rezitieren. Jedenfalls waren Stefan Laurin (u.a. Ruhrbarone) und Elke Wittich (u.a. Jungle World) und haben verschiedene Texte vorgelesen - Artikel und Kommentare. Zum Beispiel über dieses Denkmal in Herzogenrath oder warum sie jemals angefangen haben zu rauchen. Ich muss zugeben dass ich an EWs Stelle ebenso wenig in der Redaktion der "Junge Welt" ohne Nikotin ausgehalten hätte, wenn mich Jürgen Elsässer am frühen morgen über die aktuelle Weltlage zukäst.

Lange Rede, kurzer Sinn:
folgt Elke Wittich auf Twitter
folgt Stefan Laurin auf Twitter


Mittwoch, 26. Oktober 2016

Album der Woche#265: Christian Death - Only Theatre Of Pain (1982)

Ich kanns kaum fassen. Lange lange lange wollte ich dieses Album reviewen und jetzt habe ich endlich den passenden Zeitpunkt gefunden.

"Only Theatre Of Pain" ist das erste Album von Christian Death. Damals noch mit Rozz Williams am Gesang bevor er die Band verlassen hat und Valor Kand das Ruder übernommen hat. CD sind zwar zweifelsohne fest in der Schwarzen Szene verankert und haben auch das dementsprechende Publikum, aaaber ihr Sound ist anders als der von britischen Gothic-Bands oder Darkwave- oder Batcave-Projekten. Christian Death waren die Pioniere des Death Rock bzw. Gothic Punk.

Je nachdem aus welcher Ecke man kommt heißt es wohl anders. Der Sound ist wesentlich chaotischer, primitiver und wesentlich weniger melodisch als die späteren Werke der Band. Hier spielt übrigens Rikk Agnew die Gitarre, der früher bei Adolescents gezockt hat. Insgesamt ist "Only Theatre of Pain" ziemlich kryptisch. Einige Songs klingen gitarrentechnisch nach etwas verlangsamten Hardcore Punk, dazu kommt aber noch Rozz Williams' völlig kaputter Gesang und diese kryptischen, mystischen, blasphemisch-satanischen Texte.



"Burning crosses
On a nigger's lawn

Burning dollars

What's a house without a home?
Dance in your white sheet glory
Dance in your passion
Talk about sugar on the six fingered beast
Conversation about the holes in your hands
Walk through the garden
Of men's desires
Conversation about
The kingdom of fire"

8,5/10 Pfandflaschen

Comic Book Review#263: Intersect#1 (2014)

Erschaffen von Ray Fawkes, der unter anderem für die DC-Serie "Batman Eternal" mitverantwortlich ist.

Bei "Intersect" handelt es sich um einen Horrorcomic der weitaus komplexer ist sowohl als klassische Schauergeschichtchen wie "Creepy" oder "Tales from the Crypt" als auch neues Zeug wie "30 Days of
Night". Es handelt sich um ein schwer erklärbares Geschwür aus grandiosen, aquarell-artgen Bildern, unorthodoxer Panelstruktur, einer sehr kleinen Farbpalette und einer merkwürdigen Story.

Im Groben erklärt: In der Welt von "Intersect" sind Menschen miteinander verbunden. Wortwörtlich. Zwei Menschen stecken in einem Körper und welchseln sich immer wieder mit der Kontrolle ab. Die Hauptprotagonisten sind zu zweit (oder auch zu viert, je nachdem wie man das betrachtet) auf der Flucht vor einem großen Hund(?). Es regnet blutige Schneeflocken.

Ein faszinierend-merkwürdiges Schauspiel. Schaurig und schön zugleich. Um es allerdings vollkommen zu verstehen, müsste ich es mehrmals lesen. Das die Handlung so verwirrend ist, macht den Genuss zwar etwas kaputt, jedoch macht es Spaß den Comic noch mal aufzumachen und ihn zu erforschen. Ich glaube das tue ich jetzt.

6,5/10 Pfandflaschen