Es ist absolut großartig. Das schon mal im voraus. Die Texte sind kryptisch und handeln von äußerst kryptischen Dingen. Zumindest teilweise. So handelt "Hands of A Killer" von jemanden, der seinen Sohn umgebracht hat. Das lyrische Ich versucht den Täter dazu zu bewegen auch noch den Rest seiner Familie umzubringen. Weil äh Mörder eben Mörder bleiben und nicht nur nach einer Tat aufhören. In "The Price of Beauty" geht es um falsche Schönheitsvorstellungen und jemanden der sprichwörtlich all die gefaketen Körperteile "rausgerissen" bekommt. Über Gott und die Ablehnung dessen geht es in "The Fallen". Hier schreit und growlt Lucker über einen imaginären Gott, der ihn in seinen miesesten und schwersten Zeiten im Stich gelassen hat.
Musikalisch ist das auf jeden Fall, irgendwie, Deathcore. Sprich Death Metal mit Metalcore Elementen. Also viel gutturaler Gesang und high pitched Screams - alles von ein und derselben Person. Dazu kommen, nicht zu viele aber, Breakdowns und Helikopter-Riffs. Meiner Meinung nach ist "The Cleansing" ein tatsächlich leichtes Album. Es fühlt sich nicht an, als würde es 1000 Stunden lang gehen. Ich fühlte mich nicht, wie so oft bei Deathcore, müde davon. Wirklich, absolut nicht langweiliges Stück Musik. Ehrlich jetzt. Dabei ist es allerdings so primitiv und hohl, dass es unfassbar viel Spaß macht es sich anzuhören. Dabei sind die Texte alles andere als dumm. Suicide Silence schießen auf keinen Fall übers Ziel hinaus und präsentieren äußerst zugängliche aber abstoßende Musik.
8,5/10 Pfandflaschen
Anspieltipps: No Pity For A Coward, Hands of A Killer, The Fallen

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