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Sonntag, 22. April 2018

Film der Woche#337: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 27

Hurra! Ich bin endlich am Ende dieser Rubrik angekommen. Hier kommen die letzten zwei Filme von 101 Horrorfilmen, die ihr sehen müsste bevor ihr den Löffel abgebt.

100. The Descent (2005)

Ja, ich hatte tatsächlich ziemlich Angst.

"The Descent" handelt von einer Gruppe Frauen die in den Appalachen eine Höhlenexpedition starten. Eine von ihnen Sarah (Shauna McDonald) verarbeitet immer noch ein schweres Trauma. Vor knapp einem Jahr überlebte sie einen schweren Autounfall - ihr Mann und ihre Tochter hingegen nicht. Juno (Natalie Mendoza) organisiert einen Ausflug in ein bereits ausgekundschaftes Höhlensystem. Während der Expedition bleibt Sarah stecken, wird rechtzeitig bevor der Gang einstürzt von ihren Freundinnen gerettet. Kurze Zeit später stellt es sich heraus, dass Juno alle angelogen hat. Das Höhlenystem ist vollkommen unerforscht und der Außenwelt unbekannt. Sie müssen nun ohne jeglichen Plan den Weg nach draußen finden. Fragt sich nur ob das so gut
funktioniert, wenn plötzlich das gegenseitige Misstrauen immer größer, die Batterien der Taschenlampen immer leerer und die eigene Kraft immer geringer wird.

Sehr gut, ich habe nicht gespoilert. Das interessante an dem Film ist, dass er versucht die Ängste der Protagonistinnen, die Dunkelheit usw. als den eigentlichen Horror darzustellen. Es geht erst in zweiter Linie um die Gefahr die im Dunklen lauert. Außerdem spielen Sarahs Tagträume, die von ihrer Tochter handeln auch eine nicht geringe Rolle. Es ist quasi ein Kampf ums Überleben von willensstarken Personen die in einer völlig absurden Situation gefangen sind. Die allerdings vllt nicht so teamfähig sind wie anfangs gedacht. Ich finds gut, dass man nicht allzutief in die Klischeekiste greifen. Klar, es geht heutzutage leider auch nicht ohne, der Film erfindet das Rad nicht neu - ist aber mehr als nur unterhaltsam sondern ordentlich fucking gruselig.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:


101. The Orphanage (2007)

"The Orphanage" aka "Das Waisenhaus" wird öfter mal verglichen mit "Don't Look Now" , "The Devil's Backbone" und "The Others". Und das zurecht.

Der von Guillermo Del Toro produzierte Film erzählt die Story einer Kleinfamilie bestehend aus Laura (Belén Rueda), Carlos (Fernando Cayo) und den kleinen Simón (Roger Princep). Sie sind vor kurzem an den Ort von Lauras Kindheit gezogen: ein ehemaliges Waisenhaus, was sie selbst demnächst neueröffnen wollen. Simón hingegen ist von der Idee nicht so ganz begeistert und spielt
lieber mit seinen imaginären Freunde, die seit dem Umzug noch mehr geworden sind. Nach kurzer Zeit feiern sie schließlich die Neueröffnung, bei der Simón nicht zugegen sein mag - er wollte das "kleine Häuschen" seines imaginären Kumpels Laura zeigen wofür sie hingegen keine Zeit hatte. Es dauert nicht lang, bis ein mysteriöses Kind mit einer hässlichen Kartoffelsackmaske auftaucht und Laura im Bad einsperrt. Simón ist seitdem verschwunden.

Man kann den Film auf zwei Arten verstehen: als mysteriösen Film über "Geister", der irgendwie nur schocken will oder aber als eine tiefergehende Geschichte die nur oberflächlich mit Paranormalen zu tun hat. Ich muss sagen, dass ich schon ziemlich gerührt war. Mir gefiel auch der ganze Hintergrund mit den Gruselkindern und so. Allerdings bleibt der Film irgendwie vorhersehbar. Man ahnt schon, dass es irgendwie, irgendwo um Rache geht bzw. Geister die einen etwas aufzeigen wollen. Und am Ende ist alles entweder doppelt oder halb so schlimm. Trotzdem: guter Film. Aber nicht mehr als das.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 23. März 2018

Film der Woche#333: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 26

98. The Grudge (2004)

Bei diesem Film handelt es sich um eine Neuverfilmung des japanischen Originals "Ju-On" von Takashi Shimizu (der auch für das Original verantwortlich ist).

Eine amerikanische Familie namens Williams zieht in Japan in ein Haus ein, dass scheinbar perfekt geeignet ist für die Großmutter, Emma (Grace Zabriskie), die scheinbar an Demenz erkrankt ist. Sie wird von Yoko gepflegt, die allerdings nach dem ersten Tag nicht mehr zur Arbeit kommt. An ihrer
Stelle schickt das Pflegeinstitut die amerikanische Austauschstudentin Karen (Sarah Michelle Gellar). Diese findet im Haus eine sichtlich verängstigte Emma vor, die möchte dass irgendjemand "sie einfach nur in Ruhe lässt". Außerdem befindet sich im Schrank ein Junge mitsamt seiner Katze, was die Situation noch merkwürdiger aussehen lässt. Nach und nach stellt sich heraus, dass vor einer gewissen Zeit etwas sehr schlimmes in diesem Haus geschehen ist und seitdem ein Flug dadrauf liegt. Mit diesem Fluch wird jeder belegt, der sich auch nur einmal im Haus aufgehalten hat.

Auch wenn es, grob gesehen, ein Film fürs westliche Publikum ist kann man nicht darüber hinwegsehen dass er durch und durch japanisch ist. Im ganzen Film passiert nichts und doch so viel. Man wartet bis kurz vorm Ende auf die große Offenbarung, die natürlich kommt. Allerdings dauert es ziemlich lange bis man dort angekommen bist. Bis dahin gibt es "Jumpscares", wobei wenn ich das so bezeichnen würde, würde ich dem Film Unrecht tun. Und zwar sehr viele davon. Sie kommen unerwartet, sodass auch wenn man darauf aus ist, man trotzdem erschreckt wird. Qualitative Meisterleistung, dafür steh ich mit meinem Namen.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


99. Saw (2004)

"Saw" gehört zu den Filmreihen die am Anfang noch verdammt gut waren aber ihr Zenit schon längst überschritten haben. Darum werde ich ausnahmsweise keine komplette Reihe review. Das hier bleibt das einzige Saw-Review auf diesem Blog. Punkt aus.

Es beginnt mit einem sehr merkwürdigen Szenario. Zwei Typen, Dr. Lawrence Gordon (Cary "Robin Hood" Elwes) und Leigh Whannell (Adam Stanheight) erwachen urplötzlich in einem dreckigen, verwahrlosten Badezimmer. Sie sind beide mit Handschellen an gegenüberliegenden Enden des Raums an Rohre festgekettet. Zwischen ihnen liegt eine blutige Leiche eines Mannes neben der eine Pistole liegt. Beide können sich nicht erinnern, wie sie dahin gekommen sind. Sie finden jedoch nach
und nach Hinweise auf ihre momentane Situation. Es stellt sich heraus, dass der berüchtigte Serienkiller Jigsaw sie in eine Falle gelockt hat, um ihren Lebenswillen zu testen. Jetzt stellt sich die Frage: Wie kommen die beiden aus der Nummer raus und müssen sie einander wehtun?

Hm. Was halt ich von dem Film? Nun, ich bin definitiv kein Fan von unklugen Schockfilmen die weder lustig noch gruselig sind. Das sind soweit ich weiß, fast alle Saw-Fortsetzungen. Dieser hier zeigt hingegen eine interessante, wenn auch konservative Sicht auf das Leben: Nur die Person mit dem stärksten Lebenswillen überlebt. Der Mörder an sich ist auch kein Mörder sondern eher ein Schiedsrichter der über das Leben und Tod entscheidet. Es gibt auch immer eine, wenn auch kleine, Möglichkeit zu überleben. Jeder ist quasi seines Schicksals Schmied. Das natürlich aufs perverseste verzerrt. Ich mag nicht selbst gruselig klingen, aber für einen Horrorfilm ist das eine ziemlich interessante Art zu töten. Erinnert mich leicht an The Abominable Dr. Phibes, wobei hier Rache kein Punkt des Killers ist. War ein verdammt guter Anfang, schade dass man es durch endlose Fortsetzungen kaputt gemacht hat.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Freitag, 23. Februar 2018

Film der Woche#329: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 25

So langsam neigt sich das Ganze dem Ende zu. Öh, allerdings krieg ich es nicht hin, mehr als zwei Filme zu reviewen. Deshalb erwarten euch nach dieser noch ganze zwei Ausgaben. Yippie-yay.

96. A Tale of Two Sisters (2003)

Dieser koreanische Film erzählt eine Story von (duh) zwei Schwestern, die nach einer längeren Zeit in der Psychiatrie wieder nach Hause kommen. Basiert auf einem koreanischen Volksmärchen. Ihre
Namen sind Su-mi (Lim Su-jeong) und Su-yeon (Moon Geong-young). Eigentlich wäre ja alles wieder gut, allerdings gibt es einen Störpunkt: Sie werden von ihrer Stiefmutter (Yeom Jeong-a) empfangen, die zwar freundlich aber äußerst streng ist. Su-mi verachtet sie, Su-yeon hat Angst vor ihr. Im Haus, in welchem die Familie residiert gehen äußerst merkwürdige Dinge vor. Nachts hört man Schritte, in Su-yeons Zimmer dringt jemand ein. Die Stiefmutter scheint das Ganze auch mitzubekommen, einzig der Vater der Familie kriegt nichts davon ab. Den Zuschauern wird langsam klar, dass irgendwas richtig mieses in der Vergangenheit passiert ist, dass die Gegenwart beeinflusst und worüber keiner reden will...

Der koreanische Horrorfilm avanciert in dieser Liste tatsächlich zu den Horror-Genres, die mich tatsächlich zum Gruseln gebracht haben. Er ist tatsächlich so intensiv und unter die Haut gehend, dass man trotz der Unerträglichkeit der Bilder kaum weggucken kann. Sehr beeindruckend, sowohl von der Story als auch von den Spezialeffekten her. Creepy Shit.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


97. High Tension (2003)


Auch bekannt als "Haute Tension". Dieser Film stammt nämlich aus Frankreich.

Alex (Maiwenn Le Besco) und Marie (Cecille de France) sind Studentinnen und reisen für ein Wochenende aufs Land um ordentlich zu entspannen. Alex' Eltern besitzen ein perfekt dafür passendes Haus. Es dauert allerdings nicht lange, bis ein schmuddeliger alter Sack ins Haus eindringt und die ganze Familie massakriert. Auf äußerst brutale und sadistische Weise. Marie kann sich jedoch
versteckt halten und beschließt ihre Freundin, in die sie verknallt ist, vor dem Typen zu retten. Dieser hat Alex bereits in seinen mehr als kaputten Truck verfrachtet und fährt nun durch die Gegend.

Kein Spoiler, aber: Kennt ihr das wenn ein Film so vielversprechend ist und euch in seinen Bann packt? Und dann ist plötzlich alles anders. Am Ende seit ihr aber nicht enttäuscht sondern viel eher verwundert und fragt euch was das soll. So ungefähr gings mir mit "High Tension". Beklemmende Atmosphäre, sadistische und sinnlose Morde. Eine tapfere Heldin, die alles eisern durchsteht und am Ende ist doch alles anders. Aber ich sag nichts. Verdammte Scheiße, war das gut.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:

Samstag, 27. Januar 2018

Film der Woche#325: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist,Teil 24

Awkay, da ich immer noch ziemlich faul bin und es nicht hinkriege, in dieser Rubrik mehr als zwei Filme unterzubekommen, sind wir "schon" bei Ausgabe 24 :D Aber egal, hier sind die nächsten zwei Filme.

94. The Others (2001)

"The Others" erzählt die Geschichte von Grace Stewart (Nicole Kidman) die 1945 zusammen mit ihren Kindern Anne (Alakina Mann) und Nicholas (James Bentley) auf die Insel Jersey gezogen ist. Währenddessen befindet sich ihr Ehemann für England im 2. Weltkrieg. Die beiden Geschwister leiden an Lichtallergie und dürfen deshalb nicht tagsüber raus bzw. müssen hinter dunklen Gardinen verweilen. Nachdem das ganze Personal des Hauses urplötzlich verschwindet engagiert Grace drei
neue Angestellte: einen Gärtner, eine Haushälterin und eine stumme Dienstbotin. Die Atmosphäre im Haus wird zunehmend immer merkwürdiger: man hört Schritte, das Klavier spielt von alleine und die Kinder behaupten von anderen Kindern besucht zu werden. Aber auch von einer alten Frau, die sich ebenfalls mit ihnen unterhält. Allerdings ist außer der Familie und den neuen Personal definitiv niemand im Haus. Spukt es oder sind einfach alle verrückt geworden?

Es ist ein sehr böser Film, der subtil wirkt. Durch die unerklärbare Story stößt er den Zuschauer vorm Kopf, bleibt aber interessant. Man möchte unbedingt rausfinden was zur Hölle da eigentlich abgeht und sieht deswegen weiterhin gespannt zu. Am Ende wird man entweder enttäuscht oder ist über so viel Kreativität erfreut. Ich verspürte letzteres. Finde es nämlich gut, wenn ein Film nicht nur unterhaltend ist sondern auch eine Herausforderung ist.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


95. 28 Days Later (2002)

"28 Days Later" ist wohl tatsächlich der einzige britische Zombie-Film auf der Liste. Allerdings handelt es sich um keinen klassischen Zombie-Film, nein.

Nachdem Tierbefreiungsaktivisten in einem Labor mehrere Affen befreien, lassen sie dummerweise etwas furchtbares auf die Menschheit los. Nämlich das Virus "Wut", mit welchem die Affen infiziert waren. 28 Tage später wacht der Fahrradkurier Jim (Cilian Murphy) in einem vollkommen verlassenen Krankenhaus auf. Er hatte davor einen schwerwiegenden Unfall bei welchem er mit
einem LKW zusammengestoßen ist und lag seitdem im Koma. Kurze Zeit später merkt er dass nicht nur das Krankenhaus verlassen ist. Auf den Straßen ist kein mensch zu sehen. Aus den herumliegenden Zeitungen entnimmt er, dass etwas Schlimmes passiert ist. Nachdem er eine Kirche betreten hat, um Unterschlupf zu finden und einen Berg an Leichen gefunden hat, wird er von einem Priester attackiert. Dieser hat die eindeutigen Anzeichen einer Zombie-Krankheit. Diese hat dann auch die immer größer werdende Meute die Jim daraufhin verfolgt. Allerdings sind die symptome weder untoter noch voodoomäßiger Natur. Diese Zombies hat die Wissenschaft erschaffen.

Ich finds ziemlich geil, wie hier mit dem Stereotyp des aus dem Grab emporsteigenden Zombies gebrochen wird. Auch ist die Ansteckungsphase nicht besonders lang. Sie dauert buchstäblich Sekunden. Natürlich ist die apokalyptische Atmosphäre stets präsent. Verschiedene Menschen tun sich zusammen um gemeinsam die Chance aufs Überleben zu steigern. Und natürlich trifft man auf die Leute die während dieser Apokalypse Profit draus ziehen wollen. Und auf Doctor Who. Dynamisch, abwechslungsreich und tatsächlich ziemlich gruselig. Aggressive, schnelle "Zombies" sind nämlich furchteinflößender als die langsamen Untoten.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Samstag, 30. Dezember 2017

Film der Woche#321: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 23

Und weiter gehts... Letzter Filmbeitrag für dieses Jahr.

92. The Sixth Sense (1999)

Nun, ich glaube dass viele von euch den Film bereits kennen. Trotzdem werde ich eine kurze Zusammenfassung reinpacken: Dr. Malcolm Crowe (Bruce Willis) ist Kinderpsychologe und hat vor knapp einen Jahr ein Mordversuch überlebt. Er konnte einen gewissen Patienten nicht helfen und dieser hat sich dafür gerächt. Mittlerweile betreut er Cole (Haley Joel Osment), der offensichtlich
unter Mobbing und merkwürdigen Zuständen seiner Psyche leidet. Bis jetzt wollte er nicht rausrücken, was nicht stimmt. Doch nachdem Crowe zu ihm vordringen konnte, erfährt er schreckliches. Cole sieht tote Menschen. Überall. Die ganze Zeit. Manchmal reden sie mit ihm und wollen dass er etwas für sie tut. Manche sind auch wütend darüber, weil sie nicht wissen dass sie tot sind.

Für diejenigen die M. Night Shyamalans Filme nicht kennen: Es ist einer seiner ersten erfolgreichen Filme. Und auch einer dieser, die einen unglaublichen Plottwist beinhalten. Von daher: Seid gespannt. Ich verrats euch nicht. Jedenfalls habe ich zu diesem Film eine Liebe/Hass-Beziehung. Er ist so dermaßen gut und rührend. Die Geister sind kein Horrorelement. Die Tatsache dass dieser arme Junge sie sehen muss und an seinem Verstand zweifelt und gemobbt wird ist dsa schlimmste. Ist auf jeden Fall mit ein Grund warum ich da so viel weinen muss. Deshalb hass ich den Film manchmal so n Bisschen.

9/10 Pfandflaschen
Trailer:



93. The Devil's Backbone (2001)

Dritter Film von Guillermo del Toro. Wir befinden uns im Spanischen Bürgerkrieg. Carlos (Fernando Tielve) kommt in ein Waisenhaus, nachdem sein Vater scheinbar nicht mehr am Leben ist und sein Erzieher kein Bock auf ihn hat. Von nun an muss er sich unter den anderen Jungs behaupten können. Außerdem steht mitten aufm Hof eine nicht gezündete Fliegerbombe. Die Verwalter des
Waisenhauses stehen für die republikanische Sache und horten dafür auch Gold. Das Wichtigste aber: Im Waisenhaus spukt ein Geist herum. Warum ist er gestorben? Was will er Carlos zeigen? Was verbirgt sich noch für groteskes Zeug hinter den Wänden?

Wie so oft: Das ist kein Horror. Das ist Mystery/Drama. Mit echt viel Teamgeist und Zusammenhalt und so. Quasi das Gegenteil von "Herr der Fliegen". Plus Geister dazu. Ein ziemlich spannendes Abenteuer mit wenig Jumpscares, die es aber irgendwie doch n Bisschen in sich haben. Gute Arbeit.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:



Sonntag, 26. November 2017

Film der Woche#316: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 22

Awkay, eigentlich hätten es drei Filme werden sollen, aber sind halt zwei. Pff.

90. Audition (1999)

Ein Horror-Meisterwerk von Takashi Miike.

Ein Geschäftsmann namens Aoyama (Ryo Ishibashi) hat endlich den Tod seiner Frau verarbeitet und möchte wieder heiraten. Ein guter Freund von ihm, überredet ihn dazu bei einem Casting zu einem fiktiven Film die Jury zu spielen. Wie selbstverständlich ist es eigentlich ein Casting für Aoyama
selbst. Er soll sich nämlich eine Frau aussuchen, die er dann daten und anschließend heiraten wird. Ziemlich dreiste Scheiße, diese. Jedenfalls verliebt sich Aoyama in die junge Asami (Eihi Shiina) und führt sie schon bald immer wieder aus, beteuert aber dass die Filmproduktion erstmal "verschoben" wird. Es stellt sich heraus dass Asami eine dunkle Vergangenheit hinter sich hat und Kerle wie ihn, die Mädchen mit falschen Tatsachen verführen und flaschlegen am liebsten tot sehen würde.

Kruder Mix aus Spannung, Witz und Ekel-Horror. Keine Jumpscares, kein ewiges Warten auf irgendwelches Geschrei. Stattdessen ein interessanter Film, der einen grübeln lässt. Irgendwas stimmt mit dieser Frau nicht, offensichtlich. Aber was genau? Und dass sie zu SOWAS in der Lage ist, das erwartet man wirklich nicht. Zum Ende hin, werden einen die Nerven gegrillt, weil genau die unangenehmen Sachen passieren, die man sich immer mal vorstellt. Zumindest ich. Gruselig.

8,75/10 Pfandflaschen
Trailer:


91. The Blair Witch Project aka "Drei Idioten verirren sich im Wald" (1999)

"The Blair Witch Project" ist eine Pseudodoku in welcher angeblich aufgefundenes Filmmaterial der drei Studenten Heather (Donahue), Joshua (Leonard) und Michael (C. Williams). Sie reisten gemeinsam nach Burkittsville, Maryland um dort den Spuren von der angeblichen Hexe von Blair nachzukommen. Blair war der ehemalige Name der Stadt. Angeblich sind dort sieben Kinder von
einem Einsiedler ermordet worden. Nachdem sie mehrere Einheimische befragt haben, begeben sie sich in den Black Hills Forest wo angeblich die Hexe hausen soll. Allerdings gibt es Probleme mit dem Lesen der Karte und.... sie verlaufen sich. Nachts im Wald ist es nicht so schön, es gibt komische Geräusche und generell ist es gruselig.

So. Es passiert hier tatsächlich nichts. Also ernsthaft. Zumindest nicht aktiv, eher passiv. Allerdings reichen die kleinen Dinge aus um einen schon ziemlich zu schockieren. Dabei ist es eigentlich so banal, so simpel. Und trotzdem macht es einen danach etwas unangenehmer im Dunklen rumzulaufen. Fuck, ey.

Trailer:

Samstag, 28. Oktober 2017

Film of the Week#312: 101 Horrormovies, you should see before you die, Part 21

Allrighty then. This one here is not the Halloween Special YET. It will probably come out on October 31st.

87. Cemetery Man/Dellamorte Dellamore (1994)

Also known as "Zombie Graveyard". Francesco Dellamorte (Rupert Everett) and Gnaghi (Francois Hadji-Lazaro) are caretakers at a cemetery in a small town in France. Their work is quite difficult though. Even if the dead are dead, a week after their burial they come back. Francesco and Gnaghi have to deal with them regularly and shoot them in their heads so that they stay dead. One day, Francesco falls in love with a widow (Anna Falchi) of an old rich man. A week after his burial, the old man rises from the grave and bites his widow - she dies. Francesco has to kill her again after one week. But strangely, after another week, she comes back again.

Beautifully strange, funny and weird. But not scary. In fact, rather gory and a lil bit disgusting. Still funny as hell. Especially the scenes where the mentally handicapped Gnaghi speaks with his  late love interest or puts her head in a broken TV screen. Fantastic, classic italian horror comedy. Just how it should be.

8,5/10 deposit bottles
Trailer:



88. Scream (1996)

Finally some Wes Craven shit on here.

"Scream" was one of first Craven-Horrormovies after a long time of abstinence of the genre. It tells a
story of a small town called Woodsboro. Almos one year after the death of Sidney Prescotts (Neve Campbell) mother a murderer in a "Ghostface"-mask strikes and kills several teenagers without a reason. The first victims are Casey (Drew Barrymore) and her boyfriend. The whole situation seems out of place. It's like someone has watched way too much horror flicks and is trying to transfer typical horror situations into the real life. For fun.

Pure revival of the slasher genre, which even manages to parody quite a few films. Still not a comedy, but a brutal psychotic mess. No deep message. Just a brutal B-movie that made some good money. Including characters that are stupid as hell. The fact that the movie doesn't take itself seriously makes it so damn good. A true halloween classic.


8,5/10 deposit bottles
Trailer:


89. Ringu (1998)

It doesn't matter what everyone has told you. "Ringu" is NOT the first adaptation of the book by Koji Suzuki. The first one was a simple TV movie. "Ringu" tells a story about an urban legend. There seems to be a videocassette with a strange, minute long movie. A woman who combs her hair can be seen. Also there is a well. After watching the cassette usually the telephone rings and a strange voice tells you that you have only one week to live. After one week you die. The main character is Reiko
Asakawa (Nanako Matsushima), a reporter and aunt of one of the first victims. She starts to research the origins behind the mysterious video tape and discovers a disturbing story about a young girl.

I had to pause the movie in the middle of the night, because video tape scenes seemed way to disturbing for me. In comparison with hollywood movies, it's something completely different though. There are no jumpscares, mostly it's slow, disturbing horror. After all it wasn't all that scary. Strange. I thought it would give me nightmares. It's like a good scary urban legend (some might call it creepypasta) made into a movie. Very very very good.

8,5/10 deposit bottles
Trailer:


Freitag, 29. September 2017

Film der Woche#308: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 20

Okay, diesmal gibt's nicht drei oder vier Filme, sondern ganze sechs. Als ob. Natürlich nicht.


81. The Vanishing (1988)

"The Vanishing" oder auch "Spurlos verschwunden" oder auch "Spoorloos" ist eine niederländisch-französische Koproduktion. Es gab aber so weit ich mich richtig entsinne zwei US-Verfilmungen des Buches von Tim Krabbé.

Die Hauptpersonen sind das Paar Rex Hofman (Gene Bervoets) und Saskia Wagter (Johanna ter Steege). Sie befinden sich momentan per Auto und Fahrrad in Frankreich. Es ist ihr erster gemeinsamer Urlaub. Nach einem kurzen Streit halten sie an einer Tankstelle an. Rex tankt das Auto auf, während Saskia Getränke holt. Nach seiner Rückkehr ist sie allerdings verschwunden und taucht auch nicht mehr auf. Der Rest des Filmes spielt sich drei Jahre später ab. Diesmal wird alles aus zwei weiteren Perspektiven gezeigt. Der des mittlerweile von der Suche nach Saskia besessenen Rex der eine riesige Kampagne (u.a. auch im Fernsehen) gestartet hat. Aber auch die von ihrem Entführer. Wir kriegen riesige Einblicke in das Gefühlsleben der beiden Männer.

Es ist eine andere Art von Horrorfilm. Der Streifen funktioniert ohne einen Meer an Spezial- und Bluteffekten. Es gibt auch keine unterbewussten Botschaften oder so. Stattdessen schockiert uns was anderes. Dieser Typ der aus soziopat ischen Motiven jemanden entführt. Die hinterlistige Methode die er anwendet. Wie seelenruhig er dabei ist. Das ist schon Horror genug. Zuerst mal war ich mir nicht sicher warum dieser Film hier überhaupt auf der Liste ist, wie so oft. Jedenfalls ist "Spurlos" ein gutes Bildnis der menschlichen Psyche und an für sich ein ungewohnter aber verdammt guter Horrorfilm.

8/10 Pfandflaschen
Film (holländisch/französisch mit englischen Untertiteln)
Trailer:


82. Jacob's Ladder (1990)

Das hier ist übrigens der erste Film der "Body Horror"-Effekte verwendet hat und somit ein Pionier auf dieser Ebene. Und ja, es ist tatsächlich Tim Robbins auch wenn ich es erst nicht glauben wollte.

Jacob Singer (Tim Robbins) ist Vietnam-Veteran, Ex-Student und Postbote in New York. Von seiner Ehefrau mittlerweile getrennt und Vater von drei Jungs wovon Gabe (Macauley Culkin) leider schon auf tragische Art verstorben ist. Seine Beziehung mit Jezebel (Elizabeth Pena) leidet momentan darunter, dass er viel zu sehr in der Vergangenheit weilt. Er fühlt, dass irgendwas komisches in der Umgebung passiert. Merkwürdige Leute begegnen ihm in den Straßen. Plötzlich scheint er sich
wieder bei seiner Frau und den Kindern zu befinden als wäre die Scheidung und der Tod Gabes nicht passiert. Er weiß gar nicht wonach ihm ist und fühlt sich verfolgt. Als er dann rausfindet dass sein Chiropraktiker bei einem Autounfall gestorben ist und ein anderer befreundeter Vietnam-Veteran auch wird die Situation immer abstruser.

Es wäre töricht diesen Film zu spoilern, schließlich stößt das Ende einen ziemlich vorm Kopf. Ihr müsst es selber rausfinden. Oder aber ihr findet raus was eine Jakobsleiter ist. Jedenfalls: Verdammt gut inszeniert. Sehr gute Kombination aus mysteriös und zeitweise richtig widerwärtig und nervenaufreibend. Großartiger Film.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


83. Das Schweigen der Lämmer (1991)

Als ob ich den Film zwei mal reviewen würde....

84. Mann beißt Hund (1992)

Ebenfalls....

85. Candyman (1992)

Ernsthaft jetzt?


86. Bram Stoker's Dracula (1992)

Okay, das hier ist schon die dritte...nein vierte...nein FÜNFTE Verfilmung des Romans von Bram Stoker. Wir erinnern uns an "Nosferatu" mit Max Schreck, "Dracula" mit Bela Lugosi, "Horror of Dracula" mit Christopher Lee und "Nosferatu" mit Klaus Kinski.

Es ist derselbe Stoff im alten schwarz/weiß-Film mit Lugosi. Zuerst aber kriegen wir die Hintergrundstory des Grafen zu sehen. Wie und warum er sich von Gott abgewandt hat. Das alles. Erst danach springt der Film ins 19. Jahrhundert. Allerdings ist die Handlung des Buches leicht verändert worden, sodass sich der Film auf den Graf als tragische Figur konzentriert. Es ist dieselbe
Story wie immer. Der Anwalt Jonathan Harker (Keanu Reeves) wird beauftragt nach Transylvanien zu reisen um den exzentrischen Graf Dracula (Gary Oldman) zu besuchen. Es handelt sich um einen massiven Hauskauf - der Graf will zehn Häuser in London kaufen - und die Verhandlungen müssen abgeschlossen werden. Harker ist aber nicht der erste der dahin durfte. Sein Vorgänger R.M. Renfield (Tom Waits) ist mittlerweile vollkommen verrückt geworden, sitzt in einer psychiatrischen Anstalt, isst Fliegen und verehrt einen mysteriösen Meister. Es dauert nicht lange bis das offensichtliche eintritt: Dracula entdeckt ein Foto von Harkers Verlobten Mina Murray (Winona Ryder) und erkennt in ihr seine verstorbene Frau Elisabeta. Er muss unbedingt nach London.

Nicht ganz genau das was ich erwartet habe, aber okaaaay. Ich kriege eine Hintergrundstory von welcher zuvor (auch nicht im Buch) die Rede war. Diverse Fähigkeiten des Grafen die ich so auch nicht im Blick hatte (er verwandelt sich unter anderem in einen Wolf). Jedenfalls verstehe ich irgendwo den Punkt der Kritiker, dass dieser Film nur bedingt was mit der Vorlage zu tun hat. Vielleicht hätte man das "Bram Stoker's" aus dem Titel streichen können. Aber wie auch immer: Sowohl Story- als auch effektentechnisch großartig. Besser hätte es nicht werden können.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:

Samstag, 26. August 2017

Film der Woche#303: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 19

Hallo. Leider bin ich zurzeit nicht sehr fit, weil ich einen neuen Job habe der etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Zumindest ist das diesen Monat noch so. Deswegen fühl ich mich momentan viel zu fertig und unkonzentriert sodass dieser Beitrag nur halb so gut ist. Weil nur halb so viele Filme drin vorkommen, wie sonst. Die anderen zwei zählen ja nicht weil sie ja schon mal reviewt worden sind. Isso.

77. Henry: Portrait of a Serial Killer (1986)

Allrighty, wir sind also mitten in den 80ern und beim Low-Budget-Horror gelandet. Hauptfigur dieses Filmes ist Henry (Michael "Yondu aus Guardians of the Galaxy" Rooker), der offensichtlich auf dem mittlerweile verstorbenen Serienmörder Henry Lee Lucas basiert. Er kommt aus Chicago, wo er zufällig an seinen ehemaligen Knastbruder Otis (Tom Towles) trifft. Sie ziehen zusammen und schon bald kommt Otis' Schwester Becky (Tracy Arnold) in die Stadt die nach einer neuen Perspektive sucht. Zwischen ihr und Henry entwickelt sich ein etwas mehr als freundliches
Verhältnis, während Otis ein inzestuöses Interesse an ihr pflegt. Es stellt sich bald heraus, dass Henry ein sehr merkwürdiges Hobby pflegt. Er bringt gerne Menschen um. Interessanterweise lässt sich Otis ebenfalls damit anstecken. In Verbindung mit einem Camcorder geht das Ganze nicht sehr gut aus.

Ich weiß nicht was verstörender ist. Die Tatsache dass der Typ der in "Mallrats" den Vater/Datingshowmoderator und in "Guardians of the Galaxy" Yondu gespielt hat hier einen seelisch völlig kaputten und gefühlskalten Mörder spielt - oder der ganze Film an sich. "Henry" ist nämlich so furchtbar depressiv, kaputt und ekelhaft. Aber gut gemacht und realistisch. Man nimmt den Schauspielern tatsächlich ab, dass sie Spaß haben während sie mit irgendwelchen Leichen spielen und sich an ihren Opfern vergreifen.

7/10 Pfandflaschen
Trailer:


78. Hellraiser (1987)

Zum Review gehts hier entlang.

79. A Chinese Ghost Story (1987)

Man kann hier leider schlecht vom Geheimtipp reden, weil der Film schon so viele Fans hat, aber: mein persönlicher Geheimtipp! :D

Die Geschichte spielt sich ab im altertümlichen China, zu der Zeit als es noch keine Autos und abgesprochene Hochzeiten gab. Ling Choi Sin (Leslie Cheung) ist Schuldeneintreiber - und gerät in ein derartig mieses Unwetter, dass seine Schuldenbücher komplett zerstört werden. Da er mittellos ist
und nach einer Bleibe sucht, findet er diese in einem Orchideentempel im Wald. Und genau dort trifft er auf den Marshall Yin Chek Hsia (Wu Ma) der sich vor der Menschheit zurückgezogen hat. Ab diesem Zeitpunkt wirds abstrus denn: ein Schwertkämpfer taucht auf, der den Marshall herausfordert, verliert und am Ende von einem Baumdämon aufgefressen.

Ok? Ok.

Ich möchte absichtlich nicht so viel verraten, denn die Story ist relativ lang zu erklären. Jedenfalls will ich den Film nicht unbedingt als Horror einstufen. Eher wie ein Mischmasch aus Fantasy, Horror, Kung-Fu-Film und Komödie. Die Stop-Motion(?)-Effekte sind erstklassig. Das Aussetzen der Gravitation sowieso. Die lange Zunge? Auf jeden Fall auch! Und sowieso eskaliert alles irgendwann, Dinge fliegen umher, man begibt sich in andere Dimensionen... Es ist unglaublich. Ich staune.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


80. Evil Dead II (1987)

Hier gehts zum Review der kompletten Evil-Dead-Reihe.


Donnerstag, 20. Juli 2017

Film der Woche#299: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 18

Hallöchen. Eigentlich packe ich hier ja immer vier Filme rein. Dieses Mal bin ich aber im Urlaub, habe irgendwie keine Zeit und Bock mir den vierten Film reinzuziehen und überhaupt bin ich schon, aufgrund der Tatsache dass hier immer mehr Filme auftauchen die ich schon reviewt hab, ziemlich weit gekommen. Deswegen nur drei Filme.

72. Poltergeist (1982)

Ich nehme eigentlich an, dass jeder von euch weiß, worum es im Film geht. Falls nicht, hau ich trotzdem mal die Beschreibung raus: Im Mittelpunkt der Handlung steht die Familie mit Freeling mit drei Kindern wovon die jüngste Carol Anne (Heather O'Rourke) ist. Sie leben in einer kalifornischen Vorstadtsiedlung namens Costa Verde. Eines Nachts läuft Carol Anne unruhig umher und redet laut mit dem rauschenden Fernsehbild. Es kommt zu lauter merkwürdigen Ereignissen: Der Kanarienvogel stirbt überraschend, Möbel bewegen sich ohne fremdes Zutun. Der Baum im Garten wird lebendig. Und das wichtigste: Carol Anne verschwindet. Durch den Fernseher kann man zwar ihre Stimme hören, das Kind ist aber weg. Die Freelings engagieren ein Team von Experten in
Sachen Paranormales - denn "Sie" sind hier. Irgendwas, also irgendeine uralte Macht oder Geister sind im Haus und lassen die Familie nicht in Ruhe.

Die Story ist cool und leicht erklärbar. So wie es sich für einen 80s Horrorfilm nun auch gehört. Das Herausragende am Film sind aber die Special Effects. Man hat ordentlich in der Trickkiste gegraben. Teilweise wurden die Erscheinungen die zu sehen sind unter Wasser aufgenommen, damit deren Körperphysik etwas unheimliches hat, und dann in den Film reinkopiert. Ich werde auch die Szene mit dem leicht verschlafenen jungen Mann vorm Spiegel nie vergessen. Ein sehr stimmiges und effektgeladenes Werk. Wirklich sehr sehr gut!

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


73. The Hunger (1983)

Auf Deutsch bekannt als "Begierde".

Der Film handelt von zwei Vampiren Miriam (Catherine Deneuve) und John Blaylock (David Bowie), die gerne in Darkwave-Discos unterwegs sind um weitere Paare zum Verzehr auszusuchen. Ansonsten sind sie sehr liebenswerte Gestalten die eine innige Beziehung pflegen. Außerdem kriegen sie öfter Besuch von der jungen Alice die mit ihnen Klavier spielt. Eines Tages passiert unmögliches: John altert, obwohl er eigentlich unsterblich ist, und zwar rapide. Er ersucht Hilfe bei Gerontologin Sarah Roberts (Susan Sarandon), die allerdings nichts für ihn tun kann. Nachdem er vollständig ergraut, allerdings trotzdem nicht sterbensfähig ist, verlädt Miriam seine "Leiche" auf den Dachstuhl.
Irgendwann taucht allerdings die neugierige Dr. Roberts auf - es entsteht eine Art Liebesverhältnis zwischen den beiden.

Ich sehe ehrlich gesagt viel mehr Erotik als Horror hier drin. Was an sich ja nicht schlimm ist. Allerdings bereichert es den Film nicht unbedingt, sodass er für mich ein einziger Haufen von Vampir-Klischees bleibt. Einzig die Schlußszene war cool. Oh und natürlich der Anfang mit dem Auftritt von Bauhaus (die ihren Hit "Bela Lugosi's Dead" zum besten gaben).

5/10 Pfandflaschen
Trailer:


74. A Nightmare On Elm Street (1984)

Na, Kinners? Ihr wisst noch wie das ist. Zum Review gehts da entlang.

75. Re-Animator (1985)

Basierend auf H.P. Lovecrafts "Herbert West - Der Wiedererwecker" von 1922. Zweitbester Film im heutigen Eintrag.

Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) hat in der Schweiz Medizin studiert und musste kurzerhand flüchten nachdem er ein Mittel erfand was tote Materie wieder zum Leben erweckt. Der Gehirnmediziner flieht in die Miskatonic University in Salem. Als Untermieter des Studenten Dan Cain (Bruce Cabbot) hat er auch ein sicheres Zuhause. West ist ein komischer Kauz und macht sich schnell unbeliebt. Sowohl beim Decan, da er seine Methoden in Frage gestellt, als auch bei Cains Freundin (und des Decans Tochter) Megan (Barbara Hampton). Er kann nämlich von seinen
Experimenten mit dem Serum nicht die Finger von lassen. Das erste Opfer ist Megans tote Katze die nach ihrer Wiederbelebung äußerst aggro wird.

Es ist höllisch amüsant, eklig und unfassbar komisch. Geniale Trickeffekte. Und alleine die Tatsache dass man (oder eher ich) vermutet dass Dr. West der Hauptbösewicht hier ist - und somit sich selbst in die Irre führt..... grandios. Ich mag diese untypische (Nicht so) gut gegen böse Schema. Das sprengt das ganze Konzept ein wenig und macht tierisch Spaß anzusehen. Besser hätte es nicht laufen können. Ich hab allerdings etwas Angst mir die Fortsetzung zu geben. Diese würde glaub ich etwas die ganze Originalität zerstören, aber ich lass mich irgendwann mal überraschen.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


76. The Fly (1986)

Auch hier gilt mal wieder. Altes Review angucken!


Freitag, 23. Juni 2017

Film der Woche#295: 101 Horrorfilme, die Sie sehen sollten bevor das Leben vorbei ist, Teil 17

Hallo liebe Liebenden! Endlich gehts ans Eingemachte. Es werden fast nur Klassiker ausgepackt. Wobei nee, das hab ich schon öfter gesagt. Aber egal, wir sind dem Ziel immer näher und irgendwann ist es soweit: es kommen desöfteren Filme die hier schon mal dran waren. Hihi.

68. The Shining (1980)

Ja, was hab ich mich gefreut. Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Stephen King. Der Film unterscheidet sich aber ziemlich von seiner Vorlage...

Die Hauptfiguren sind die Familie Torrance bestehend aus Jack (Jack Nicholson), Wendy (Shelley
Duvall) und deren kleinen Sohn Danny (Danny Lloyd) der mit dem berühmt-berüchtigten "kleinen Jungen" in seinem Mund spricht. Jack ist ehemaliger Lehrer und arbeitet momentan an seinem ersten Buch. So trifft es sich gut dass er einen Job annimmt bei welchem er genug Zeit zum schreiben hat. Seine Aufgabe iest es, auf das Overlook Hotel in Colorado aufzupassen. Es wird nämlich über Winter geschlossen und es braucht jemand der das Gebäude während dieser Zeit funktionstüchtig hält. Der Hotelmanager erzählt Jack dass vor paar Jahren während eines solchen Auftrags der Hausmeister sich sowie seine ganze Familie umgebracht hat. Er nimmt den Job trotzdem an und zieht mit seiner Familie hin. Es kommt, wie es kommen muss. Jack leidet unter Halluzinationen und Lagerkoller, wird zunehmend immer psychotischer...

Ein perfektionistisches Werk von Stanley Kubrick. Einige Aufnahmen wurden mehrere hundert Mal gemacht. Stephen King selbst war nicht sehr zufrieden damit, weil der Film von seiner Vorlage stark abgewichen ist. So schrieb er selbst ein Drehbuch zu einer Fernsehverfilmung im Jahre 1997. Man kann von der Tatsache halten was man möchte, aber es ist nicht zu leugnen wie gut der Film aufgebaut ist. Man merkt einfach den schleichenden Wahnsinn und der Film wirkt stellenweise erdrückend. Fast wie beim richtigen Trapperfieber.

8,75/10 Pfandflaschen
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69. An American Werewolf in London (1981)

Ha, darüber hab ich mich auch gefreut.

Im deutschen Sprachraum auch bekannt als "American Werewolf" - vom Regisseur John Landis der auch für "Kentucky Fried Movie" oder "Blues Brothers" verantwortlich ist. David Kessler (David Naughton) und Jack Goodman (Griffin Dune) sind zwei US-amerikanische Studenten die eine Europa-Reise machen. Ihr nächster Halt sind die North York Moors. Zu Beginn des Films kehren sie in eine Kneipe ein, in welcher ein Pentagramm auf der Wand gemalt ist. Als sie die Besucher fragen was es damit auf sich hat, werden sie aufgefordert zu gehen und den Mond zu meiden. Kurze Zeit später werden sie von einem riesigen Tier angegriffen. Jack stirbt, David überlebt verletzt weil er von den
Dorfbewohnern gerettet wird. Ganz anonym wird er versorgt und nach London abtransportiert. Nachdem er in einem Krankenhaus dort wieder wach wird ist alles nicht mehr wie zuvor. Ständig kriegt er besuch von einer Zombie-Version von Jack die ihm nahelegt dass er nun ein Werwolf ist und sich bald umbringen soll da er sonst ein Gefahr für seine Umwelt ist. Außerdem plagen ihn Alpträume wie von Nazi-Werewölfen die seine Familie umbringen.

Effektetechnisch 1A, storytechnisch ziemlich simpel, sehr amüsant und witzig jedoch keine Komödie. Der Film soll keine Horrorcomedy darstellen, er ist einfach nebenher ziemlich lustig und das nicht unfreiwillig. Besonders gut fand ich die Darstellung des arroganten US-Studenten der in einem fremden Land einen auf dicke Eier macht. Kurzum: Leichte Kost, empfehlenswert für Fans von 80er Horror Kinos.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


70. The Howling (1981)

Auch bekannt als "Das Tier". Und haha, es geht wieder um Werwölfe.

Karen White (Dee Wallace) ist Fernsehreporterin und dicht auf den Fersen des Serienkillers Eddie, der sie schon länger mit Anrufen belästigt. Sie begibt sich als Lockvogel zu ihm, damit er endlich geschnappt wird. Nachdem er ihr einen ekelhaften Snuff-Film gezeigt und schlußendlich von der Polizei erschossen wurde ist Karen mehr als traumatisiert. Um sich etwas Ruhe zu gönnen und von den Ereignissen hinwegzukommen begibt sie sich in Therapie unter Aufsicht von Dr. George Waggner (Patrick McKnee). Dieser hat ein Therapiezentrum außerhalb der Großstadt aufgebaut wo mehrere Menschen in der Natur leben. Es stellt sich aber als eine Art Kolonie für Werwölfe heraus. Lol.

Das kam irgendwie unerwartet. Was für ein Plottwist. Und kommt schon, jegliche Filmbeschreibung spoilert hier also ist es egal. Jedenfalls fand ich es ganz witzig, wie man von einem "ernsten" Anstrich - also einen stalkenden Serienkiller zu einem eher trashigen (Kolonie von Werwölfen? Hallo?) übergegangen ist. Von Regisseur Joe Dante, der euch von Gremlins bekannt sein dürfte.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


71. The Beyond (1981)

"Über dem Jenseits" ist der deutsche Titel.

Zuallererst geht es um einen Mann, der in einem Keller ans Kreuz genagelt wird und dessen Gesicht mit Säure überschüttet wird. 54 Jahre später hat Lisa Merrill (Catriona McColli) das Haus geerbt. Sie steht kurz vor der Renovierung und möchte es als Hotel benutzen. Leider häufen sich seitdem immer mehr merkwürdige Ereignisse. Ein Maler stürzt vom Gerüst nachdem er von einer Gestalt mit weißen Augen aus dem Inneren des Haus angesehen wurde. Der Klempner wird im Keller durch ein Loch in der Wand von einer Hand reingezogen. Überhaupt tauchen immer mehr weißäugige Gestalten auf, die
sich wie Zombies benehmen.

Jesus fuck. Die Effekte sind schön gräßlich, ohne CGI. Aber geil. Die Handlung ist ziemlich merkwürdig und wirkt auf mich beinahe zusammenhangslos. Mit irgendwelchen Geistern oder Dämonen hätte ich mich zufrieden gegeben, aber Zombies? Verstehe ich nicht. Stranger, wenn auch gut gemachter Film der auf mich leider keinen Eindruck hinterlassen hat.

5/10 Pfandflaschen
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Sonntag, 28. Mai 2017

Film der Woche#291: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 16

Okaaaay. Häßlich willkommen zum 16ten Teil der allseits beliebten Rubrik über Horrorfilme. Es ist Sonntag Abend, ich bin müde also halt ich mich kurz. Wir sind mittlerweile in den 80er Jahren angekommen und mittlerweile war ich einmal kurz vorm Kotzen.

63. Phantasm (1979)

Auch bekannt als "Das Böse".

Mike (A. Michael Baldwin) zieht nachdem seine Eltern beide gestorben sind bei seinem älteren Bruder Jody (Bill Thornburry) in Oregon ein. Nachdem ein Freund von Jody stirbt beobachtet Mike etwas seltsames auf dem Friedhof. Ein großgearteter Grabräuber, der "Tall Man" genannt wird kann einen ganzen vollen Sarg alleine aufheben. Er forscht weiter und findet heraus dass der Hüne die
Körper von kürzlich verstorbenen stiehlt um sie zu schrumpfen und für den Transport in eine andere Dimension vorzubereiten. Dabei wird er von umherfliegenden Metallkugeln (mit Messern!) bewacht, die "Sphere" genannt werden.

Hm. Die Story ist ziemlich dünn. Kürzlich Verstorbene die in Zwerge verwandelt werden um in einer anderen Dimension als Sklaven gehalten zu werden? Umherfliegende Kugeln? Ein komischer Grabräuber? GEIL! Und die Spannung stimmt auch. Als auch die fast schon Giallo-artige Hintergrundmusik. Passt alles wie Arsch auf Eimer. Ich finde übrigens dass "Tall Man" wie der erste Doctor Who aussieht :D

7,5/10 Pfandflaschen
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64. The Brood (1979)

David Cronenberg, meine Lieben. Der Kerl der uns "Videodrome" und "Die Fliege" gebracht hat.

"Die Brut", wie der Film auf Deutsch heißt zeigt uns eine ziemlich gebrochene Familie. Frank Carveth (Art Hindle) lässt sich grade von seiner psychisch labilen Frau Nola (Samantha Eggar) scheiden. Sie teilen sich das Sorgerecht für ihre Tochter Candice. Nola befindet sich momentan in Therapie beim Psychotherapeuten Dr. Hal Raglan (Oliver Reed) der an ihr die Methode des "Psychoplasmics" anwendet. Hat was mit Psychosomatik zu tun, dies das. Jedenfalls entdeckt Frank mehrere Wunden an seiner Tochter und zieht den Rückschluss dass diese von ihrer Mutter stammen - er fordert ein Besuchsverbot. Etwa zur selben Zeit findet Raglan heraus dass Nola während ihrer
Kindheit von ihrer Mutter schikaniert und geschlagen wurde. Als Candice sich bei ihrer Großmutter befindet taucht ein mysteriöses, kleines entstelltes Wesen auf. Es ist scheinbar enorm wutgeladen und tötet die besagte Oma.

Es ist Cronenberg, das heißt es wird richtig eklig. Zuallererst wirkt der Film eher so wischiwaschi. Doch dann taucht dieses komische Ding auf, dann mehrere davon. Und sie sind alle so eklig. Und gottverdammt, ich wusste es. Ich wusste, dass wenn Cronenberg draufsteht eine richtig eklige Suppe rauskommt. Gottverdammt noch mal. Ich will nicht spoilern ABER: Der Film heißt DIE BRUT. Das heißt ihr könnt euch ausmalen, woher die Masse an Hasszwergen kommt.

Trotzdem: Gut gemacht!
8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


65. Cannibal Holocaust (1980)

Auch bekannt als "Nackt und zerfleischt". Ähem. Der erste Film auf dieser Liste der mich beinahe zum Kotzen gebracht hat.

"Cannibal Holocaust" war einer der bekanntesten sogenannten "Kannibalenfilme". Stammt aus der "Feder" des Ruggero Deodato. Es wird eine äußerst absurde Story erzählt. Ein Anthropologe namens Harold Monroe (Robert Kerman) wird auf eine Aufklärungsmission geschickt. In den Amazonas ging vor einiger Zeit eine Gruppe von Dokumentarfilmern verloren. Er findet sie. Besser gesagt, ihre abgenangten Skelette und ein paar Filmdosen. Diese guckt er sie sich anschließend mit den
Verantwortlichen des Fernsehsenders an und fordert sie auf die Aufnahmen nicht zu verwenden. Grund ist folgender: Das Fernsehteam stellte sich als ein äußerst unmenschlicher Haufen aus der nicht davor gescheut hat - um 1A Aufnahmen hinzukriegen - ganze Dörfer abzubrennen ohne Rücksicht auf Verluste, grundlos Tiere geschlachtet und eine Dorfeinwohnerin vergewaltigt hat.

Ich verstehe den "sozialkritischen" Aspekt den der Film mit sich bringt. Man fragt sich wer hier die wirklichen Kannibalen sind - die primitiven Ureinwohner die Menschenfleisch essen oder das Filmteam für die Menschen eh nichts wert sind. Allerdings sind die Bilder so gewaltig und widerwärtig und teilweise so täuschend echt (nein die Vergewaltigung ist nicht echt, die abgeschlachtete Schildkröte schon) dass dieser Aspekt beinahe verloren geht. Es ist dann einfach nur ein weitere ekliger Schockfilm, nicht mehr und nicht weniger.

2/10 Pfandflaschen
Trailer:


666. Dressed To Kill (1980)

Ich betrachte "Dressed To Kill" eher als Thriller. Finde nicht, dass da so viel Schrecken mit erzeugt wird.

Der Film erzählt zunächst die Story einer sexuell frustrierten Ehefrau namens Kate Miller (Angie Dickinson) die sich ihrem Psychiater Dr. Elliott (Michael Caine) offenbart. Es entsteht eine sexuelle Spannung zwischen den beiden. Kurze Zeit später schläft sie mit einem Unbekannten und übernachtet in einem Hotel. Daraufhin wird sie von einer blonden Frau mit Sonnenbrille mithilfe eines Rasiermesser umgebracht. Liz Blake (Nancy Allen) die als Prostituierte arbeitet, wird Zeugin
des Mordes. Die Polizei hat sie aber als erstes im Visier weil sie die Tatwaffe aufgehoben hat. Es dauert nicht lange bis sie selbst zum Ziel der mysteriösen Blonden wird. Liz fängt an eine Verbindung zwischen dem Mordfall und Dr. Elliotts Praxis zu sehen...

Ich möchte nicht allzuviel über den Film verraten, weil ich euch den Spaß daran nicht verderben möchte. Wenn man sich nicht aus Versehen vorher selbst gespoilert hat macht es einen tatsächlich Spaß bis zum Ende zu gucken um dann plötzlich mit dem Plottwist schockiert zu werden. Gute Bluteffekte, interessante "Detektivarbeit", eher ein Detektiv/Thriller als ein Horrorfilm. Ich finde dafür fehlt einfach eine große Schockkomponente. Aber okay.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


67. Friday the 13th (1980)

Tut mal nicht so als ob ihr nicht wüsstet wie es hier weitergeht: Hier gehts zum Review.

Sonntag, 30. April 2017

Film der Woche#287: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 15

58. Suspiria (1977)

Kaum hatten wirs letztens noch von Dario Argento schon kommt wieder ein Film von ihm.

"Suspiria" handelt von einer us-amerikanischen Ballettstudentin namens Suzanne Banyon (Jessica Harper) die nach Freiburg im Breisgau zieht um dort...auf eine Ballettschule zu gehen. Diese ist schon etwas älter und ziemlich elitär. In der Ankunftsnacht sieht sie wie ein Mädchen völlig verstört wegrennt und dabei etwas vor sich hin murmelt. Später wird sie tot aufgefunden. Suzanne erwarten noch weitere Schrecklichkeiten. Nachdem mehrere Schüler nacheinander umkommen und sonstiges
nicht weniger ekliges Zeug passiert ist sie der Meinung der Ort wäre verflucht.

Der Film funktioniert ähnlich wie an dieser Stelle bereits reviewter "Profondo Rosso". Es werden ziemlich genaue Aufnahmen von Mordfällen gezeigt. Die Handlung wirkt etwas grotesk, wie ein Horrormärchen. Dazu kommt noch die Musik der Band Goblin. Wie auch im bereits erwähnten Film spielt auch hier deren Musik eine besondere Rolle. Die Untermalung ist diesmal wirklich richtig unheimlich. Ich muss sagen, dass sie einen erheblichen Anteil dazu beigetragen hat, den Film überhaupt interessant zu halten. Die Story ist zwar cool, aber irgendwo auch durchschnittlich.

7,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


59. The Hills Have Eyes (1977)

Jesus Fuck.

Der zweite Film von Wes Craven. Die Familie Carter - bestehend aus Vater Bob, Mutter Ethel, den Kindern Lynn, Brenda und Bobby sowie Lynns Ehemann Doug und das gemeinsame Baby (das hört sich alles total falsch an jetzt) - ist auf der Reise nach Kalifornien. Nach einem kurzen Aufenthalt in einer heruntergekommenen Tankstelle nehmen sie eine Abkürzung wobei das Auto stehen bleibt. Die Achse ist gebrochen. Das ehemalige Army-Testgebiet in der Wüste scheint menschenleer zu sehen.
Aufgrund der Erzvorkommen im Gebirge gibt es kein Funksignal. Sie scheinen auf sich gestellt zu sein, doch sie irren sich! In den Bergen wohnt eine Familie von degenerierten Kannibalen die sich über den unerwarteten Besuch freut!

Heilige Scheiße, was für ein degenertierter Mumpitz. Oh mein Gott. Ich weiß nicht wie der Remake des Films ist, aber er dürfte meilenweit besser sein als das hier. Was für ein hässlicher, stupider Schwachsinn. Das geht nicht einmal mehr als "So bad that it's good" durch. Furchtbar.

3/10 Pfandflaschen
Trailer:


60. Halloween (1978)

Ihr wisst ja wie das läuft. Zum Review gehts hier entlang...


61. Dawn Of The Dead (1978)

Fortsetzung von "Night Of The Living Dead". Ja, ich werde in der Zukunft tatsächlich alle weiteren Teile reviewen, als auch die Remakes. Und die "Return of the Living Dead"-Reihe. Aber das steht uns noch bevor.

Es ist etwas mehr Zeit vergangen seit dem Ausbruch der Zombie-Epidemie im ersten Teil. Die Welt steht kurz vorm Abgrund. An jeder Ecke lauern Zombies, die Gesellschaft scheint machtlos zu sein. Im Fernsehen (oder besser gesagt in dem was davon übrig ist) werden Diskussionen darüber geführt, wie man mit der Plage umzugehen hat. Vier Menschen, die sich auf der Flucht befinden (zwei
Mitarbeiter eines Fernsehstudios sowie zwei SWAT-Beamte) erreichen während ihrer Reise ein verlassenes Einkaufszentrum. Sie erkennen die günstige Lage sehr schnell, vertreiben die Zombies und machen es sich gemütlich. Doch das Luxusleben dient nur als Ablenkung vor der immer näher kommenden Katastrophe.

Viele betrachten den Film als Spiegelbild der Gesellschaft und die Anspielungen als hintergründig. Sie sind aber nahezu offensichtlich: Die Zombies, die wie normale Besucher des Einkaufszentrums vor sich hin starren und verirrt durch die Gegend laufen. Die "normalen" Menschen, die es nicht schaffen in Notsituationen zusammenzuarbieten und sich bekriegen. Als auch die Tatsache, dass die Hauptfiguren in eine Art Luxus-Fantasiewelt flüchten und erst später merken dass all das kurzlebige Reichtum ihnen nichts nützt. Nicht mal das Spielgeld. Ein weiterer, nicht unwichtiger Teil des Films ist Dario Argento - er war nicht nur Co-Produzent sondern auch für die Musik verantwortlich. Dazu holte er wieder die Band "Goblin" ins Boot.

Ein wirklich herausragendes Werk, dass auch unzählige Bands zu Songtiteln inspiriert hat.

8,5/10 Pfandflaschen
Trailer:


62. Nosferatu - Phantom der Nacht (1979)

Ich werde euch an dieser Stelle nichts über die Story des Films erzählen. Es ist nämlich wieder die Dracula-Geschichte von Bram Stoker. Allerdings hat sich Regisseur Werner Herzog hier an "Nosferatu - die Symphonie des Grauens" von 1922. Die damalige Verfilmung des Romans war allerdings nicht autorisiert, sodass die Namen der Charaktere anders lauteten (anstelle von Graf
Dracula gabs einen Graf Orlock usw.). Hier ists etwas anders. Zwar bezieht man sich auf die Originalnamen, jedoch ist die Optik dieselbe wie 1922. Es wird verdammt viel zitiert. Einzig gegen Ende zeigt Herzog seine eigene pessimistische Sicht der Dinge. Dieser Graf Orlock/Dracula (Klaus Kinski) ist nicht weniger furchterregend als der Originale (Max Schreck), wenn auch deutlich ekliger. Gottverdammt, diese Hasenzähne. Urgh. Jedenfalls, nicht dass wir uns hier missverstehen - ich finde den Film verdammt gut, sehe ich den Film weniger als Schocker-Horror sondern als Mystik. Er ist unheimlich, beunruhigend...aber nicht schockierend.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:


Freitag, 24. März 2017

Film der Woche#283: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 14

Okily dokily. Wir haben mehr als die Hälfte der Filme durch, stecken in den 70er Jahren fest und sind heute mit vier Klassikern beschäftigt. Kann nicht besser werden!

54. Jaws (1975)

Leider leider hat dieser Film bei mir eine Angst vor (weißen) Haien hervorgerufen - nicht vor "kleinen" Haien. Ich finde diese Tiere einfach furchterregend und sah mich sogar einmal gezwungen einen "Villains of the World"-Eintrag über DEN Weißen Hai aus dem Film zu machen.

Anyways, die Geschichte spielt sich ab in einer kleinen Ortschaft in den USA, namens Amity - bekannt für ihren Strand. Die Stadt lebt vom Tourismus und bald ist auch schon die Saison; man erwartet jede Menge Gäste. Leider wird eine junge Frau von einem Hai brutal zerfleischt sodass der neu hinzugezogene Polizeichef Martin Brody (Roy Scheider) veranlasst den Strand zu schließen.
Dummerweise möchte das der Obergürmeister nicht, denn es wäre finanzieller Selbstmord. Daraufhin kommt es zu zwei weiteren Attacken. Zusammen mit dem Meeresbiologen Matt Hooper (Richard Dreyfuss) und dem passionierten Hai-Jäger Quint (Robert Shaw) machen sie sich schlußendlich auf dem Hai das Handwerk zu legen, denn dieser hört nicht auf zu töten ehe er alles "Futter" im Wasser aufgefressen hat.

Einer der besten Thriller aller Zeiten. Sehr gut inszeniertes menschliches Versagen plus interessante Hintergrundstory plus dieser gottverdammte Riesenhai. Holy shit. Ganz zu schweigen von der Musik, die inzwischen legendär ist. Das ist übrigens einer der ersten Hai-Filme, alles was danach kam (ja ich rede auch von den drei Fortsetzungen) ist nicht damit zu vergleichen. Von hier stammen übrigens auch die Zitate "We gonna need a bigger boat" und "Smile, you son of a bitch!" die wohl bis an unser aller Lebensende weiterverwurstet werden. Aber nichts schlägt das Original.

9/10 Pfandflaschen
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55. The Omen (1976)

Ja ich hatte tatsächlich einige Bedenken diesen Film zu gucken - hat sich aber als realtiv harmlos rausgestellt.

Katherine Thorn (Lee Remick), die Frau des US-Botschafters in Rom, Robert Thorn (Gregory Peck) bringt am 6. Juni ein Kind zur Welt. Leider stirbt es bei der Geburt - allerdings übersteht eine andere Frau die Geburt nicht. Darum schlägt Pater Spiletto vor, das Kind umzutauschen sodass niemand etwas bemerkt. Circa fünf Jahre später wächst Damien (Harvey Stephens) sorgenfrei bei den beiden auf. Robert ist mittlerweile zum US-Botschafter in Großbritannien aufgestiegen, sodass die Familie dort hingezogen ist. Alles ist ganz normal bis irgendwas mehr als mysteriöse Vorfälle um Damien herum geschehen. Seine erste Gouvernantin hängt sich an seinem Geburtstag in aller Öffenlichkeit auf. Eine neue, äußerst mysteriöse Frau nimmt ihren Platz ein - alles deutet daraufhn dass sie sich diesen Job zu einem zwielichtigen Zweck besorgt hat und dass Damien nicht das harmlose Kind ist dass er
vorgibt zu sein.

Kinder sind einfach supergruselig, das ist leider wahr. Deswegen halte ich es für eine verdammt gute Idee, ein Kind zu einem "Big Bad" zu machen. Jedoch macht Damien alles nicht wirklich wissentlich - es scheint eher so als wüsste er nicht so recht was um ihm herum passiert. Beziehungsweise ist es eher so dass ihm all diese Tragödien am Arsch vorbei gehen. Das macht das Ganze leicht gruselig. Das Setting drumherum - diese scheinbar von der Mutter Natur hingerichteten Leute, das Ausschaufeln von Gräbern usw. ist halt schlicht ziemlich cool.

8/10 Pfandflaschen
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56. Carrie (1976)

Der Film erzählt die Geschichte der Teenagerin Carrie White (Sissy Spacek *1949). Sie wächst bei ihrer christlich-fanatischen Mutter auf die ihr Kind vor der "sündhaften" Außenwelt schützen will. So kommts auch, dass Carrie nicht eine Jota über ihren eigenen Körper weiß, geschweige denn was eine Periode ist. Eines Tages kriegt sie ihre erste Monatsblutung in der Schuldusche, erschrickt deswegen und wird deshalb von ihren Mitschülerinnen heftigst gemobbt. Dabei bringt unwissentlich eine Lampe zum platzen - im Laufe des Films stellt sie fest dass sie übersinnliche, telekinetische Kräfte hat.

Ich lasse hier bewusst vieles weg, damit ihr auch tatsächlich Spaß am Film habt. Das hier ist der Durchbruch für Sissy Spacek gewesen, außerdem auch einer der ersten Filme mit John Travolta. Basierend auf einem Buch von Stephen King, hervorragend umgesetzt von Brian DePalma. Mit einigen Anspielungen auf alte Werke von Hitchcock. Eine Art "häßliches Entlein wird schön, dann wirds blutig für alle". Mehr sag ich nicht.

8,5/10 Pfandflaschen
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57. Eraserhead (1977)

Ich habe diesen Film tatsächlich schon so an die 4-5 Mal gesehen; habe ihn zu einen meiner Lieblingsfilme erklärt und verstehe ihn immer noch nicht wirklich. Von David Lynch, Schöpfer von Twin Peaks.

In "Eraserhead" geht es um einen jungen Mann namens Henry Spencer (Jack Nance), der sich vor kurzem von seiner Freundin getrennt hat. Eines Tages kriegt er eine Einladung zum Essen die von ihren Eltern kommt. Angekommen wird er damit konfrontiert dass Mary (Charlotte Stewart), so heißt die Ex-Freundin, schwanger gewesen ist und ein Kind auf die Welt gebracht hat. Henry sei der Vater wobei das seiner Meinung zufolge völlig unmöglich ist. Die Schwangerschaft dauerte sehr kurz an und Mary ist sich nicht mal sicher ob es überhaupt ein Kind ist... Jedenfalls droht die Mutter dieses
wegzugeben, wenn die beiden nicht heiraten. So sind sie gezwungen zu heiraten und zusammen zu wohnen wobei das Kind Mary nachts nicht schlafen lässt. Wobei ich dieses Wesen kein Kind nennen würde. Eher ein kleines ekliges irgendwas worüber sogar die Dead Kennedys gesungen haben...

Der Film vereint mehrere Genres. So gibts hier sowohl Horror zu sehen als auch exzentrischen Humor. Es gibt außer dem Song der von der Frau im Heizkörper vorgetragen wird, keine Musik zu hören. Das einzige was beinahe konstant im Hintergrund lärmt ist die Industrie. Die Handlung spielt sich scheinbar ab in einem Industriegebiet, wobei ein Haus mittendrin steht. Es ist mir nicht ganz klar welche Aussage der Film genau hat. Ich bin aber der Meinung es gehe irgendwie einerseits um die Angst vor der Verantwortung ein Elternteil zu sein und andererseits um die Angst vor der "Entmannung". Das Baby nimmt so viel Platz in Henrys Leben ein, dass es ihm beinahe ersetzt. Sprichwörtlich gesehen. Fun Fact: Jack Nance hat in den fünf Jahren die dieser Film gebraucht seine Frisur behalten. Auch wenn euch der Film zu "deep" ist - schaut euch ihm an. Allein wegen der Szenerie und der filmischen Umsetzung. Lynch beste.

9/10 Pfandflaschen
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Donnerstag, 23. Februar 2017

Film der Woche#279: 101 Horrorfilme, die Sie sehen müssen bevor das Leben vorbei ist, Teil 13

Holy shit, es ist wieder soweit. Ich bin immer noch bei den 70er Jahren und es läuft gar nicht mal schlecht!

50. Don't Look Now (1973)

„Wenn die Gondeln Trauer tragen“, wie der Film auf Deutsch heißt erzählt die Geschichte des Ehepaares John (Donald Sutherland) und Laura Baxter (Julie Christie). Kurze Zeit nachdem John seine Tochter Christine nicht vor dem Ertrinken retten konnte begibt er sich mit seiner Frau nach Venedig. Dort befindet sich ein Auftrag für ihn – John ist Restaurator – die Kirche San Nicolo die Mendicoli soll auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Sohn der beiden bleibt zuhause in England auf einem Internat. Beim Besuch eines Restaurants lernen sie das Geschwisterpaar Wendy und Heather kennen. Heather ist blind und nach eigenen Angaben in Besitz von einem „zweiten Gesicht“. Sie kann Dinge sehen, die sonst niemand sieht – die verstorbene Tochter der Baxter ist ihr
zufolge immer in deren Nähe und ist glücklich. John hält das Ganze für Mumpitz, Laura ist hin und hergerissen. Außerdem läuft in Venedig ein Mörder rum.

Ich wusste am Anfang nicht was ich von dem Film halten soll. Er wirkt so merkwürdig und ziellos, als wüsste er selber nicht worums geht. Das ist aber auch eine sehr kluge Methode den Zuschauscher an sich zu binden, weil dieser sich fragt was als nächstes kommt und ob überhaupt irgendein Rätsel gelöst wird. Am Ende ist alles ganz anders als gedacht. Eine Art Plot-Twist-Film bevor es diese ganzen Shyamalan-Filme gab. War eine schwere Geburt, hat mir aber sehr gut gefallen.

8/10 Pfandflaschen
Trailer:

51. Dead of Night (1974)

Auch bekannt als „Deathdream“.

Der US-Soldat Andy Brooks (Richard Backus) wird im Vietnam von einem Scharfschützen erschossen, hat beim Sterben jedoch die Stimme seiner Mutter im Kopf… Die Folge: Andy kommt nach Hause zurück und zwar als Zombie. Kein dahinsiechender, langsamer Zombie, nein. Ein
bösartiger, hundsgemeiner Typ, der seine wahre Natur geschickt verstecken kann. Seine Mama ist sehr begeistert darüber dass ihr Sohn doch nicht tot ist. Der Vater freut sich zuerst auch – als er jedoch die merkwürdigen Nachrichten hört wird er sehr skeptisch. Es geht das Gerücht um ein Soldat würde mehrere Morde begehen. So ist zum Beispiel der LKW-Fahrer der Andy mitgenommen hat, tot.

Okay. Okaaaaay. Ein sehr simpel aufgemachter, Teenie-Slasher-Film mit einigen sehr obskuren Szenen. Warum musste der Hund dran glauben? Warum haben Mutter und Sohn so eine versessene Beziehung zueinander. Was soll der Scheiß? Was soll der ganze Film. Cringeworthy.

3/10 Pfandflaschen
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52. The Texas Chainsaw Massacre (1974)

Yes, yes, yes!

Kirk, Pam, Jerry und die beiden Geschwister Franklyn und Sally sind in Texas unterwegs. Auf der Suche nach dem haus von Franklyn und Sallys Großeltern nehmen sie einen geistig völlig verwirrten Anhalter mit. Es stellt sich heraus, dass dieser eine Vorliebe für Fleisch hat und sowieso die ganze Gegend schon immer im Schlachthaus gearbeitet hat – bis die Industrie auf Roboter gesetzt hat und etliche arbeitslos wurden. Der Zufall will es, dass das gesuchte Haus von der Familie des Anhalters bewohnt ist. Diese sind ehemalige Schlachter, die völlig degeneriert sind und ihr Haus mit menschlichen Körperteilen dekoriert haben. Mit dabei: Leatherface, ein Typ der eine Maske trägt die aus verschiedenen Gesichtern zusammengenäht wurde. Er kann sehr gut eine Kettensäge schwingen
und scheinbar noch zurückgebliebener als der Rest der Familie.

Aaaaalter, was hab ich auf diesen Film gewartet. Eine sinnlose Orgie der Gewalt, dargestellt nach dem simplen Prinzip „Wir fahren ins Nirgendwo und werden abgeschlchtet“. Dabei befolgt Tobe Hooper alle Horrorfilm-Regeln die es gibt. Beziehungsweise damals noch nicht wirklich gab. Dieser Film ist nämlich einer der Vorläufer des Slasher-Genres. „Who will survive and what will be left of them?“ ist das Motto – nun ihr könnt sicher sein, überleben wird (so gut wie) niemand. Durch die Nachwuchsdarsteller wirkt alles sehr viel lebendiger, übrigens. Hihi. Ich glaube die miesen Bedingungen unter welchem gedreht wurde machen das ganze so furchtbar echt. Oh holy shit.

Habt ihr Bock zu wissen, wie es weiter geht. Hier geht’s zum Teil 2.

8,5/10 Pfandflaschen
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53. Deep Red (1975)

Auch bekannt als „Profondo Rosso“, auch bekannt als „Rosso – Farbe des Todes“.

Hiermit haben wir einen Vertreter des „Giallos“, einen speziellen italienischen Horrorfilmgenres. Verantwortlich für das Ganze ist Dario Argento, ein Name den man sich ruhig merken kann.

Die Handlung spielt sich ab im Rom, der siebziger Jahre. Ein Mörder geht um. Er trägt schwarze Lederhandschuhe und Kajal. Zudem spielt er bei seinen Untaten immer wieder ein Kinderlied auf einem Band ab. Auch Puppen spielen bei den Morden eine Rolle, nur welche das weiß keiner. Als das selbsternannte Medium namens Helga ermordet wird kriegt es der britische Künstler Marcus (David
Hemmings) mit. Von nun an ermittelt er auf eigene Faust in dem Fall wobei er zum Dorn im Auge des Mörders wird.

Den Film gibt’s in der 1,5stündigen als auch in der 2stündigen Fassung – ich erwischte die zweistündige. Wobei die Sprache immer wieder von Englisch zu Italienisch mit englischen Untertiteln wechselte. Es ist eine Art äußerst brutaler Krimi – so würde ich einen Giallo beschreiben. Dabei spielen verschiedene Symbole als auch die musikalische Untermalung eine Rolle. Hierfür war die Prog-Rock-Band „Goblin“ verantwortlich. Es ist jedes Mal total geil, wenn dieses Gedudel anfängt, weiß ich dass n Mord geschehen wird. Ja, hier werden Leute totgeschleift, plattgefahren und von Fahrstühlen geköpft. Es ist äußerst merkwürdig und verstörend. Und nein, es macht keinen Spaß. Es ist erschütternd und verursacht Gänsehaut. Es ist richtig gut!

8,5/10 Pfandflaschen

Trailer: