Mit großen Bedauern muss ich an der Stelle ankündigen, dass "Comics Monthly" von nun an nicht mehr erscheinen wird. Dafür gibt es eine Reihe an Gründen. Der erste Grund ist, schlicht und einfach: Ich habe keine Lust mehr. Worauf denn genau? Nun, es gibt sehr wenige neue Comicreihen die mir tatsächlich gut gefallen. In meinem Abo habe ich "The Amazing Spider-Man", zusätzlich kaufe ich die Batman-Reihe, die bei PANINI erscheint. Das war's. Die meisten Comics die ich momentan lese, sind Trade Paperbacks von alten Reihen, die schon längst abgeschlossen sind. Ich habe weiterhin Bock, auf diesem Blog Comics zu reviewen, allerdings reicht mir dafür die Rubrik "Comic Book Review". "Comics Monthly" fühlte sich irgendwann wie eine Art Zwang an, monatlich irgendwas halbwegs spaßiges auszusuchen, um es hier zu präsentieren. Ich versuche mich nun, diesem Zwang zu entziehen. Daher, muss ich "Comics Monthly" schließen. Vllt. werde ich irgendwann eine Comic-Review-Reihe einführen, die sich mit einer kontinuierlichen Serie auseinandersetzt, vllt. auch nicht. Danke fürs Lesen.
Posts mit dem Label Comics Monthly werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Comics Monthly werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 31. Januar 2025
Mittwoch, 20. Dezember 2023
Comics Monthly#114
Our Bones Dust#1
Der Comic spielt in einer (zum Glück noch) weit entfernten Zukunft. Zwei Außerirdische, Attis und seine insektoide Begleitung, untersuchen die Erde. Oder zumindest das, was von ihr noch übrig ist. Sie stoßen auf die Reste einer einst menschlichen Zivilisation, doch es findet sich einfach nichts woraus man irgendwas lernen kann, geschweige denn was irgendwie intakt ist. Gleichzeitig kriegt der Leser gezeigt, wie die Menschheit in ihren letzten Atemzügen noch ausgesehen hat. Eine post-apokalyptische "Gesellschaft" die in verschiedene Stämme aufgeteilt ist, die sich gegenseitig bekämpft. Dazu kommt noch, dass sie in einer primitiven Sprache kommunizieren. Im Mittelpunkt dieser Story steht ein Kind,
dass in der Lage ist sich zu schützen, zu jagen und zu töten. Leider gerät das Mädchen in den Fokus einer Bande, weil sie ihnen Wasser gestohlen hat. Nach und nach realisieren wir, dass das nicht die Vergangenheit ist und die beiden Außerirdischen grade dabei sind die Menschheit so wie sie ist, live zu erleben. Doch sie sind angehalten, nicht zu intervenieren.
Ein durchaus pessimistischer, wenn auch ziemlich realistischer Comic. Die Menschen gehen aneinander an die Gurgel, obwohl sie sich hätten zusammen tun sollen. Sie beten Götzen an (Mr. Death, ein abgefressener Schädel), kämpfen ums Wasser und spalten sich auf in Stämme. Ein durchaus realistisches Szenario nach einem absoluten Super-Gau oder einen verheerenden dritten Weltkrieg. Und auch die Idee, dass wir von oben beobachten werden - und dabei Köpfe geschüttelt werden - ist interessant, wenn auch nicht neu. Ich mag außerdem den richtig "dreckigen" Zeichenstil. Sehr gute Lektüre.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Ben Stenbeck, Dave Stewart
Der Comic spielt in einer (zum Glück noch) weit entfernten Zukunft. Zwei Außerirdische, Attis und seine insektoide Begleitung, untersuchen die Erde. Oder zumindest das, was von ihr noch übrig ist. Sie stoßen auf die Reste einer einst menschlichen Zivilisation, doch es findet sich einfach nichts woraus man irgendwas lernen kann, geschweige denn was irgendwie intakt ist. Gleichzeitig kriegt der Leser gezeigt, wie die Menschheit in ihren letzten Atemzügen noch ausgesehen hat. Eine post-apokalyptische "Gesellschaft" die in verschiedene Stämme aufgeteilt ist, die sich gegenseitig bekämpft. Dazu kommt noch, dass sie in einer primitiven Sprache kommunizieren. Im Mittelpunkt dieser Story steht ein Kind,
dass in der Lage ist sich zu schützen, zu jagen und zu töten. Leider gerät das Mädchen in den Fokus einer Bande, weil sie ihnen Wasser gestohlen hat. Nach und nach realisieren wir, dass das nicht die Vergangenheit ist und die beiden Außerirdischen grade dabei sind die Menschheit so wie sie ist, live zu erleben. Doch sie sind angehalten, nicht zu intervenieren.
Ein durchaus pessimistischer, wenn auch ziemlich realistischer Comic. Die Menschen gehen aneinander an die Gurgel, obwohl sie sich hätten zusammen tun sollen. Sie beten Götzen an (Mr. Death, ein abgefressener Schädel), kämpfen ums Wasser und spalten sich auf in Stämme. Ein durchaus realistisches Szenario nach einem absoluten Super-Gau oder einen verheerenden dritten Weltkrieg. Und auch die Idee, dass wir von oben beobachten werden - und dabei Köpfe geschüttelt werden - ist interessant, wenn auch nicht neu. Ich mag außerdem den richtig "dreckigen" Zeichenstil. Sehr gute Lektüre.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Ben Stenbeck, Dave Stewart
Erhältlich bei Image Comics
Savage Dragon#1
Achtung, hierbei handelt es sich (beinahe) um eine Premiere auf diesem Blog. Ich habe nämlich schon lange nicht bei "Comics Monthly" einen Comic auf Deutsch reviewt. Ich glaube das letzte Mal, als es darum ging war hier ein Fan-Comic über He-Man zu Gast. Jedenfalls geht es diesen Monat um etwas ganz anderes. Der Verlag "Zauberstern Comics" hat nämlich das erste Mal in deutscher Comic-Geschichte "Savage Dragon" rausgebracht. Diese legendäre Reihe wurde vor dreißig Jahren von Erik Larsen erschaffen, der seitdem sie selbst schreibt und zeichnet. In den USA kommt sie bei Image Comics raus, der Heimat von ehemaligen DC- und Marvelautoren die hier die Rechte an von ihnen erfundenen Charakteren auch tatsächlich behalten dürfen. Jedenfalls hat es "Savage Dragon" nie nach Deutschland geschafft, außer als Import. Nun bringt "Zauberstern Comics" ein Magazin raus, dass alle zwei Monate rauskommen wird. 132 Seiten für knappe zehn Euro finde ich tatsächlich mehr als in Ordnung. Jedenfalls, um was zum Henker geht es eigentlich?
Zuerst werden wir Zeuge wie ein humanoider, grünhäutiger Typ mit einer Finne auf dem Kopf einen grossen Brand überlebt. Nach einiger Zeit wacht er im Krankenhaus und kriegt dort Besuch von Lieutenant Frank Darling vom Chicagoer Police Department. Wie es sich herausstellt, weiß der grünhäutige Kerl nichts über seine Vergangenheit und auch absolut nicht wer er ist. Dafür aber, was für ein Jahr wir haben, wer der US-Präsident ist und welche Football-Mannschaft grade vorne liegt. Darling hat Mitleid mit ihm und bietet ihn einen Job bei seinem Cousin an. Von nun an hilft "Dragon" (wie er nun genannt wird) in einem Lager aus. Eines Abends wird dieses von mehreren kostümierten Freaks angegriffen, dadrunter ein Typ namens "Skullface". Dragon kann den Angriff erfolgreich
abwehren, allerdings wird Darlings Cousin zur direkten Zielscheibe, was dazu führt dass das ganze Lager in die Luft gesprengt wird. Dragon hat Gewissensbisse und nimmt später das neue Jobangebot von Darling an. Er durchläuft ein Training bei der Chicagoer Polizei und wird schnell zum "Freak on Duty". Im weiteren Verlauf der Geschichte schafft es der durchtrainierte, grünhäutige "Dragon" das was die Polizei Monate lang nicht hingekriegt hat. Er zerlegt das organisierte Bandenwesen mit absolut roher Gewalt. Die Gesellschaft ist gespalten darüber, was sie von ihm halten soll. Es kommen immer mehr Bösewichte auf die Oberfläche, die allesamt von Dragon platt gemacht werden. Im Grunde genommen zeigt Erik Larsen hier seine zeichnerischen Muskeln bzw. das was er so kann.
abwehren, allerdings wird Darlings Cousin zur direkten Zielscheibe, was dazu führt dass das ganze Lager in die Luft gesprengt wird. Dragon hat Gewissensbisse und nimmt später das neue Jobangebot von Darling an. Er durchläuft ein Training bei der Chicagoer Polizei und wird schnell zum "Freak on Duty". Im weiteren Verlauf der Geschichte schafft es der durchtrainierte, grünhäutige "Dragon" das was die Polizei Monate lang nicht hingekriegt hat. Er zerlegt das organisierte Bandenwesen mit absolut roher Gewalt. Die Gesellschaft ist gespalten darüber, was sie von ihm halten soll. Es kommen immer mehr Bösewichte auf die Oberfläche, die allesamt von Dragon platt gemacht werden. Im Grunde genommen zeigt Erik Larsen hier seine zeichnerischen Muskeln bzw. das was er so kann.
In diesem Heft ist die erste Miniserie "The Dragon" (Ausgaben 1-5, veröffentlicht 1996) zu lesen. Meiner Meinung nach ein sensationeller Einfall. Es scheint mir so als hätte Erik Larsen sich zwar den Character erdacht, allerdings noch nicht ganz die Hintergrundstory im Kopf gehabt. Deswegen hat Dragon hier erstmal Amnesie. Wer wer genau ist, wieso er hier ist und überhaupt, das findet man wahrscheinlich später heraus. Jedenfalls, ist dieser Comic ein wunderbares Artefakt aus den 1990ern. Alles ist so EXTREME. Dragon ist überladen mit Muskeln, prügelt alle windelweich. Die Bösewichte sehen aus wie entweder aus a) einem post-apokalyptischen Film (Cutthroat) oder b) einem BDSM-Studio (Hellrazor). Es werden links und rechts Fressen geprügelt. Die Soundeffekte sind urkomisch. HWOKK, BRAKKA BRAKKA BRAKKA und selbstverständlich auch RUNKK und nicht zu verkgessen HRAKK. Herrlich. Faszinierend. Schon lange nicht mehr sowas amüsantes gelesen. Wer alle Eastereggs findet, der darf sie übrigens behalten. Mir gefällt auch die deutsche Übersetzung die ziemlich direkt ist. Großartig. Absolut.
8,5/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Zauberstern Comics
Underheist#1
Okay! Der Hauptcharakter heißt David und und ist ein Tunnelbauarbeiter in New York. Er verdient gutes Geld, jedoch könnte es besser sein. Bald wird er aber vielleicht befördert, wenn ein Kollege in die Rente geht. Seine Frau sitzt im Rollstuhl und er hat einen kleinen Sohn. Sie ist froh darüber, dass er einen ehrlichen Job hat und für sie sorgt. Durch eine Rückblende finden wir heraus, dass David einst auf die schiefe Bahn geraten ist und davon eine sehr fiese Narbe im Nacken trägt. Durch Zufall findet er heraus, dass ein paar Gangster einen Heist planen. Sie wollen eine Bank ausrauben. Weil er so ein netter Mensch ist, zeigt er "freundlicherweise" einen der Ganoven, wie es denn im Untergrund aussieht. Eins und eins zusammengezählt: Die Schurken möchten die Band von unter der Erde "aufbohren" und so an das große Geld kommen. Also ruft David seine Arbeitskollegen zusammen und schlägt einen vollkommen irren Plan vor. Da er und seine Kumpels sich bestens mit den Tunneln auskennen, sollten sie sich an die Gangster hinten dran hängen und ihr erbeutetes Geld stehlen. Was zunächst als vollkommen irrer Plan daherkommt überzeugt "Doc", Davids Mentor und Vorbild auf der Arbeit. Schon bald werden sie alle auf den Bahamas sein und das süße Leben genießen. Doch es ist...selbstverständlich, alles nicht so einfach.
Zunächst hat mir der Comic nicht gefallen. Ich mochte die Erzählstruktur nicht, doch nach ein paar Seite hat er richtig Fahrt aufgenommen. Zum Ende hin wird er richtig richtig gut. Es ist eine Tellerwäscher-Millionär-Story, die allerdings zunächst schief zu laufen scheint. Durchaus realistisch und ziemlich "gritty". Ich bin Fan von solchen Geschichten. Ich meine damit die Stories die definitiv zu 100% erfunden sind, aber irgendwie durchaus wahr sein könnten. Solche Einfälle die David hat, hatten wir oder zumindest ein gewisser Prozentsatz von uns schon mal gehabt. Nur niemand hat es je durchgezogen, weil man nicht lebensmüde ist. Anyways: Underheist ist schön anzusehen und schön zu lesen. Das sage ich. So ganz unvoreingenommen und ohne Schnickschnack.
8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Maria Lapham, David Lapham, Hillary Jenkins
Mittwoch, 22. November 2023
Comics Monthly#113
Captain Ginger: The Last Feeder#1
Dieser Comic ist Teil einer größeren Saga, von der ich bis jetzt noch nie auch nur ansatzweise gehört habe.
Wir befinden uns in weit weit entfernter Zukunft. Die Menschheit hat eine Art Plage nicht überlebt. Die einzigen Lebewesen, die übrig geblieben sind, sind Tiere wie Katzen oder Hunde. Zu Beginn des Comics befinden wir uns auf einem Raumschiff, dass von antropomorphen Katzen geleitet wird. Anführer ist Captain Ginger. Dann wären da noch Sergeant Mittens und Deena. Zu ihnen gesellt sich ein Hund, Dr. Snaut, der eine Art Ritual vollführt zur Ehren der ausgestorbenen "Fütterer" (Menschen lol). Es stellt sich heraus, dass Snaut sich auf dem Schiff versteckt hielt als Ginger und seine Gefährten darin von der Erde geflohen sind. Sie sind Teil einer größeren Crew. Der Rest von ihnen befindet sich auf der Erde, wo sie in Gefahr schweben. Der Planet wird nämlich von der Flotte der außerirdischen
Lumen angegriffen, die auch für das Aussterben der menschlichen Rasse verantwortlich sind. Eine Art ausserirdische Virenrasse, die auch in Computern lebt. Oder so. Jedenfalls sind sie nun auf diesem Raumschiff und ihre Vorräte gehen zu Ende. Da wird Captain Ginger plötzlich wegteleportiert und findet sich plötzlich auf einer Raumstation wieder, namens "Shelter". Dort trifft er auf den letzten überlebendenen Menschen. Eine Wissenschaftlerin namens Rowena, die schon lange mit Maschinen am Leben gehalten wird. Sie erzählt ihm von seiner Vorgeschichte und wieso Katz und Hund jetzt so sind wie sie sind.
Lumen angegriffen, die auch für das Aussterben der menschlichen Rasse verantwortlich sind. Eine Art ausserirdische Virenrasse, die auch in Computern lebt. Oder so. Jedenfalls sind sie nun auf diesem Raumschiff und ihre Vorräte gehen zu Ende. Da wird Captain Ginger plötzlich wegteleportiert und findet sich plötzlich auf einer Raumstation wieder, namens "Shelter". Dort trifft er auf den letzten überlebendenen Menschen. Eine Wissenschaftlerin namens Rowena, die schon lange mit Maschinen am Leben gehalten wird. Sie erzählt ihm von seiner Vorgeschichte und wieso Katz und Hund jetzt so sind wie sie sind.
Ein Comic, der Teil einer größeren Saga ist, der gleichzeitig mittendrin anfängt und später eine Vorgeschichte bietet, sodass der Leser eingeweiht wird und weiß womit er es genau zu tun hat. Das ist cool. Es lässt mich nicht komplett im Ungewissen und ich verstehe worum es hier geht ohne etwas vorher darüber gehört zu haben. Das gefällt mir. Auch die Art wie Katz und Hund (und Mensch) gezeichnet sind. Und zwar durchaus sehr menschlich und emotionsgeladen. Wenn Captain Ginger aufgeregt ist, sieht er tatsächlich aus wie eine sehr erschrockene Katze. Außerdem: Antropomorphe Tiere im Weltraum, die scheinbar Teil einer Art Armee sind. Ich hoffe, ich finde in Zukunft noch mehr Stories über Captain Ginger. Es ist irgendwo voraussehbar: Eine tränenreiche Story über Haustiere, die Menschen überlebt haben und jetzt das "Sagen" haben. Aber schon irgendwie cool.
Made by: Stuart Moore, June Brigman
Erhältlich bei Ahoy Comics
7/10 Pfandflaschen
Wir befinden uns Pittsburgh. Ein sichtlich aufgebrachter Mann namens Ben befindet sich auf einer Polizeiwache. Er möchte, dass jemand Aaron, seinen Sohn verhaftet. Seit Monaten verfolgt er ihn heimlich und ist der Meinung dass er ein Copycat-Mörder ist. Sprich, er ahmt einen Mörder nach der sich selbst "No/One" nennt. Die Figur des "Niemanden" ist in der Stadt ein großes Thema. Mehrere Zeitungen berichten darüber und es gibt sogar einen Podcast namens "Who is No/One?". Das hat dazu geführt, dass man mehrere Personen ausfindig gemacht, die der Mörder sein könnten. Leider werden sie nach und nach von dem vermeintlich "echten" Mörder umgebracht. Beim neuesten Vorfall wird ein Polizist schwer verletzt. Doch dabei bleibt es nicht. Die mediale Aufmerksamkeit führt dazu, dass potenzielle Opfer die in verdacht stehen Täter zu sein, schneller auf den Mörder geraten. Dies
wiederum führt dazu, dass ein neues Gesetz zur Abstimmung freigestellt wird, dass die Bürger schützen muss. Und irgendwie gibt es auch einen Vigilanten, der No/One aufhalten will.
wiederum führt dazu, dass ein neues Gesetz zur Abstimmung freigestellt wird, dass die Bürger schützen muss. Und irgendwie gibt es auch einen Vigilanten, der No/One aufhalten will.
Irgendwie so. Es war ziemlich schwer, irgendwie in das Geschehen einzusteigen. So ist das halt leider, wenn man erst bei der sechsten Ausgabe dazu stößt. Finde den Grundgedanken der Story gar nicht mal so uninteressant. Vor allem weil alles so undurchdringlich ist. Wer ist der Täter? Warum tötet er Menschen die im Verdacht stehen, er zu sein? Geht es darum, dass der Mörder ein "jedermann" bzw. "niemand" sein könnte? Was passiert hier? Trotzdem ist das eine Story, die man in Gänze von Ausgabe #1 an lesen muss. Was ich schade finde. Nichtsdestotrotz: Einen Blick ist das hier wert.
6/10 Pfandflaschen
Made by: Kyle Higgins, Brian Buccelato, Geraldo Borges
Erhältlich bei Image Comics
Slow Burn#1
Wir befinden uns in einer ziemlich schwierigen Situation. Eine drogenabhängige junge Frau hat gemeinsam mit ihren Freund etwas wertvolles geklaut. Danach haben sie gemeinsam seinen dementen Großvater "gekidnappt", der früher für Geld Leuten weh getan hat. Schließlich hat sie aus Versehen ihren Partner angeschossen. Nun ist er verletzt und das merkwürdige Trio auf der Flucht. Gemeinsam landen sie in einer verlassenen Stadt, die Trier heißt. Es wohnt dort kaum noch jemand außer eine Frau, in deren Haus sie einbrechen um nach Verbandsmaterial usw. zu suchen. Prompt nimmt sie sie als
Geisel und die Situation scheint noch schlimmer zu werden. So denkt sie, während sie sich in dem Haus aufhält über ihr Leben nach und klärt den Leser darüber auf, wie sie in diese Situation geraten ist.
Geisel und die Situation scheint noch schlimmer zu werden. So denkt sie, während sie sich in dem Haus aufhält über ihr Leben nach und klärt den Leser darüber auf, wie sie in diese Situation geraten ist.
Es könnte ein durchaus interessanter Comic werden, aber nein. Stattdessen haben wir eine durchschnittliche Outlaw-by-accident-Geschichte über junge Leute, die es hätten besser wissen müssen aber gezwungen waren das zu tun was sie tun weil ihre Lebensumstände so scheiße sind. Sie haben ihren Auftraggeber beschissen um selbst an richtig viel Kohle zu kommen und bauten dabei scheiße. Oder so. Ein durchschnittlicher Plot für einen Troublemaker-Comic, über junge Leute die in der Klemme stecken. So weit, so langweilig. Leider. Das einzige wirklich interessante ist der demente Opa, der meint Geige spielen zu können. Auch zeichnerisch spricht mich das leider absolut nicht an.
4/10 Pfandflaschen
Made by: Ollie Masters, Pierluigi Minotti
Erhältlich bei BOOM! Studios
Donnerstag, 26. Oktober 2023
Comics Monthly#112
Dark Spaces: Dungeon#1
Die Geschichte beginnt irgendwann vor 21 Jahren. Ein siebenjähriger Junge schafft es aus einem finsterem Kellerloch im Wald zu entkommt und wird nach langem Herumlaufen beinahe von einem LKW überfahren. Am Ende wird er jedoch gerettet. In der Gegenwart: Tyler ist ein guter Vater und Ehemann. Zusammen mit seiner Frau (Name noch mit preisgegeben) und Sohn (ebenfalls) ist er in ein hochmodernes Haus im Wald gezogen. An einem frühen Morgen um 6 Uhr steht er auf, um zu joggen und gleichzeitig mit einem Geschäftspartner zu telefonieren. Er stolpert über ein...Loch im Boden und findet schnell raus, dass es sich um den Eingang zu einem unterirdischen Tunnel handelt. Schnell ruft er
die Behörden und bald trifft FBI-Agent Madoc ein, der grade eben eine Frau erschossen hat die auf der Flucht ihre entführten Kinder umbringen wollte. Es stellt sich heraus, dass Tyler eben jenes Verlies gefunden hat in welchen Agent Madoch als Kind gefangen gehalten wurde. Es existieren noch mehr. Das hier ist die erste Spur auf der Suche nach einem sadistischen Mörder, der seine Opfer in verschiedenen Kellern foltert.
die Behörden und bald trifft FBI-Agent Madoc ein, der grade eben eine Frau erschossen hat die auf der Flucht ihre entführten Kinder umbringen wollte. Es stellt sich heraus, dass Tyler eben jenes Verlies gefunden hat in welchen Agent Madoch als Kind gefangen gehalten wurde. Es existieren noch mehr. Das hier ist die erste Spur auf der Suche nach einem sadistischen Mörder, der seine Opfer in verschiedenen Kellern foltert.
Wer hat das geschrieben? Natürlich Scott Snyder, einer meiner Lieblingsautoren. "Dark Spaces: Dungeon" ist schauriges, wenn auch sehr kurzes Spiel. Hayden Sherman zeichnet diese merkwürdigen, eindringlichen Bilder, die irgendwann fast nach Aquarellfarben aussehen aber irgendwie auch nicht. Es ist eine Story, die zuerst alles offen lässt sodass man allerlei Vermutungen über die Charaktere anstellt - doch dann sich selbstverständlich dem Leser "öffnet" und man einen "Aha, so isses!"-Effekt hat. Und wer weiß, was später aus Tyler und Agent Madoc werden wird. Vielleicht ja so n Ding wie bei "True Detective" oder so. I dunno. Jedenfalls: Großartiges, wenn auch etwas kurzweiliges Dingen. Finde ich gut!
8,75/10 Pfandflaschen
Made by: Scott Snyder, Hayden Sherman
Erhältlich bei Image Comics
Scrapper#4
Irgendwann in einer (nicht zu weit entfernten höhö) Zukunft. Irgendwo in einer US-Amerikanischen Großstadt. Eine bösartige Organisation namens SMITE hat vor Jahren angefangen, Katzen zu fangen und sie mithilfe modernster Technologie umzuprogrammieren, sodass sie Menschen ausspionieren. Die Katzen wurden intelligent und irgendwann auch in der Lage menschliche Sprache zu sprachen. Doch da diese Tiere niemals auf der Seite der Macht stehen, sind sie irgendwann geflohen. In der vierten Ausgabe von "Scrapper" treffen wir auf einen Hund namens... Scrapper der grade von mehreren Katzen überrascht wird. Es ist das erste Aufeinandertreffen von Hund auf Katze seit langem. Soweit ich
verstehe, wurde Scrappers Mit-Hündin Daisy (die gemeinsam mit ihm einem Mädchen namens Renée gehört) von SMITE gekidnappt. Nun tun sich Katzen und Hund zusammen, um gemeinsam Daisy zu finden, in das HQ von SMITE einzudringen und die Bösewichte endlich zum Fall zu bringen.
verstehe, wurde Scrappers Mit-Hündin Daisy (die gemeinsam mit ihm einem Mädchen namens Renée gehört) von SMITE gekidnappt. Nun tun sich Katzen und Hund zusammen, um gemeinsam Daisy zu finden, in das HQ von SMITE einzudringen und die Bösewichte endlich zum Fall zu bringen.
Absolut wunderschönes Retro-Design, dass beinahe aussieht wie schmierig gedruckte alte Comics. Disneyhafte Darstellung von Haustieren. Absolut nicht disneyhafte Darstellung der tristen, fast schon post-apokalyptischen Umgebung. Ich sage "fast schon", denn hier findet immer noch das Leben statt. Es wirkt wie eine Art dystopisches New York, was immer noch eine funktionierende Müllabfuhr und Tierfänger hat. Ich kann leider nicht sagen, was vorher passiert ist weil ich die ersten drei Ausgaben nicht kenne. Fest steht: Es ist leider etwas schnell gelesen, daher würde ich fast schon sagen dass man sich später einen Trade Paperback holt, in welchem mehrere Ausgaben zu finden sind. Das hier war schon mal ein gutes Leckerbissen. Miau wuff.
7,5/10 Pfandflaschen
Made by: Cliff Bieszinski, Alex de Campi, Ryan Kelly, Jordie Bellaire
Erhältlich bei Image Comics
Kaum zu glauben, aber Wahr. Die kontroverse Saga von "Superior Spider-Man" ist schon zehn Jahre alt. Damals hat der sterbende Bösewicht Otto Octavius aka Dr. Octopus mithilfe von modernsten Technologien seinen Verstand mit dem von Peter Parker getauscht. So ist Peter Parker in Octavius' Körper verstorben und Octavius selbst lebte fortan in Peters Körper weiter. Er wurde zu einer "besseren", eingebildeteren Version von Spider-Man die auf einen persönlichen Erfolg aus gewesen ist. Mittlerweile lebt Octavius in seinem eigenen, neu generierten Körper wieder und ist wieder der "alte". Er denkt über die alten Tage nach, als er versucht hat eine künstliche Sonne zu erschaffen, mit welcher die Menschheit ein unendliches Ausmaß an Energie hätte. Doch leider konnte er die nötige Gleichung
nie lösen... oder doch? Er kann sich nämlich nicht genau daran erinnern, was er als Spider-Man so getrieben hat. Tatsächlich wirft der Comic dann den Leser in die "Superior Spider-Man"-Zeit zurück. Wir finden heraus, dass Peter/Otto damals eine Stellenausschreibung für einen zuverlässigen Laborpartner ausgestellt hat. Zusammen mit einer Frau namens Estrella Lopez hat er an der Gleichung gearbeitet und irgendwann auch eine kleine Armee von Spider-Minions aufgestellt. Estrella war diejenige die die Gleichung perfektioniert hat, doch Peter/Otto wollte den Erfolg für sich beanspruchen. Die künstliche "Sonne" verlieh Ms. Lopez unglaubliche Superkräfte und vernebelte ihren Verstand.
nie lösen... oder doch? Er kann sich nämlich nicht genau daran erinnern, was er als Spider-Man so getrieben hat. Tatsächlich wirft der Comic dann den Leser in die "Superior Spider-Man"-Zeit zurück. Wir finden heraus, dass Peter/Otto damals eine Stellenausschreibung für einen zuverlässigen Laborpartner ausgestellt hat. Zusammen mit einer Frau namens Estrella Lopez hat er an der Gleichung gearbeitet und irgendwann auch eine kleine Armee von Spider-Minions aufgestellt. Estrella war diejenige die die Gleichung perfektioniert hat, doch Peter/Otto wollte den Erfolg für sich beanspruchen. Die künstliche "Sonne" verlieh Ms. Lopez unglaubliche Superkräfte und vernebelte ihren Verstand.
Don't get me wrong: Die Geschichte ist interessant. Sie zeigt (mal wieder) ziemlich gut, was für ein Arschloch Otto Octavius ist und wie egozentrisch. Und zwar so sehr, dass seine direkte Umgebung darunter leiden muss. Dan Slott hat (wie damals eigentlich auch) meiner Meinung ganz gute Arbeit geleistet. Rückblickend betrachtet war die Wut vieler (einschließlich meiner selbst) über den Superior Spider-Man run vollkommen fehl am Platz. Superhelden sterben andauernd und kehren wieder zurück. Das ist keine Aufregung wert. Jedenfalls, zurück zum Thema: Slott schreibt gut, Christos Cage zeichnet hervorragend. Was mich hier dennoch stört ist diese merkwürdige Art von Rückblick, die nur dafür da ist, einen neuen Character hinzuzufügen (nämlich Supernova). Ich verstehe das nicht, ehrlich gesagt. Ich checke nicht, wieso man immer wieder zu irgendeinem Punkt zurückkehren muss um irgendwas daran nachträglich zu ändern oder hinzuzufügen, sodass wieder ein neuer Aspekt entsteht. Warum kann man sich nicht irgendwas neues einfallen lassen? Egal. Es ist kein schlechter Comic, nur dieser Retcon/ReBoot/Wasauchimmer-Aspekt stört mich. Bald kommt übrigens wieder eine Superior Spider-Man Comic-Reihe.
7/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Marvel Comics
Mittwoch, 27. September 2023
Comics Monthly#111
Cyberpunk 2077: Phantom Liberty - Ten Of Swords#1
Okay, diesmal wieder ein Cyberpunk 2077 Comic. Ich meine, mich zu erinnern, dass ich vor einem Jahr oder so schon mal einen Cyberpunk Comic reviewt habe. Bei diesem konnte man halbwegs gut in die Handlung einsteigen ohne das Spiel gezockt zu haben. Hier gestaltet sich die Sache etwas schwieriger. Die Handlung spielt in der dystopischen Stadt Night City. Die Protagonisten sind Mitglieder einer untergrundigen Widerstandsgruppe. Einer von ihnen wollte wohl die anderen beeindrucken und hat aus Versehen einen hochrangigen Funktionär umgebracht. Und seine Familie oder so. Jedenfalls geraten die drei ins Visier der Behörden - in Gestalt von Ninja-Cops mit Saurai-Schwertern(??) und beschließen aus der Stadt abzuhauen.
So oder so ähnlich könnte man den Comic zusammenfassen. Ich muss sagen, dass ich nicht wirklich begeistert bin. Ich meine, das Design ist schon ganz in Ordnung, wenn auch typisch für die heutige Zeit: Pastellfarben, skizzenhaft. Aber die Handlung reißt mich absolut nicht mit. Zudem bin ich, wie schon so oft gesagt, absoluter Freund davon wenn man in eine Handlung ohne Vorkenntnisse einsteigen kann. Hier ist es nicht wirklich der Fall. So betrachtet ist der Comic ein weiteres Tie-In für die Storyline des Spiels. Kann ich leider nicht mit arbeiten.
Erhältlich bei Dark Horse Comics
4/10 Pfandflaschen
Wir befinden uns in der fiktiven Stadt Colonia, irgendwo in den USA. Es gibt kaum einen schlimmeren Ort auf der Welt. Oder zumindest im Westen. Absoluter Verfall. Wohnungslosigkeit. Geschäfte schließen einer nach dem anderen. Kaum jemand wohnt noch hier. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zuerst zwei Detectives: Aaron Aira und Gavin Coover. Wobei letztgenannter auch bald die Stadt verlässt. Die beiden stehen vor einem Haufen undurchsichtiger Morde. Genauer gesagt häufen sich die Morde deswegen weil die Stadt voller Serienkiller ist. Diese haben erkannt, dass immer mehr Menschen die Stadt verlassen und haben deswegen ihre Taktik verändert. Um nicht so schnell erwischt zu werden, bei einer leerer werdenden Stadt, beschließen sie ihre Opferzahlen zu erhöhen um die Polizei bei den Ermittlungen zu stören. So stehen Aira und Coover vor über 80 ungelösten Fällen. Deswegen auch der Titel. Zu Beginn der Geschichte vernehmen sie einen dümmlich wirkenden Mörder,
der sich "The Giraffe" (wegen Hals) nennt. Dieser hat einfach so irgendjemanden umgebracht, weil er das mal machen wollte. Zwischendurch werden den Lesern andere Killer vorgestellt. Die alte Frau Esther die aus Spaß Menschen überfährt. Die Joggerin "Lady Facesmasher" die gerne Köpfe zerschmettert. Und der gutmütige Crustpunk "The Sober", der Menschen mit Gift tötet damit sie "friedlich auf die andere Seite" gelangen. Nachdem Coover wegzieht, stößt Aira auf Detective Mwanawa Parker, die bis dato nur Verdächtige verhört hat. Gemeinsam beschließen sie nun einander zu helfen, mehr Fälle zu lösen.
der sich "The Giraffe" (wegen Hals) nennt. Dieser hat einfach so irgendjemanden umgebracht, weil er das mal machen wollte. Zwischendurch werden den Lesern andere Killer vorgestellt. Die alte Frau Esther die aus Spaß Menschen überfährt. Die Joggerin "Lady Facesmasher" die gerne Köpfe zerschmettert. Und der gutmütige Crustpunk "The Sober", der Menschen mit Gift tötet damit sie "friedlich auf die andere Seite" gelangen. Nachdem Coover wegzieht, stößt Aira auf Detective Mwanawa Parker, die bis dato nur Verdächtige verhört hat. Gemeinsam beschließen sie nun einander zu helfen, mehr Fälle zu lösen.
Ich weiß noch nicht so recht, in welche Richtung dieser Comic gehen wird. Bis jetzt wurden eigentlich nur mehrere Charaktere vorgestellt, die in absolut bestialischer Art Menschen töten und paar Cops die von der Stadt absolut angewidert sind. Der Stil ist düster, detailliert und erinnert mich leicht an die Zeichentrickserie "Men In Black". Die Darstellung einer nach und nach verfallenden, unangenehmen Stadt kann durchaus wahrheitsgetreu sein. Das mag ich nicht beurteilen. Jedenfalls hat man hier einen guten Job damit gemacht, die Mörder unfassbar unsympathisch zu gestalten - als Gegenstück zu diesen "sympathischen" Serienkillern die das Stockholm-Syndrom in einem auslösen. Finde ich gut, dass man diese Gestalten hier nicht idealisiert. Jedenfalls: Interessant und wird bestimmt noch besser.
Made by: Scott Brian Wilson, Max Alan Fuchs, Valentina Briski
Erhältlich bei IDW Publishing
8/10 Pfandflaschen
Predator vs. Wolverine#1
Zuallererst sehen wir wie ein äußerst angeschlagener und verletzter Wolverine vor einem Vertreter der Yautja-Spezies (aka Predator) flieht. Er sinniert darüber, wie sie einander das erste Mal trafen: Es war nämlich einst in Alaska, im Jahre 1900. Logan aka Wolverine, der damals noch kein X-Man war, lebte alleine in der Wildnis. Seine einzigen Freunde waren die Natives. Manchmal begab er sich, um Vorräte zu besorgen in den einzigen Laden in der Gegend. Der Zufall wollte, dass ein wohlhabender Typ ihn dort anheuern wollte, angeblich weil sein Sohn gekidnappt wurde und nun Lösegeld gefordert wird. Der Junge musste dringend gerettet werden. Wolverine entschied sich, ihn zu helfen. Doch das Ganze stellte sich als Betrug heraus. Der Mann war in Wirklichkeit ein Bandit, der selbst übers Ohr gehauen wurde, und nun einfach an sein Geld wollte. Witzigerweise wurde er, nachdem Wolverine sich um die vermeintlichen Entführer "gekümmert" hat, dann selbst von einem Predator umgebracht. Ab dem Zeitpunkt begann die Jagd auf Wolverine, die er nur knapp überlebt hat - dank eines Grizzlybären der zufällig in der Nähe war.
Sicherlich nicht der interessanteste Comic auf dem Planeten aber insgesamt doch eine solide und verdammt gut gezeichnete Geschichte. Es wird viel gemeuchelt, gehäutet und aufgehängt. Und geflucht. Außerdem: Faszinierend, wie der Predator tatsächlich so gut ins Marvel Universum reinpasst. Aber eigentlich ist es ziemlich einfach, ihn einzubauen. Schließlich gibt es zwar eine Herkunftsgeschichte der Yautja, jedoch da die Wesen keine menschliche Sprache sprechen sind sie in kein bestimmtes Universum eingebunden. Das heißt im Grunde, dass sie eigentlich von jedem Verlag vertreten werden können. Großartig. Wolverine und der Predator also. Passt meiner Meinung nach fast schon besser als Batman und Predator.
Made by: Benjamin Percy, Ken Lashley, Greg Land, Jay Leisten, Andrea Di Vito
Dienstag, 22. August 2023
Comics Monthly#110
Buffy the Last Vampire Slayer#1
Hierbei handelt es sich nicht um irgendeine Fortsetzung der Fortsetzung der Serie. Die ursprüngliche Reihe, also die Fortsetzung der TV-Serie, endet mit Staffel 12. Irgendwann wurde das Ganze bei BOOM! Studios rebooted. Sprich: Wir hatten die ursprüngliche Situation, wie zu Beginn der Fernsehserie wieder. Und so weiter. Ich hatte keine Lust das zu lesen, weil ich zuvor mit Buffy abgeschlossen habe und erstmal keine Lust mehr hatte. "Buffy the Last Vampire Slayer" ist hingegen eine Art Blick in eine mögliche Zukunft der Reboot-Serie.
That's right, wir befinden uns in der Zukunft. Buffy und Spike sind immer noch zusammen. Und gleichzeitig sind sie Wächter für eine junge Jägerin namens Thessaly, die den Nachnamen Rosenberg trägt. Sie sieht auch aus wie Willow, also nehme ich an dass sie ihre Tochter ist. Jedenfalls arbeitet Thessaly bei einem Unternehmen am hiesigen Hafen in einer Kleinstadt, die ähnlich wie Sunnydale von Dämonen und Vampiren bevölkert ist. In einem Video versucht sie, mit Unterstützung von Buffy und Spike weitere Jägerinnen zu rekrutieren. Sie ist bi oder lesbisch und geht in dieser ersten Ausgabe auf ein Date mit einer Mitarbeiterin - während Anya, die tausend Jahre alte Dämonin in menschlicher Gestalt auf sie aufpasst, weil ihre eigentlichen Wächter gemeinsam in den Urlaub fahren. Buffy selbst erlebt sowas wie eine Midlife Crisis und weiß nicht so recht wo ihr Platz auf der Welt ist. Außerdem hat Cora, Thessalys Date einen aufsässigen Bruder der mit komischen Leuten rumhängt. Und irgendwie riecht Anya dass irgendwas mit ihr falsch ist.
Also die Story ist gar nicht mal schlecht. Es ist typisch für Buffy-Verhältnisse. Selbst die Sache mit Midlife Crisis ist nicht neu und somit auch vertraut. Thessaly wirkt auf mich wie ein verlängerter Arm von Buffy bzw. ihre jüngere Inkarnation, die dieselben oder ähnlichen Probleme durchlaufen muss. Es ist nicht schlecht, wie gesagt. Angenehm zu lesen - jedoch alles andere als neu. Mein Problem liegt viel eher im Design. Es ist einfach grottenhässlich. Ich mag diese pseudo artsy fartsy skizzenhafte Art hier ganz und gar nicht. Während die Charaktere in der Originalserie noch den Schauspielern nachempfunden waren, sehen sie hier aus wie... schlechte Karikaturen. Leider isst das Auge mit und somit sehe ich mich nicht imstande dieser Serie eine größere Chance zu geben.
5/10 Pfandflaschen
Made by: Casey Gilly, Oriol Roig
Erhältlich bei BOOM! Studios
Godzilla: War for Humanity#1
Da ich diesem Monat bei "Comic Book Review" lauter Godzilla-Comics reviewt habe, dachte ich mir dass auch bei "Comics Monthly" eins nicht fehlen darf.
Dr. Yuko Honda ist Wissenschaftlerin und Kaiju-Expertin. Als Kind hat sie gemeinsam mit ihrer besten Freundin Megumi bei einem Ausflug im Wald einen "Angriff" des Umwelt-Monsters Hedorah überlebt. Genauer gesagt hat der Kaiju sich an irgendwelchen Dämpfen eines Vulkans nähren wollen, sodass die beiden Mädchen vor Lava flüchten mussten. Sie überlebten dank Godzilla, der urplötzlich aufgetaucht ist und gegen Hedorah gekämpft hat. Nun ist sie erwachsen und macht zehn Mal im Jahr Vorträge darüber, dass Godzilla in Wirklichkeit keine Bedrohung sondern eine art natürlicher Schutz für die Menschheit ist. Bei ihrem neuesten Ted-Talk wird sie vom Tech-Bro Phazon Fullchech unterbrochen, der die Bildschirm-Übertragung hägt und dem Publikum etwas neues zeigt: Ein neuer Kaiju ist
aufgetaucht, greift andere Monster wie Gorosaurus an und scheint sie irgendwie zu paralysieren. Später stellt es sich heraus, dass Fullchech Teil einer Task Force ist, die gegen Kaiju kämpft. Sie involvieren Yuko in ihren Plan und weihen sie in die neuesten Infos über das Pilz/Pflanzen-Wesen "Zoospora" (wie sie es genannt haben) ein. Leider können sie beim Kampf nicht auf Unterstützung von Godzilla hoffen. Dieser befindet sich nämlich auf Monster Island und macht dort Monster Dinge. D.h. sich mit seinem Sohn Minilla beschäfteigen, zum Beispiel.
aufgetaucht, greift andere Monster wie Gorosaurus an und scheint sie irgendwie zu paralysieren. Später stellt es sich heraus, dass Fullchech Teil einer Task Force ist, die gegen Kaiju kämpft. Sie involvieren Yuko in ihren Plan und weihen sie in die neuesten Infos über das Pilz/Pflanzen-Wesen "Zoospora" (wie sie es genannt haben) ein. Leider können sie beim Kampf nicht auf Unterstützung von Godzilla hoffen. Dieser befindet sich nämlich auf Monster Island und macht dort Monster Dinge. D.h. sich mit seinem Sohn Minilla beschäfteigen, zum Beispiel.
Kann mich nicht erinnern, jemals einen Godzilla-Comic gelesen zu haben der auf irgendeine Art und Weise die "Showa"-Filme-Staffel aufgreift. Ich mein mal, irgendwo Hedorah gesehen zu haben aber ansonsten nie und nimmer auch nur eine Erwähnung von Minilla. Beziehungsweise noch nie das uralte Godzilla-Design in einem Comic. Somit ist das für mich eine Premiere. Der Stil ist nicht gerade aggressiv oder so. Sicher es sind 2-3 Kämpfe zu sehen aber insgesamt erweckt der Comic den Eindruck irgendwie ein Kinderbuch zu sein. Nur dass es hier chibi-style ist sondern schon etwas "westliches". Die Bilder sind sehr detailliert. Man fokussiert sich darauf, möglichst viel in einem Panel zu zeigen, anstelle einfach nur "Zerstörung" zu liefern. Wegen der Story kann ich noch nicht so viel sagen, weil ich bis jetzt nur einen Rückblick und wenig von der "Gegenwart" gelesen habe. Insgesamt war das aber ein durchaus bemerkenswerter Ausflug in eine weitere Godzilla-Dimension.
Made by: Andrew Maclean, Jake Smith
9/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei IDW Publishing
You've Been Cancelled#3
Wir befinden uns in einer... hoffentlich noch weit entfernten Zukunft. Die Cancel Culture ist weiter gegangen als bisher. Mittlerweile ist "gecancelled" werden ein Todesurteil. Es gibt eine große Corporation namens "Cancelled" die allerlei Knochenbrecher dafür bezahlt unliebsame Leute loszuwerden. Also, es werden Menschen "gecancelled" die böses getan haben. Danach werden sie in Livestream umgebracht. Einer dieser vollstrecker ist ein Typ mit einem künstlichen Arm namens Roland Endo. In der dritten Ausgabe dieser vielversprechenden Reihe trifft er auf ein 12,5-jähriges Mädchen, dessen Bruder er umgebracht hat. Sie selbst hat "Cancelled" gehackt und hat seine eigenen Leute, also seine Arbeitgeber, auf Roland gehetzt. Warum sie das getan hat? Nun, ihr Bruder hat selbst einst bei "Cancelled" gearbeitet und hat herausgefunden, dass das ganze ein abekatertes Spiel ist. In Wirklichkeit werden Konkurrenten und andere Menschen, die der Corporation schaden könnten auf die "Liste" gesetzt und dann öffentlich gecancelled. Seine Bosse fühlten sich ertappt und haben ihn
ebenfalls "canceln" lassen. Nun muss Roland dafür grade stehen, weil 20 solcher Vollstrecker ihn dicht auf den Fersen sind. Es kommt zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen Mädchen, Mutter, Vollstrecker und äh seinen Kollegen oder so. "Cancelled" muss gecancelt werden!
ebenfalls "canceln" lassen. Nun muss Roland dafür grade stehen, weil 20 solcher Vollstrecker ihn dicht auf den Fersen sind. Es kommt zu einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen Mädchen, Mutter, Vollstrecker und äh seinen Kollegen oder so. "Cancelled" muss gecancelt werden!
Was für ein großartiger Stil! Hat was von Comedy Manga, nur in amerikanisiert. Gezeichnet wurde dieses großartige, simple Werk von Kevin Castaniero. Geschrieben von Curt Pires. Rausgekommen bei Mad Cave. Ich glaube dieser Verlag ist neben Image und Dark Horse der Hort für tatsächlich interessante, neue Comics. Es ist simpel, es ist gory, lustig (auch wenn es durchaus noch lustiger sein könnte) und auf jeden Fall unfassbar unterhaltsam. Ich hatte höllisch guten Spaß dabei!
7,5/10 Pfandflaschen
Made by: Kevin Castaniero, Curt Pires
Erhältlich bei: Mad Cave
Mittwoch, 19. Juli 2023
Comics Monthly#109
Con and On#1
Juni 1992. Vista El Mar Comic Convention. Die beiden Freunde Deja und Eddie sind das erste Mal auf einer der ersten großen Comic Conventions. Sie wissen nicht wirklich was sie erwartet doch als sie ankommen, sind sie kurz vor der Reizüberflutung. Es sind so viele Menschen da, auch viele Zeichner und Autoren. Gleichzeitig finden sich in einer Kneipe nebenan mehrere britische Comic-Zeichner/Autoren ein, die kein Bock auf so eine riesige Menschenmenge haben. In einer Art Podcast-Rückblick erzählt man dem Leser wie Eddie und Deja verschiedene Comic-Persönlichkeiten treffen und es tatsächlich schaffen, dass man einen Blick auf ihre Werke wirft. Die beiden sind nämlich Zeichner und wollen groß rauskommen. Eddie schafft es auf eine Party eingeladen zu werden, allerdings ohne
Deja. Die dann ziemlich heartbroken ist. Als sie dann jedoch einen ihrer Lieblingsschauspieler trifft, der auf der Con eine neue Sendung promotet blüht sie wirklich auf. Der Mann redet ihr genug Mut ein, sich in der Comic-Welt zu beweisen.
Deja. Die dann ziemlich heartbroken ist. Als sie dann jedoch einen ihrer Lieblingsschauspieler trifft, der auf der Con eine neue Sendung promotet blüht sie wirklich auf. Der Mann redet ihr genug Mut ein, sich in der Comic-Welt zu beweisen.
Ausnahmsweise mal nichts mit Superhelden sondern eine Persiflage an die Comic-Welt hinter dem Cover. Oder vor dem Cover? Jedenfalls weiß ich grade nicht ob die erwähnten Autoren/Zeichner echt sind oder nicht - ich vermute mal nicht, vor allem nicht die Briten. Interessantes Werk, was auf eine witzige Art diese ganzen Nerdklischees (zum beispiel den Geruch) persifliert und natürlich auch die "Sachen" hinter den Kulissen, Nostalgie usw. usf. Ein wirklich cooles und schönes Werk. Rausgebracht bei einem Verlag, den ich bis jetzt nicht kannte: Ahoy! Comics!
Made by: Paul Cornell, Marika Cresta
Knight Terrors: Ravager#1
Wir befinden uns in einem weiteren großen Event innerhalb des DC-Universums. "Knight Terrors" erzählt die folgende Geschichte: Ein Bösewicht namens "Insomnia" hat die ganze Welt, inklusive Helden und Schurken in einen künstlichen Schlaf gebracht. Jeder der jetzt grade schläft, außer er ist kein organischer Organismus, durchlebt fürchterliche Alpträume. In dieser Ausgabe geht es um Rose Wilson, die Tochter von Slade Wilson aka Deathstroke. Unter dem Pseudonym "Ravager" scheint sie einen ähnlichen Job (Auftragskiller?) wie ihr Vater zu machen. Oder so. Jedenfalls, befindet sie sich ebenfalls in einem fürchterlichen Alptraum. Darin sieht sie ein kleines Mädchen, das vor zwei
knöchernen ekelhaften dämonischen Gestalten flieht. Sie schafft es, in die Situation einzugreifen und sie zu retten. Die beiden lernen einander kennen und Rose, wie das Mädchen ebenfalls heißt, erzählt ihr dass die beiden Gestalten ihre Adoptiveltern sind. Ravager stellt nun fest, dass Rose einfach eine jüngere Version von ihr ist, die nur im Traum lebt. Allerdings haben sich die beiden Vergangenheiten irgendwie miteinander verwoben, sodass sie kein Sinn ergeben. Einer der beiden Monstren ist wohl eine
Art verwandelter Deathstroke, der verzweifelt aus dieser alptraumhaften Welt ausbrechen möchte. Dafür braucht er jemanden, der mit einem Bein in der realen Welt steht...
knöchernen ekelhaften dämonischen Gestalten flieht. Sie schafft es, in die Situation einzugreifen und sie zu retten. Die beiden lernen einander kennen und Rose, wie das Mädchen ebenfalls heißt, erzählt ihr dass die beiden Gestalten ihre Adoptiveltern sind. Ravager stellt nun fest, dass Rose einfach eine jüngere Version von ihr ist, die nur im Traum lebt. Allerdings haben sich die beiden Vergangenheiten irgendwie miteinander verwoben, sodass sie kein Sinn ergeben. Einer der beiden Monstren ist wohl eine
Art verwandelter Deathstroke, der verzweifelt aus dieser alptraumhaften Welt ausbrechen möchte. Dafür braucht er jemanden, der mit einem Bein in der realen Welt steht...
Mal im ernst: Es ist ein weiteres Tie-In zu einem großen Event. Folglich ist es nicht wirklich interessant, weil es nur einen kleinen Teil einer größeren Geschichte zeigt, die sowieso in zehn Jahren gerebooted wird. Klar, das Konzept des "ewigen Alptraums" ist schon gruselig und irgendwie cool. Aber nicht wirklich neu. Außerdem nervt mich, dass ich schon wieder auf ein Tie-In reingefallen bin. Hätte mir eigentlich direkt am Titel auffallen sollen. Und das Design ist einfach unfassbar hässlich. Ich finds nicht besonders innovativ, das Ganze wie ein unfertiges Produkt aussehen zu lassen. Das einzig interessante am Comic ist der Ausblick in die Hauptstory, kurz gegen Ende. Da sieht man nämlich was in der echten Welt geschieht. Ansonsten macht mich der Comic nur müde und ich bin nicht gewillt, diesen Event irgendwie weiter zu folgen... Da ich aber die Reihe "Batman" bei PANINI lese, werde ich irgendwann, wenn der Event auch in Deutschland ankommt, "gezwungen" sein das Ganze aus der Sicht des dunklen Ritters zu lesen.
3/10 Pfandflaschen
Made by: Ed Brisson, Dexter Soy
Erhältlich bei DC
Madballs vs. Garbage Pail Kids: Time Again, Slime Again#4
Wir befinden uns am Ende einer vierteiligen Minireihe, die zwei Franchises zum Thema hat. Die "Madballs" (fliegende Bälle mit unfassbar hässlichen Gesichtern) und die "Garbage Pail Kids" (eine Gruppe von unfassbar hässlichen Kindern - der Gegenentwurf zu "Cabbage Patch Kids"). Beides waren/sind Collectibles sprich Spielzeuge und Sammelkarten. Wir haben hier also die beiden Gruppen die sich seit der prähistorischen Zeit im Streit miteinander befinden bzw. ständig am Streiten sind. In der ersten Story, die in den 1960ern vor der US-Reise auf den Mond spielt sehen wir wie die GPKs Brainy Janie und Kim Kong Präsident Kennedy bei seiner Ansprache über das Vorhaben auf den Mond zu fliegen im Fernsehen zu gucken. Jainie beschließt selbst dorthin zu reisen. Kurze Zeit baut die Gruppe Arschgesichter tatsächlich sowas wie eine Rakete die mit dem Kopf von Adam Bomb angetrieben wird, der immer wieder vor Wut explodiert. Leider sind ihnen die Madballs zuvorgekommen. Die fliegenden Bälle wollten auch zum Mond und hatten es um einiges leichter. Sie mussten einfach mit einer riesigen Schleuder ins Weltall äh geschleudert werden. Tatsächlich kommen sie auch als erste an, denn der Mond ist selbst ein fliegender Madball. Die zweite Story erzählt wie die beiden Gruppen einst in einem Einkaufszentrum ein Wettbewerb gestartet haben, wer das meiste Eis kriegt. Leider ist irgendwie die Eismaschine explodiert oder so und das ganze Gebäude wurde zu Schutt und Asche. Irgendwann im 22. Jahrhundert tauchen die fliegenden Hässlons und die Arschlochkinder aus der Erde wieder auf und werden mit einer perfekten Welt konfrontiert in der es keinen Streit gibt,
jeder gleich aussieht und es keinen Grund für Kriege oder sonstiges gibt. Diese Welt ist so dermaßen steril und desinfiziert, dass sie damit absolut nicht zurechtkommen bzw. nichts damit anfangen können. Die beiden Menschen die sie gefunden haben können im Gegensatz nicht verstehen wieso sie so in der Vergangenheit schwelgen.
jeder gleich aussieht und es keinen Grund für Kriege oder sonstiges gibt. Diese Welt ist so dermaßen steril und desinfiziert, dass sie damit absolut nicht zurechtkommen bzw. nichts damit anfangen können. Die beiden Menschen die sie gefunden haben können im Gegensatz nicht verstehen wieso sie so in der Vergangenheit schwelgen.
Was für ein unglaublich lustiger Scheiß. Die GPK sind so unfassbar eklig. Es geht nicht nur um explodierende Köpfe und riesige Gehirne sondern auch um...Eiter. Was die Madballs sein sollen, weiß ich nicht. Jedenfalls ist einer davon genau der Madball, den die Band Madball auch als Maskottchen benutzt. Ich fand diese Crossover-Ideen nicht immer gut. Ninja Turtles gegen Street Fighter fand ich letztens unfassbar Scheiße. Dafür hat vor längerer Zeit Re-Animator und Army of Darkness super funktioniert. Und das hier funktioniert auch. Zwei Franchises die es eigentlich nur zur Aufgabe hatten besonders schockierend und eklig zu wirken fusionieren. Dazwischen gibt es auch zwei Rätsel zu lösen. Es wirkt wie ein Kindercomic für diejenigen Kinder die gerne im Dreck spielen und keine Angst haben, Würmer anzufassen.
Made by: Scholly Fisch, Jason Crosby
8/10 Pfandflaschen
Erhältlich bei Dynamite Entertainment
Montag, 26. Juni 2023
Comics Monthly#108
Gargoyles#6
Wow, es gibt tatsächlich (wieder) einen Comic über die Gargoyles. Dazu noch rausgebracht von Dynamite Entertainment? Okay, nichts wie ran.
Lange Geschichte kurz: Goliath sitzt in Untersuchungshaft und es wird untersucht (höhö) ob er ein denkendes, zur Reflexion fähiges Wesen ist, dass Anspruch auf Menschenrechte hat. Währenddessen ertrinkt Brooklyn (ja, so heißt ein Gargoyle), also jetzt gerade und denkt zwangsweise über die letzten 24 Stunden nach. Beziehungsweise ist es irgendwie sein Leben was sich grade vor seinen Augen abspielt. Tatsächlich hat er, weil Goliath ja einsitzt, die Führung in der Riege der Gargoyles übernommen und sieht sich selbst als einen ziemlich schlechten Anführer. Gemeinsam mit paar anderen hat er auch versucht, Goliath zu befreien, allerdings bevorzugte dieser im Gefängnis zu bleiben um keinen großen Ärger zu verursachen. Darüber hinaus gibt es einen Subplot zwischen rivalisierenden Mafia-Familien in New York City die einander versuchen mit Drohnen und Autobomben auszulöschen. Die Gargoyles geraten dazwischen, weil sie versuchen unschuldiges Menschenleben zu retten.
So weit, so langweilig. Ein absolutes Fehlgriff. Die Story ist insgesamt betrachtet, einfach unfassbar uninteressant. Ich verstehe absolut nicht, wieso man das zu Papier bringt. Ein Mafia-Obermacker der bei einem Anschlag verletzt wird und im Krankenhaus liegt und ein weiterer der ihm besucht und "ei ei ei" macht und eine mögliche Rache bespricht. Dann natürlich der Gedanke ob Menschen und Gargoyles jemals wirklich friedlich und im Einklang nebeneinander leben können. Es gibt auch einen Rückblick auf die Zeit, als Brooklyn eine Art Zeitreise in verschiedene Epochen gemacht hat. Alles soweit vorhersehbar aber nicht auf eine angenehme, nostalgische sondern auf eine...langweilige Art. Darüber hinaus sind die Zeichnungen einfach meh. Sie sind quasi 1:1 von der Zeichentrickserie abgekupfert und sehen aus als wären sie mit einem merkwürdigen Filter überzogen. Scheiße einfach. Wofür das Ganze? I don't know.
4/10 Pfandflaschen
Made by: Greg Weisman, George Kambadais
Erhältlich bei Dynamite Entertainment
Rustbelt#2
Ich habe diesen Comic online gefunden. Es ist eine Independent Produktion, rausgebracht bei Erie County Comics. Geschrieben und gezeichnet von Tivo Rodriguez.
Wir befinden uns in den 1980er Jahren in Buffalo, New York. Mehrere Menschen in einer Siedlung fallen in Ohnmacht. Zwei kleine Jungs beobachten nachts aus ihrem Fenster wie ein Monster mit hell leuchtenden Augen im Garten ihrer Eltern umherstreift. Als die Frau eines recht generisch aussehenden Typen mit Brille (der zudem einen schicken 80s Pulli trägt) namens Amaylo Ayala den Anruf bekommt dass wieder jemand in Ohnmacht gefallen ist, beschließt er die Sache gründlich zu untersuchen....Oder besser sein Alter Ego: RUSTBELT. Eine Art ferngesteuertes Roboter Kostüm a lá Iron Man. Vom heimischen Keller aus steuert er es und kommt am Ort des Geschehens an, wo er eine seltsame radioaktive Energiewelle verspürt. Doch es stellt sich heraus, dass er nicht alleine das "Verbrechen" untersuchen will. Es taucht ein weiterer lokaler Superhero auf: Ein Typ der verdächtig nach Rick James aussieht, namens Kensington Bailey. Er ist in der Lage riesige Energiewellen in Form einer Ohrfeige zu verteilen. Natürlich kommt es zu einem Kampf zwischen den Beiden, bis Rustbelt realisiert dass die radioaktive Welle nicht von Kensington ausgeht. Dieser zeigt ihm daraufhin wie seine Kräfte
funktioniert und entführt sein "Inneres" auf eine kurze Reise in die Welt der Magie? Musik? Wasweißich?
funktioniert und entführt sein "Inneres" auf eine kurze Reise in die Welt der Magie? Musik? Wasweißich?
Ähm... Der Comic hat nur 14 Seiten und hat einen ungewöhnlichen Zeichenstil. Höchstwahrscheinlich am Computer gezeichnet und koloriert. Wirkt auf mich so, als hätte jemand mit Pastellfarben rumhantiert und es wie einen waschechten 80er Comic aussehen lassen wollen. Die Farbe der einzelnen Seiten soll gelb bzw. vergilbt rüberkommen. Die kurze Kampfszene ist on point. Das Design der Gesichter und Körper wirkt nicht urkomisch oder unrealistisch. Es ist für einen Amateur-Comic tatsächlich nicht schlecht. Man sieht aber, dass der Kollege keine Augen zeichnen kann. Die wenigen menschlichen Charaktere ohne Brille (Frau, die beiden Jungs) haben zwar Augen sind aber nur ganz kurz zu sehen. Amaylo als auch Kensington sind öfter zu sehen und tragen jeweils eine Brille. Es wirkt auf mich so als würde man etwas vertuschen wollen. Jedenfalls: Der Autor hat damit eine coole Hommage an seinen Opa (Amaylo Ayala) gemacht. Hut ab für die Idee!
Erhätlich bei Erie County Comics
6/10 Pfandflaschen
Teenage Mutant Ninja Turtles vs. Street Fighter#1
Wir befinden uns in Atlantic City auf einem großen Tournament. Das erste was wir zu sehen bekommen ist wie die mutierte Schildkröte Raphael gegen Street Fighter Character Guille im Boxring kämpft. Beobachtet wird das ganze insgesamt von den Bösewichten der jeweiligen Franchises Baxter Stockman und M. Bison. Natürlich ist das Tournament "gesteuert" und Bison veranlasst den Referee den Kampf wegen "Verstoß gegen die Regeln" abzubrechen und so Guille zum Gewinner werden zu lassen. Dieser ist sehr darüber enttäuscht, weil er gerne fair gewonnen hätte. Im weiteren Verlauf der Geschichte sehen wir wie die Turtles sich lauter Fast Food reinziehen und immer wieder von irgendwelchen Leuten angesprochen werden, deren Angehörige auf mysteriöse Weise verschwunden sind. Danach kämpft Michelangelo gegen Chun-Li und verliert. Die gesamte Entourage von Guille fängt an Lunte zu riechen und ist langsam der Meinung, dass das gesamte Tournament irgendwie manipuliert ist.
Gähn. Wir kriegen zwei Kampfsequenzen zu sehen wobei erwartungsgemäß die Schildkröten gegen die Street Fighter Leute kämpfen. Dazwischen gibt es irgendeine ebenso erwartbare Handlung. Die Zeichnungen sind ganz nett. Aber eigentlich kann ich nicht sagen, dass mich das hier umhaut. Es ist ein stinknormales Crossover zwischen zwei Franchises aus den 90ern, die "das Fanherz höher schlagen lassen sollen" aber so vorhersehbar wie fick sind. Es ist einfach scheiße uninteressant.
3/10 Pfandflaschen
Made by: Paul Allor, Ariel Medel
Erhältlich bei IDW Publishing
Freitag, 26. Mai 2023
Comics Monthly#107
Alien#1
Nun, da 20th Century Fox jetzt Disney gehört bringt Marvel (das auch Disney gehört) nicht nur Predator sondern auch Alien Comics heraus. Predator hatten wir hier letztens schon, jetzt ist Alien dran.
Wir befinden uns im Jahre 2195 auf dem eiskalten Mond LV-695. Eine ganze Familie lebt hier. Batya, Dayton und Zasha. Batya ist eine hochrangige Wissenschaftlerin, Dayton ein erfahrener Minenarbeiter und Zasha ist ihre Tochter. Tatsächlich ist ihr Aufenthalt hier kein Vergnügen. Sie arbeiten für ein Unternehmen namens Talbot, dass sich mit Terraforming beschäftigt. Sie haben einen wichtigen Auftrag - Wasserquellen auf diesem Mond finden bzw. irgendwas, was ihn bewohnbar macht. Eine wichtige Entdeckung würde bedeuten, dass sie bald von dort verschwinden möchten. Batya ist nämlich schwanger und möchte ungern das Kind auf diesem fliegenden Stein gebären. Als Zasha bei einer Höhlenbesichtigung einen eingefrorenen Facehugger findet, bringt sie ins Labor bzw. Lager. Die Info darüber wird an die Firma Talbot weitergeleitet und es dauert nicht mehr lange bis die Multinational Corporation Weyland Yutani die Firma übernimmt und sich auf dem Weg zum Mond macht. Sie
tauchen mit ihrem riesigen Schiff auf und wollen unbedingt das Exemplar des Facehuggers mitnehmen. Dayton wehrt sich gegen die Übernahme und wird festgenommen. Zasha kann fliehen und sich in den Luftschächten verstecken. Dummerweise merkt niemand, dass der tiefgefrorene Facehugger langsam auftaut.
tauchen mit ihrem riesigen Schiff auf und wollen unbedingt das Exemplar des Facehuggers mitnehmen. Dayton wehrt sich gegen die Übernahme und wird festgenommen. Zasha kann fliehen und sich in den Luftschächten verstecken. Dummerweise merkt niemand, dass der tiefgefrorene Facehugger langsam auftaut.
Ich hätte nicht gedacht, dass es so angenehm zu lesen sein wird. Mir hat vor allem der Monolog zu Beginn der Ausgabe gefallen. Es sieht nämlich fast schon danach aus, als würden Xenomorphs über sich selbst sprechen. Cool. Das Design ist auch sehr cool. Hin und da etwas Anime-Mäßig aber nicht auf die kindische Art. Schöne Zusammenstellung der Farben, schöne Darstellung von Schnee. Die Story ist auch nicht uninteressant, ist aber insgesamt zu 85% ähnlich wie so viele Alien-Geschichten. Es sind Menschen die irgendwo weit entfernt sind und sie treffen auf Aliens und irgendwie wird die Situation unterschätzt. Aus irgendeinem Grund mischt sich auf Weyland Yutani ein. Es ist fast schon standard. Es ist schade, dass diese Kuh so endlos gemolken wird und man auf eine gewisse Weise Recycling betreibt. Trotzdem sieht der Comic cool aus und war angenehm zu lesen.
7,5/10 Pfandflaschen
Made by: Declan Shalvey, Andrea Broccardo, Triona Farrell
The Giant Kokjü#2
"When times are darkest......just take joy where you find it."
Was zum geistigen Fick-Fuck habe ich da grade gelesen?
Wir kriegen einen kurzen Rückblick auf die erste Ausgabe. Ein riesiges Kaiju-Monster, eine Art purpurner Dracher hat eine Großstadt angegriffen und fickt alle Gebäude die er antrifft. Ganz genau. Er schiebt seinen riesigen Lümmel überall in jeden Wolkenkratzer rein. Dabei scheißt er ganz schön viel auf die Straße und stößt unfassbar viele Phäromone heraus, die einige Menschen ziemlich notgeil werden lassen, sodass sie sich in dieser kritischen Situation die Zunge in den Hals schieben. Irgendeine geheime Untergrund-Top-Secret Organisation (die geheim ist) hat einen Wissenschaftler gekidnappt, der wohl als einzige in der Lage ist dieses Debakel zu lösen. Sie entführen ihn in ihr
H.E.A.D.Q.U.A.R.T.E.R.S. wo er auf seinen ehemaligen Kollegen, einen klischeehaften Japaner, trifft. Zusammen mit ihm haben sie einen riesigen Mecha, einen funky 70s Disco Samurai entwickelt in welchen er jetzt einsteigen und gegen den KOKJÜ (Ja, so nennt man das Monstrum) kämpfen darf. Aber nur wenn seine Frau und Kinder in Sicherheit gebracht werden und eine Entschädigung kriegen.
H.E.A.D.Q.U.A.R.T.E.R.S. wo er auf seinen ehemaligen Kollegen, einen klischeehaften Japaner, trifft. Zusammen mit ihm haben sie einen riesigen Mecha, einen funky 70s Disco Samurai entwickelt in welchen er jetzt einsteigen und gegen den KOKJÜ (Ja, so nennt man das Monstrum) kämpfen darf. Aber nur wenn seine Frau und Kinder in Sicherheit gebracht werden und eine Entschädigung kriegen.
Was zum Fick. Eine Art sehr obskure Parodie auf US-Amerikanische Versionen von japanischen Kaiju-Filmen. Es wird genau diese Art und Weise von Storytelling parodiert. Was es mit dem riesigen fickenden Drachen auf sich hat, kann ich noch nicht beantworten. Vielleicht ist es einfach eine gute Kaiju-Parodie mit einigen Seitenhieben auf das heutige Zeitgeschehen. Ich habe keine Ahnung wer der Erzähler in dieser Story ist, vielleicht ist es der Autor selbst, aber man macht sich über Immobilienhaie und Elon Musk lustig. Ich habe gelacht, so insgesamt. Finde es großartig, wenn man auf diese Art vorm Kopf stoßen kann.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Gerry Duggan, Scott Koblish
Erhältlich bei Image Comics
Hach, wie schön. Wir befinden uns wieder in der in den 1990er Jahren erdachten möglichen Zukunft des Marvel-Universums. Der hiesige Spider-Man, Miguel O'Hara hat in seiner Heimatstadt Nueva York gegen machthungrige Eliten gekämpft. Inhaber sogenannter "Black Cards", die außerhalb des Gesetzes agiert haben. Sein Kampf war erfolgreich, die Eliten geschwächt, das Volk gestärkt. Allerdings hat es dazu geführt, dass die Gewalt gegen ehemalige Millionäre gewachsen ist und es noch mehr Gewaltopfer gibt. Eines dieser Opfer ist Michael Erick. Zu Beginn der Ausgabe wird sein Apartment von mehreren wütenden Leuten angegriffen. In letzter Not greift er zu einem geheimnisvollen Gefäß, in welchem sich der Symbiont befindet der als "Carnage" bekannt ist. Folglich wird Erick zur neuesten Inkarnation von Carnage und daraufhin auch zu einer Art "Publikumsmaskottchen". Sein neues Ich
versucht nun angeblich "für die kleinen Leute" zu kämpfen und greift das Gebäude des Alchemax Konzerns an, das wohl eines der korruptesten im ganzen Land ist. Spider-Man und die außerirdische Spider-Woman versuchen zu intervenieren und den Leuten beizubringen, dass sie nur von Carnage in ihrer Wut ausgenutzt werden. Leider wird Spidey im Kampf mit Carnage verletzt, genauso wie ein Polizist der grade seine Tochter angerufen hat, um ihr mitzuteilen dass er heute später nach Hause kommt. Das Ausmaß an Gewalt weckt mehrere Superhelden, die auch in diesem Jahrhundert aktiv sind: Ghost Rider, Moon Knight und....Venom.
versucht nun angeblich "für die kleinen Leute" zu kämpfen und greift das Gebäude des Alchemax Konzerns an, das wohl eines der korruptesten im ganzen Land ist. Spider-Man und die außerirdische Spider-Woman versuchen zu intervenieren und den Leuten beizubringen, dass sie nur von Carnage in ihrer Wut ausgenutzt werden. Leider wird Spidey im Kampf mit Carnage verletzt, genauso wie ein Polizist der grade seine Tochter angerufen hat, um ihr mitzuteilen dass er heute später nach Hause kommt. Das Ausmaß an Gewalt weckt mehrere Superhelden, die auch in diesem Jahrhundert aktiv sind: Ghost Rider, Moon Knight und....Venom.
Soooo gefällt mir das. Eine Story die schon desöfteren da gewesen ist, die allerdings spannend erzählt wird und nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Superhelden als Bindeglied zwischen Recht und Ordnung und dem Willen des Volkes. Sie kämpfen gegen Eliten wollen aber niemanden töten. Dazu noch etwas Fan-Service in Form von alten Schurken/Helden und natürlich eine Neuausrichtung dieser Charaktere. Die außerirdische Spider-Woman sieht aus wie eine Mischung aus....Xenomorph und Spider-Woman. Kein Scheiß. Justin Masons Zeichnungen haben wenig mit 90er Jahre Design gemein und bieten schon irgendwie was neues allerdings gleichzeitig was vertrautes. Man sieht: Marvel gibt sich hinsichtlich ihres Flagschiffs Spider-Man weiterhin große Mühe. Gefällt.
8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Justin Mason, Steve Orlando
Erhältlich bei Marvel Comics
Mittwoch, 29. März 2023
Comics Monthly#106
Monarch#2
Dieses wunderschöne Werk aus dem Hause Image Comics erzählt uns die Geschichte eines Jungen aus der Stadt Compton, Kalifornien der etwas erlebt hat wovon er noch Jahrzehnte später seinen Nachfahren erzählen wird: einen außerirdischen Angriff auf die Erde. Travon ist ein einfacher Schüler, der gerne mit seinen Freunden abhängt und sich für Astronomie interessiert. Vor einiger Zeit hat er mit seiner (besten) Freundin seine Lehrerin besucht und sie hat ihnen erzählt wie sie vor einigen Jahren ein UFO gesehen hat. Es hat mit einem Strahl den Boden bestrahlt und sie ging dorthin, um nachzusehen. Daraufhin pflanzte sie dort die Lieblingsblume ihrer Mutter. Doch das war irgendwann mal. Jetzt wird die Erde angegriffen, Travons Freunde müssen sich verstecken um zu überleben und er selbst...wurde von Aliens gekidnappt. Er befindet sich nun auf dem Raumschiff und wird untersucht. Irgendwie fühlt es sich für ihn an, als wüsste er nicht mehr wer bzw. was genau er ist. Als würden in seinem Körper zwei unterschiedliche Organismen wohnen. Doch die Außerirdischen wollen ihm nichts böses, sondern ihm beibringen, was für eine Rolle er im Angriff auf die Erde spielt.
Fuck, das war ganz schön schwer, das hier nicht zu spoilern. Ich sage es, wie es ist. Es ist ein fantastischer Comic. Tatsächlich. Sicher, das Konzept "Erde wird angegriffen, weil die Menschen viel zu viel Zeit ires Lebens damit verbringen sich selbst zu vernichten und sie verdienen es nicht zu leben etc. etc." ist nicht neu. Allerdings ist die Art und Weise wie die Bilder die Geschichte transportieren so unfassbar schön. Ich mag die Farbkonstellationen, die "normale" Art wie die Menschen gezeichnet sind. Gleichzeitig ist der Comic so mysteriös weil man zwar vermuten könnte, was als nächstes passiert es aber doch nicht so genau weiß. Und ich wiederhole mich zwar, aber: Verdammt ist das schön gezeichnet. Ich bin wirklich sehr fasziniert.
8,5/10 Pfandflaschen
Made by: Rodney Barnes, Alex Lins, Luis NCT
Erhältlich bei Image Comics
Predator#1
Okay, halten wir mal die Fakten fest. "Predator" gehört 20th Century Fox. 20th Century Fox wurde von Disney aufgekauft, darum sind die ganzen Predator-Filme jetzt auch auf Disney Plus zu sehen. Marvel wurde ebenfalls von Disney aufgekauft, darum sind Predator Comics jetzt nicht mehr bei Dark Horse sondern eben bei Marvel zu finden. So einfach ist das.
Zu Beginn des Comics sehen wir mehrere bewaffnete Menschen die auf einem dschungelhaften Planeten landen und prompt vor lauter Yautja (so heißt die Spezies der Predatoren) flüchten müssen. Sie versuchen, sich mit Waffen zu wehren, einige werden jedoch brutalst abgeschlachtet. Es fliegen Köpfe. Es sind verschiedene Menschen. Sie sehen aus wie Polizistinnen, Soldaten, Waffenfreaks und einfach nur "schwere Jungs". Irgendwann kommt es zu einer Art Atempause. Man hat es geschafft, vor den Predatoren zu fliehen und berät sich nun. Es stellt sich heraus, dass alle aus verschiedenen Zeiten
stammen. Scheinbar ist grade das Jahr 2052(?) und die ganzen Gestalten die sich jetzt in einer Höhle auf einem unbekannten Planeten verstecken müssen stammen aus den Jahren 1987, 1997, 2015, 2022 usw. usf. Nach und nach sammelt man Informationen - ein Soldatenehepaar dass auch dabei ist offenbart ihr Wissen: Die Yautja sammeln Spezies um sie zu jagen und um so ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. Jetzt muss man einen Weg finden, hier zu überleben und vielleicht auch wieder weg zu kommen.
stammen. Scheinbar ist grade das Jahr 2052(?) und die ganzen Gestalten die sich jetzt in einer Höhle auf einem unbekannten Planeten verstecken müssen stammen aus den Jahren 1987, 1997, 2015, 2022 usw. usf. Nach und nach sammelt man Informationen - ein Soldatenehepaar dass auch dabei ist offenbart ihr Wissen: Die Yautja sammeln Spezies um sie zu jagen und um so ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. Jetzt muss man einen Weg finden, hier zu überleben und vielleicht auch wieder weg zu kommen.
Zunächst dachte ich mir, dass es irgendwie uninteressant sein wird. Man sieht wie die ganzen Leute von den Yautja umgebracht werden, es ist irgendwie spaßig aber durchaus berechenbar. Dann kommt der ganze Aspekt mit den Zeitreisen, der alles auf eine interessante Ebene bringt. Es besteht eine Kontinuität mit den Filmen "Predator" 1 und 2 als auch "Predators" und "Predator: Upgrade". Insgesamt überrascht der Comic einen mittendrin doch, ist aber trotzdem relativ berechenbar. Ich meine, die Masche die von den Predatoren seit Jahrtausenden gebracht wird, ist halt einfach nicht neu. Wer jemals einen Predator Comic von Dark Horse gelesen hat, weiß das. Trotzdem hatte ich Spaß, wenn auch nur kurzweilig.
6/10 Pfandflaschen
Made by: Ed Brisson, Netho Diaz
Erhältlich bei Marvel Comics
Was passiert eigentlich mit all den Serienkillern, paranormal wie nicht-paranormal, während sie grade nicht massenweise Menschen abschlachten und für Unruhe sorgen? Eine Serienmörderin, die von einer lebenden Bauchrednerpuppe begleitet wird? Ein Killer-Clown? Ein Hannibal-Lecter-Abklatsch? Nun, sie leben in einer geschlossenen Gemeinschaft namens Wilmhurst. Ich weiß nicht, was in der letzten Ausgabe passiert ist, aber ein kleiner Junge, der nur Merriweather genannt wird, hat wohl etwas schlimmes in Wilmhurst erlebt und wird gerade von Special Agent Connor Hayes verhört. Um das ganze Prozedere legal zu machen, bringt Hayes ihm nach Wilmhurst um per Zeugenaussage festzustellen, wo die ganzen Killer sich befinden. Hayes selbst ist Überlebender zweier Angriffe. Vor zwanzig Jahren wurden seine Mutter und Schwester auf einer Kirmes vom Psychokiller Daniel Dawson umgebracht. Vor fünfzehn Jahren überlebte er den Angriff eines weiteren Gestörten in einem Waisenhaus. Nun ist Hayes eine lebendige Waffe, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Welt von Monstern/Killern/Psychopathen zu befreien. Mithilfe von mehreren Polizisten infiltriert er das Gelände und trifft auf eine alte Frau namens Zel, die laut seinen Recherchen scheinbar seit Jahrzehnen nicht gealtert ist und eine Art Mentor für den ganzen Killerhaufen ist. Sie war auf dem besagten Massaker zugegen und hat Daniel Dawson für einen "guten Job" gelobt. Doch es läuft alles nicht so wie gedacht. Die skurrillen Anwohner entschließen sich Widerstand gegen die Polizei zu leisten und "a bunch of cops" umzubringen. Der Killer Clown holt sogar einen Flammenwerfer raus.
Eine witzige Idee, die auf mehrere Horrorfilmfranchises anspielt, die ich grade gar nicht aufzählen will. Aber auch auf Real Life Serienkiller. Ich weiß nicht, ob die Idee des Comics etwas neues ist. Es ist nichts neues, dass ein Survivor mit voller Wucht zurückkehrt und seinen Peingern den Garaus als auch die Welt besser machen will. Und natürlich ist es auch nicht neu, dass eine mystische Kraft (in Form eines Menschen) die menschlichen bösen Kräfte irgendwie unterstützt. Tatsächlich wirkt der Comic aber ziemlich frisch auf mich. Die fast schon skizzenartigen Zeichnungen von Piotr Kowalski und die Farben von Vladimir Popov gefallen mir. Kyle Starks schrieb die Story und ich glaube, er wollte absichtlich etwas super skurrilles erschaffen. Allerdings wirkt der Character von Connor Hayes erstmal irgendwie flach. Witziger sind die ganzen Serienkiller mit illustren Namen wie... Richard (der Clown), Packrat, Puzzleman oder... FUCKMASTER (ja, richtig gelesen). Ich bin nicht ganz sicher, in was für eine Richtung sich das hier entwickeln wird, aber... es könnte vielleicht witzig werden.
7/10 Pfandflaschen
Made by: Kyle Starks, Piotr Kowalski, Vladimir Popov
Erhältlich bei Dark Horse Comics
Sonntag, 26. Februar 2023
Comics Monthly#105
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von Comics Monthly. Diesen Monat versuche ich mich auf die Comics des Verlags Dark Horse Comics zu konzentrieren. Die zufällige Wahl fiel als erstes auf den Comic "Minor Threats" und so dachte ich mir, dass auch die anderen zwei auch von Dark Horse sein könnten. Here we go.
Minor Threats#4
Wir befinden uns in der fiktiven Welt von Twilight City. Es ist eine Art Hommage auf Gotham City mit all ihren Superschurken und (natürlich) einen finsteren Beschützer a lá Batman. Nur heißt dieser hier Insomniac. Er hat vor kurzem einen Sidekick verloren. Kid Dusk wurde von einem Superschurken namens Stickman brutal ermordet. Damit hat dieser eine rote Linie überschritten, was Insomniac zum absoluten Ausrasten gebracht hat. Von nun an ist er auf einem Rachefeldzug gegen alle Superschurken und scheut sich auch nicht davor brutale Gewalt anzuwenden oder jemanden zu ermorden. Eine Gruppe von Schurken hat sich nun zusammengetan um gemeinsam gegen Insomniacs Angriffe sich verteidigen zu können. Leider hat Stickman sie nun alle gekidnappt, mit Bomben versehen und per Teleportation (eine Fähigkeit des Schurken Sideswipe) in das Versteck von Insomniac gebracht. In die Hölle des Löwen. Oder um genauer zu sein, in die "Dream Cavern". Stickman tut das, weil er eine Obsession mit Insomniac und dem ganzen Schurken/Helden-Spiel hat. Er möchte das Ganze simpel aber interessant halten. Es muss wieder Spaß machen. Darum sind sie jetzt alle hier und sind mit Bombengürteln
ausgestattet und müssen gleich um ihr Leben kämpfen. Allerdings wären sie nicht in die Falle geraten, hätte sie nicht einer aus ihren eigenen Reihen verraten.
ausgestattet und müssen gleich um ihr Leben kämpfen. Allerdings wären sie nicht in die Falle geraten, hätte sie nicht einer aus ihren eigenen Reihen verraten.
Faszinierend. Geschrieben von Patton "Spencer aus King of Queens" Oswalt und Jordan Blum, gezeichnet von Scott Hepburn. Spätestens seit der Umsetzung von "The Boys" als Streaming-Serie hat man einen komplett anderen Blick auf Superhelden. Man sieht nicht nur die "heldenhafte" Seite des Business sondern auch die obsessive, eingebildete, narzisstische Art. Wir haben es hier mit einer Hommage an Batman und seine Schurkengalerie zu tun mit einer Prise selbstironischer und gewalttätiger Art - wie bei "The Boys" eben. Insomniac ist hochgradig psychisch gestört. Er ist sauer darüber, dass ihm jemand "die Rache genommen hat", verhält sich also alles andere als heldenmäßig. Die Schurken hier scheinen zumindest irgendwie einen Ehrenkodex einhalten zu wollen und sind zumindest auf den ersten Blick gar keine so schlechten Menschen. Bis auf Stickman natürlich - dieser ist selbstverständlich eine Hommage an Joker. Von einem Comedian zu einem Strichmännchen ist es auch nicht weit. Scott Hepburns Zeichnungen sind erste Sahne. Schön gory, detailliert, voll mit klitzekleinen Anspielungen auf die übrige Superheldenwelt. Und mein Gedächtnis hat mich nicht getäuscht. Patton Oswalt hat in seiner Jugend viel Punk gehört, darum heißt dieser Comic auch "Minor Threats" ähnlich wie die Band von Dischord Records.
Erhältlich bei Dark Horse Comics
8,5/10 Pfandflaschen
Space Job#1
Erste Ausgabe von vieren. Zu Beginn kriege ich ein Gefühl als würde eine Art Mischung aus "The Office" und "Star Trek" lesen.
ACHTUNG SPOILER:
Zu Beginn kriegen wir es mit Danny Sheridan zu tun. Der junge Mann war früher mal Pizzabäcker in e
iner schmierigen Filiale, hat es aber durch konstantes Bewerben auf ein Raumschiff geschafft. Die S.S. George H.W. Bush erwartet ihn bereits. Er ist nun der erste Offizier. Allerdings merkt er schnell, dass sie gar nicht an die Raumstation angedockt hat, in welcher er sich befindet. Also beschließt er einen Spacewalk zu unternehmen und so an Bord zu gelangen. Dort wird er schnellstens begrüßt und stellt fest, dass die ganze Crew kaum an ihm interessiert ist. Als er sich in den Offiziersstuhl setzt, explodiert irgendwas und plötzlich steckt ein 3 inches langes Plastikteil in seinem Gehirn. Er ist tot.
iner schmierigen Filiale, hat es aber durch konstantes Bewerben auf ein Raumschiff geschafft. Die S.S. George H.W. Bush erwartet ihn bereits. Er ist nun der erste Offizier. Allerdings merkt er schnell, dass sie gar nicht an die Raumstation angedockt hat, in welcher er sich befindet. Also beschließt er einen Spacewalk zu unternehmen und so an Bord zu gelangen. Dort wird er schnellstens begrüßt und stellt fest, dass die ganze Crew kaum an ihm interessiert ist. Als er sich in den Offiziersstuhl setzt, explodiert irgendwas und plötzlich steckt ein 3 inches langes Plastikteil in seinem Gehirn. Er ist tot.
Ich finde es unfassbar witzig, wie der Leser auf eine falsche Fährte geführt wird. Es geht hier gar nicht um Danny Sheridan. Es geht um eine absolut genervte und zwischenmenschlich kaputte Crew eines Schiff dessen Zweck mißbraucht wird, dessen Kapitän seine Exkremente als "Captain's log" (lol) bezeichnet. Es spielt sich zwar im Weltraum ab, wirkt aber weniger wie Sci-Fi, sondern mehr wie eine Tragikomödie. Nennen wir es Space Dramedy. Keine Ahnung. Jedenfalls hatte ich beim Lesen tatsächlich Spaß gehabt. Auch Designtechnisch ist das n schönes Ding. Man kriegt tatsächlich den Eindruck, es würde sich um einen wahren, glattpolierten Sci-Fi Comic handeln, bis man dann vom Autor verarscht wird. Ich finds gut, weiß aber noch nicht so ganz ob mich weitere Ausgaben reizen würden.
8/10 Pfandflaschen
Made by: David A. Goodman, Álvaro Sarraseca
White Savior#2
Wir befinden uns im feudalen Japan. Ein asiatischer (ja, das ist wichtig) US-Amerikanischer Jugendlicher namens Todd ist mithilfe einer zufälligen Zeitreise hier gelandet. Mittlerweile ist er "angekommen" und hat sich mit mehrere Einheimischen eines Dorfes angefreundet. Es steht ein großer Angriff zuvor, ein Vertreter eines verfeindeten Stadtstaates/Dorfes/Präfektur will demnächst angreifen. Zum Glück, oder zum Pech ist ein Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika da. Ein gewisser Typ namens Nathan Garin. Er ist ein brutaler US-General, der nicht nur die Kopfhaut von amerikanischen Ureinwohnern abgezogen hat, sondern auch ihre Gesichter. Nun soll sein Fachwissen eingesetzt werden, um das Dorf vor den Angreifern zu retten. Dummerweise scheint Garin keinen blassen Schimmer zu haben, was Strategie und Logik betrifft. Als Todd ihm widerspricht, markiert er ihn
prompt als Dorftrottel, sodass ihn keiner mehr ernst nimmt. Zusammen mit einer Taschendiebin namens Maggie, die genauso wie er in der Vergangenheit festsitzt entwickelt er einen Plan wie sie gemeinsam Garin ausschaltet und das Dorf wirklich retten. Denn irgendwie muss die Prophezeiung, bzw. die sagenumwobene Rettung, von der in der Zukunft erzählt wird, irgendwie in Erfüllung gehen. Gleichzeitig kriegen wir mit wie die Gegenseite (scheinbar) mit dem US-Amerikanischen Söldner Zedidiah Grant paktiert.
prompt als Dorftrottel, sodass ihn keiner mehr ernst nimmt. Zusammen mit einer Taschendiebin namens Maggie, die genauso wie er in der Vergangenheit festsitzt entwickelt er einen Plan wie sie gemeinsam Garin ausschaltet und das Dorf wirklich retten. Denn irgendwie muss die Prophezeiung, bzw. die sagenumwobene Rettung, von der in der Zukunft erzählt wird, irgendwie in Erfüllung gehen. Gleichzeitig kriegen wir mit wie die Gegenseite (scheinbar) mit dem US-Amerikanischen Söldner Zedidiah Grant paktiert.
Halten wir es fest. Die Story ist eine Parodie auf sogenannte "Weißer Typ kehrt in die Vergangenheit zurück und rettet alle"-Kung-Fu/Martial-Arts/History-Filme. Nur, dass die Hauptfigur nicht weiß ist. Es wird noch angedeutet, dass alles einen Ursprung in einer uralten Gilde von Helden halt, die den "wahren" Helden mit der weißen Haut immer zur Hilfe eilt. Aber es stellt sich heraus, dass es auch nur ein Witz ist. Der Bösewicht ist furchtbar furchtbar klischeehaft und ist sich dessen absolut bewusst. Das ist auch der Witz daran. Der ganze Comic ist absolut self aware und tatsächlich furchtbar lustig gestaltet. Mein Problem ist die zeichnerische Darstellung. Es ist einfach absolut hässlich anzusehen, bis auf ein echt schönes Panel. Wie die Autoren schon zu Beginn angemerkt haben, könnte der Stoff durchaus von Netflix aufgegriffen werden. Bin ich auch der Meinung. Es ist eine wunderbare Hommage an schlechte Hollywood-Schinken in welchen der tapfere weiße Mann von einem kleinen asiastischen/indischen/afrikanischen/osteuropäischen Dorf zum Helden gemacht wird. Ich hatte Spaß.
7/10 Pfandflaschen
Made by: Eric Nguyen, Scott Burman
Freitag, 27. Januar 2023
Comics Monthly#104
Hallo und herzlich willkommen zum ersten "Comics Monthly" im Jahre 2023. In dieser Ausgabe beschäftige ich mich (höchstwahrscheinlich) nur mit DC Comics. Ich habe mir nämlich schon zu Beginn des Monats die Comics ausgesucht.... denke nicht dass ich mich umentscheide.
DC Horror Presents: Sgt. Rock vs. Army of the Dead#5
Ich glaube, nur wenige von euch würden Sgt. Rock kennen. Wenn dann höchstens als halbverwester, ausgegrabener Toter in der Reihe "Batman: Death Metal", die auf Deutsch bei Panini erschienen ist. Jedenfalls war der Gute Soldat der US Army und Anführer einer Commando Truppe namens "Easy Company", im zweiten Weltkrieg.
Wie schon angedeutet, spielt der sechsteilige Comic im zweiten Weltkrieg. Das "Easy Company" hat einen ganz besonderen Auftrag bekommen: Irgendwo im Wald den Bunker von Adolf Hitler ausräuchern. Oder um es besser zu sagen - das Arschloch töten. Hierfür wird die ganze Kompanie mit einem Flugzeug überm Wald abgeworfen. Schon bald fangen die Soldaten, angeführt von Sergeant Rock, sich an den besagten Bunkern heranzuschleichen. Unterstützung kriegen sie von der Luft aus. Interessanterweise werden Adolf und seine Partnerin Eva Braun von untoten SS-Soldaten beschützt, die in der Lage sind Grunzlaute ("Heil!") von sich zu geben und mit Maschinengewehren umzugehen. Es
dauert nicht lange, bis sie in den Schutzraum von A und E eindringen und auf die beiden treffen. Leider hat sich der Führer schon lange vorher ein Serum verabreichen lassen, dass ihn nahezu unzerstörbar und.. untot macht. Dasselbe hat Eva Braun getan.
dauert nicht lange, bis sie in den Schutzraum von A und E eindringen und auf die beiden treffen. Leider hat sich der Führer schon lange vorher ein Serum verabreichen lassen, dass ihn nahezu unzerstörbar und.. untot macht. Dasselbe hat Eva Braun getan.
Insofern geht es hier darum, dass US-Soldaten Nazis töten. Soweit, so banal, so unterhaltsam. Leider kriegen wir in der fünften (von sechs) Ausgaben nicht so viel von den untoten SS-Soldaten zu sehen. Dafür können wir lesen, wie der Krieg aus der Sicht von Sgt. Rock abläuft. Er fungiert nämlich als Erzähler in der Geschichte und erklärt dem Leser einige Kriegsregeln, die sehr wichtig sind. Geschrieben von Bruce Campbell (ja, der!) und gezeichnet vom großartigen Eduardo Risso (u.a. 100 Bullets). Durchaus unterhaltsam, da ich auf Kriegsgeschichten (speziell aus US-Perspektive) stehe, auch wenn sie nur Fiktion sind. Liest sich bestimmt noch besser am Stück - also alle sechs Ausgaben. Vorteilhaft ist, dass man diese hier lesen kann ohne die anderen zu kennen. Fazit: Geil, wenn auch kurzweilig.
8/10 Pfandflaschen
Made by: Bruce Campbell, Eduardo Risso
The Nice House on the Lake#12
Der Titel ist offensichtlich eine Anspielung an den Horrorshocker "The Last House On The Left". Es geht allerdings weniger um Horror sondern um Zwischenmenschliches und...Mystery.
Ryan ist eine junge Frau, die zusammen mit einem Haufen Freunde zum Haus eines weiteren Freundes eingeladen wurde. Walter, Ryan und die anderen kennen sich seit der High School und haben sich schon lange nicht gesehen. Er lädt sie in eine Art Sommerhaus ein, dass einfach nur riesig und hochmodern ist. Der Clou an der Sache: Walter ist kein Mensch sondern ein Außerirdischer, der für einen geheimen
Kult/geheime Organisation arbeitet. Ihr Ziel ist die Zerstörung des Lebensraum der Menschen und Aufrechterhaltung des Lebens von bestimmten Menschen. Walter entscheidet sich allerdings seine Befehle zu missachten und das Leben seiner Freunde zu retten, indem er sie in dem besagten Haus versammelt. Die ganze Welt um sie herum geht unter und Walter teleportiert sie in eine andere Dimension. Bei der ganzen Aktion stirbt Naya, eine Freundin aus der (ehemaligen) Clique und alle sind zutiefst bestürzt. Das Ende der Welt lief also doch nicht so wie erwartet. Walter dachte nämlich, dass alle ihn dankbar sein werden. Nun bietet er eine Option an, damit die anderen sich besser fühlen. Er möchte, dass sie ihn umbringen.
Kult/geheime Organisation arbeitet. Ihr Ziel ist die Zerstörung des Lebensraum der Menschen und Aufrechterhaltung des Lebens von bestimmten Menschen. Walter entscheidet sich allerdings seine Befehle zu missachten und das Leben seiner Freunde zu retten, indem er sie in dem besagten Haus versammelt. Die ganze Welt um sie herum geht unter und Walter teleportiert sie in eine andere Dimension. Bei der ganzen Aktion stirbt Naya, eine Freundin aus der (ehemaligen) Clique und alle sind zutiefst bestürzt. Das Ende der Welt lief also doch nicht so wie erwartet. Walter dachte nämlich, dass alle ihn dankbar sein werden. Nun bietet er eine Option an, damit die anderen sich besser fühlen. Er möchte, dass sie ihn umbringen.
Auf dem ersten Blick ein sehr weirder und artsy fartsy Comic. Gestaltet in einem sehr nicht comichaften Stil, manchmal hat man den Eindruck, dass die Stile jede Seite wechseln. Die ganzen Szenen wirken wie aus einem sehr surrealen, bedrückenden Traum. Interessant auch, wie Walter gleichzeitig meint altruistisch zu sein, in Wirklichkeit aber irgendwie narzisstisch handelt. Dabei tut es ihm wirklich sehr leid, was er angerichtet hat. Anyways: Interessantes Konzept, ich deke ich werde mir in Zukunft mehr davon holen. Coole Scheiße. Und natürlich geschrieben von James Tynion IV, der auch eine sehr lange Zeit Batman geschrieben hat!
9/10 Pfandflaschen
Made by: James Tynion IV, Alvaro Martinez Bueno, Jordie Bellaire
Riddler: Year One#2
"How come whenever I try to scream it never makes a sound?"
Dieser Comic spielt in keinem bekannten DC-Comic-Universum sondern ist Teil der Welt des Films "The Batman", welcher Anfang 2022 rausgekommen ist. Paul Dano, der den Riddler gespielt hat, schrieb die Story hierzu. Stevan Subic hat gezeichnet. Bill Sienkiewicz gestaltete das Cover.
Ich finde es interessant, wie der Comic gestaltet ist. Denn auch wenn es schon die zweite Ausgabe ist, liest sie sich wie eine erste. Sodass ich nicht wirklich wissen muss, was vorher passiert ist. Fakt ist: Edward Nigma ist hier noch nicht der Riddler sondern (noch) ein Mitarbeiter in einer Firma die sich mit Finanzen beschäftigt. Seine Gedanken kreisen immer wieder um seine Vergangenheit, u.a. seine Kindheit in einem Kinderheim wo er auf Thomas Wayne traf. Dieser erkannte sein Potenzial und versprach ihm eine blühende Zukunft. Heutzutage ist Edward ein in Gedanken verlorener Mensch, der stets grübeln muss. Eines Tages wird sein Mitarbeiter um eine Stufe über ihn befördert, was ihn
ziemlich deprimiert. Während der Arbeit bemerkt er scheinbar einen Fehler. Irgendjemand aus dem Team wäscht Geld über eine Wohltätigkeitsfirma. Edward setzt all sein technisches Know-How um hobbydetektivmäßig an die Sache heranzugehen. Er hackt Sicherheitskameras und hört schließlich seinen Boss ab, der wie es sich herausstellt ein riesiges Arschloch ist. Die ganze Firma ist nur Schein, alle sind korrupt. Mehr will ich gar nicht verraten.
ziemlich deprimiert. Während der Arbeit bemerkt er scheinbar einen Fehler. Irgendjemand aus dem Team wäscht Geld über eine Wohltätigkeitsfirma. Edward setzt all sein technisches Know-How um hobbydetektivmäßig an die Sache heranzugehen. Er hackt Sicherheitskameras und hört schließlich seinen Boss ab, der wie es sich herausstellt ein riesiges Arschloch ist. Die ganze Firma ist nur Schein, alle sind korrupt. Mehr will ich gar nicht verraten.
Paul Danos Riddler war selbstverständlich eine ganz andere Nummer als Frank Gorshin oder Jim Carrey. Es war eine ganz andere Herangehensweise. Meiner Meinung nach fast schon so ikonisch wie Heath Ledgers Joker. "Year One" Comics, egal ob Batman oder Superman oder wer auch immer, beleuchten immer die Anfänge der jeweiligen Superhelden/schurken-Karriere. Diese Ausgabe ist zwar eine typische Origin Story, eines Menschen der sich immer ganz unten sieht und von seiner Umgebung enttäuscht ist. Gar nicht mal untypisch für DC-Charaktere, die später was ganz großes werden. Paul Danos Riddler ist kein typischer Bösewicht der Menschen leiden sehen will, die es genauso schwer wie er haben. Er will die höchste Machtebene, korrupte Menschen usw. angreifen. Hier sehen wir ganz genau, welche Situationen einen krassen Eindruck bei ihm hinterlassen hat und ihn womöglich einen Schtitt weiter zu "Gerechtigkeits-Terroristen" gebracht hat. Dazu noch diese großartigen, finsteren, kryptischen Zeichnungen. Ich finds großartig.
9/10 Pfandflaschen
Made by: Paul Dano, Stevan Subic
Abonnieren
Posts (Atom)




















.jpg)





.jpg)



.jpg)

