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Sonntag, 22. September 2013

Film der Woche#113: Alt und neu - The Wicker Man(1973/2006)

Okay, ich bin schweren Herzens an die Sache rangegangen. Ich wusste dass das Remake von 2006 unglaublich mies ist, aber nicht in welchen Ausmaß. Da dachte ich mir "Wie schlimm kann das Original sein?" und beschloß die beiden Filme anzuschauen und anschließend in einem Review zu vergleichen. Spoiler inklusive,, weil who cares.

1. The Wicker Man(1973)

Ein Polizei-Sergeant aus Schottland namens Neil Howie(Edward Woodward) erhält einen anonymen Brief. In diesem bittet ihm eine Frau um Hilfe. Ihre Tochter sei nämlich entführt worden und wird von ihrer Mutter auf der privaten Insel Summersisle vermutet. Der gläubige Christ Howie ist stark davon
angetrieben das 12-jährige Mädchen zu finden und reist dorthin. Die Bewohner der Insel sind aber so gar nicht kooperationsfähig. Jeder hüllt sich in Schweigen bzw. keiner will das Mädchen gekannt haben. Nicht mal ihre Mutter. Entweder hat sie noch nie existiert oder ist bereits tot. Erschreckenderweise machen sich die Leute über den Sergeant lustig. Seine Bemühungen amüsieren sie. Außerdem ist der Tod für sie gar nicht existent. Sie sind nämlich allesamt Anhänger eines heidnischen Glaubens und der Meinung dass ein menschliches Opfer kein Mord ist. Menschliches Opfer? Ja, tatsächlich. Für die Ernte. Allerdings war sie letztes Jahr so miserabel, dass es für dieses Jahr ein verdammt gutes Opfer geben muss. Howie vermutet dass das Rowan(das vermisste Mädchen) dieses Mal als Opfer herhalten muss. Angeführt von den "Häuptling" der Insel, Lord Summerisle(Christopher Lee) treiben sie Sergeant Howie in den Wahnsinn. Der arme kriegt allerdings erst zum Ende hin mit, dass nicht das Mädchen sondern er selbst das Ernteopfer ist.

"Bloody heathens!" - Neil Howie

Ach du Scheiße, ist das creepy. Es gibts nichts gruseliges als grinsende Menschen die sich über Leid und Tod erfreuen. Nicht weniger angsteinflößend sind allerdings die Gesänge welche die Inseleinwohner vollbringen. Achja, und die schamlosen öffentlichen Orgien auch. Der schottische Dialekt klingt leider unfreiwillig lustig. Edward Woodward macht sich verdammt gut. Als Polizist wirkt er entschieden was die Rettungsaktion und Ermittlung betrifft und spielt auch verdammt gut als der Charakter langsam in den Wahnsinnig getrieben und im Tonfall immer ruppiger und angepisster wird.

Gut gelungen.
8/10 Pfandflaschen
Film
Trailer:


2. The Wicker Man(2006)

Die Geschichte ist ähnlich der im Original. Allerdings spielt der Film in den USA, nicht in Schottland. Außerdem besteht auf der Insel ein Matriarchat, dessen Anführerin eine Schwester Summerisle(Ellen Burstyn). Auch hier haben wir einen Polizisten: Edward Malus(Nicolas Cage) der auf der Suche einem vermisst gemeldeten Mädchen sich auf die Insel Summerisle begibt und eine absurde
heidnische Inzesttruppe vorfindet, die um eine bessere Ernte zu haben menschliche Opfer bringt. Allerdings geht es diesmal nicht um Früchte sondern um Honig. Ein wichtiger Fakt(und der einzige wirkliche Pluspunkt des Films) ist dass Malus von Schuldgefühlen angetrieben wird. Er konnte nämlich eine Mutter und ihrer Tochter aus einem brennenden Auto nicht retten und will es irgendwie wieder gut machen. Und, ganz wichtig: Zu der Mutter des Kindes führte Edward früher eine innige Beziehung die sogar fast zur Heirat geführt hätte. Das ist t einer der Hauptunterschiede zum Original. Dort gabs nämlich den strenggläubigen Sergeant Howie dessen Glauben ihn angeführt hat. Hier haben wir den von tagträumen und Schuldgefühlen geplagten Nicolas Cage.

Das wäre eigentlich n guter Film gewesen. Wäre. Hätte Nic Cage es nicht durch seine uncharmanten, cholerischen Ausraster komplett versaut. Die lustigsten Szene ist in der deuschen Version leider rausgeschnitten. Kann man sich aber trotzdem im unteren Video angucken. Kurz gesagt: Meine Fresse was für ein Scheiß. Aber wer wollte nicht schon immer Nic Cage dabei zu sehen wie er seelenruhig irgendwelchen harmlos wirkenden Frauen in die Fresse haut(inklusive Bärenkostüm)? Ernshaft jetzt: Gegenüber dem Original ist schon so lächerlich und so lustig wie der Einzug der FDP in den Bundestag. Achja und ein einziges großes Meme ist der Film mittlerweile auch geworden.

3/10 Pfandflaschen
Film


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Film der Woche#67: Alt und neu - Shaft(1971)/Shaft: Noch Fragen?(2000)

Nennt es Badass, nennt es Coolness oder Blaxploitation. Es ist auf jeden Fall eines der genialsten Filmgenres die es gibt.
quelle: cult-mag.de

Well, well, well, kommen wir zur Sachen.
Als erstes haben wir "Shaft" von 1971.
Und schon mal im Voraus: Das Drehbuch ist nichts weltbewegendes. Wichtig ist aber, dass es der erste Film mit einen superkuhlen schwarzen Superdetektiv ist, der sich nicht an irgendwelche Regeln des weißen Mannes hält und den Ton angibt. Der Hauptcharakter heißt John Shaft(gespielt von Richard Roundtree) ist ein Privatdetektiv aufm Times Square, dessen Fälle aber trotzdem hauptsächlich in Harlem vorkommen. Diesmal ist es Bumpy, eine wichtige Person im organisierten Verbrechen, der sich an Shaft wendet. Seine Tochter wurde nämlich entführt. Also macht sich Shaft ran an die Sache und organisiert sich sogar ein Paar Black Panthers. Weiter will ich nichts verraten.
Grandioses Kino. Supercooler Soundtrack von Isaac "Chefkoch" Hayes. Geniales 70er Flair. macht bock auf mehr von der Sorte

solide 7 von 10 Pfandflaschen

film
trailer:

und hier noch der titelsong

und da ich grad kein bock hab mir die Sequels "Shaft - Liebesgrüße aus Pistolen" und "Shaft in Afrika" anzugucken, gehts direkt zu der quasi-Fortsetzung von 2000.

Und das hier ist einfach supercool. Oberaffengranatengeil wie man es so angeblich anfang dieser ominösen Nullerjahre in doofland zu sagen pflegte.
Diesmal haben wir es mit dem Neffen von John Shaft zu tun, der auch John Shaft heißt. Und von Samuel L. Jackson gespielt, was die sache noch kuhler macht.
quelle: wiki
Die Geschichte ist diesmal nicht so simpel. Wir haben einen reichen Tycoon-Sohn, dessen Namen ich vergessen hab(gespielt von Christian Bale) - ein rassistischer Hurensohn, der einen widerlichen, rassistischen Mord an einen schwarzen begeht, der es gewagt hat in einen Restaurant auf seine gemeinen Sprüche zu kontern. Shaft macht das Arschloch dingfest - doch die Justiz ist ein noch größeres Arschloch und macht irgendwelche Faxen von wegen Kaution und so. Batman wird verurteilt und taucht für zwei Jahre unter, bis er wiederkehrt und wieder von Shaft geschnappt wird. Diesmal tut er sich aber mit den Drogendealer Peoples(Jeffrey Wright) zusammen, was die Sache noch komplizierter macht, als sie eh schon ist. Was auch noch hinzukommt - ist eine sehr wichtige Zeugin. Und: Shaft wird gezwungen unter dem Schleier der Illegalität zu arbeiten. Das wars: mehr verrat ich nicht.
dieser film ist einfach so verfickt noch mal gut!
samuel l. jackson ist vierfach kuhl, Richard Roundtree immernoch charismatisch, Jeffrey Wright einfach gnadenlos witzig und Christian Bale gibt einfach so ein verficktes Arschloch, dass man nur sagen kann, er hat den Job gut gemacht - den ich hab ihn echt gehasst. Achja, Busta Rhymes spielt auch mit!

9,5 von 10 Pfandflaschen
trailer:

Film