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Donnerstag, 29. Januar 2026

Film der Woche#667: King Solomon's Mines (1985)

Dieser Beitrag dient als Ergänzung zu "Film der Woche"#666.5

King Solomon's Mines (1985)

Nur ein Jahr später brachte "Cannon Films" (die für ihre Chuck Norris und Michael Dudikoff Film
e bekannt waren) "King Solomon's Mines" raus. Es handelt sich dabei um die erste von zwei Verfilmungen von "Quatermain"-Bücher. Diese handelten von dem britischen Abenteurer Allan Quatermain (hier gespielt von Richard Chamberlain) der in Afrika äh ist. Diese führte bei der britischen Öffentlichkeit zu einem verzerrten romantisierten Bild von Afrika. Gedreht wurde der Film übrigens in Zimbabwe. Das Buch wurde zwar 1885 veröffentlicht - der Film ist allerdings eine etwas freie Umsetzung, die im Jahr 1913 stattfindet.

Allan Quatermain (Richard Chamberlain) der irgendwo in Afrika ansässige Kenner des Kontinents (und Abenteurer!) wird von Jesse Huston (Sharon Stone) angeheuert. Ihr Vater Professor Huston (Bernhard Archard) wurde nämlich entführt und wird gezwungen eine uralte Schrift zu entziffern. Diese ist in Kaananitisch verfasst. Die Entführer möchten einen Weg zu den legendären Minen von König Salomon finden, die tatsächlich existieren. Quatermain willigt ein und gemeinsam mit seinem Partner, Umbopo (Ken Gampu), einen Kukuwana-Krieger ziehen sie los. Sie werden allerdings schon bald von den Schergen von Dogati (John Rhys-Davies) verfolgt. Dieser macht gemeinsame Sache mit dem deutschen Oberst Bockner (Herbert Lomer), der angehöriger der kaiserlichen Armee ist. Was folgt ist eine wilde Jagd durch die Savanna, Flugausflüge mit deutschen Jagdflugzeugen, Kannibalen und Löwen. 

"Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatz der Könige", wie der Film auf Deutsch heißt nimmt sich so absolut gar nicht ernst. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Denn es wäre eine absolute Schande würde er das tun. Es ist nämlich absolutetester Googoogagacocobananashit. Es mag sein, dass afrikanische Stämme in der Zeit durchaus kannibalistische veranlagt waren - dies mitten im 20. Jahrhundert so darzustellen ist jedoch ziemlich fragwürdig. Ironischerweise hat man sich größtenteils nicht darüber empört, sondern über die Darstellung von Arabern als Sklaventreiber. Was historisch tatsächlich richtig ist. Ich finde die Zusammenarbeit zwischen Dogati und Bockner ist eine Anspielung auf Hitler und den Großmufti von Jerusalem. Fakt ist: Es ist kein "böhser israelischer Film", weil die Produzenten aus Israel stammen. Es ist eine billige, Exploitation-Produktion die darauf aus möglichst viel Scheiße in die Welt rauszuposaunen und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Komischerweise haben die Kritiker nicht bedacht dass der Film sich nicht ernst nehmen will und die Zuschauer haben genau diesen Fakt ebenfalls ignoriert und das dem Film verziehen. Er ist aber größtenteils einfach nur scheißehohl. Wir haben es mit einem verzerrten Bild von Afrika zu tun, den Edlen Wilden (Umbopo), weißen Eroberern (den Deutschen), ihren Helfershelfern (arabische Sklaventreiber) und natürlich den White Saviours (Quatermain). Im Gegensatz zu "Romancing The Stone" entwickelt sich die Romanze zwischen den beiden Protagonisten ziemlich schnell und ist deutlich niveauloser. Was für ein höllisch dummer Film.

3/10 Pfandflaschen
PS: Den Spruch mit dem "Knackwurstesser" in der deutschsprachigen Synchro fand ich trotzdem witzig.
Trailer:


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